Allgemeine Neuigkeiten zum Coronavirus, Herbst 2021

WETTIMPFEN MIT HINDERNISSEN – DIESE DUMMEN UNTERTANEN!

Als die Impfung da war, sah das für die EU-Regierungen und vor allem für die deutsche gut aus. Politiker und Medien hofften, möglichst geschwind ihre Bevölkerung zur Impfbank treiben und dann wieder voll wirtschaftlich durchstarten zu können. Man hoffte, mit braven Untertanen und wundersamer Impfung allen voraus zu sein – den faulen Südeuropäern, den ausgetretenen Briten, und Russland und China und der 3. Welt sowieso.

Diese Euphorie hat mehrere Dämpfer erhalten.

Erstens laufen die Leute nicht in dem Tempo impfen, in dem es die Politik gerne hätte und die Impfstoffversorgung erlauben würde. Schlimme, schlimme Kinder!

Zweitens hat sich herausgestellt, daß die Impfung nicht so toll ist. Zum einen schützt sie nur begrenzt dagegen, sich selbst oder andere anzustecken. Weiters schützt sie nur begrenzt davor, zu erkranken.

Aus dem Durchstarten – dem Wumms! des derzeitigen Kanzlerkandidaten – wird also nichts, man muß sich irgendwie mit Maßnahmen aller Art in den Herbst durchwurschteln, und mit neuen Lockdowns drohen, die niemand will, am allerwenigsten die Industrie, das Gastgewerbe und der Handel – also fast alle.

Noch ärgerlicher ist, daß sich einige skandinavische Staaten auf den Standpunkt stellen: Das Ärgste ist vorbei! – und mehr oder weniger wieder alles aufsperren. Das ist wettbewerbsverzerrend!

China brummt ökonomisch, das Wumms passiert also eher dort, und drückt Europa dabei weiter an die Wand, während die USA zwar rasant steigende Corona-Infektions- und Todeszahlen haben, aber deshalb keine besonderen wirtschaftsschädigenden Maßnahmen vorhaben. Auch das läßt die EU und Deutschland alt ausschauen, und wirft sie weiter in der Konkurrenz zurück, zumindest im Verhältnis zu den hochgesteckten Erwartungen, die mit Konjunkturpaketen und Wumms! verbunden wurden.

Rußland schließlich hat hohe Infektions- und Todeszahlen, erklärt aber Business as usual, und auch das stört natürlich die EU, die in ihren Maßnahmenpaketen und Pandemiegesetzen gefesselt sind.

Die Zahlen dieser Woche wieder einmal – Corona-Todesfälle im Verhältnis zur Bevölkerung.

Zuwachsraten:

Nordmazedonien    + 0,000171428571429

Montenegro            + 0,00015112540193

Bulgarien               + 0,000137236923004

Bosnien                  + 0,000120606060606

Kosovo                   + 0,000118998192485

USA                        + 0,000084163706483

Rußland                 + 0,0000734491686

Iran                        + 0,000072533172497

Moldawien             + 0,000062377266951

Serbien                   + 0,000058115942029

Mexiko                   + 0,00005604344453

Griechenland          + 0,000053831832899

Rumänien               + 0,000049432989691

Argentinien             + 0,000038588073985

Paraguay               + 0,000034857142857

Kroatien                 + 0,000034744767647

Brasilien                 + 0,000034612007515

UK                         + 0,000029715568862

Bei den Top Ten hat sich nur die Reihenfolge geändert. Der Balkan läuft langsam Lateinamerika den Rang ab. Die kursiv gesetzten Staaten sind die, die in der Rangleiter nach oben gestiegen sind.

Nach wie vor ist der Balkan ein Hotspot der schweren Corona-Erkrankungen. Mitteleuropa hingegen ist relativ ruhig, und die iberische Halbinsel liegt zum Ausklang der für diese Staaten wirtschaftlich essentiellen Sommersaison im unteren Mittelfeld – sie weist dabei höhere Impfraten als die meisten anderen EU-Staaten auf.

Portugal: 83 %

Spanien: 78 %

Dänemark: 76 %

Schweden: fast 65 %, vor

Deutschland: 64,34 %

Österreich: 61,48

USA: 56 %

Die USA galten einmal als Vorbild, wie gut die Impferei läuft. Inzwischen ist die Impfung dort zu einem Moment der Parteienkonkurrenz geworden:

Interessant, daß Serbien bei einer Impfquote von 41 % liegt – das Land wollte sich doch als Musterland präsentieren, das seinen Ex-Mitgliedsrepubliken vorhupft, wie gut es die Impfkampagne organisiert.

Jetzt liegt es hinter Slowenien (47 %), und knapp vor Kroatien (40 %). Der Rest der Nachfolgestaaten Jugoslawiens ist noch noch weit dahinter:

Nordmazedonien: 33,39 %

Kosovo: 32,5 %

Montenegro: 30,5

Bosnien: 12,7 %

Ungarn liegt bei einer Impfquote von 57 %, was auch beachtlich ist angesichts der Tatsache, daß die dortige Regierung im Frühjahr auch Sinopharm- und Sputnik-Impfungen besorgt hat, um ja genug Impfstoff zu haben.

Jetzt ist von allem genug Impfstoff da, und die Impfbegeisterung hat nachgelassen.

Restliche Balkanstaaten:

Griechenland: 55,43 %

Albanien: 25,70 %

Bulgarien: 18 %

Quelle für die Impfquoten: https://yandex.ru/covid19/stat

Quelle für die Letalitätsraten: https://lab24.ilsole24ore.com/coronavirus/#

48 Gedanken zu “Allgemeine Neuigkeiten zum Coronavirus, Herbst 2021

  1. Zweitens hat sich herausgestellt, daß die Impfung nicht so toll ist. Zum einen schützt sie nur begrenzt dagegen, sich selbst oder andere anzustecken. Weiters schützt sie nur begrenzt davor, zu erkranken.

    Dass die Impfung nur begrenzt wirkt ist bei jeder Impfung so. Da schneidet die Coronaimpfung sogar besonders gut ab.

    Der Wumms von Stolz bezog sich auf 3 Prozentpunkte Umsatzsteuererniedrigung, die es im Übrigen längst nicht mehr gibt. 

    "Das ist wettbewerbsverzerrend!" Wieso das denn? Weil in Deutschland in der Gastronomie eine 2-3G Regel gilt, gehen die Deutschen zum Bier trinken nach Schweden oder was?

    China brummt ökonomisch, das Wumms passiert also eher dort, und drückt Europa dabei weiter an die Wand, während die USA zwar rasant steigende Corona-Infektions- und Todeszahlen haben, aber deshalb keine besonderen wirtschaftsschädigenden Maßnahmen vorhaben. Auch das läßt die EU und Deutschland alt ausschauen, und wirft sie weiter in der Konkurrenz zurück, zumindest im Verhältnis zu den hochgesteckten Erwartungen, die mit Konjunkturpaketen und Wumms! verbunden wurden.

    Dass es in China brummt, hat nichts mit Corona zu tun. Da hätte es auch ohne Corona gebrummt. Und meines Wissens ist Deutschland wirtschaftlich besser als erwartet durch die Krise gekommen. Deutschland hat auch keine Wirtschaft schädigenden Maßnahmen mehr vor. Ein Lockdown will niemand mehr. Das wirft sie also ganz sicher nicht zurück. Und der Wumms war eh bloß Ideologie, und wurde von der Öffentlichkeit sowieso nicht ernst genommen.

     und auch das stört natürlich die EU, die in ihren Maßnahmenpaketen und Pandemiegesetzen gefesselt sind.

    Na klar. Die lassen sich von ihren eigenen Pandemiegesetzen fesseln. Nicht umsonst waren selbst die Lockdowns so gestrickt, dass sie dem industriellen Kapital quasi nicht geschadet haben. Also dem Kapital, das für deutsche Weltmarkterfolge verantwortlich ist.

     

  2. Inzwischen ist mein Eindruck, daß sich innerhalb einer Woche die Corona-Lage entspannt hat. Das Thema ist in den Medien nach hinten gerutscht. Die Infektionszahlen gehen in den meisten europäischen Ländern zurück, die befürchtete nächste Welle scheint abgesagt. Auch die Impfpropaganda inklusive Drohungen ist fast gänzlich verschwunden.

    Zu dem allen mag auf beigetragen haben, daß Dänemark und inzwischen auch Spanien wieder aufgesperrt und fast alle Maßnahmen aufgehoben haben. In der Inner-EU-Konkurrenz wollen dann nicht andere pizlig sein und sich dadurch womöglich Geschäft entgehen lassen.

    Ein paar Websites zur Illustration:

    Österreich:
    https://covid19-dashboard.ages.at/

    Portugal:
    https://covid19.min-saude.pt/ponto-de-situacao-atual-em-portugal/

    Spanien:
    https://www.elimparcial.es/noticia/210390/sociedad/confirmados-338-casos-de-coronavirus-en-espana-137-en-madrid.html

    @Kehrer

    Ich weiß nicht, was deine Einwände sollen. Es ist doch offensichtlich, daß die europäischen Staaten auch in der Pandemie ihre Knkurrenz nicht aufgegeben haben und sogar versucht haben, die Lage für sich zu nutzen. Daß die Corona-Maßnahmen viel Geschäft vernichtet haben, läßt sich auch nicht bestreiten.

    Wieviel Tourismus es nach Schweden gegeben haben mag, weil dort alles lockerer ist, kann ich nicht beurteilen. Aber derzeit läßt sich beobachten, wie alle möglichst schnell mögliche Barrieren beenden wollen, um noch an irgendeiner Art von Nach-Corona-Geschäft beteiligt zu sein.

    Du betonst immer die Industrie, die in Deutschland gebrummt hat. Aber das ist eben nicht der einzige Teil der Wirtschaftsleistung, und die ganze Freizeitbranche hat sehr gelitten – damit auch die Ökonomie derjenigen Staaten, die davon in höherem, wenn nicht gar ausschließlichem Maße abhängig sind. (Der Nebeneffekt, daß sich Deutschland jetzt wieder als Vorbild stilisieren kann, ist durchaus erwünscht.)

    Einmal sehen, wie die europäische Konkurrenz – rund um die Coronahilfen – in die nächste Runde geht.

  3.  Auch die Impfpropaganda inklusive Drohungen ist fast gänzlich verschwunden.

    Genau, dazu meint Jens Spahn auf Twitter:

    Knapp 75 % der Erwachsenen und ein Drittel der 12-17-Jährigen haben den vollen Impfschutz. Mind. eine Dosis haben 78,6% der Erwachsenen und 41% der 12-17-Jährigen erhalten. Das ist eine gute Quote. Und jede weitere Impfung gibt uns allen mehr Sicherheit für Herbst und Winter.

    Die Zufriedenheit des Gesundheitsministers mit der Impfquote zeigt, dass das Mediengetöse, der Impfdruck nur dazu da war die Zweifler umzustimmen und sich doch noch impfen lassen. Das ständige Lamento "die Impfquote ist viel zu niedrig – andere Staaten können das besser" ist Ideologie, hat dazu gedient die Untertanen zum Impfen zu bewegen.

    die befürchtete nächste Welle scheint abgesagt

    Das weiß niemand, ob es im Winter noch eine 5te Welle gibt. Stöhr geht jedenfalls davon aus. Auffällig ist jedoch, dass Lauterbach schon lange keine weitere Variante mehr angekündigt hat. Stöhr sagt ja, wer jetzt nicht geimpft oder genesen ist, der kriegt Corona halt im Winter.

    Ich weiß nicht, was deine Einwände sollen.

    Na meine Einwände sollen deine falschen Argumente kritisieren, ist das nicht offensichtlich. 

    Es ist doch offensichtlich, daß die europäischen Staaten auch in der Pandemie ihre Knkurrenz nicht aufgegeben haben und sogar versucht haben, die Lage für sich zu nutzen.

    Habe ich behauptet die europäischen Staaten hätten ihre Konkurrenz ausgesetzt? Dass ich die von dir behauptete Wettbewerbsverzerrung nicht entdecken kann, bedeutet ja nicht dass es keinen Wettbewerb gibt. 

    Daß die Corona-Maßnahmen viel Geschäft vernichtet haben, läßt sich auch nicht bestreiten.

    Na wenn es sich nicht bestreiten lässt, dann habe ich es wohl auch nicht bestritten. Wenn ich es aber nicht bestritten habe, warum soll es dann ein G e g e nargument sein, dass es sich nicht bestreiten lässt.

    Wieviel Tourismus es nach Schweden gegeben haben mag, weil dort alles lockerer ist, kann ich nicht beurteilen. 

    Na jedenfalls nicht soviel, dass du dir eine eindeutige Antwort zutraust.

    Aber derzeit läßt sich beobachten, wie alle möglichst schnell mögliche Barrieren beenden wollen, um noch an irgendeiner Art von Nach-Corona-Geschäft beteiligt zu sein.

    Was ist denn Nach-Corona-Geschäft?

     Aber das ist eben nicht der einzige Teil der Wirtschaftsleistung, und die ganze Freizeitbranche hat sehr gelitten – damit auch die Ökonomie derjenigen Staaten, die davon in höherem, wenn nicht gar ausschließlichem Maße abhängig sind. 

    Du hast aber was anderes behauptet:

    Auch das läßt die EU und Deutschland alt ausschauen, und wirft sie weiter in der Konkurrenz zurück

    In Wirklichkeit scheint ja nicht Deutschland alt auszusehen, sondern Österreich, dessen Ökonomie von der Freizeitbranche "in höherem, wenn nicht gar ausschließlichem Maße abhängig" ist. Und mit China hat das dann ja nicht soviel zu tun, da der China Tourismus während Corona nicht gerade zugenommen hat.

  4. Am Balkan scheint die Lage unerfreulich zu sein:

    Balkanländer: Schulöffnungen treiben Corona-Infektionen in die Höhe

    Die Covid-19-Infektionen und Todesfälle haben in Rumänien, Bulgarien und anderen Balkanländern nach der Öffnung der Schulen wieder Höchststände erreicht.

    Seit Beginn der Pandemie haben sich in Rumänien 1,2 von 19,4 Millionen Einwohnern mit dem Virus infiziert, 36.230 sind gestorben. Allein am letzten Mittwoch gab es 130 Todesfälle. Zwischen der zweiten und dritten Welle war diese Zahl teilweise auf 2 gefallen.

    Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hat am Freitag mit 7676 wieder das Niveau vom Dezember letzten Jahres erreicht. Offiziellen Angaben zufolge könnte sie Anfang Oktober auf 20.000 steigen. Dabei ist die Dunkelziffer enorm hoch. Schätzungen der Gesundheitsorganisation MedLife zufolge sind die Infektionszahlen fünf bis sieben Mal höher als die offiziell angegebenen Zahlen.

    Am letzten Mittwoch waren im gesamten Land nur noch 32 Intensivbetten frei. Doch selbst diese geringe Anzahl konnte nicht genutzt werden, da das entsprechend ausgebildete Personal fehlte.

    Grund für den dramatischen Anstieg sind die Öffnung der Schulen nach den Sommerferien und die niedrige Impfquote von 30 Prozent. Selbst 40 Prozent des medizinischen Personals und der Lehrkräfte sind nicht geimpft. Nachdem im letzten Jahr die Schulen über größere Zeiträume geschlossen waren, findet seit dem 13. September wieder uneingeschränkter Präsenzunterricht statt. Nun sind die Schulen zu Hotspots der Übertragung geworden. Selbst nach Angaben des Bildungsministeriums, die deutlich zu niedrig sein dürften, haben sich 3362 Schüler und Vorschüler sowie 1200 Beschäftigte an Schulen infiziert.

    Experten haben seit Langem vor der Öffnung der Schulen gewarnt und einen rasanten Anstieg der Infektions- und Todeszahlen vorhergesagt. „Schulen wirken wie ein Beschleuniger für die Übertragung in Gemeinschaften. Es ist, als würde man in der Gemeinschaft im ersten Gang fahren und dann sofort in den fünften Gang schalten, wenn die Kinder die Schule besuchen,“ erklärt der Gesundheitsexperte Razvan Chereches. (…)

    Im benachbarten Bulgarien steigen die Covid-19-Infektionen ebenfalls stark an. In der vergangenen Woche starben mit 516 Menschen so viele wie noch nie in diesem Jahr an den Folgen der Infektion. Von den 7 Millionen Einwohnern des Landes haben sich fast eine halbe Million infiziert, 20.350 sind gestorben, über 4700 Personen sind derzeit im Krankenhaus, rund 400 davon auf der Intensivstation. Dort ist die Situation extrem angespannt. Schon vor der Pandemie war das bulgarische Gesundheitssystem in einem desaströsen Zustand. Seither hat sich die Situation weiter verschlimmert. (…)

    https://www.wsws.org/de/articles/2021/09/26/balk-s26.html

    Das Gesundheitswesen in diesen Staaten ist unter anderem deswegen überfordert, weil jede Menge Personal von dort in mitteleuropäische Staaten arbeiten gegangen ist, weil es von den in den Balkanstaaten gezahlten Gehältern nicht leben kann. In Deutschland, Österreich, den Niederlanden hingegen können diese medizinischen Gastarbeiter auch nur deshalb von diesen Hungerlöhnen leben, weil sie zu Hause geringere Lebenserhaltungs-Kosten haben. Sie unterbieten daher einheimisches Personal und tragen damit dazu bei, daß dieses mit mitteleuropäischen Lebens-Kosten nicht mehr durchkommen können.

  5. Obwohl es diesmal anscheinend etwas schwer fällt die Aktion niederzumachen, wird auch diesmal wieder nicht mit Hetze, pardon Kritik gespart. 

    Auch umstrittene Experten an Bord

    Während Persönlichkeiten wie Klaus Stöhr, Matthias Schrappe und Gerd Antes oder der führende österreichische Jugendmediziner Professor Reinhold Kerbl ausgewiesene Experten auf ihren Gebieten sind, dürfte die Aktion auch mit einigen Gesprächspartnern für Diskussionen sorgen, deren Ansichten als eher exotisch gelten. Etwa der US-Mediziner Prof. Peter A. McCullough. Laut verschiedener Medienberichte propagierte McCullough zum Beispiel entgegen offiziellen Behandlungsstandards Medikamente wie Hydroxychloroquine, die laut Ansicht der meisten Mediziner aber keinen positiven Effekt bei der Covid19-Behandlung haben.

    Es fehlen Berichte von Corona-Betroffenen

    Auch wenn die neue Aktion weniger provozierend aufgemacht ist als "Allesdichtmachen", müssen sich die Schauspieler den Vorwurf gefallen lassen, überwiegend den Kritikern der aktuellen Corona-Politik eine Bühne zu bieten, selbst wenn die meisten Interviewpartner ein hohes fachliches Niveau besitzen. Berichte von Intensivmedizinern an der "Corona-Front" oder Corona-Erkrankten kommen in den Gesprächen letztlich zu kurz.

    Auf eine Anfrage von FOCUS Online zur Auswahl der Interviewpartner weist eine Sprecherin der Aktion darauf hin, dass man unter anderem den Virologen Christian Drosten, RKI-Präsident Lothar Wieler, den SPD-Gesundheitsökonomen Karl Lauterbach und Gesundheitsminister Jens Spahn gebeten habe, als Interviewpartner für "AllesAufDenTisch" zur Verfügung zu stehen. Diese hätten aber alle abgelehnt oder gar nicht auf Anfragen reagiert.

    Hm. Heißt das jetzt, dass sich "allesaufdenTisch" nicht den Vorwurf gefallen lassen muss überwiegend Kritikern das Wort erteilt zu haben? Befürworter des Mainstreams hätten sich ja äußern können, nur wollten sie sich offensichtlich nicht an einen Tisch setzen und dadurch die Ausgrenzung unliebsamer Kritik beibehalten. Keinesweg, offenbar sieht sich Focus nicht bemüßigt seinen ungerechtfertigten Vorwurf zurückzuziehen, bloß weil er nicht zutrifft.

    An Dreistigkeit nicht zu überbieten ist wieder mal der Vorwurf, es seien keine Betroffene zu Wort gekommen, als wäre Betroffenheit eine Expertise und als würde Betroffenheit nicht ausschließlich zur Legitimation der staatlichen Maßnahmen benutzt. Als würden Intensivmediziner sich nicht ausschließlich zu Karrierezwecken oder zur Verbesserung der prekären Situation auf den Intensivstationen in den Medien äußern.

    Die ersten sechs Interviews habe ich mir angesehen und finde sie sachlicher und fachlicher als allesdichtmachen, weil das Konzept ein anderes ist, weil Wissenschaftler gefragt werden. Es lohnt sich das anzuhören. Am Schluss jedes Videos wird ein Satz eingeblendet: "Wir wünschen uns einen runden Tisch."

    Mir erscheint das so, als würden Demokratieidealisten an der Spaltung der Nation durch die Coronamaßnahmen der Regierung und durch den ausgeübten Impfdruck leiden. Sie finden das undemokratisch, nicht mit den Werten und Rechten des Einzelnen in einer Demokratie vereinbar. Sehen Totalitarismustendenzen, die sie nicht hinnehmen wollen und die deshalb eine öffentliche Wertediskussion anregen. Der offiziell betriebenen Ausgrenzung der Abweichler vom offiziellen Coronakurs setzen sie die Forderung nach gesellschaftlicher Einheit durch Meinungsaustausch, Anhören der gegensätzlichen Positionen entgegen. Dabei ist die Ausgrenzung durch die Politik kein Unfall, sondern Absicht. Sie verlangt von den Abweichlern einfach, dass sie parieren und sich dadurch wieder in die Nation eingliedern. 

  6. Die Videos von "alles auf den Tisch" anzuhören, ist ne echte Fleißarbeit.

    Als Pflichtvideo (5 Sterne +) würde ich das Video von "Emily Intsiful & Prof. Dr. Dieter Köhler" ansehen. Der Mensch hat echt Ahnung von der Virusausbreitung über die Luft und hat seit Jahrzehnten zu Masken geforscht. Da erfährt man viel neues, z.B. wo die 1,5 m Mindestabstand herkommen. https://allesaufdentisch.tv/masken.html

  7. Diesmal gibt es eher weniger Hetzartikel in der Presse zu alles auf den Tisch. Es scheint als sei das Motto "bitte ignorieren" ausgegeben worden. Trotzdem gibt es ein paar Artikel, die ihrem Gegeifer freien Lauf lassen:

    Corona: „Alles auf den Tisch“-Video wird heftig kritisiert

    Und das aus gutem Grund – denn das Video wird in der Öffentlichkeit heftig kritisiert. Genauso wie „Alles dicht machen“ kommt die erneute Aktion einer Verharmlosung des Virus gleich, gleichzeitig heizt sie die Debatte um die Corona-Maßnahmen unnötig auf.

    „Wie egal kann es uns sein, dass erst vor wenigen Tagen ein junger Mensch, der sein ganzes Leben noch vor sich hatte und nebenbei in einer Tankstelle jobbte, von einem 'Coronamaßnahmenkritiker' ermordert wurde“, fragt zum Beispiel Linken-Jugendkoordinator Robert Fietzke auf Twitter.

    „Spiegel“-Redakteur Anton Rainer findet: „Jan Josef Liefers war clever genug, sich nicht mehr daran zu beteiligen“. Und TV-Moderator Tobias Schlegl rät: „#allesaufdentisch einfach ignorieren. Das trifft sie am härtesten.“ „Der Gazetteur“ schlägt auf Twitter in die gleiche Kerbe: „Deutsche Schauspieler kommen nicht damit klar, dass Menschen auf Intensivstationen mehr Aufmerksamkeit bekommen als sie.“

    Josef Holburger, Politikwissenschaftler und Experte für Verschwörungsideologien erklärt gegenüber der Deutschen Presseagentur, die Aktion befeuere ein „schädliches Narrativ“.

    Ihr Virusverharmloser, schämt euch. Wer sich dagegen wehrt, dass er für anderthalb Jahre Berufsverbot erhält, "heizt die Debatte nur unnötig auf." Nicht die beruflichen Hetzer von der Presse heizen die "Debatte" auf, sondern die Kritiker der Angstmaschine. Vor allem "unnötig". Nach dem Geschmack der Qualitätsjournalisten vielleicht. Und überhaupt – Coronamaßnahmenkritiker sind Mörder. Diese dummen Schauspieler sind nicht so clever wie Jan Josef Liefers und machen nochmal bei einer Aktion mit – hat es denen nicht gereicht, dass wir sie öffentlich verprügelt und vorgeführt haben. Das lässt sich nur mit ihrer Aufmerksamkeitsgeilheit erklären, die uns Journalisten natürlich völlig abgeht. Unsere Meinungshoheit lassen wir uns doch nicht von ein paar Schauspielern und Wissenschaftlern abquatschen.

    Man muss anscheinend auch gar nicht mehr erklären, was an der Aktion falsch ist. Man muss ihr nur attestieren, dass sie "schädlich" sei. Was dabei zu schaden kommt, ist anscheinend irrelevant. Auch in diesem Artikel werden schon wie beim letzten Mal, sogenannte "kritische Stimmen" angeführt, die den Eindruck erwecken sollen, dass die Öffentlichkeit auf der Seite der Journalisten steht und als hätten sich die Schauspieler daneben benommen.

    Sein Gegner: die "Leitmedien“. In denen würden junge Menschen, Journalisten zwar, aber eben keine Wissenschaftler, "gestandene Wissenschaftler in die Tonne" treten. Hier immerhin nennt er hier ein Beispiel: Wolfgang Wodarg, den ehemaligen SPD-Abgeordneten und Leugner der Corona-Epidemie. Unklar bleibt auch hier, warum er, als Kommunikationswissenschaftler, dessen medizinische Qualifikation besser einschätzen kann als junge Journalisten. Stattdessen vulgäre Verallgemeinerungen wie diese über den Faktenfinder in der Tagesschau oder den  Faktenfuchs des Bayerischen Rundfunks Hier werde nicht mehr überprüft, was die Regierenden sagen, "sondern konkurrierende Sichtweisen, die auf den digitalen Plattformen zum Beispiel publiziert werden, delegitimiert“, also herabgewürdigt. Dann erfolgt ein wirklich bizarrer Umkehrschluss: Journalisten würden sowie alles kontrollieren, "schon daran sehen wir, dass diese Faktenchecks etwas anderes machen, als sie uns suggerieren". Pardon, aber wieso? Meyen trennt willkürlich Faktenchecker vom allgemeinen Journalismus ab – nicht um sie zu kritisieren, sondern um sie zu diskreditieren. Also tut er gerade das, was er den Faktencheckern vorwirft.

     Der Kommunikationswissenschaftler kann Wodargs Qualifikation besser einschätzen, weil er ein Wissenschaftler ist. Das sagt der Schreiberling schließlich einen Satz vorher selbst. Außerdem ist es merkwürdig, dass die "Qualifikation" zählt und nicht das Argument. Da fühlen sich die Journalisten auf den Schlips getreten, wenn ihnen die Qualifikation für ihr Geschreibsel abgesprochen wird. Im übrigen hat es überhaupt nichts willkürliches, wenn man Faktenchecker vom allgemeinen Journalismus abgrenzt. Das tun sie ja schließlich selbst, indem sie sich die Spezialaufgabe des Faktencheckens zugewiesen haben.

    Man sieht auch schon über das erste Video hinaus, besteht kein Interesse an der Thematik. Zum Abkanzeln reicht eines absolut aus.

  8. Zu den übelsten Folgen des Coronamanagements gehört die erlesene Widerwärtigkeit
    mit der die Journalie mittlerweile auf die Ungeimpften losgeht. Als Paradebeispiel 
    würde ich einen jüngst erschienen Artikel im Spiegel betrachten: Aktuelle Studie
    »Trotz gehört mittlerweile zu den Hauptgründen, sich nicht impfen zu lassen«

    "Mit der vierten Welle wird der Groll auf die Ungeimpften steigen, das ist absehbar. Die Mehrheit in Deutschland blickt aktuell auf eine Minderheit. Deren Entscheidung gegen die Impfung, so der Gedanke, blockiert eine Freiheit, die etwa Dänemark erreicht hat. Keine Coronamaßnahmen mehr, keine Angst vor überfüllten Krankenhäusern dank einer hohen Impfquote. Warum ist das nicht auch in Deutschland möglich? Wo, verdammt noch mal, liegt das Problem?"

    Welcher Groll denn bitte? Der Spiegel wirft sich in die Pose des aufgebrachten Volkes (wer ist hier populistisch) nach dem Motto: Die Spiegel ist das Volk. Oder umgekehrt: Das Volk ist der Spiegel, denn wir spiegeln das Volk. In Wirklichkeit ist keiner aufgebracht außer der Schreiberling des Spiegel, der gerne die Mehrheit gegen die Minderheit aufhetzen würde. Und wie das geht steht im nächsten Satz. "Die Entscheidung gegen die Impfung blockiert die Freiheit". Die einzigen die die Freiheit blockieren sind Gesundheitspolitiker und deren ideologische Dolmetscher von der Presse, die mit solchen bösartigen Methoden zur Hexenjagd auf die Impfketzer blasen. Angst vor überfüllten Krankenhäusern braucht man dank der jetzt schon hohen Impfquote sowieso nicht zu haben. 77% der impfbaren Bevölkerung haben eine Impfung und 73% haben 2 Impfungen erhalten und da sind die Genesenen noch gar nicht mitgerechnet, wie gestern bei "corona nachgehakt" die Medizinethikerin Christiane Woopen nochmal sagte. Da sollte man eigentlich die saloppe Dreistigkeit zurückgeben: "Warum ist das nicht auch in Deutschland möglich? Wo, verdammt noch mal, liegt das Problem?"

    Das kann man ja mal beantworten. Das Problem liegt darin, dass solche Journalistinnen wie Irene Berres allzugerne das Volk bzw. ihre Leser zu ideellen Hetzjagden auf Ungeimpfte anstacheln wollen.

    "Aktuell fällt das Bild deutlich positiver aus. Nur noch 13 Prozent der Befragten lehnen die Impfung ab. 82 Prozent haben sich dafür entschieden, manche warten jedoch noch auf die Spritze. Damit bildet die Befragung ziemlich genau den Anteil der Geimpften in der erwachsenen Bevölkerung ab."

    Da könnte man ja denken, 82% bildet "ziemlich genau den Anteil der Geimpften in der erwachsenen Bevölkerung ab." Na supi, bei einem Impfziel von 85%, werden wir uns wegen 3% doch nicht ins Hemd machen. Leider weit gefehlt. Wenn der journalistische Jagdhund erstmal Blut geleckt hat, ist er nicht mehr zu bremsen bis auch noch das letzte Ungeimpftenwild zur Strecke gebracht worden ist.

    "Was überraschen mag: Fünf Prozent der Befragten sind nach wie vor unentschlossen, wissen also nicht, ob sie sich impfen lassen wollen oder nicht. Das klingt zwar nach wenig, betrifft aber immerhin jeden 20. Erwachsenen in Deutschland." 

    Das klingt zwar nicht viel, aber durchgehen lassen können wir das trotzdem nicht.

    "3. Zu viel Druck schadet: Trotz als Treiber
    Alle, die eine Coronaimpfung eigenen Angaben zufolge ablehnten, fragten die Forschenden nach den Gründen. 74 Prozent zweifelten zwar noch an der Sicherheit des Impfstoffs. 67 Prozent erklärten jedoch auch, dass sie sich von Politikern und Politikerinnen oder der Gesellschaft zu sehr unter Druck gesetzt fühlten. 61 Prozent gaben an, das Streben nach Profit der globalen Impfstoffunternehmen nicht unterstützen zu wollen. »Trotz gehört mittlerweile zu den Hauptgründen, sich nicht impfen zu lassen«, sagt Schreyögg."

    Fragt sich, was mit Trotz gemeint ist. Die Studienteilnehmer wurden gefragt: »Im Vergleich zu Ihren jetzigen Präferenzen zur COVID-19-Impfung: wie würden diese Maßnahmen Ihre Impfabsicht beeinflussen?«*, in Prozent: 1. Schnelltests selbst bezahlen zu müssen
    2. Zutritt zu Restaurants, Geschäften und kulturellen Veranstaltungen nur für Geimpfte und Genesene 3. Wenn mich mein Arbeitgeber nach meinem Impfstatus fragen dürfte / könnte 4. Wenn mein Arbeitgeber bzw. Beruf es erfordert, dass ich geimpft bin

    "Zumindest in der Theorie wären die meisten Impfablehnerinnen und Ablehner sogar bereit, ihren Beruf aufzugeben, bevor sie sich impfen ließen. Fraglich ist, ob sie dies auch in die Tat umsetzen würden. »Ich glaube nicht, dass das Bestand haben würde«, sagt Schreyögg. »Wahrscheinlich würde die Ablehnung schon bröckeln, wenn es in der vierten Welle in Restaurants und Geschäften wirklich nur noch 2G geben würde.« Dennoch müsse man sich im Klaren darüber sein, dass einige Betroffene selbst der drohende Verlust des Arbeitsplatzes nicht überzeugen könne."

    Euch kriegen wir! Widerstand ist zwecklos! Das also ist Trotz. Wer unter der Drohung den Arbeitsplatz zu verlieren, trotzdem nicht nachgibt, kann gar keine guten Gründe dafür haben, sondern der legt ein kindliches Trotzverhalten an den Tag. Ist also automatisch im Unrecht, weil er seine Unterordnung nicht einsehen will. Aufschlussreich mit welchen Strafen hier ideell gespielt wird. Sowas ist Volkserziehung. Da soll ein Volk angeleitet von der Presse gefügig gemacht werden, eine Lehrstunde in gebührlichem Untertanengeist erhalten. Die Presse als ideelle Folterknechte eines aufmüpfigen Volks.

    "Um an die Betroffenen trotzdem heranzukommen, rät Schreyögg dazu, auf Emotionen zu setzen – und auf Promis. »Wenn Günther Jauch zum Beispiel sagt: ›Mir macht es Sorgen, dass so viele Leute Long Covid haben. Haben Sie schon mal gesehen, wie es den Betroffenen geht?‹, wäre das eine emotionale Botschaft, die eine Chance hätte, die Leute zu erreichen, die auf dem normalen Informationsweg nicht zugänglich sind«, sagt der Gesundheitsökonom."

    Oder ist alles doch nicht so tragisch, da man den Knüppel ja leider, leider nur ideell schwingen kann. Vielleicht sollte man einfach antworten: Das macht mir keine Sorgen. Long Covid wird sowieso maßlos übertrieben. Da wär aber was los. Da wäre man sofort der menschenverachtende Menschenfeind, der Menschenleben auf dem Gewissen hat. Streng nach dem Motto. Wer auf die geheuchelte Sorge nicht reagiert, der wird eben emotional zum Unmenschen gemacht.

    Hat von euch übrigens jemand den Zoff zwischen Markus Lanz und Jan Böhmermann mitgekriegt. Jan Böhmermann hat anscheinend Markus Lanz vorgeworfen, dass er Alexander Kekulé und Hendrik Streeck zu sich in die Sendung eingeladen hat. Das sei fachlich keine gute Idee und ein Fall von "false Balance". Mit "false Balance" ist gemeint, dass es nicht sinnvoll ist in der Wissenschaft Ausgewogenheit walten zu lassen, weil es in der Wissenschaft nicht darum geht abzustimmen, sondern darum was den Gegenstand trifft. So in der Art jedenfalls. Was mich erschüttert, dass Jan Böhmermann Streek und Kekule fachlich anscheinend für Pfeifen hält, wenn er sowas sagt. So inkompetent kamen mir die gar nicht vor. Oder kann es sein, dass der sich linkskritisch gebende Jan Böhmermann dem offiziellen Coronanarrativ das Wort redet?

  9. Ich müßte wieder einmal eine Statistik machen, komme aber derzeit nicht dazu.

    Ich bin auch nicht zu Hause, kann aber sagen, daß die Stimmung – bis vor kurzem zumindest – in den Medien in Österreich nicht so hysterisch war wie sie Kehrer für Deutschland beschreibt.

    Ich muß mich erst einmal schlau machen, was da läuft.

  10. Also ich hab nur das gefunden:

    RINGVORLESUNG

    Freiheit der Wissenschaft schützt auch Corona-Relativierer

    Die Uni Wien distanziert sich zwar von Verharmlosern – eine Lehrveranstaltung, bei der diese Vorträge halten sollen, darf aber dennoch stattfinden

    https://www.derstandard.at/story/2000130202839/freiheit-der-wissenschaft-schuetzt-auch-corona-relativierer

    Dazu kann ich nur bemerken, daß sowohl die Veranstalter dieser Vorlesung als auch einige Beitragende als auch die Autorin des etwas giftigen Artikels der Wiener Linken der 80-er Jahre entsprungen sind und sich da auf ihre alten Tage darüber angifteln, wer denn jetzt auf der richtigen Seite steht.

  11.  Malaria hingegen, "an der weltweit zu allen Zeiten die meisten Menschen starben und sterben", werde von der WHO nicht als Pandemie bezeichnet – "denn es geht bei Corona um eine Krankheit des weißen Mannes"; angesichts der hohen Todesraten durch Covid-19 überall auf der Welt wenig plausibel.

    So richtig der erste Halbsatz ist,  so daneben ist der zweite. Da könnte ich laut schreiend mit dem Kopf gegen die Wand laufen. Feministen sind schon ein erlesen blödes Pack. Genau Corona ist nicht nur ein Virus das die Atemwege befällt, es ist auch ein rassistisches und sexistisches Virus, das hauptsächlich den "weißen Mann" niederstreckt. bzw. von der WHO deswegen so wichtig genommen wird, weil es den weißen Mann betrifft. Was übrigens heute von Harald Lesch, dem mittlerweile Wissenschaftsjournalisten Nr.1 in Deutschland (früher war er mal Wissenschaftler) in "Gendern-Wahn oder Wissenschaft" bestätigt worden ist. Angeblich sterben mehr Männer an Corona. Was angeblich daran liegt, dass Männer ungesünder leben, weil sie mehr rauchen und saufen. Die blöden Männer sind halt selbst schuld. Ihr Männlichkeitswahn treibt sie dazu sich rücksichtsloser gegen ihre Gesundheit zu verhalten. Ungerührt verbreitet dieses Arschloch feministische Ideologie. Anscheinend haben die Feministen mitgekriegt, dass die Möglichkeit des Kinderkriegens von Arbeitgebern zur Rechtfertigung herangezogen wird, um niedrigere Löhne zu zahlen. Dagegen muss man dann natürlich darauf hinweisen, dass in Wirklichkeit die Frauen die Sozialkassen weniger belasten, weil sie gesünder leben. Ob das jetzt stimmt oder nicht ist unerheblich. Das widerliche daran ist, dass nicht das Kapital angegriffen ist, weil es Sortierungskriterien z.B. nach Geschlecht sucht und findet, die Leute hoch oder niedrig zu bezahlen, sondern dass diese Sortierung abgehakt wird und für in Ordnung befunden wird, und nur eine alternative Sortierung angestrebt wird.

    In Deutschland gibt es mittlerweile beides. Das Presselamento über die angeblich so niedrige Impfquote gibt es immer noch. Aber gleichzeitig gibt es auch Kritik und die Forderung endlich mit den Maßnahmen Schluss zu machen. Vor allem 2G wird (zurecht) kritisiert. In einigen Bundesländern ist es so, dass die Wirte sich 2G oder 3G aussuchen können. Mit 2G gibt es keine Publikumsbegrenzung mehr, mit 3G dürfen nicht alle Sitzplätze belegt sein. Also eine Wahl zwischen Traufe und Regen. In Magdeburg haben deswegen einige Wirte die Lokalpolitiker zu unerwünschten Personen in ihren Lokalen erklärt.

    Zum Zoff zwischen Lanz und Böhmermann. Ich hab mir das youtubevideo das in obigem Sternartikel verlinkt ist mal angesehen. Böhmermann erzählt das so, dass er auf einer Preisverleihung in der Urania in Berlin war, wo er eine Laudatio auf den Preisträger Drosten gehalten hat. Den findet er dann wohl anscheinend toll. Und weil Drosten dem Keküle mal vorgeworfen hat, er hätte nichts publiziert, hat er das wohl übernommen und dem Lanz weitergegeben, weil er dachte dem Lanz damit ans Bein pissen zu können. Das ans Bein pissen ist irgendwie zum Markenzeichen von Böhmermann geworden. Das hat sich der Lanz aber nicht bieten lassen und hat argumentativ dagegen gehalten – plötzlich stand Böhmermann blöd da. 

    Der Böhmermann kann gut singen und eine kritische Sendung machen. Das ist aber anscheinend nicht sein Verdienst, sondern das des Teams drumrum. Und ich hab mich schon gefragt, warum man den diese Sendung machen lässt. Weil er anscheinend politisch keine Leuchte ist. 

  12. Kurkuma (aus der Familie der Ingwer-Gewächse) wird angeblich auf Cuba als Mittel angesehen, welches das Immunsystem zu stärken imstande sein soll …

    https://amerika21.de/2021/10/254637/kuba-natuerliches-praeventivmittel-corona

    Cuba hat übrigens zusätzlich eigene Impfmittel entwickelt – der gezielte Gebrauch von Kurkuma soll diese also nicht ersetzen. Eingesetzt wird der Impfstoff auch in Vietnam.
    https://de.granma.cu/mundo/2021-09-20/notfallanwendung-des-abdala-impfstoffs-in-vietnam-genehmigt

  13. Na ja. Da bin ich aber mal gespannt, ob das über den Placeboeffekt hinaus eine mit Kontrollgruppen bestätigte Wirkung hat. Kurkuma ist gerade in Mode. Es wirkt verdauungsfördernd und gegen Völlegefühl. Das kann ich bestätigen. Wirkt besser als ein Magenbitter. Schmeckt auch leicht bitter. Am besten einen halben bis einen Teelöffel Kurkuma in ein Glas mit Schraubdeckel geben. Milch draufgeben ein bisschen Zucker(Honig) und ne Prise Pfeffer. Dann kräftig schütteln.( In Wasser löst sich Kurkuma schlecht). Das Pepperin im Peffer soll die Kurkuminaufnahme des Körpers um das 20fache erhöhen. Milchkaffe mit Kurkuma geht auch. Kurkuma mit der Milch aufschäumen. Die Wirkung auf die Verdauung ist unbestritten. Kurkuma werden jedoch auch weitere Wirkungen zugeschrieben, die umstritten sind.

    "Der Verbraucherzentrale Bundesverband mahnte einen Hersteller wegen unzulässiger Werbeaussagen für ein Kurkuma-Produkt, das zusätzlich Vitamin D enthielt und eine Wirkung auf das Immunsystem versprach, ab und bekam vor Gericht Recht.

    Auch die von einem Hersteller bei der EU beantragte Zulassung für die Werbeaussage „Kurkumin trägt zur normalen Gelenkfunktion bei“ wurde nicht genehmigt. Die wissenschaftliche Prüfung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit ergab, dass der Verzehr des Nahrungsergänzungsmittels nicht zur behaupteten Wirkung führt….

    Es fehlen eindeutige wissenschaftliche Belege darüber, ob Kurkumaextrakte gesundheitliche Wirkungen beim Menschen, beispielsweise gegen Krebs, Gelenkbeschwerden, Demenz oder Depressionen, haben."

    https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/kurkuma-eine-pflanze-fuer-alle-faelle-13696
    Mal sehen ob die Kubaner Beweise vorlegen.

  14. Meta Studie: je höher Vitamin D Spiegel desto geringer das Covid Risiko

    Viele Studien haben schon den Zusammenhang zwischen Vitamin D Spiegeln im Blut und dem Infektions- und Erkrankungsrisiko gezeigt. Es konnte sogar nachgewiesen werden, dass je höher Vitamin D desto niedriger ist die Wahrscheinlichkeit eines positiven PCR Tests. Auch wurde gezeigt, dass die Gabe der aktiven Form 25-hydroxy-Vitamin D, Calcifediol, zu einer raschen Heilung und Vermeidung von Todesfällen im Spital geführt hat.

  15. Zu Vitamin D gibt es auch Aussagen vom Rki.  Außerdem gibt es ein Papier vom Rki:

    Medikamentöse Therapie bei COVID-19 mit Bewertung durch die Fachgruppe COVRIIN am Robert Koch-Institut

    Darin kommt auch Vitamin D vor.

    Datenlage
    – Die postulierte Rationale für die Anwendung beruht auf
    antiinflammatorischen und immunmodulatorischen Eigenschaften von Vitamin D1
    -Hinweise für ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19-
    Verlauf bei Vitamin-D-Mangel
    – Kausalität des Vitamin D-Mangels nicht bewiesen (niedrige VitaminD-Spiegel ggf. als Konsequenz der schweren Erkrankung und der systemischen Inflammation)
    – Hinweise auf Reduktion des Risikos für Intensivpflichtigkeit unter Vitamin-D-Substitution
    – Retrospektive quasiinterventionelle Studie mit Hinweis auf reduzierte Mortalität bei Vitamin-D-Substitution
    – Hinweise auf schnellere Viruselimination unter Vitamin- D Substitution bei vorliegendem Vitamin-D-Mangel

    Bewertung
    -Substitution aller Hypovitaminosen bei Patienten mit nachgewiesenem oder vermutetem Mangel, bei denen ein erhöhtes Risiko für COVID-19 besteht oder bereits eine COVID-19-Erkrankung
    vorliegt
    – bei kritisch kranken Patienten Substitution bei nachgewiesenem Vit. D-Defizit (= 30
    nmol/l) entsprechend Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie sowie den aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin 
    – keine Empfehlung zur routinemäßigen Verwendung von Vitamin D zur Prophylaxe oder adjunktiven Therapie von SARS-CoV2-Infektionen

     Das Rki weiß also sehr wohl wie wichtig Vitamin D für das Immunsystem ist und empfiehlt es auch bei Vitamin D Mangel, nur eben nicht routinemäßig unabhängig vom Vitamin D Status des Körpers.

    Dabei weiß das RKI durchaus, dass Vitamin D in der kalten Jahreszeit nur ungenügend gebildet werden kann: “Für die Eigensynthese wird UV-B-Strahlung der Wellenlänge 290 nm bis 315 nm benötigt, die ganzjährig nur in Regionen unterhalb des 35. Breitengrads vorkommt. In höher gelegenen Breiten nimmt die Intensität und Dauer an ausreichender Strahlung ab und die Vitamin-D-Bildung wird abhängig von der Jahreszeit. Dies trifft auch auf Deutschland zu, das zwischen dem 47. und 55. Breitengrad gelegen ist. Hier ist die körpereigene Bildung nur von circa März bis Oktober bei einem Aufenthalt im Freien möglich. In dieser Zeit kann der Körper neben der akuten Bedarfsdeckung ebenfalls Vitamin-D-Reserven im Fett- und Muskelgewebe anlegen, auf die er im Winterhalbjahr zurückgreifen kann.”

    https://www.fr.de/wissen/vitamin-mangel-corona-gesundheit-covid-19-kuenstliche-zufuhr-coronavirus-studie-pandemie-ratgeber-90578102.html

  16. Spahn hält bestimmte Corona-Maßnahmen für verzichtbar

    Die Impfquote in Deutschland ist höher als bislang angenommen – jetzt hält Bundesgasgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Corona-Regeln teilweise für verzichtbar. Deutschland könne nunmehr mit den 3G-Regeln (geimpft, genesen, oder getestet) für Innenräume sowie den Schutzmasken in Bus und Bahn gut durch Herbst und Winter kommen, sagte Spahn in Berlin. „Aus heutiger Sicht sind bei dieser Impfquote keine weiteren Beschränkungen notwendig sein.“ Als verzichtbar nannte der Minister dagegen insbesondere die Aha-Regeln mit den Schutzmasken im Außenbereich. Die Impfquote unter den Erwachsenen in Deutschland ist einer neuen Erhebung des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge höher als bislang angenommen. Es sei „in der Erwachsenenbevölkerung von einem Anteil mindestens einmal Geimpfter von bis zu 84 Prozent und einem Anteil vollständig Geimpfter von bis zu 80 Prozent auszugehen“, heißt es in der Auswertung des neuen Impfquoten-Monitorings (COVIMO).

     Und da sind die Genesenen noch nicht dabei. Da können sich die Angstmacher, die mit gesellschaftlichen Sanktionen eine indirekte Impflicht eingeführt haben, die Hände reiben. Ihre Absicht ist voll aufgegangen. Spahn hält eine Maßnahme für verzichtbar, die schon immer vollkommen idiotisch war. “die Aha-Regeln mit den Schutzmasken im Außenbereich”
    Ich frage mich allerdings, warum man Befragungen durchführen muss, um eine Impfquote zu ermitteln? Wird das in Arztpraxen und Impfzentren nicht dokumentiert? Offenbar nicht.
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Projekte_RKI/covimo_studie.html

  17. Spahn und Wieler lassen regierungstreue Faktenchecker im Regen stehen

    Von Norbert Häring

    Bis zum 6. Oktober 2021 wurde jeder, der Corona und Grippe im selben Satz sagte, als Corona-Verharmloser oder Corona-Leugner diskreditiert. Denn Covid-19 ist so viel schlimmer als Grippe, dass die beiden nicht verglichen werden können, lautete das einzig zulässige Narrativ. Am 6. Oktober hat sich das geändert. Seither ist Grippe-Verharmloser, wer behauptet, Grippe sei viel weniger gefährlich als Covid.

  18. Es ist natürlich schön, wenn die Hauptakteure ihre eigenen Behauptungen widerlegen. Aber man sollte nicht vergessen, warum diese implizite Rücknahme der früheren Behauptung getätigt wird. Nämlich zu dem Zweck die Leute zur Grippeimpfung zu bewegen. Offenbar sind die so sturzzufrieden mit ihrem indirekten Impfzwang, dass sie gleich nachlegen. Natürlich alles wegen Corona, damit es nicht zur Überlastung des Gesundheitswesens kommt. 

    Nun also, weil man regierungsseitig für Grippeimpfung werben will, ist es plötzlich offizielles Narrativ, dass Grippe ähnlich schlimm ist wie Covid-19. Man könnte sich ja freuen, über diese späte Einsicht, wenn der RKI-Chef diese Kehrtwende nicht dazu nutzen würde, uns aufzufordern, im Kampf gegen Grippe auf möglichst große Distanz zu den Mitmenschen zu gehen. Ja er fängt sogar schon an, die Grippeimpfung zur sozialen Pflicht zu erklären, um andere Menschen und vor allem Kinder zu schützen.

    Die offizielle Argumentationsabfolge war also so:

    1. Covid-19 ist viel schlimmer als alles, was wir kennen, insbesondere auch als die Grippe, daher sind maximal eingreifende Maßnahmen nötig.
    2. Nachdem alle sich daran gewöhnt haben: Die Grippe ist ähnlich schlimm wie Covid-19. Daher sind auch gegen sie drastische Maßnahmen erforderlich.

    Von Norbert Häring gibt es übrigens auch einen Beitrag bei "alles auf den Tisch". Ich bin immer noch nicht durch und heute wurden noch ein paar Videos nachgelegt.

  19. Kurkuma kenn ich nur als billigeren Ersatzstoff für Safran, weil es auch gelb färbt. Daß es medizinische Wirkungen auch haben soll, höre ich zum ersten Mal.

    Safran war übrigens eine wenigen wirksamen Substanzen gegen die Pest, konnte aber wenig ausrichten, weil sich nur die Reichen ihn leisten konnten, und so ist es bis heute geblieben. Möglicherweise könnte er auch heute noch mehr als Kurkuma.

    Böhmermann war doch der, der Erdogan als Ziegenficker bezeichnet hat und sich dabei auf die Freiheit der Meinungsäußerung berufen hat? Na ja, aus der Ecke ist nichts Gutes zu erwarten …

  20. "Kurkuma kenn ich nur als billigeren Ersatzstoff für Safran, weil es auch gelb färbt."

    Wer nimmt denn Safran als Lebensmittelfarbe? Meiner Ansicht nach wurde Kurkuma verwendet, um die Verwendung von Safran vorzuspiegeln. Der wer seine Speisen nur gelb haben will, kann wirklich auch Kurkuma nehmen, das färbt nicht weniger gelb. Kurkuma ist ein eigenständiges Gewürz, das aber tatsächlich mehr in arabischen Ländern bis Indien und Südostasien verwendet wird als in Österreich.

    "Daß es medizinische Wirkungen auch haben soll, höre ich zum ersten Mal."

    Was soll ich dazu sagen? Man lernt nie aus oder ja Österreich ist eben hinter den Bergen bei den sieben Zwergen. Für Bedienung einer Suchmaschine gibt es in Österreich einen Studiengang namens Googologie. 

    "Safran war übrigens eine wenigen wirksamen Substanzen gegen die Pest, "

    Sagt welche Studie? Dass etwas als Heilpflanze verwendet wurde, heißt noch lange nicht, dass es auch wirksam war. Man glaubte nämlich, dass Krankheiten über schlechte Luft, sogenannte Miasmen, Fäulnis, Gestank verbreitet wurde. Und gegen schlechte Luft wurde dann alles was gut riecht als Gegenmittel verwendet. z.b. ausräuchern oder eben auch der Safranduft. Das waren eben alles völlig unwissenschaftliche Wirkmechanismen, die z.B. auf dem Prinzip der äußerlichen Ähnlichkeit beruhten. Wie z.B. Walnüsse gut fürs Gehirn sein sollten.

    Möglicherweise könnte er auch heute noch mehr als Kurkuma.

    Warum? Weil er teurer ist? Und weil teuer immer besser als billig ist. – Geldfetischist. Ich sags mal so. Im Kommunismus würde man wahrscheinlich keinen Safran anbauen, wenn man den immer noch von Hand ernten muss.

    Um ein Kilogramm von ihnen zu gewinnen, benötigt man etwa 150.000 bis 200.000 Blüten aus einer Anbaufläche von ca. 10.000 Quadratmetern (1 ha); die Ernte ist reine Handarbeit, ein Pflücker schafft 60 bis 80 Gramm am Tag. Hinzu kommt, dass Safran nur einmal pro Jahr im Herbst (und das nur für einige Wochen) blüht.

     

    Böhmermann war doch der, der Erdogan als Ziegenficker bezeichnet hat und sich dabei auf die Freiheit der Meinungsäußerung berufen hat?

    Was zur Folge hatte, dass in Deutschlang der §103 im Strafgesetzbuch (Majestätsbeleidung) abgeschafft wurde. 

    Na ja, aus der Ecke ist nichts Gutes zu erwarten …

    Welche Ecke denn? Mehr hast du nicht auf Lager? Da guck ich ja noch lieber "ZDFMagazin Royal"  Da wird laut Sendungsbeschreibung "Unterhaltung, Überraschung und Erkenntnisgewinn." geboten. Besonders letzteres kann man von deiner Einlassung nicht behaupten.

  21. @Kehrer

    Bezugnehmend auf deinen Beitrag vom 03.10.2021:

    Michael Meyen widmet sich auf Multipolar ausführlich der "Kritik" der Journaille aus dem "Mainstream" und der sogenannten Faktenchecker:

    Auf dem Weg zum Wahrheitsministerium

    Volker Bruch hat mich für die Aktion #allesaufdentisch zum Thema Faktenchecker interviewt und damit in den Redaktionen einen Nerv getroffen. Neben Verbalinjurien und Versuchen, mich über Fake News oder Kontaktschuld als Sprecher zu delegitimieren, gab es inhaltliche Gegenargumente. Ich danke den Herausgebern von Multipolar für das Angebot, hier darauf reagieren und dabei auch die Belege nachreichen zu können, die bei einem kurzen Bildschirmtreffen zwangsläufig unter den Tisch fallen.

  22. Jan Josef Liefers macht ein Praktikum auf der Intensivstation: In den zahlreichen Artikeln die sich damit befassen steht immer dasselbe. 

    „Alle Covid-Patienten hier auf Intensiv waren schwer erkrankt, dem Tod näher als dem Leben. Alle jung, von 28 bis 48 Jahre alt. Alle ungeimpft“

    Alle sind 7 Stück. Alle wurden beatmet und lagen im künstlichen Koma, laut Bild. Anscheinend wird da immer noch nach der falschen Covidleitlinie verfahren. siehe Gunter Frank #allesaufdentisch. Jan Josef Liefers kriecht zu Kreuze. Oder kann man das anders sehen. Er versucht seinen "Fauxpas" wieder gut zu machen, indem er auf diese Weise zum Impfen aufruft. Nach viel schlechter Presse eine Möglichkeit durch einen öffentlichen Diener wieder positiv zum Thema gemacht zu werden.

    „Keiner wäre hier mit Impfung“ von: JAN JOSEF LIEFERS am08.10.2021 

  23. @Kehrer

    Was ist denn das schon wieder für ein Tonfall. Irgendwie habe ich keine Freude, eine Art Watschenmann für deine Selbstbespiegelung abzugeben.

    Außerdem ist es ja inzwischen kein Geheimnis, daß ich deutsche Medien kaum lese/sehe und daher hin und wieder nachfrage oder sogar nachschaue, um was es denn da eigentlich geht. Irgendwie könnte man doch etwas über den Tellerrand schauen und nicht immer nur in den deutschen Ideologietöpfen umrühren.

    @Phineas

    Der Beitrag ist sehr lesenswert, obwohl der Autor sich manchmal etwas kompliziert ausdrückt. Es stimmt allerdings nicht, daß der Verfall der Medien erst bei 9/11 oder bei den Massenvernichtunswaffen Saddam Husseins ansetzt. Meines Wissens nahm er seinen Anfang 1991, als die kuwaitische Regierung die Brutkastenlüge mit Hilfe einer US-Werbeagentur in die Welt setzte.

    Dieses System wurde ausgebaut – wieder mit der gleichen PR-Firma, Hill Knowlton, sowie einer zweiten, Rudder – während des Bosnienkrieges:

    "“…it [was] in the interests of Izetbegovic to keep the fighting going, in the hope that the world will come to his rescue – provided he could make it look as if the Serbs are solely responsible for perpetrating the chaos…” Unlike Serb, the Muslim (and the Croatian) leadership soon realised that an extra dimension had been added to war: international opinion as guided by television and the media. Taking into account that fact, Muslims concentrated a significant part of their resources in exploring this new vector of modern warfare, particularly important in intrastate conflicts.

    Their tactical behaviour was permanently oriented to create political conditions for an international intervention using intensively the western mass media. To promote
    internationally their cause the Muslim leadership contracted, in 1992, the Walt Street public relations firms – Hill Knowlton and Rudder & Fin – and in what concerns the access to western media they counted on the support and assistance of Washington. Much of the sympathetic international image towards the Muslim cause would result from organised work aimed at influencing mass media to pass on favourable information in which truth was not always the predominant endeavour." (Revista Militar N.º 2488 – Maio 2009/PORTUGAL)

    Über das inzwischen eingespielte System Werbeagentur => Nachrichtenagentur => unabhängige Medien wird die für die Freie Welt einheitliche Sichtweise verbreitet, sodaß in allen Leitmedien mehr oder weniger das Gleiche verzapft wird. Für viele Medien ist das die billigste Lösung, die Seiten vollzukriegen, weil ja die Werbebranche inzwischen schon auf Soziale Medien und anderen Internet-Schnickschnack umgestiegen ist, sodaß Fernsehen und Zeitungen immer weniger Einnahmen lukrieren können, und daher eine halbwegs seriöse Recherche gar nicht mehr bezahlbar ist.

    Mein Leib-und-Magen-Blatt, das El País – das natürlich auch keine Ausnahme von dieser allgemeinen Entwicklung darstellt – kann sich ein gewisses Korrspondentennetz und eine gutbezahlte Mannschaft nur deshalb leisten, weil es als Teil der Prisa-Gruppe von anderen Medien dieses Konglomerats finanziert wird. Die Zeitung selber ist defizitär. Aber El País war das Flaggschiff der spanischen "Transición", des Übergangs zur Demokratie nach Francos Tod, und dieses Flaggschiff wollen die Erben des Gründers bisher nicht untergehen lassen.

    Dieses gut eingespielte Propagandasystem wird natürlich auch in der Corona-Frage eingesetzt.

  24. Irgendwie habe ich keine Freude, eine Art Watschenmann für deine Selbstbespiegelung abzugeben.

    Wenn dir eine Kritik nicht passt, dann schaltest du um auf Diskreditierungsmodus. Antworte doch einfach sachlich auf die Kritik an deinen Auslassungen. Was soll das denn für ein Argument sein, dass d u etwas zum ersten mal hörst. Das ist Selbstbespiegelung. Du wirst doch nicht im Ernst behaupten wollen, dass die Gesundheitsmoden an der österreichischen Grenze halt machen. Der Grund warum du von Kurkuma noch nichts gehört hast, ist schlicht, dass es dich nicht interessiert. Und das ist noch nicht mal kritikabel. Krtikabel ist aber, dass du deine Ignoranz als Auskennerschaft vorträgst und gleichzeitig nicht im Traum daran denkst diesen Gestus mit Argumenten zu untermauern. Das ärgert mich sehr, weil ich wegen des Erkenntnisgewinns hier bin und nicht um Teetischgeplauder auszutauschen.

    Oder: Willst du das weiter aufrechterhalten, dass Safran ein wirksames Mittel gegen die Pest ist?

    Na ja, aus der Ecke ist nichts Gutes zu erwarten …

    Nochmal die Frage: Welche Ecke denn? Was soll das heißen?

    “Es stimmt allerdings nicht, daß der Verfall der Medien erst bei 9/11 oder bei den Massenvernichtunswaffen Saddam Husseins ansetzt. Meines Wissens nahm er seinen Anfang 1991, als die kuwaitische Regierung die Brutkastenlüge mit Hilfe einer US-Werbeagentur in die Welt setzte.”
    Es ging darum, dass sich als Reaktion auf diese Lügen die Faktenchecker gegründet haben. Was du als den “Verfall der Medien” bezeichnest ist ihre ganz normale Parteilichkeit für die Nation. Und die gibt es nun wirklich nicht erst seit 1991. Solche Propagandalügen gibt es in jedem Krieg. Nicht umsonst heißt es, dass die Wahrheit das erste Opfer des Krieges ist. Das braucht man Meyen wahrscheinlich auch nicht erzählen, weil der darüber nämlich ein Buch geschrieben hat: Die Propaganda Matrix
    Hier gibt es einen Auszug aus diesem Buch. https://multipolar-magazin.de/artikel/warum-ich-von-propaganda-spreche

  25. Da hier "allesaufdenTisch" auf unter dem Strich null Interesse gestoßen ist, sozusagen "unter den Tisch" gefallen ist, werde ich nur kurz eine Einschätzung abgeben. Es gibt natürlich einige wenige Interviews die ganz fehlerhaft sind und die bekannten erfundenen Wissenschaftsprobleme wälzen. Dann gibt es welche, die durchwachsen sind. Im Großen und Ganzen ist die Aktion aber viel, viel vernünftiger als die ideologische Coronapanik und die Impfpropaganda der Regierung.

    Positiv hervorheben will ich vor allem die Beiträge folgender Personen: Peter MacCullough kommt ausführlicher zu Wort als in dem Film von Martin Haditsch. Ich teile nicht alles z.B. dass er die Pandemie der Ungeimpften umdreht zu einer Pandemie der Geimpften. Norbert Häring, Klaus Stöhr, Dr. Friedrich Pürner, Christian Kreiß, Sebastian Rushworth, Gunther Frank, Dennis Kaltwasser, Dr. Roman Braun.

    Ganz am Ende sprechen noch zwei Künstler(Tilmann Krumrey spricht mit Raymond Unger) miteinander, als dass der eine den anderen interviewt. Ich finde das aufschlussreich deshalb, weil der aktuelle Kunstbetrieb gut charakterisiert wird. Glaube aber, dass es nicht erst seit ein paar Jahren so läuft, sondern eigentlich schon immer in der BRD, bloß dass eben das, was für gesellschaftlich relevant gehalten wird, sich geändert hat.

  26. @Kehrer

    Du wirst doch nicht im Ernst behaupten wollen, dass die Gesundheitsmoden an der österreichischen Grenze halt machen.

    Das habe ich ja auch nicht behauptet. Ich habe nur festgestellt, daß diese Wirkung von dem Zeug mir neu ist. Mehr wollte ich nicht gesagt haben. Du machst dann einen Popanz, als ob das irgendein großes Argument sein soll.

    Es ging darum, dass sich als Reaktion auf diese Lügen die Faktenchecker gegründet haben.

    Und da wollte ich nur drauf hinweisen, daß das nicht die ersten systematischen Lügen waren. Der Verfall der Medien ist älter als die Irak-Lüge und nicht "immer schon so gewesen". Die Parteilichkeit für die Nation ist etwas anderes. Es geht darum, daß die deutsch- und englischsprachigen Medien seit dem Ende des Kalten Krieges einen Einheitsbrei verbreiten, der irgendwo zentral abgesegnet wurde.

    Deshalb ist es für die Medien und die EU-Behörden höchst störend, daß die  russischen Medien bzw. eben auch andere private Websites dem entgegensteuern, und sogar Mitglieder der öffentlich-rechtlichen Medien das nicht so einfach wiedergeben wollen.

  27. Daß das #allesaufdentisch hier ganz untergegangen sei, stimmt auch nicht. Es hat nur kaum jemand Zeit, sich so Videos anzuschauen und ich mache das eigentlich kaum. Diese Videos sind mit der Pandemie ein bißl ausgeufert. Jeder Schwanz stellte irgendeinen teilweise kardinalen Unsinn aufs Netz. Entweder verwackelt und unscharf dadurch besonders "authentisch". Oder aber besonders gediegen und bildungsbürgerlich, vor allem China-Hetze war da viel. Ich frage mich wirklich, wann sich die Leute das alles anschauen. Vielleicht am Klo oder in der U-Bahn?

    Aber es ist dennoch gut, wenn jemand wie du eines der wenigen offensichtlich seriösen Videos erwähnt und halt ein bißl wiedergibt.

  28. Und da wollte ich nur drauf hinweisen, daß das nicht die ersten systematischen Lügen waren. Der Verfall der Medien ist älter als die Irak-Lüge und nicht "immer schon so gewesen".

    Und ich wollte darauf hinweisen, dass es bei deinem Beispiel aus dem Jugoslawienkrieg um Kriegspropaganda handelt, die es in jedem Krieg gibt. Im Krieg wird immer systematisch gelogen, dass sich die Balken biegen nicht zuletzt um die Heimatfront auf den Feind einzuschwören. Habe ich denn behauptet es sei "immer schon so gewesen" – das ist kein Zitat von mir. Das willst du mir unterschieben. Was ich für ziemlich harten Toback halte, wenn du zu solchen Mitteln greifen musst. Ich schrieb: "Und die gibt es nun wirklich nicht erst seit 1991. " 

    Es geht darum, daß die deutsch- und englischsprachigen Medien seit dem Ende des Kalten Krieges einen Einheitsbrei verbreiten, der irgendwo zentral abgesegnet wurde.

    Da weiß ich gar nicht wo anfangen? "Irgendwo" zentral abgesegnet?  Wo könnte das sein? In der zentralen Geheimdienst-Behörde für Weltkontrolle? CIA. Aber wieso dann erst seit dem Ende des Kalten Krieges. War die Feindbildpflege im Kalten Krieg dann kein Einheitsbrei, sondern eher eine authentische Herzensangelegenheit jeder einzelnen Journalistenpersönlichkeit.

    "Daß das #allesaufdentisch hier ganz untergegangen sei, stimmt auch nicht." Ja, aber bloß weil ich das hier gepostet habe. 

    Jeder Schwanz stellte irgendeinen teilweise kardinalen Unsinn aufs Netz. 

     Ein paar Vaginas sind auch dabei. z.B. eine ehemalige Familienministerin und auch sonst eher bekannte Wissenschaftler und Persönlichkeiten. Außer Wodarg und Füllmich, so ziemlich alle Coronamaßnahmenkritiker.   

    Oder aber besonders gediegen und bildungsbürgerlich, vor allem China-Hetze war da viel. 

    Es geht nicht um irgendwelche Videos auf Youtube, sondern um "allesaufdenTisch" und da gab es keine China Hetze. 

    Ich frage mich wirklich, wann sich die Leute das alles anschauen. Vielleicht am Klo oder in der U-Bahn?

    Na klar. Das wundert mich gar nicht. Dir ist es ja auch zuviel, dich richtig um deinen eigenen Blog zu kümmern. Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Man kann sich z.B. jedes Video als Audio runterladen und es dann anhören wo und wann man will.

    " , wenn jemand wie du eines der wenigen offensichtlich seriösen Videos erwähnt"

    Nein. das war nicht meine Einschätzung. "Seriös" sind die Videos alle. Wenige sind falsch 3-4. Die reden auch nicht über irgendwas, weil es bürgerliche Idioten sind, die "kardinalen Unsinn" erzählen und sich selbstbespiegeln wollen. Sondern die Interviews haben ein konkretes Thema, das behandelt wird und die meisten sind zumindest anhörenswert und einige sind sogar ausgesprochen gut.

  29. "Another Winter of COVID

    Nationwide, the Delta wave is waning, but what do the coming months hold? (…)

    Earlier this month, Merck announced that its antiviral drug molnupiravir roughly halves the likelihood that people with mild or moderate COVID will be hospitalized or die. Because the drug is administered orally—not by infusion or injection, as monoclonal antibodies are—it could dramatically change how COVID is treated outside of hospitals, and result in fewer people ending up inside them. (…)

    This progress is unfolding against an epidemiological backdrop in which at least a third of Americans have been infected by the virus and carry some level of natural immunity.

    But there’s also a less promising scenario. The U.S. has the lowest vaccination rate among wealthy democracies, and has now fallen behind many poorer nations, such as Uruguay, Cambodia, and Mongolia. The anti-vaccine movement remains a potent force. Last Monday, protesters tore down a COVID testing site in New York City. According to the Kaiser Family Foundation, one in six adults nationwide remains adamantly opposed to vaccination; only a third of parents say that they plan to get their children inoculated immediately after the vaccine is authorized, and a quarter say that they “definitely” won’t. (…)

    During the past year and a half, the virus repeatedly surprised us, prompting public-health revisions, reversals, and mea culpas. It’s never been clear why the virus surges in one place and not another, why it fades when it does, or how it will evolve next. Any number of factors can introduce uncertainty into our prognostications, and each threatens to push “normal” beyond yet another horizon. Still, it’s possible to wrap our heads around some of the biggest issues. One is in-person contact. When societies open up, rates of infection almost always increase. In the U.S., most business closures and strict capacity restrictions are ending; in-person instruction has resumed at schools and colleges; the weather is cooling, and we are spending more time indoors. All this means that the virus will have more opportunities to spread."

    https://www.newyorker.com/magazine/2021/10/18/another-winter-of-covid?utm

    Der Artikel weist auch darauf hin, daß sich wieder neue Varianten entwickeln könnten. Sowohl nach Quantität als auch nach Qualität der Impfung machen die USA nach wie vor keine gute Figur.

     

  30. Zwei sehr lesenswerte Beiträge aus Deutschland und Österreich:

    Mit einer irreführenden Werbebroschüre für 2G befeuert das RKI eine schlimme Entwicklung

    von Norbert Häring

    In einer aktuellen Broschüre erläutert das Robert-Koch-Institut (RKI) ebenso eingängig wie irreführend, warum der Ausschluss Ungeimpfter vom öffentlichen Leben angeblich die Sicherheit von Veranstaltungen erhöht. Behörden ist es nicht erlaubt, die Bevölkerung gezielt in die Irre zu führen. Zu welchen Entgleisungen andere Behörden fähig sind, wenn sie so munitioniert werden, zeigt gerade die Stadt Leverkusen.

    —-

    Impfdebatte: Wider das ständige Schüren von Hass

    (DerStandard)

  31. Hier auch (nochmal) der Link zu: Corona-Neusprech: Ein Kompendium mit 22 umgepolten Begriffen und einem Unwort  Stand 6. 10. 2021

    Wenn das von Phineas schonmal gepostet wurde, ist da seither noch einiges dazugekommen. Das ist wirklich eine sehr ausführliche Ideologiesammlung. Das ist so widerlich, was zur Zeit passiert. Hat jemand in den Nachrichten von offizieller Seite gehört, dass die Lüge der niedrigen Impfquote in Deutschland zurückgenommen worden ist. Es gab zwar Kritik von den Grünen und der FDP an Lothar Wieler, dann ist ihm aber sofort Lauterbach beigesprungen. Man sollte doch denken es hat Auswirkungen, wenn einer Ideologie (man muss die Leute drangsalieren, weil die Impfquote so niedrig ist) die Grundlage entzogen wird. Aber es wird immer weiter gehetzt. Die Pandemie ist vorbei, der Pandemiemodus wird beibehalten.

     

  32. In der Tat Phineas zwei lesenswerte Beiträge. – Der Vollständigkeit halber: 

    Das Biotechunternehmen Curevac zieht seinen ersten Impfstoffkandidaten aus dem Zulassungsverfahren bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zurück. Wie das Unternehmen am Dienstag in Tübingen mitteilte, war man davon ausgegangen, dass eine Zulassung bei der EMA frühestens im zweiten Quartal 2022 erfolgt wäre.

     Schon ein bisschen älter,  aber aufschlussreich Drosten:

    Die Infektionsimmunität nach einer durchgemachten Infektion sei "auf Dauer robuster", weil dann eigene T-Zellen lokal Antikörper produzierten. Seinen Weg zu individueller Immunität beschrieb Drosten in dem am Freitag veröffentlichten Podcast so: "Ich will eine Impfimmunität haben und darauf aufsattelnd will ich dann aber durchaus irgendwann meine erste allgemeine Infektion und die zweite und die dritte haben." Damit habe er sich schon lange abgefunden.

    Ok. Gut zu wissen. Drosten hält die Impfung also nicht für eine robuste Immunität im Gegensatz zur durchgemachten Krankheit. Trotzdem verliert ein Genesener nach 6 Monaten den Status als Genesener.

    Sehr schön auch wie sich mit der Zeit ändert, wer eine "schutzbefohlene Gruppe" ist. 

    "Da es für Hunderttausende unter Zwölfjährige noch keinen Impfstoff gibt, gehe es nun vor allem auch darum, diese Ungeimpften zu schützen."

    Wovor fragt man sich? Davor relativ gefahrlos eine Infektion durchzumachen und eine "robuste Immunität" zu erwerben? Hier wird eine Gefahr unterstellt, die mit dem tatsächlichen Risiko nichts zu tun hat. Ungeimpfte , die sich impfen lassen können, sollen andere Ungeimpfte schützen, die sich nicht impfen lassen können, und zwar vor einer Gefahr, die minimal ist und dafür die eigene Einschätzung ihres Risikos durch die Impfung ignorieren. Man merkt wie verschwurbelt die Impfideologie mittlerweile vorgetragen wird.

    Böse, böse: https://www.fr.de/wirtschaft/aldi-lidl-rewe-corona-2g-supermarkt-ungeimpfte-regeln-einkaufen-coronavirus-impfung-discounter-lt-91048683.html

  33. Wer für die 2G-Werbebroschüre des RKI voller Täuschungen verantwortlich zeichnet

    Das Robert-Koch-Institut hat jüngst eine Werbebroschüre für die 2-G-Reglung veröffentlicht, die voller Falschaussagen und irreführender Auslassungen steckt. Verantwortlich zeichnet eine im Sommer 2020 gestartete Projektgruppe der Behörde unter Leitung einer promovierten Psychologin. Früher hätte man diese Gruppe wahrscheinlich Propagandaabteilung genannt.

    Von Norbert Häring

  34. Spät aber doch wieder einmal ein Covid-Update, also Sterberate im Verhältnis zur Bevölkerung, diesmal nur die Top Ten:

    0,006144707692308 Peru
    0,003322727272727 Bosnien
    0,003261428571428 Nordmazedonien
    0,003202572347267 Montenegro
    0,003137892035108 Bulgarien
    0,003114157407847 Ungarn
    0,002850841121495 Tschechien
    0,002838132688804 Brasilien
    0,002713796157252 Moldawien

    0,002579036604518 Argentinien

    Die Top Ten haben sich nicht verändert, was die gelisteten Staaten betrifft, es sind aber verschiedene Balkanstaaten und Moldawien nach vorne gerückt.
    Warum der Balkan so hohe Covid-Raten und -Letalität aufweist, ist mir nicht gelungen herauszufinden. Fast überall geht die Infektions- und Sterberate im August rasant nach oben, und übertrifft die Anzahl der Wintermonate. Die Erklärungen sind unbefriedigend: Urlaub, Schulanfang, Aufhebung von Maßnahmen?

    Eine besonders hohe Rate hat nach wie vor Rußland, Tendenz steigend. Über die genauen Ursachen und was dagegen zu tun sei, herrscht auch dort eine gewisse Ratlosigkeit. Verschiedene Regionen im Ural haben eine Impfpflicht für Beamten und staatliche Betriebe verkündet, die angeblich auch streng überprüft werden soll: Den Leitern der Behörde bzw. der Unternehmen droht Entlassung, wenn sie diese Impfpflicht nicht durchsetzen. In anderen Regionen wird abgewartet, was daraus wird, sie sind sozusagen die Vorprescher.

    Eine russische Ärztin hebt als leuchtendes Beispiel die Türkei mit einer angeblich hohen Impfrate hervor. Die Türkei hat sehr massive Impfpropaganda gemacht, weil sie sich als sicheres Urlaubsland präsentieren und damit den Tourismus wieder ankurbeln will.

    An absoluten Zahlen sind weiterhin Spitzenreiter – mit mehr als 715.000 Covid-Toten – die USA, wobei dort eine gewisse Abgekärtheit gegenüber dem Phänomen eingetreten ist, eine Art Übergang zu Business as usual.
    Lockdowns sind offenbar nicht mehr geplant, und die Impf-Frage ist ein integrales Moment der Parteienkonkurrenz geworden: Demokratische Medien und Politiker werfen den Republikanern Verantwortungslosigkeit vor, die republikanische Seite betont das Moment der Entscheidungsfreiheit.
    Biden scheint sich aus der Debatte herauszuhalten.

  35. Der eigentliche Skandal ist ja, dass das RKI mit einer Institution namens Cosmo,  Covid-19 Snapshot Monitoring, zusammenarbeitet, die per Umfrage die Zustimmung zu Impfbereitschaft und verschiedenen Coronamaßnahmen detailliert ermittelt, damit man zielgerichtet die entsprechenden ideologischen Narrative zusammenbasteln kann, um die Zweifler auf seine Seite zu ziehen. Ein Corona-Stimmungsmonitoring findet also statt, aber eben hartnäckig von Anfang an kein Monitoring von Covid 19 in der Bevölkerung. Keine Ermittlung der Dunkelziffer, keine Ermittlung des Schutzstatus in Bezug auf Antikörper und T Zellen. Stattdessen sollen PCR Melderaten, die zu nichts ins Verhältnis gesetzt werden das leisten. 

    Aus dem Cosmopapier "Unter den Genesenen sind 74% impfbereit und 15% sind unsicher; auch hier ist also noch Informationsbedarf zu erkennen." Es fragt sich nur, bei wem der Informationsbedarf besteht. Mittlerweile ist klar (wenn sogar Drosten das zugesteht, kann es als unstrittig bezeichnet werden), dass die durchgemachte Krankheit weit besser schützt als eine Impfung. Trotzdem wird steif und fest davon ausgegangen, dass der "Aufklärungsbedarf" beim Adressaten liegt. Die eigene Position anderen aufzudrücken, entgegen wissenschaftlicher Evidenz, wird als "Aufklärung" bezeichnet. Das trägt schon Züge einer obersten Wahrheitsbehörde.

    "Die Verweigerer sehen Impfen jedoch eher nicht als ihren eigenen Beitrag zur Infektionskontrolle an." Als ob sie das müssten. Das ist so widerlich, den eigenen Imperativ, dass jeder anständige Deutsche sich um Deutschland mehr zu sorgen hat, als um seine eigene Gesundheit wird zum unhinterfragten Ausgangspunkt dieser privaten Volksüberwachungsgesellschaft, pardon wahrscheinlich hätte ich den beschönigenden Ausdruck "Snapshot Monitoring" verwenden sollen. Das ist Propaganda im Krieg gegen Covid 19, der natürlich nur in Frankreich geführt wird. Einer nationalen Aufgabe darf sich eben keiner entziehen. 

    Man kann es schwer fassen. Irgendwie scheint die Führungselite mitsamt der Presse darauf anzulegen mehr Folgsamkeit bei den Untertanen herzustellen egal wie widersprüchlich und durchgeknallt die Verordnungen noch werden. Anscheinend haben sie großes vor, wenn sie so ein Verhältnis zum Volk für nützlich erachten. Krieg ist da nur eine Möglichkeit, aber ungemütlich sind solche Szenarien alle.

  36. ÜBERLASTUNG
    Rumänien verlegt 50 Patienten nach Ungarn

    Nur knapp 35 Prozent der Bevölkerung haben den vollen Corona-Impfschutz

    Bukarest – Wegen überfüllter Intensivstationen schickt Rumänien schwerkranke Covid-19-Patienten zur Behandlung ins Nachbarland Ungarn. Wie das Gesundheitsministerium in Bukarest am Donnerstag mitteilte, waren die ersten zehn Patienten, die intensivmedizinische Betreuung benötigen, bereits in Begleitung von Ärzteteams unterwegs. Ungarn habe sich bereiterklärt, 50 Patienten zu übernehmen.

    Rumänien gehört EU-weit zu den Ländern mit der dramatischsten Corona-Lage. Am Donnerstag war keines der landesweit 1.593 Betten auf Intensivstationen mehr frei, die für Corona-Patienten reserviert sind. Sogar in der Hauptstadt Bukarest warten Patienten oft tagelang in Krankenhaus-Korridoren auf freie Plätze in Intensivstationen und werden dort nur notdürftig versorgt, wie Medien berichteten.

    Die 14-Tage-Inzidenz steigt seit Wochen steil an und lag zuletzt bei rund 860 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner. Nur knapp 35 Prozent der Rumänen haben den vollen Corona-Impfschutz. Kritiker werfen der Regierung vor, zu wenig für das Impfen geworben zu haben. Die Regierung wiederum macht aggressive Medienkampagnen der Impfgegner für den mangelnden Impfwillen verantwortlich

    https://www.derstandard.at/story/2000130458352/rumaenien-verlegt-50-patienten-nach-ungarn

    Das rumänische Gesundheitswesen scheint von Haus aus recht unterbesetzt zu sein. Vor Jahren war ein Film sehr populär, wo ein alter Mann mit irgendeinem Gebrechen von einem Krankenhaus ins andere geschickt wird, bis er unterwegs stirbt.

    Die Impfgegner-Bewegung scheint, wie man dem Bild entnehmen kann, vor allem von nder Orthodoxen Kirche getragen zu werden, die eine recht wohlhabende Institution Rumäniens ist.

  37. Heute bei Maibrit Illner:  Geimpft, getestet, genervt?  "Bei Maybrit Illner diskutieren u.a. Karl Lauterbach und Jan Josef Liefers zum Thema "Geimpft, getestet, genervt – mehr Freiheit wagen?" am 14. Oktober 2021, um 22:15 Uhr im ZDF." Außerdem noch Klaus Stöhr. 

    Unter anderem geht es um die verkehrten Impfquoten des RKI. Karl Lauterbach meint natürlich, dass alles keine Absicht war und wer das Gegenteil behauptet ein Verschwörungstheoretiker ist oder Verschwörungstheorien Vorschub leistet oder eine ähnliche Formulierung. Alles keine Absicht, obwohl er dann zugibt, dass eigentlich schon seit 2 Monaten ungefähr klar ist, dass die Zahlen nicht ganz stimmen  können. Aber es seien ja nur 5 % Unterschied. Auf die Frage warum eigentlich die Genesenen nicht mitgezählt werden, wird schnell vom Thema abgelenkt und die Frage bleibt unbeantwortet. Dabei werden nicht nur die Genesenen nicht mitgezählt, die offizielle Impfquote geht nach wie vor von der gesamten Bevölkerung als Grundlage der 100% aus und nicht von der impfbaren Bevölkerung. Und natürlich ist deswegen der Freedom Day kein Stück näher gerückt. Auf die Frage ab wieviel Prozent der Freedom Day denn kommen sollte, wurde gesagt, dass es verkehrt wäre sich auf eine Zahl festzulegen. 

    Auf die Frage warum man denn unbedingt Kinder impfen müsse, kam von Lauterbach wieder das Long Covid Argument. Der Mensch lügt einfach schamlos, da er natürlich die ganzen Studien kennt, die ihm Stöhr dann auch entgegengehalten hat. Erstens, dass schwere Krankheitsverläufe bei Kindern äußerst selten sind, zweitens dass LongCovid Symptome auch auftreten bei Kindern die kein Covid hatten d.h. die LongCovid Symptome waren entweder Long Lockdown Symptome oder sie können Covid nicht zugeschrieben werden. 

    Liefers hat sich ein wenig aufs Glatteis führen lassen als ihn Illner gefragt hat, ob es nicht ehrlicher wäre eine Impfpflicht anzuordnen, statt diesen Impfdruck und einen praktischen Impfzwang (meine Worte) zu installieren. Dazu sagt Liefers: Ja, das wäre ehrlicher. Da muss man natürlich die Frage kritisieren. Denn das verkehrte ist ja nicht das der Impfzwang unehrlich und indirekt ausgeübt wird, sondern dass er überhaupt ausgeübt wird. Man muss an der Stelle den Zwang kritisieren, der sich über berechtige Bedenken gegenüber der neuartigen Impfung einfach hinwegsetzt. Es ist einfach hinterhältig, wenn man sagt: Entscheidet euch mal bitte freiwillig für die Impfung, und wenn ihr das getan habt seid ihr auch für die Folgen verantwortlich, weil ihr hättet euch ja nicht impfen lassen müssen. Aber wenn ihr das nicht freiwillig tut dann machen wir euch quasi zu vogelfreien Geächteten, die nicht mehr am normalen gesellschaftlichen Leben teilnehmen dürfen, ähnlich wie die Juden im Mittelalter. Das heißt die Gesellschaft lehnt die Folgen der Schädigung durch die Impfung ab, bestraft aber diejenigen, die sich nicht impfen lassen. Warum sagt da keiner: Wenn jemand vom Nutzen der Impfung nicht überzeugt ist und das Nutzen/Schadensverhältnis gegen die Impfung ausfällt, dann hat die Gesellschaft das verdammt nochmal zu akzeptieren. 

  38. Gestern wurde Ole Skambraks in den "Talk im Hangar 7" eingeladen, der bei Multipolar über die Gepflogenheiten beim öffentlich rechtlichen Rundfunk berichtet hat.

    "Die Empörung der Bürger über die Rolle der Medien versteht Journalist Ole Skambraks. Er selbst berichtete in einem offenen Brief aus dem Alltag einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt zur Berichterstattung über Corona und zieht ein ernüchterndes Fazit."

     

  39. @Kehrer

    Das Problem ist, daß sich eine Impfpflicht nicht verordnen läßt. Man kann nicht den Leuten die Polizei ins Haus schicken und sie zum Impfen abholen, das ist weder verfassungsmäßig oder rechtlich gedeckt und würde auch von den Exekutivorganen nicht ausgeführt werden.

    Das Problem ist eben, daß die Demokratie auf der Freiwilligkeit des Mitmachens beruht und man sie für solche Maßnahmen zusperren und eine andere Art von Regime einführen müßte – wozu die Politik (noch?) nicht bereit und auch die Umstände nicht gegeben sind.

    Also bleibt nur der Druck von allen Seiten und die Hetze gegen die Impf-Gegner. Es ist ja nicht einmal in Rußland klar, ob diese Regionen mit ihrer Impfpflicht für Betriebe durchkommen. Es war ja bereits einmal landesweit vorgesehen, aber daraus wurde – offenbar wegen Widerstandes auf allen Ebenen – nichts.

    Bei den Impfraten weltweit frage ich mich inzwischen, wie die landesweit zustandekommen. Vielleicht wird bei den Staaten mit den außergewöhnlich hohen Impfraten eben nur eine gewisse Zielgruppe als Grundlage genommen und nicht die Gesamtbevölkerung, um dann damit international auftrumpfen zu können.

  40. Auch in den USA gibt es offenbar die Debatte um eine Impfpflicht:

    The Complex Business of Vaccine Mandates

    Tougher mandates may be necessary—but we shouldn’t ignore the harm that they can cause. (…) Carrots—lotteries, cash payments, gift certificates—have seemed preferable to sticks. And yet, today, a third of eligible Americans are not fully vaccinated against COVID-19.

    https://www.newyorker.com/science/medical-dispatch/the-complex-business-of-vaccine-mandates?utm

    Das eingangs erwähnte Beispiel von der Impfpflicht gegen Pocken ist jedoch ein schlechtes Beispiel, weil die wurde im Heer verordnet, nicht in einer Zivilgesellschaft.

    Man fragt sich auch, was "eligible" bedeutet, also was als Zielgruppe für die Berechnung verwendet wird.

    Schließlich ist auch die Impfpflicht im Gesundheitssektor ein zweischneidiges Schwert, weil der ist sowieso unterbesetzt und die will ja auch überall so durchgesetzt sein, daß der Laden nicht zusammenbricht.

  41. "Das Problem ist, daß sich eine Impfpflicht nicht verordnen läßt." Doch lässt sich. Für Masern gibt es das bereits. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/impfpflicht.html

    Siehe auch Lauterbach bei Maibritt Illner ab 44:20. Lauterbach gibt zwei Gründe an:

    1. Impfpflicht lässt sich epidemiologisch nur begründen, wenn dadurch eine Herdenimmunität erreicht werden kann. Das geht aber bei Covid nicht, weil dafür die Impfstoffe noch besser schützen müssten, sagt Lauterbach. bei Masern ist das anscheinend so. Nach der zweiten Impfung besteht ein Impfschutz zwischen 98-99%.

    2. Das politische Argument: "Natürlich wissen wir alle, dass eine Impfpflicht nicht durchsetzbar wäre". Das ist natürlich in der Absolutheit Kokolores, denn durchsetz b a r wäre das natürlich. Die Frage ist bloß, ob es klug wäre das durchzusetzen. Und das erklärt Lauterbach inhaltlich richtig. Er sagt es gibt Impfgegner, denen von rechten Kräften z.B. der AFD der Rücken gestärkt wird und diesen Kräften würde man zuarbeiten, wenn man eine Impfpflicht gewaltsam durchsetzen würde. Und das will man nicht. Das mit den rechten Kräften ist natürlich eine Diffamierung. Aber es ist ja ganz klar, dass man bei einer gewaltsamen Durchsetzung, die Betroffenen gegen sich aufbringen würde. Natürlich bringt man die Betroffenen auch mit einem indirekten Impfzwang gegen sich auf. Der Unterschied ist, dass der Staat darauf verweisen kann, dass er ja keine direkte Gewalt anwendet, sondern die Leute bloß über den Geldbeutel schädigt. Denn das gilt hierzulande eben als zivil.

    Außerdem gibt es ein rechtliches Argument. Wer sich freiwillig impfen lässt, ist auch selbst für die Impfung verantwortlich. Bei einer Impfpflicht wäre das anders.

  42. veröffentlicht am 18.10.2021 – 15:44 Uhr

    Darauf haben Millionen Deutsche gewartet. Die pandemische Lage – Grundlage ALLER Corona-Beschränkungen – kann fallen! Das kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) am Montagnachmittag nach BILD-Informationen in der Gesundheitsministerkonferenz der Länder an.

    Spahn sagte laut Teilnehmern vor den Länder-Ministern: Das Robert Koch-Institut stufe „das Risiko für geimpfte Personen als moderat ein“, somit könne angesichts der aktuellen Impfquote die epidemische Lage am 25. November 2021 als bundesweite Ausnahmeregelung auslaufen und beendet werden.

    Spahn laut Teilnehmern: „Damit wird ein seit dem 28. März 2020 und damit mithin seit fast 19 Monaten bestehender Ausnahmezustand beendet.“

    Spahn wies aber darauf hin, dass 3G und AHA-Hygiene-Regeln im Innenraum „unbedingt weiter nötig“ seien.

    Spahn: „Wir kommen vom Ausnahmezustand also in einen Zustand besonderer Vorsicht. Der Normalzustand wird aus heutiger Sicht erst im Frühjahr nächsten Jahres möglich sein.“

     Noch ist es über ein Monat bis dahin. Ob die pandemische Lage von nationaler Tragweite tatsächlich beendet wird, muss man abwarten. Ich lese das so, dass man für die weitere Drangsalierung Ungeimpfter, diese gesetzliche Grundlage nicht mehr braucht und sie deswegen fallen kann.

  43. Wie die Pandemie und ihre politische Verarbeitung in Vietnam zuschlägt,  das berichtet ‘Der Freitag’/’Guardian’

    ‘Vietnams Umgang mit der Pandemie galt lange als Erfolgsgeschichte. Während weltweit Länder ihre Toten betrauerten, hielt die Regierung in Hanoi das Virus durch strikte Quarantänemaßnahmen, Kontaktverfolgung und einen nur lokal beschränkten Lockdown in Schach. Noch Anfang Juni verzeichnete Vietnam bei 96,5 Millionen Einwohnern weniger als 4.000 Infektionen und 35 Todesfälle pro Tag. Mittlerweile indes sorgt die Delta-Variante für Chaos, vor allem in Ho-Chi-Minh-Stadt und den Nachbarprovinzen. Über den Monat September hinweg wurden im ganzen Land fast 300.000 neue Fälle und 9.758 Tote verzeichnet. In Ho-Chi-Minh-Stadt sind es gegenwärtig täglich mehr als 5.000 Neuinfektionen…’

    https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/von-hunger-las-man-in-buechern

  44. Was die Impfpflicht betrifft, so reden wir von verschiedenen Dingen.

    Ich meinte eine allgemeine Impfpflicht für alle Staatsbürger, und diese schwebt ja auch den Politikern vor, wenn sie die Rute der Impfpflicht ins Fenster stellen.

    Du schreibst von einer Schutzimpfung für Schulkinder — die ja noch nicht selbst entscheiden dürfen/können. Da sind dann die Eltern verantwortlich, und das wiederum hängt mit der Schulpflicht zusammen. Also man kann — zumindest in Österreich — Kinder von der Schule abmelden und muß sie nur regelmäßig zu Prüfungen antreten lassen.

    Was Vietnam angeht, so gehen in ganz Asien die Todesfälle wegen Covid-19 in die Höhe und mir ist nicht klar, warum das so ist. (Auch in Kuba, trotz Impfung und Schutzmaßnahmen.)

    Nach Indien (452.651) und Rußland (221.314) kommt an absoluten Zahlen Indonesien (143.049), der Iran (124.423), die Türkei (68.060), die Philippinen (40.972), Pakistan, Malaysia, Bangladesch, der Irak, dann erst Vietnam.
    Da das alles sehr bevölkerungsreiche Staaten sind, sind die Raten natürlich weit hinter denen, die Europa, die USA oder Lateinamerika aufweisen. Aber es ist doch festzustellen, daß die asiatischen Staaten, die lange als Vorbild und sogar Rätsel der Pandemiebekämpfung gehandelt wurden, inzwischen auch davon betroffen sind.

  45. Mag ja sein, dass die allgemeine Impflicht und die Impfpflicht für Schulkinder einen anderen Inhalt haben, – aber 1. ist es eine Impfpflicht – von der du behauptet hast, dass sie sich nicht verordnen lässt. 2. Praktisch bedeutet das, dass irgendwann alle gegen Masern geimpft sind, wenn alle Schulpflichtigen zur Impfung verpflichtet werden. Der Anteil der Kinder, die ohne Schule nur regelmäßig Prüfungen schreibt dürfte verschwindend gering sein.

    Außerdem schreibst du ja selbst, dass Politiker "die Rute der Impfpflicht" ins Fenster stellen. Wenn sich eine Impfpflicht nicht verordnen ließe, könnte man auch nicht damit drohen. Das Problem ist nicht, dass man eine Impfpflicht nicht verordnen könnte, sondern dass man es im Moment noch nicht will, weil der Preis dafür wäre, dass man rechten Kräften damit Zulauf beschert. Es ist ja erstmal egal, ob das wirklich so eintreten würde. Die Befürchtung ist aufschlussreich, weil das im Umkehrschluss nämlich heißt, dass es eine Impfpflicht schon längst geben würde, wenn es die AFD nicht gäbe, als Auffangbecken für enttäuschte Demokraten.

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