Die Impfung und die Pharma-Firmen

KONKURRENZ DER PHARMAFIRMEN UND NATIONALE FORSCHUNGSFÖRDERUNG
Bei nüchterner Betrachtung der derzeitigen Impfstoff-Kriege und -Hysterien fällt auf, daß die allergrößten der Pharmafirmen nicht vertreten sind: Hoffman-La Roche und Novartis sind im derzeitigen Impfstoff-Wettlauf abwesend.
Obwohl das beides multinationale Unternehmen sind, sind sie dennoch in der Schweiz domiziliert. Sie gelten offenbar nicht als EU-Firmen. Und deswegen hat keine Regierung aus ihrem Staatskredit Geld in sie hineingebuttert, damit sie diesen Impfstoff entwickeln.
Jetzt versuchen natürlich diejenigen Unternehmen, die mit ihren nationalen Subventionen gepäppelt worden sind, auf dem Weltmarkt andere zu verdrängen. Über den Preis – da hatte AstraZeneca lange die Nase vorn – aber auch über das Anschwärzen der Konkurrenz.
Es ist durchaus denkbar, daß die letzten Berichte über die Pannen bei AstraZeneca-Impfungen von einem konkurrierenden Unternehmen gezielt in den Medien lanciert wurden, und genauso ist es möglich, daß da jemand Großbritannien irgendwie den Brexit heimzahlen wollte.
Andererseits kommen dergleichen Meldungen und Warnungen verschiedenen Regierungen sehr unrecht, weil die ja möglichst schnell die Bevölkerung durchimpfen wollen und es abgesehen von den seit Monaten breitgetretenen Lieferschwierigkeiten sehr stört, wenn ein Impfstoff, auf den die EU gesetzt hat, ins Gerede kommt.
Weiters ist es natürlich vom Standpukt der Volksgesundheit und der Impfwilligkeit besonders schlecht, wenn ein Impfstoff wirklich so schlimme Nebenwirkungen hat, daß man auch an der Impfung krepieren kann. Dann muß der Impfplan geändert werden, man gerät beim weltweiten Impf-Wettlauf ins Hintertreffen – einziger Trost: Andere auch! – und das Murren in der Bevölkerung wird lauter.
Es ist durchaus möglich, daß derzeit im Hintergrund des Impf-Getöses so etwas wie eine Umkrempelung des Pharmamarktes stattfindet, wo über kräftiges Subventionieren der nationalen Champions die Giganten Hoffmann-La Roche und Novartis vom Podest gestürzt werden könnten. Der Staatskredit mancher Staaten könnte hier – wie auch anderswo – den Freien Wettbewerb beeinflussen und Unsichtbare Hand spielen.
Es ist angesichts dieser Entwicklungen auch dümmlich, wenn manche abgeklärten Geister meinen, hinter der ganzen Corona-Pandemie stünde „die Pharmaindustrie“.
Man müßte dann nämlich sofort nachfragen: Welche?
All diese Aspekte sollte man bei der weiteren Betrachtung des Corona-Impfungs-Theaters im Auge behalten.

184 Gedanken zu “Die Impfung und die Pharma-Firmen

  1. Anschauungsmaterial für die Impfstoff-Förderung:
    „PANDEMIE
    Kate Bingham: Die Frau hinter dem erfolgreichen britischen Impfprogramm
    Boris Johnson ging in der Pandemie lange Zeit dilettantisch vor. Erst mit der Biochemikerin, die direkten Draht zum Premier forderte, wendete sich das Blatt
    Von Anfang an behielt Binghams Team nicht nur die Impfstoffforschung, sondern auch die anschließende industrielle Fertigung der Medikamente im Auge. Dafür wurden sowohl die Wissenschafter der Uni Oxford wie auch die beteiligten Firmen, vor allem Astra Zeneca, großzügig subventioniert und mit ihnen garantierte Abnahmemengen vereinbart. Zudem galt für ihre Impfstoffe nicht die sonst übliche Produkthaftung.“
    Es ist übrigens nach wie vor nicht klar, wer für etwaige Impfschäden oder -Todesfälle haftet.
    „Biontech/Pfizer erhielt einen Auftrag über 40 Millionen Dosen, bei Astra Zeneca orderte Bingham sogar 100 Millionen. Als dritter Impfstoff ist mittlerweile das Präparat der US-Firma Moderna freigegeben, vom Frühjahr an erwarten die Briten von dort weitere 17 Millionen Dosen. Mit der deutschen Firma Curevac ist der Kauf von zusätzlichen 50 Millionen Dosen vereinbart, falls sich deren Wirkstoff in den klinischen Versuchen als geeignet erweist. …
    Insgesamt schloss das Team um Bingham Verträge über potenziell 357 Millionen Dosen und damit fünfmal so viel wie die derzeitige Bevölkerung des Landes (66 Millionen).“
    GB will also mit dem Export sowohl Einfluß gewinnen als Geschäfte machen.
    https://www.derstandard.at/story/2000125556319/kate-bingham-die-frau-hinter-dem-erfolgreichen-britischen-impfprogramm
    Der Brexit emöglichte GB die unabhängige Handhabung der Impfstoff-Beschaffung, zum Unterschied zur EU.

  2. In den USA wälzt die Regierung Pläne, die Patente der US-domizilierten Pharmafirmen für Anti-COVID-Impfstoffe temporär aufzuheben, um damit Entwicklungsländer versorgen zu können.
    Die Idee ist sichtlich ein Versuch, die Präsenz Rußlands und Chinas in diversen Regionen der Welt bei der Impfstoff-Lieferung zurückzudrängen.
    Die Pharmafirmen lehnen das jedoch rundweg ab, sie wollen ihr Geschäft machen.
    (El País, 5.4.)

  3. Matovic in der Slowakei mußte zurücktreten, weil er ohne Genehmigung durch andere Regierungsmitglieder 200.000 Dosen Sputnik V eingekauft hatte.
    Kein Mensch weiß derzeit, was mit diesen Impfdosen passieren wird.
    Sie inmitten der Pandemie zu vernichten, wäre doch etwas provakativ.
    Sie einzusetzen wäre eine Provokation gegenüber Brüssel.
    Angeblich meldet derzeit Tschechien Interesse an, sie zu übernehmen.

  4. “Es ist übrigens nach wie vor nicht klar, wer für etwaige Impfschäden oder -Todesfälle haftet.” Laut den EU-Verträgen mit AZ haftet die EU. AZ gibt den Impfstoff ja anscheinend zum Selbstkostenpreis ab. Bei 2$ die Dosis ist das glaubwürdig. Im Gegenzug haben sie die Haftung abgelehnt.

  5. Das ist ein interessanter Link.
    “Die meisten Dosen gingen nach Großbritannien, nämlich 10,9 Millionen.” Also 11 von 43 Millionen Dosen.
    https://www.handelsblatt.com/politik/international/impfstoffe-eu-staaten-exportieren-24-6-millionen-dosen-impfstoff/26995190.html?ticket=ST-2647223-WrWrJEmJWoQpvtbYZmke-ap4
    Bis 3 März wurden 25 Millionen Dosen exportiert und 51 Millionen an die EU ausgeliefert. D.h. ein Drittel von dem was in der EU produziert wird geht ins EU-Ausland.

  6. … wobei EU-Ausland eben auch GB ist.
    Das sich für die Belieferung der EU mit Astra-Zeneca-Impfstoff eben einen großen Teil an Impfdosen reserviert hat.
    Ich kann die Website vom Handelsblatt nicht aufrufen, aber steht dort drin, welche Impfstoffe exportiert werden?
    Verschiedene Pharmafirmen bauen – vermutlich massiv staatlich unterstützt – jetzt groß die Kapazitäten aus. Was passiert, wenn weniger Impfstoff nachgefragt wird oder andere Impfstoffe ihnen Marktanteile wegnehmen?
    Dieser Gesichtspunkt ist für die Sputnik-Debatte wichtig.
    Angeblich haben verschiedene Akteure – Behörden und die Unternehmen selbst – für die Bewerbung des Impfstoffs genauso viel Geld ausgegeben wie für seine Produktion.

  7. Nein, das steht nicht drin. Die Quelle ist übrigens dieser Artikel: https://euobserver.com/science/151198
    Vielleicht kannst du den aufrufen.
    “Was passiert, wenn weniger Impfstoff nachgefragt wird oder andere Impfstoffe ihnen Marktanteile wegnehmen?” Das ist im Moment und wahrscheinlich auf Jahre hinaus kein Problem. 1. Muss ja tendenziell die ganze Welt geimpft werden. Zumindest in Europa mit offenen Grenzen nützt es ja wenig wenn ein Land geimpft ist, während Corona immer wieder von Außen eingetragen wird. Zweitens gibt es Varianten, die ein erneutes impfen nötig machen. Und soviel neue Fabriken sind das nicht. Es wird dick in den Medien gefeiert, wenn wieder eine Fabrik zugelassen wird und den Betrieb aufnimmt. Die Produktionsstandorte kann man an einer Hand abzählen.
    Vernachlässigt wird ja immer noch die Erforschung von Medikamenten gegen Covid. Während in die Impfstoffentwicklung Milliarden fließen, werden die Medikamente eher stiefmütterlich behandelt. Wer mit milden Symptomen zuhause Covid auskuriert, bekommt überhaupt keine spezifischen Medikamente. Wahrscheinlich dieselben, die ein Arzt bei einer Erkältung verschreibt, um die Symptome zu lindern. In der Klinik wird mit Antithrombosemitteln (Blutverdünner z.B. Aspirin also Acetylsalicylsäure) und Cortison (weil bei schweren Verläufen eine Überreaktion des Immunsystems stattfindet, das mit Cortison gedämpft wird).
    Erforscht wird ne Menge:
    https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/therapeutische-medikamente-gegen-die-coronavirusinfektion-covid-19
    https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/infektionskrankheiten/coronavirus/medikamente-gegen-covid-19-die-verschiedenen-ansaetze-723603.html
    https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-auf-der-suche-nach-wirkungsvollen-medikamenten.1939.de.html?drn:news_id=1245722

  8. Also daß „die ganze Welt“ geimpft werden „muß“, ist EU-Propaganda, sonst nichts.
    Woanders sehen die Regierungen das gar nicht so. Von Rußland und China war hier schon die Rede. Auch Schweden und die Schweiz kennen diese hysterische, in Deutschland, Österreich und auch Spanien verkündete Jeder-muß-sich-impfen-Lassen-Losung nicht.
    Vermutlich sehen das auch andere EU-Staaten ähnlich.
    Diesen Gesichtspunkt sollte man berücksichtigen, wenn von der Einführung eines Impfpasses die Rede ist. Den werden viele Staaten der EU auch nicht wollen. Es wird nur hierzulande so getan, als wäre der bereits beschlossene Sache, um die Impfpropaganda zu verstärken.
    In dem von dir geposteten Link erscheint mir der Satz wichtig:
    „Charles Michel’s recent claim that Europe was leading global efforts to curb the pandemic“
    – das ist eben die Absicht, sich über Impfstoff zu einer Weltmacht aufzuschwingen. Da wird auch die WHO kräftig gepäppelt und Tedros bedankt sich mit ebenso heftiger Impf-Werbung, aber damit ist keineswegs gesagt, daß die ganze EU, schon gar nicht die ganze Welt mitgeht.

  9. Das ist keine Propaganda. Wir haben doch schon festgehalten, dass Impfen d a s Mittel ist, wie der Corona Ausnahmezustand beendet werden kann. Es ist also von elementarem Interesse für alle Staaten, dass ihre Bevölkerung geimpft wird und die kapitalistische Geldvermehrung und das Konkurrieren wieder uneingeschränkt durch die Pandemie weitergehen kann. d.h. 1. haben alle Staaten selbst ein Interesse am Impfen 2. hat auch die BRD und die EU ein Interesse daran, dass alle Staaten geimpft sind und die Grenzen wieder auf gehen ohne dass man den Eintrag einer neuen Welle befürchten muss. Ich darf an Ischgl erinnern, von wo die Krankheit in ganz Europa verbreitet wurde. Da geht es nicht nur um Nachbargrenzen, sondern auch alles, was mit dem Flieger erreicht werden kann und das ist die ganze Welt. Superspreader machen bekanntlich den überwiegenden Anteil der Ansteckungen aus. Es gibt einfach Leute die deutlich mehr Aerosole ausstoßen: “Die Forscher konnten zeigen, dass ein Fünftel der Freiwilligen in den Experimenten im Schnitt mehr als 156 Partikel pro Liter ausgeatmeter Luft und damit für rund 80 Prozent der gesamten Partikelmenge im Raum verantwortlich war. Die Ergebnisse der Studie sind im Februar im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ erschienen.” 3. kann man mit Impfstoff Imperialismus machen, die sogenannte Impfstoffdiplomatie. Das heißt Staaten hängen mit ihrer Wirtschaft davon ab, ob andere Staaten Impfstoff liefern.
    Der Impfpass ist beschlossene Sache. “Der Corona-Impfpass für Europa kommt. Das haben gestern die EU-Staats und Regierungs-Chefs bei ihrem Sondergipfel entschieden. Bundeskanzlerin Merkel geht davon aus, dass der Ausweis bis zum Sommer entwickelt werden kann. Bis dann sollen die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, um Impfpässe der einzelnen Länder miteinander über eine Datenbank zu vernetzen.” Hat mich ja auch gewundert, aber der Beschluss ging ruckzuck. Nur die technische Umsetzung steht noch aus. Also dass er kommen soll, darüber sind die Staaten sich einig.
    https://www.antenne.de/nachrichten/welt/eu-impfpass-beschlossen-so-soll-er-schon-ab-dem-sommer-eingesetzt-werden

  10. Ob von der EU nicht zugelassene also inoffizielle Impfstoffe (nicht nur im Balkan; aus Russland und China) trotzdem offizielle Reisefreiheit in Europa sollen ermöglichen können, und wie, das ist u.a. einer der umstrittenen Punkte. Übrigens ja nicht nur bei diesem seltsamen Pass-Vorhaben:
    “Wenn Serbien keine Impfstoffe aus der EU erhalte, würde serbischen Bürgerinnen und Bürgern somit faktisch verboten, in die EU einzureisen. „Ich bin überzeugt, dass niemand in der EU wirklich die Absicht hat, eine solche Entscheidung zu treffen. Aber wenn es doch passieren sollte, werden wir sagen – danke, wir haben verstanden, welche Art von Politik Sie gegenüber Serbien fahren.“
    Tatsächlich hat Serbien Dosen des amerikanisch-deutschen Impfstoffs von Pfizer/Biontech erhalten – wenngleich in recht geringen Mengen.
    Serbiens Präsident kündigte derweil auch den Bau einer neuen Impfstofffabrik des chinesischen Herstellers Sinopharm im Land an, in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und China. Der russischen Impfstoff Sputnik V soll ebenfalls bald in Serbien hergestellt werden. Man habe das Ziel, „zwei oder drei Millionen“ Dosen pro Monat zu produzieren, so Vučić.”
    https://www.euractiv.de/section/gesundheit-und-verbraucherschutz/news/serbiens-praesident-eu-impfpass-waere-skandaloes/
    https://www.euractiv.de/section/europakompakt/news/the-capitals-europaeischer-impfpass-sorgt-fuer-aerger-auf-dem-balkan/
    Um bloß noch technische Probleme handelt es sich also an keiner einzigen Stelle. Also von wegen: “Nur die technische Umsetzung steht noch aus.”
    Und merke: Impfstoff aus deutschen bzw. aus EU-zertifizierten Händen ist nichts als selbstlose Hilfe. Impfstoff aus chinesischer oder russischer Produktion ist nichts als Imperialismus pur.
    Da bin ich mal gespannt, wie son Krams als europäischer Pass zum Vorschein kommen wird …

  11. Serbien ist doch noch gar nicht in der EU. Der Pass würde Serbien also erstmal sowieso nicht betreffen. Wie das dann mit dem Impfpass gegenüber Serbien gehandhabt wird, wird dann wahrscheinlich auch in den Beitrittsverhandlungen geregelt.
    Außerdem halte ich es nicht für ausgemacht, dass chinesische und russische Impfstoffe im Impfpass außen vor bleiben. Für Sputnik V gibt es einen EMA Zulassungsantrag und wenn der Impfstoff zugelassen ist, dann gilt der genauso wie ein anderer. Es ist sogar denkbar, dass die Zulassung in einem Land die Verpflichtung einschließt, den Impfstoff in einem anderen EU-Land jedenfalls im Impfpass auch anzuerkennen.
    Also nochmal. Der Impfpass ist beschlossen, was drinstehen soll, welcher Wirkstoff anerkannt wird, die ganzen Modalitäten, die müssen noch verhandelt werden.
    Noch ein Link zum Thema böser Impfstoff: Kubas Vakzin-Diplomatie – Corona-Impfstoffe aus der Diktatur
    https://www.n-tv.de/panorama/Corona-Impfstoffe-aus-der-Diktatur-article22474127.html

    Bis Ende Mai sollen im Rahmen der dritten Testphase 1,7 Millionen Menschen auf Kuba mit Soberana 02 geimpft werden. Im Juli könnte laut kubanischem Gesundheitsministerium auch der Abdala-Impfstoff zugelassen werden. Das ambitionierte Ziel: im August sollen 60 Prozent der knapp 11 Millionen Kubaner geimpft sein. Die “Washington Post” erwartet, dass Kuba zum Impfstoff-“Powerhouse” wird und damit als eines der ersten Länder der Welt Herdenimmunität erreicht. Obwohl bislang noch gar kein Impfstoff bereitsteht, könnte das isolierte Land im Alleingang den Rest der Welt überholen, Impf-Weltmeister werden und Touristen mit einer Impfspritze locken.

  12. https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-mittwoch-191.html#Reuters-Insider-Deutschland-plant-bilateralen-Vertrag-zu-Sputnik-V
    Reuters-Insider: Deutschland plant bilateralen Vertrag zu Sputnik V
    Deutschland will nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters einen bilateralen Vertrag für den Ankauf des russischen Impfstoffes Sputnik V aushandeln. In der Sitzung der EU-Gesundheitsminister habe die EU-Kommission erklärt, keinen Vorvertrag zu Sputnik V wie mit den anderen Impfstoffanbietern schließen zu wollen, heißt es unter Berufung auf Teilnehmerkreise. Bundesminister Jens Spahn habe bei dem Treffen angekündigt, dass Deutschland nunmehr bilateral einen Vertrag verhandeln werde, um sich den Impfstoff zu sichern. Zuerst müsse dabei geklärt werden, welche Mengen Russland überhaupt wann liefern könne. In jedem Fall setze Deutschland aber weiterhin auf eine europäische Zulassung, habe Spahn betont. Russland müsse der europäischen Arzneimittelagentur EMA dafür nun die dafür notwendigen Daten liefern.
    7.4.2021 • 21:09 Uhr
    “Bild”: Merkel will Änderung des InfektionsschutzgesetzesEinem Medienbericht zufolge strebt Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes an. Ziel sei es, die Corona-Maßnahmen bundesweit zu vereinheitlichen, berichtet die “Bild” unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach sollen Landkreise bei erhöhten Inzidenz- und R-Werten sowie unter Berücksichtigung anderer Faktoren dazu verpflichtet werden, ihre Maßnahmen zu verschärfen.Laut “Bild” planen Unions-Abgeordnete mit Unterstützung der Fraktionsspitze bereits eine Initiative, um es auch der Bundesregierung zu ermöglichen, Corona-Maßnahmen per Rechtsverordnung zu erlassen. Somit wäre neben den Landesregierungen auch die Bundesregierung ermächtigt, Corona-Beschränkungen zu verhängen. Einer der Initiatoren des Vorstoßes, CDU-Präsidiumsmitglied Norbert Röttgen, sagte dem Bericht zufolge: “Es geht nicht darum, die Länder zu schwächen. Es geht darum, dass der Bund überhaupt handeln kann.” Bislang hätten sich rund zwei Dutzend Abgeordnete hinter die Initiative gestellt.
    So einfach geht das, wenn man an der Macht ist und die nötigen Mehrheiten zusammenbringt. Ruckzuck wird das Infektionsschutzgesetz geändert, wenn das bestehende der Kanzlerin nicht passt.

  13. a) Es wird nicht nur in Serbien mit russischem oder chinesischem Impfstoff geimpft.
    b) Der in D bisher gebräuchliche Impfpass ist ein privates Dokument, das beim Arztwechsel dokumentieren soll, welche Impfungen der Patient bisher erhalten hat, weitere Rechte (auf weitere Impfungen oder Privilegierungen sonstwo oder sonst wobei) sind meines Wissens damit nicht verbunden, der Patient darf meines Wissens die Impfangaben auch gelegentlich sogar mal freihändig ergänzen, falls er beim Impfen den Pass vergessen hatte. Kein Hahn kräht danach, denn es handelt sich eher um so was wie einen privaten Terminkalender. Manche führen einen solchen auch über die Regelmäßigkeit ihrer Zahnuntersuchungen, manche Krankenkassen haben dafür Kostenersparnisse vorgesehen.
    c) Der angestrebte EU-Impfpass ist davon schwer unterschieden und etwas ganz anderes, also etwas, was dem sonstigen staatlichen Passwesen näher kommt. Und da wusste bereits Ziffel, dass ein staatlicher Pass kein privater Gebrauchswert ist.
    (Beim Passwesen geht es um staatliche Hohheitsrechte, um juristisch belastbare Erlaubnisse und Verbote, die das kapitalistische Funktionieren des Gesamtstaates regulieren sollen. Und dafür werden Rechte zuerteilt.)
    d) Dass die EU-Zentrale an so was wie einer Europäisierung des Medizinwesens herumprobiert, möchte ich übrigens nicht in Abrede stellen. (Wie bei den Themen Digitalisierung und Grünkapitalismus soll bei diesen Themen die EU-Zentrale mit neuen Befugnissen und Rechte-Ermöglichungen ausgestattet werden. Was identisch damit ist, dass in die Nationalstaaten hineinregiert werden soll.) Dass z.B. Polen und Ungarn freundlich auf solche freundlichen Angebote reagieren, ist aber nicht sehr sicher.
    e) Dass so ein neuer Impfpass national funktionieren kann, incl. Zuteilung und Aberkennung von Rechten und Befugnissen, inkl. zeitlich befristete gültige rechtliche Dogmatisierungen über Nicht-Ansteckungsgefahren von Personen, weil …
    – ist in Israel derzeit interne Praxis.
    (Ob Griechenland solches israelisches Zertifikat als Einreisedokument in seine Tourismusgebiete anerkennen darf, ist zwar beantragt, aber meines Wissens reagiert die EU-Zentrale darauf so, dass sie das juristische Problem lieber auf die lange Bank schieben lässt, und Griechenland dürfte dies dann vermutlich nicht.)
    Mal schaun, wie ewig lange Spahn dafür brauchen wird. in Deutschland eine entsprechende eigene nationale Zertifizierung hinzubekommen.
    https://www.heise.de/tp/features/Initiative-fuer-Corona-Impfpass-ohne-belastbare-Daten-6008061.html?seite=all
    Dass D dann die Zertifizierungen der anderen EU-Länder, jedes für sich, in jedem Fall, anerkennt, ist dann der nächste Hügel, dass hierzulande hiesige Rechtezuteilungen an Zertfifizierungen aus z.B. Slowenien, Rumänien, Bulgarien geknüpft werden.

    f) Ein letztes, das soll sich ja ändern: So lange gar nicht genug Impfmaterial in ganz Europa vorhanden ist, wird so ein europäischer Privilegierungspass vermutlich vor keinem europäischen Gericht bestehen können.
    Dass daran gearbeitet wird. Das wollte ich mit meinem obigen Punkt d) zwar unterstreichen! Trotzdem: Eine – zumindestens stärkere – Europäisierung des Medizinwesens ist ein zustimmungspflichtiges Zukunftsprojekt. Da reicht nicht das Machtwort von Frau Merkel. Da werden den europäischen Staaten auch vermutlich mehr Angebote unterbreitet werden müssen, als nur das Herüberschaffen aktuell nicht gebrauchter Impfbestände in derzeitige Hochrisikogbiete.

  14. “So einfach geht das, wenn man an der Macht ist und die nötigen Mehrheiten zusammenbringt. Ruckzuck wird das Infektionsschutzgesetz geändert, wenn das bestehende der Kanzlerin nicht passt.”
    Und so einfach geht das nicht, wenn man die nötigen Mehrheiten *nicht* zusammenbringt. Das hat der Kanzlerin auch schon jahrelang immer wieder nicht gepaßt. Und das ausgerechnet Deutschland ein Vorbild für “Ruckzuck” wäre, das ist mir nun wirklich neu.

  15. @Kehrer

    Das ist keine Propaganda. Wir haben doch schon festgehalten, dass Impfen d a s Mittel ist, wie der Corona Ausnahmezustand beendet werden kann.

    Also „wir“ haben nichts festgehalten, höchstens du.
    Daß es von verschiedenen Regierungen der EU als d a s Mittel besprochen wird, ist richtig. Aber das heißt weder, daß es tatsächlich die Lösung ist, noch heißt es, daß alle Regierungen das so sehen.
    Und vor allem: Mit welchem Impfstoff?
    Impfprobleme in Tschechien:
    Sputnik V umkreist die Prager Politik
    Der neue tschechische Gesundheitsminister Petr Arenberger erbt den Konflikt rund um den russischen Impfstoff

    Bereits die Angelobung Arenbergers am Mittwoch auf der Prager Burg hatte es in sich: Die Rede von Präsident Miloš Zeman geriet zur grimmigen Standpauke für Arenbergers Vorgänger Jan Blatný. Dieser hatte sich gegen eine tschechische Ausnahmeregelung für den in der EU noch nicht zugelassenen russischen Impfstoff Sputnik V ausgesprochen und sich damit Zemans Unmut zugezogen.
    https://www.derstandard.at/story/2000125690031/sputnik-v-umkreist-die-prager-politik

  16. Zu Lesers Ausführungen bezüglich Impfpass möchte ich nur ergänzen, daß es allerdings ein Versuch der deutschen Regierung und einiger ihrer Flügeladjutanten ist, sich über COVID und Impfpass wieder zu einer Führungsmacht aufzumandln, daß der Ausgang dieses Experimentes aber höchst ungewiß ist.

  17. “Das hat der Kanzlerin auch schon jahrelang immer wieder nicht gepaßt.”

    Was das? Dass sie die nötigen Mehrheiten nicht zusammenbringt? Wofür? Für die Änderung des Infektionsschutzgesetzes ja wohl nicht jahrelang.

    “Und das ausgerechnet Deutschland ein Vorbild für „Ruckzuck“ wäre, das ist mir nun wirklich neu.”

    Mir auch, trotzdem scheinst du aus meinem Beitrag entnommen zu haben, Deutschland sei ein Vorbild in Sachen “Ruckzuck-Politik”. Für Leute die meinen Aufmerker nicht verstehen, schreib ich es nochmal ausführlich hin. Verpflichtendes Homeoffice, Testen in Betrieben, Aufhebung der Impfpatente usw. wird nicht durchgesetzt, weil die Kanzlerin es nicht will. Bei so einem Scheiß, wie die Gefolgschaft der Länder in Pandemiefragen einzufordern, da ändert man dann einfach mal schnell das Gesetz. Wie schnell, das sehn wir ja dann. Im Moment ist die Willensbildung noch nicht abgeschlossen.

    “Daß es von verschiedenen Regierungen der EU als d a s Mittel besprochen wird, ist richtig. Aber das heißt weder, dass es tatsächlich die Lösung ist, noch heißt es, daß alle Regierungen das so sehen. Und vor allem: Mit welchem Impfstoff?”

    1. Gibt es denn begründete Zweifel, dass es nicht die Lösung ist? Sieht doch ganz danach aus. Oder nicht? 2. Welche Regierung sieht es denn nicht so? Das einige Regierungen keine Impfpflicht wollen, heißt doch nicht, dass sie das Impfen nicht als Weg aus der Pandemie ansehen, 3. Dass der Impfstoff Mangelware ist, ist doch gerade die Grundlage der Impfdiplomatie und kein Gegenargument.

    “Zu Lesers Ausführungen bezüglich Impfpass möchte ich nur ergänzen, daß es allerdings ein Versuch der deutschen Regierung und einiger ihrer Flügeladjutanten ist, sich über COVID und Impfpass wieder zu einer Führungsmacht aufzumandln, daß der Ausgang dieses Experimentes aber höchst ungewiß ist.”

    Vorgeschlagen hat das als erster Kurz und Griechenland. Woher nimmst du das mit der Führungsmacht in Impfpassfragen? Ach übrigens sagte ich schon, dass der Impfpass schon beschlossen ist.

  18. Die geplanten Zertifikate sollen laut EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen als Nachweis dienen, ob ein EU-Bürger geimpft oder getestet wurde oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen ist. Alle 27 EU-Staaten sollten diese Bescheinigungen gegenseitig anerkennen. Einem Medienbericht zufolge soll der digitale europäische Impfausweis bis 1. Juni fertig sein.
    Das Dokument soll in der jeweiligen Landessprache und auf Englisch ausgestellt werden. Jeder EU-Bürger soll das Dokument kostenlos erhalten können.
    https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/corona-impfpass-impfausweis-eu-100.html
    Die Rede ist hier von diversen “Sollen”. Die wechselseitige Anerkennung der natonalen Zertifikate setzt allerdings voraus, dass es solche nationalen Zertifikate bis dahin erst einmal national wirklich gibt. Bezogen auf das Ministerium von Herrn Spahn habe ich diesbezüglich noch keine Vollzugsmitteiungen gesichtet. Zwar werde gedrängelt ….
    https://www.heise.de/tp/features/Gesundheitsministerium-draengt-Laender-auf-Privilegien-fuer-Geimpfte-6009553.html?seite=all

  19. Ich würde einmal einschätzen, daß es vor der Ausstellung solcher Privilegierten-Ausweise auch erst einmal die Möglichkeit geben muß, sich impfen zu lassen, die ja derzeit auch nicht gerade berauschend ist.

  20. Bei den Sputnik-Verhandlungen schätze ich dir Lage so ein, daß sich Deutschland jetzt an die Spitze setzen will, um zu verhindern, daß nach Ungarn weitere Länder Sputnik zulassen und Deutschland an Impfquoten überholen.
    Dazu kommt, daß in Deutschland selbst mehrere Länder schon an Sputnik-Anschaffung denken und dadurch der Bundesregierung die Initiative aus der Hand zu nehmen drohen.
    Ob das nur eine Blockadepolitik ist oder wirklich zur baldigen Sputnik-Zulassung führt, wird sich zeigen.
    Hinter den Kulissen dürften westliche Pharmafirmen Sturm gegen die Sputnik-Zulassung laufen.
    Auch die Rolle der EMA gerät ins Visier, wenn sie Sputnik die Freigabe nicht erteilt, aber immer mehr EU-Länder Sputnik zulassen.
    Man fragt sich dann, wofür die EMA taugt?

  21. “Ich würde einmal einschätzen, daß es vor der Ausstellung solcher Privilegierten-Ausweise auch erst einmal die Möglichkeit geben muß, sich impfen zu lassen, die ja derzeit auch nicht gerade berauschend ist.”
    Nein. Denn die “Privilegien” halten sich sehr in Grenzen. Es soll nur eine Gleichstellung von Geimpften, Genesenen und Getesten erreicht werden. D.h. ein Geimpfter darf dann was ein frisch Antigentest getesteter darf. z.B. einkaufen, auf eine Veranstaltung gehen oder so.
    “Der RKI-Präsident hatte am 31. März auf Bitte des Ministeriums einige Studien zitiert. Auf dieser Basis gelangte er zu der Einschätzung, das Risiko einer Virusübertragung durch Personen, die vollständig geimpft worden sind, sei “spätestens ab dem 15. Tag nach Gabe der zweiten Impfdosis geringer als bei Vorliegen eines negativen Antigen-Schnelltests bei symptomlosen infizierten Personen”.”
    Was ist das denn für ein Vergleich? Woher weiß man denn, dass der negativ Antigenschnelltest getestete symptomlos infiziert ist, wenn der Test negativ ausfiel. D.h. das ist eine hypothetische Annahme. Ein symptomlos infizierter wird mit einem wohl ebenfalls symptomlos infizierten Geimpften verglichen. Wo um alles in der Welt soll es solche Daten geben? Und wie kann so eine nebulöse Behauptung die Grundlage für eine rechtliche Gleichstellung sein? Es wir immer “ülkiger und ülkiger”.
    “Bei den Sputnik-Verhandlungen schätze ich dir Lage so ein, daß sich Deutschland jetzt an die Spitze setzen will, um zu verhindern, daß nach Ungarn weitere Länder Sputnik zulassen und Deutschland an Impfquoten überholen.” Das wäre ja nun ein wirklich saublöder Zweck. Was hätte denn die BRD davon wenn Ungarn langsamer aus der Pandemie rauskommt als Deutschland?
    Deutschland kann es doch nur recht sein, wenn keine Infektion aus den östlichen Ländern eingetragen werden.
    Was höchstens sein könnte, ist dass Deutschland versucht eine gewisse europäische Einheitlichkeit zu bewahren durch die Verpflichtung auf die EMA als Zulassungsinstitution. Aber selbst das ist unwahrscheinlich.
    Es war doch so, dass die europäische Kommission erklärt hat (möglicherweise auf französischen Druck oder um sich Russland nicht so sehr anzudienen) sie würde kein Sputnik V bestellen. Darauf sagt Spahn: Dann machen wir das eben national. Also so wie er es ursprünglich machen wollte, bevor er von der Kanzlerin zurückgepfiffen wurde.
    “Hinter den Kulissen dürften westliche Pharmafirmen Sturm gegen die Sputnik-Zulassung laufen.” Wieso das denn? Weil sie Antikommunisten oder Russenhasser sind? R-Pharm ist doch auch bloß ein weiterer Konkurrent. Sind die Pharmafirmen denn gegen Johnson &Johnson Sturm gelaufen oder gegen Curevac?
    “Man fragt sich dann, wofür die EMA taugt?” Ja, die Ema gerät dann unter Druck. Die nationale Zulassung könnte dann die Konsequenz sein, wenn die EMA nicht zulässt.

  22. @Kehrer

    Das wäre ja nun ein wirklich saublöder Zweck. Was hätte denn die BRD davon wenn Ungarn langsamer aus der Pandemie rauskommt als Deutschland?

    Natürlich nichts.
    Aber für die angemaßte Führungsmacht wäre es höchst peinlich, wenn Ungarn schneller durch ist als Deutschland.
    Jeder möchte doch der erste sein.

    Wieso das denn?

    Weil sie ihr Zeug verkaufen wollen, ist doch klar.

    Sind die Pharmafirmen denn gegen Johnson &Johnson Sturm gelaufen oder gegen Curevac?

    Erstens weißt du das genausowenig wie ich, ob sie das gemacht haben oder nicht.
    Zweitens war ja das Wichtige, die ersten zu sein.
    Dann gabs Schwierigkeiten bei der Produktion, also ließen sich die anderen Zulassungen nicht verhindern.
    Am liebsten wäre es natürlich jeder dieser Firmen, die anderen draußen zu halten.
    Ich weiß nicht, manchmal fragst du so, als hättest du noch nie was von Konkurrenz im Kapitalismus gehört.
    Und daß sich die Zulassung von Sputnik durch die EMA so zieht, hat vermutlich mehrere Gründe. Also politische und materielle. Immerhin haben verschiedene Staaten auch sehr in „ihre“ Firmen investiert.
    Käme Sputnik in die EU (mehr als bisher), so hätten die ganzen anderen Impfstoff-Firmen schlechtere Karten beim Verhandeln.

  23. “Jeder möchte doch der erste sein.” 1. Ist ja schon “America first.” 🙂 2. Sind Staaten keine Sportler. Ihr Ehrgeiz hat einen Zweck und den seh ich beim Impfen nicht wirklich. Die Vergleichen sich zwar, aber eher als Maß dafür wie es um ihr eigenes Pandemiemanagement bestellt ist. Aber andere aufzuhalten, damit Deutschland nicht so mies dasteht, scheint mir etwas kleinlich, ehrpusselig. 3. Wurde bewusst gemeinsam Impfstoff bestellt, um keine innereuropäische Konkurrenz um den Impfstoff aufkommen zu lassen. Und andere von Sputnik fernzuhalten, wäre so ungefähr das Gegenteil der vorherigen Absicht.
    “Erstens weißt du das genausowenig wie ich, ob sie das gemacht haben oder nicht.” 1. Gesagt haben sie öffentlich, dass soviel Impfstoff benötigt wird, dass eine Firma alleine den Bedarf eh nicht befriedigen kann. Und das stimmt ja auch. 2. Wenn wir beide es nicht wissen, ist es eine Spekulation.
    “Ich weiß nicht, manchmal fragst du so, als hättest du noch nie was von Konkurrenz im Kapitalismus gehört.” Nein. Meine Kritik an dir lautete nicht, dass Konkurrenten im Kapitalismus solidarisch handeln würden und es deshalb nicht sein kann, dass westliche Pharmafirmen gegen R-Pharm Sturm laufen. Meine Kritik lautete warum “w e s t l i c h e” Pharmafirmen gegen Sputnik Sturm laufen. Weil es ein Naturgesetz ist, dass der Westen immer den Osten bekämpft oder weil das alles Russenhasser sind? Doch wohl nicht. Die Pharmafirmen sind doch alle miteinander bzw. gegeneinander Konkurrenten und bekämpfen sich, wenn überhaupt, gegenseitig. Das trifft also auf alle zu und deshalb verstehe ich nicht warum es gegenüber Sputnik ein besonderes Argument hergeben soll.
    “Käme Sputnik in die EU (mehr als bisher), so hätten die ganzen anderen Impfstoff-Firmen schlechtere Karten beim Verhandeln.” Na ja. 1. Die meisten Impfstoffe sind ja schon bestellt. 2. Geht es den Staaten ja um die gesamte Wirtschaft und nicht nur den kleinen Teil der Pharmafirmen. Die können ja nicht Lockdown machen, weil sie ihre Impfstoffproduzenten schützen wollen. 3. Sanofi hat seinen Impfstoff doch eh aufgegeben. Plausibel wäre es in Bezug auf Curevac, aber ausgerechnet die Deutschen wollen jetzt auch Sputnik. 4. Kann das den Staaten nur recht sein, wenn sie eine starke Verhandlungsposition haben. Es steht nirgendwo geschrieben, dass kapitalistische Staaten, die auf den Markt setzen, diesen nicht ausnutzen dürfen. Klar wollen sie die Marktmechanismen ausnutzen. Bei den Masken hat der Markt, bzw. die Unternehmen die Staaten ausgenutzt.

  24. @Kehrer

    Aber andere aufzuhalten, damit Deutschland nicht so mies dasteht, scheint mir etwas kleinlich, ehrpusselig.

    Es kann ja andere nicht aufhalten, wenn die wirklich sagen: Brüssels und Berlins Vorgaben sind mir wurscht.
    Das ist ja das Problem.
    Eine andere Frage ist, wie sich die jeweiligen Regierungen verhalten.
    Ungarn impft, was es will, während die Slowakei es sich nicht mit Mutti verscherzen will.
    Man muß schon einmal ernst nehmen, daß jede Nation gerne die erste wäre, die coronafrei ist.
    So schielen alle neidisch nach Israel, wo es mit dem Impfen gut weitergeht. (Obwohl ich gerade den Eindruck habe, dort gibt es derzeit Hindernisse. Ich kann mich aber auch täuschen.)

    Gesagt haben sie öffentlich, dass soviel Impfstoff benötigt wird, dass eine Firma alleine den Bedarf eh nicht befriedigen kann.

    Natürlich.
    Derzeit.
    Aber je mehr Impfstoff auf dem Markt ist, desto schärfer wird die Konkurrenz darum, wer die Lücken schließen kann.
    Jede Sputnik-Dose, die in der EU ankommt, schmälert den Verkauf der anderen Pharmafirmen.
    Am liebsten wäre es zunächst jeder westlichen Pharmafirma, sie wäre allein, und könnte die ganze ganze Welt beliefern.
    Natürlich geht das nicht, weil derzeit die Nachfrage das Angebot weit überschreitet.
    Aber schau doch auf die Meldungen, welches Land schon wieviel Impfdosen bestellt hat.
    Damit besetzt die Firma, bei der die Bestellungen eingegangen sind, ein Marktsegment. Sie werden, sagen wir, in 3 Monaten, sagen wir, 3 Millionen Dosen liefern.
    Wenn vorher 3 Millionen von einer anderen Firma einlangen und verimpft werden, so wird die Bestellung nicht abgesagt. Aber sie wird auch nicht mehr so dringend benötigt.
    Das Käufer-Land kann die jetzt im Inland verimpfen oder exportieren.
    In beiden Fällen sind jetzt einmal 3 Millionen Impfdosen bereit. D.h., andere Firmen können die ihrigen nicht dorthin verkaufen.
    Usw.
    Usf.
    Dazu kommt, daß die EU-Staaten davon träumen, Impfstoffe zu kaufen, und wenn ihre Bevölkerung durchgeimpft ist, sie nach woanders zu verkaufen.
    Und wenn dann dort, im anvisierten Zielland, schon Sputnik V oder Sinopharm eingelangt sind und es sagt: Danke, wir haben schon – dann kann die EU oder ihre einzelnen Regierungen mit dem Zeug hausieren gehen. Halten tut es auch nicht ewig.
    Nimm doch endlich zur Kenntnis, welche Konkurrenz um dieses Zeug herrscht!

  25. Die Pharma-Lobby schläft nicht.
    Wenn man dergleichen Artikeln glaubt, so ist Sputnik ein hochgefährliches und in jedem Falle ausgesprochen unseriöses Produkt:
    Russischer Impfstoff für Deutschland Sputnik soll Impfdebakel lindern – ein Skandal
    Warum bewerben Söder, Spahn & Co den russischen Impfstoff so auffallend? Möglich, dass die EMA-Zulassung nie kommen wird. Wegen ernster Einwände.
    Ein Kommentar.
    Christoph von Marschall
    https://www.tagesspiegel.de/politik/russischer-impfstoff-fuer-deutschland-sputnik-soll-impfdebakel-lindern-ein-skandal/27079280.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
    Man kann sich nach dergleichen Artikeln vorstellen, was bei der EMA los ist.

  26. “Es kann ja andere nicht aufhalten,” Mein Argument geht dahin, dass es nicht wegen der eigenen Ehre als großartige Nation andere Nationen aufhalten w i l l.
    “Man muß schon einmal ernst nehmen, daß jede Nation gerne die erste wäre, die coronafrei ist.” Erstmal wollen die Staaten schnell coronafrei sein, weil es die Ökonomie und das gesellschaftliche Leben lähmt. Es geht nicht in erster Linie darum ein Rennen zu gewinnen. Das worum es wirklich geht ist doch die ökonomische Konkurrenz und das Impfen beseitigt Hindernisse beim Konkurrieren. Es ist kein abstraktes Vergleichen, welche Nation die tollere ist. Die Europäer haben sich entschlossen das Impfen gemeinsam anzugehen und sich beim Impfen nicht gegenseitig Prügel zwischen die Beine zu werfen. Nach Israel schaut man nicht, weil es in der Nationenkonkurrenz darum geht, wer die gesündesten Untertanen hat, sondern weil man daran sieht wie schlecht es in Europa läuft. Es ist deshalb auch egal, ob das nun Israel oder die USA oder Chile ist. Impfen ist übrigens keine sportliche Disziplin, genauso wenig wir exportieren usw. Deshalb gibt es den Impfweltmeister nicht wirklich.
    “Jede Sputnik-Dose, die in der EU ankommt, schmälert den Verkauf der anderen Pharmafirmen.” Vice versa. Und jede Dosis verkürzt die Lockdownzeit.
    “Jede Sputnik-Dose, die in der EU ankommt, schmälert den Verkauf der anderen Pharmafirmen.” Die Dosen sind doch schon verkauft. Sogar Curevac ist verkauft. Egal wieviel Sputnik kommt. Deren Gewinn ist sicher. Die habe doch gar nicht nur soviel bestellt wie benötigt werden sondern mehr. Also schmälert zusätzliches Sputnik auch nicht von den Konkurrenten. Du geht von einer fixen Summe aus. Die gibt es aber nicht.
    “Dazu kommt, daß die EU-Staaten davon träumen, Impfstoffe zu kaufen, und wenn ihre Bevölkerung durchgeimpft ist, sie nach woanders zu verkaufen.” Na eben. Dann gibt es erst recht nicht das Problem, dass Sputnik jemand etwas wegnimmt.
    “Danke, wir haben schon – dann kann die EU oder ihre einzelnen Regierungen mit dem Zeug hausieren gehen.” Dann gibt es die überzähligen Bestände eben an Covavax ab. Ich sehe echt das Problem nicht. Meinst du die BRD geht bankrott, wenn sie 100 Millionen Impfdosen verschenkt? Und selbst wenn Eu Staaten oder die BRD die überzähligen Dosen wegschmeißen, dann hat die Überzählige Bestellung dazu getaugt die Bevölkerung schneller zu impfen. Dann hat sich das schon gelohnt.
    “Nimm doch endlich zur Kenntnis, welche Konkurrenz um dieses Zeug herrscht!” Wer konkurriert jetzt? Die Staaten um den Impfstoff oder die Pharmafirmen um Aufträge und Geld? Da musst du dich schon mal entscheiden. Wenn die Staaten um Impfstoff konkurrieren, dann kann man als Nation nicht genug davon haben, dann kauft man auch in China und Russland und Cuba, damit die die Pandemie schnell Geschichte ist und sagt nicht: Oh der fremde Impfstoff könnte ja dazu führen, dass ein paar Ami-Konzerne (Pfizer, Moderna, Johnson&Jonson, Novavax) ein paar Millionen Euro weniger verdienen. Also komm seit wann will Europa der Steigbügelhalter für die Gewinne amerikanischer Pharmariesen sein.
    Wieso gehst du davon aus, dass der Artikel im Tagesspiegel von der Pharmalobby kommt? Erstmal kommt er vom Tagesspiegel und der unkt eben transatlantisch herum und diffamiert den russischen Impfstoff.
    “Die EMA prüft nun, ob die von Russland behaupteten Testreihen den ethischen und wissenschaftlichen Standards der EU entsprechen.” Na klar – rein wissenschaftlich natürlich. Weil hinter russischen Wissenschaftlern steht ja immer ein Soldat mit der Kalaschnikov. Und die Probanden werden ebenfalls mit schlagenden Argumenten zwangsverpflichtet.
    https://orf.at/stories/3208253/

  27. 1.
    Ausgerechnet in einem offiziellen Paper der Regierung, allerdings gut versteckt, findet sich eine gar nicht zu den üblichen offiziellen Verlautbarungen passende Aussage: „Durchgeimpfte“ Menschen mit bereits zwei Impfdosen stellen in Großbritannien nun die Mehrheit der Corona-Geschädigten und dominieren deren Zahl sogar. Sie könnten sogar zwei Drittel aller Fälle ausmachen.
    In der auf der Website der britischen Regierung zu findenden Studie
    https://www.gov.uk/government/publications/spi-m-o-summary-of-further-modelling-of-easing-restrictions-roadmap-step-2-31-march-2021
    vom 31. März 2021 heißt es, übersetzt auf Deutsch (1 bis 4):
    „Der Wiederanstieg sowohl bei den Krankenhauseinweisungen als auch bei den Todesfällen wird von denjenigen dominiert, die zwei Dosen des Impfstoffs erhalten haben und etwa 60 Prozent beziehungsweise 70 Prozent der Welle ausmachen. Dies kann auf die hohe Durchimpfungsrate in den am stärksten gefährdeten Altersgruppen zurückgeführt werden, sodass Impfversager für mehr schwere Erkrankungen verantwortlich sind als nicht geimpfte Personen. Dies wird in den Abschnitten 55 und 56 weiter erörtert.“
    Englisches Original:
    „The resurgence in both hospitalisations and deaths is dominated by those that have received two doses of the vaccine, comprising around 60% and 70% of the wave respectively. This can be attributed to the high levels of uptake in the most at-risk age groups, such that immunisation failures account for more serious illness than unvaccinated individuals. This is discussed further in paragraphs 55 and 56.“
    2.
    Coronavirus-Variante kann BioNTech/Pfizer-Impfung überwinden. Die Studie eines israelischen Forscherteams sorgt für Wirbel. Demnach haben geimpfte Personen ein höheres Risiko, sich mit der südafrikanischen COVID-Variante anzustecken, als ungeimpfte Personen. Pfizer hatte zuvor noch die starke Wirkung des Vakzins beworben.
    Auszug (RT): „Konkret untersuchten die Forscher 400 Menschen, die 14 Tage oder länger nach Erhalt der ersten Dosis des Impfstoffs positiv auf das Virus getestet worden waren, im Vergleich zu 400 ungeimpften Personen, die sich ebenfalls Corona eingefangen hatten. Die Kohorten wurden nach Alter, Branche, Geschlecht und mehr abgeglichen. Das erstaunliche Ergebnis: Die südafrikanische Variante hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, die Schutzwirkung des Impfstoffs zu durchbrechen, selbst nachdem zwei Dosen verabreicht wurden und mehr als eine Woche vergangen ist. Gegenüber ungeimpften Personen ist die Prävalenz sogar achtmal höher.“
    https://de.rt.com/international/115821-israelische-studie-variante-kann-biontech-pfizer-impfung-ueberwinden/
    Studie:
    https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.04.06.21254882v1.full.pdf

  28. 1. Was sind Impfversager, “immunisation failures”?
    “sodass Impfversager für mehr schwere Erkrankungen verantwortlich sind als nicht geimpfte Personen.” Ich interpretiere das so, dass deren Immunsystem nicht auf die Impfung reagiert. Folglich reagiert das Immunsystem auch nicht auf das Virus, also werden sie schwerer Krank. Das wäre aber ohne Impfung genauso gewesen. Denn das klingt ja so, als sei die Impfung für das Versagen verantwortlich. In Wahrheit ist es aber deren Immunsystem, das nicht auf die Impfung reagiert und dann auch das Virus schlecht bekämpft.
    2. “Gegenüber ungeimpften Personen ist die Prävalenz sogar achtmal höher – 5,4 Prozent gegenüber 0,7 Prozent.” Wie kann man das sagen wenn: “Die Forschungsgruppe betont aber, dass die Untersuchung nicht dazu gedacht war, eine allgemeine Wirksamkeit des Impfstoffs gegen irgendeine Variante abzuleiten, da sie nur Menschen untersuchte, die bereits positiv auf COVID-19 getestet worden waren.”
    Wenn nur Infizierte untersucht werden, wie kann man da eine Prävalenz feststellen.

  29. Ehemaliger Charité-Chefvirologe fordert Umdenken der Bundesregierung
    Mit einem offenen Brief an den Deutschen Bundestag haben sich die beiden Gesundheitsexperten Detlev Krüger und Klaus Stöhr in die Debatte über die vom Bundeskabinett angestrebte Veränderung des Infektionsschutzgesetzes eingeschaltet.
    Krüger war 27 Jahre lang Leiter des Virologischen Instituts der Berliner Charité, im Jahr 2017 folgte auf ihn Christian Drosten. Stöhr ist ehemaliger Leiter des Globalen Influenza-Programms der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
    (Welt)
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article230263299/Ex-Charite-Chefvirologe-Offener-Brief-an-Bundesregierung.html

  30. @Kehrer

    Vice versa. Und jede Dosis verkürzt die Lockdownzeit.

    Das geht wiederum die Pharmafirmen nichts an.
    Du willst einfach nicht zur Kenntnis nehmen, was für unterschiedliche, sogar entgegengesetzte Interessen hier unterwegs sind.
    @Phineas
    Die Google-Übersetzung ist hier nicht besonders gelungen. „Immunisation failure“ mit „Impfversager“ zu übersetzen, ist in höchstem Maße irreführend – man denkt zunächst an Leute, die sich der Impfung versagen, sie also ablehnen, und außerdem eigenlich niederträchtig.
    Es hieße nämlich, daß Menschen, bei denen die Impfung nicht oder gegenteilig wirkt, selbst schuld sind. Sie sind eben ungeeignet für die an und für sich gute Impfung, weil sie falsch konstruiert sind.
    Wie mir jemand aus dem Gesundheitswesen gesteckt hat, wäre vor jeder Impfung mit diesen neumodischen, genmanipulierten Impfstoffen eine gründliche Untersuchung des Zu-Impfenden notwendig, um herauszukriegen, ob der Betreffende irgendwelche Schwachstellen hat – z.B. Blutgerinnung –, die ihn entweder zu einer Risikogruppe für die Impfung machen, oder zumindest begleitende Maßnahmen ein bis 2 Wochen Einnahme eines Blutverdünnungsmittels – ratsam erscheinen lassen.
    Angesichts des allgemein ausgebrochenen Impfwahns erscheinen mir aber solche Mahnungen weggewischt zu werrden.
    Nachdem bei uns gerade der Gesundheitsminister zurückgetreten ist, muß man schauen, ob es hierzulande Änderungen in der Corona-Politik gibt.

  31. “Das geht wiederum die Pharmafirmen nichts an.” Die Staaten geht es aber was an und die bestellen den Impfstoff. Du gehst einfach davon aus die Staaten seien vollständig lobbygesteuert, weswegen sie genau das machen würden, was ihnen einige Pharmafirmen sagen. Erstmal seh ich von der Pharmafirmenhetze gegen Konkurrenten nichts und zweitens warum soll denn die Bundesregierung unter der Fuchtel von hauptsächlich amerikanischen Impfkonzernen stehen. Das ist absurd. Ich nehme übrigens die gegensätzlichen Interessen sehr wohl zur Kenntnis, halte aber die Gegensätze die du ausmachst für verkehrt. Es sind a n d e r e Gegensätze, die hier eine Rolle spielen. Für die Pharmakapitale ist R-Pharm nur ein weiterer Konkurrent von vielen. Die Vorbehalte gegen den russischen Impfstoff sind politischer Natur. Deswegen will die EU als ganzes ja kein Sputnik bestellen. Die Deutschen sagen: wir würden gern bestellen, aber deswegen sehen wir uns nicht veranlasst von unserer Feindschaft abzusehen.
    Eher würde ich vermuten, dass der Impfstop von Johnson & Johnson ein Mittel der USA ist das Impfen in Europa noch weiter zu verlangsamen um die europäischen Konkurrenten zu schädigen. Ist ja schon merkwürdig. Genau zu gleichen Zeit als es heißt, dass J&J endlich geliefert wird, werden Thrombosefälle bekannt.
    Da ich bei der Welt ein Abo abschließen soll, um den Artikel zu lesen. Hier ein alternativen Link über den offenen Brief von Stöhr und Krüger. https://www.n-tv.de/panorama/Stoehr-haelt-100er-Notbremse-fuer-irrefuehrend-article22488203.html
    “Es hieße nämlich, daß Menschen, bei denen die Impfung nicht oder gegenteilig wirkt, selbst schuld sind. Sie sind eben ungeeignet für die an und für sich gute Impfung, weil sie falsch konstruiert sind.” Das wäre aber böse ausgedrückt. Solche Menschen haben ja nicht zwingend mutwillig ihr Immunsystem geschwächt, sondern haben eben ein schwächeres Immunsystem, egal aus welchem Grund.

  32. “Da ich bei der Welt ein Abo abschließen soll, um den Artikel zu lesen”
    Der Zugriff muss hoch gewesen sein, der Artikel mit dem Offenen Brief war gestern noch zugänglich.
    Offener Brief an den Deutschen Bundestag
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    eine Novellierung des IfSG zur bundesweiten Vereinheitlichung des Vorgehens gegen die Corona-Pandemie bedarf verlässlicher Entscheidungsgrundlagen. Wir raten dringend davon ab, bei der geplanten gesetzlichen Normierung die „7-Tages-Inzidenz“ als alleinige Bemessungsgrundlage für antipandemische Schutzmaßnahmen zu definieren.
    1. Mit „Inzidenz“ bezeichnet das RKI die Zahl der Personen, bei denen unabhängig von einer Erkrankung mittels Diagnostiktest eine Infektion mit SARS-Coronavirus-2 gefunden wurde, pro 100.000 Bevölkerung. Dieser Wert gibt – aufgrund der durchaus erwünschten Ausweitung von Testaktivitäten – zunehmend weniger die Krankheitslast in der Gesellschaft wieder. Zudem unterliegt dieser Wert zunehmend schwankenden Erfassungswahrscheinlichkeiten, die völlig unabhängig vom eigentlichen Infektionsgeschehen sind.
    2. Bewertungsgrundlage für die Auswahl von Schutzmaßnahmen sollte nicht die Inzidenz der Infektionen sein, sondern vielmehr die Häufigkeit der Erkrankungen und ihrer jeweiligen Schwere, also insgesamt die Krankheitslast. Die Krankheitslast berücksichtigt unter anderem Hospitalisierungen, krankheitsbedingten Arbeitsausfall, Behinderung und verlorene Lebensjahre.
    3. Die im Gesetzesvorhaben vorgesehene 7-Tages-Inzidenz differenziert nicht, in welchen Altersgruppen, Lebensräumen und Bevölkerungsgruppen Infektionen auftreten. Eine gleich hohe Inzidenz kann dramatisch unterschiedliche Bedeutung haben, je nachdem ob sie zum Beispiel bei primär gesunden Studierenden, bei schwer erreichbaren Bevölkerungsgruppen, bei besonders vulnerablen Menschen, oder diffus in der Gesamtbevölkerung verteilt gemessen wird.
    4. Die 7-Tages-Inzidenz eines Landkreises berücksichtigt weder die Dynamik noch die Lage in angrenzenden Landkreisen. Eine gleich hohe 7-Tages-Inzidenz kann in einem Szenario (z.B. Verschlechterung der Lage in Nachbarregionen) eine Verschärfung von Maßnahmen erfordern, während sie in einem anderen Szenario (z.B. stark sinkender Trend) gar eine Lockerung erlauben könnte.
    Risiken:
    In der Konsequenz würde die gesetzlich verbindliche Koppelung von Maßnahmen an die 7-Tages-Inzidenz der Infektionen zur Folge haben können, dass selbst dann massive Einschränkungen der Freiheitsrechte mit gravierenden Auswirkungen auf Wirtschaft, Kultur und die körperliche und seelische Gesundheit erfolgen müssten, wenn längst weniger krankenhauspflichtige Erkrankungen als während einer durchschnittlichen Grippewelle resultierten. Ein solches Szenario ist im Falle eines zunehmenden Impferfolgs durchaus realistisch und zeitlich absehbar.
    Die öffentlich derzeit verfügbaren Entwürfe zur Novelle des IfSG verschärfen den Mangel an Sachbezug und die Gefahr einer Verletzung der Verhältnismäßigkeit wie bereits in Bundestagsanhörungen am 12.11.2020 und 22.02.2021 erläutert [1] [2].
    Vorgeschlagene Alternative:
    Eine leicht zu bestimmende und zu kommunizierende Bemessungsgrundlage wäre die tägliche Anzahl der COVID-bedingten intensivstationären Neuaufnahmen, differenziert nach Landkreis des Patientenwohnortes, Alter und Geschlecht mit Berücksichtigung diesbezüglicher zeitlicher Trends. Dies ist nicht zu verwechseln mit der im DIVI Register derzeit berichteten „Anzahl der mit Covid-19 belegten Intensivbetten“, welche per se auch eine wichtige Information bezüglich der Versorgungslage liefert. Die Zahl intensivstationärer Neuaufnahmen kann die Dynamik des Infektionsgeschehens besser abbilden als die intensivmedizinische Belegungsstatistik[3].
    Damit diese Werte zeitnah, vollständig und integriert in der bestehenden digitalen Meldestatistik den Kommunen, Landesbehörden und des RKI verfügbar werden, müssten lediglich kleinere Anpassungen in den Paragraphen 6 und 11 des IfSG vorgenommen werden.
    Wir bitten Sie daher Ihren Einfluss geltend zu machen, die aktuell anstehende Änderung des IfSG so zu gestalten, dass die inzwischen von vielen als schädlich – mindestens als unwirksam – erkannten Folgen des im November geschaffenen § 28a IfSG, korrigiert und nicht noch verschärft werden.
    Für fachliche Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Prof. Dr. med. Detlev H. Krüger* Prof. Dr. Klaus Stöhr**
    * Direktor i.R. des Instituts f. Virologie der Charité Berlin
    ** Ehem. Leiter des Globalen Influenza und Pandemievorbereitungsprogrammes der WHO Genf

  33. @Kehrer

    Erstmal seh ich von der Pharmafirmenhetze gegen Konkurrenten nichts

    Na, gerade dir werden sie es auf die Nase binden!
    Heute laufen Bewerbungen von Produkten (und auch von Kriegen und Feindbildpflege) so, daß derjenige, der eine Botschaft unter die Leute bringen will, eine Werbeagentur dafür einsetzt. Je nach Gewicht in der Branche ist die teurer oder billiger.
    Die fabriziert dann Meldungen, die z.B. Konkurrenten schlecht aussehen lassen.
    Sie sammelt in diesem Fall Geschichten von mangelnder Wirkung einer Impfung oder Nebenwirkungen und die werden an diverse Nachrichtenagenturen und Medien verschickt.
    Dem verdanken wir dann einen gewissen Einheitsbrei, der sich tagtäglich über uns ergießt.
    Eine weitere Möglichkeit ist, Lobbyisten in Brüssel oder Washington einzusetzen. Da gibt es einen Haufen Leute, die davon leben, Influencer auf hohem Niveau zu sein.
    Schließlich kann man auch herauskriegen, was der Konkurrent für einen Preis verlangt und den dann unterbieten.
    Es geht ja schließlich nicht nur um den Impfstoff, den man heute verkauft, sondern auch um den, den man morgen und übermorgen verkaufen kann, wenn z.B. in der EU alle Impfwilligen durchgeimpft sind und jetzt andere Weltgegenden zwecks Einflußnahme damit beglückt werden sollen.
    Ich habe den Eindruck, du glaubst, das private Kapital ist inzwischen kriegswirtschaftsmäßig ein reiner Appendix der Regierungen/Politiker, und agiert auf Zuruf. Das halte ich für ganz verkehrt.
    Falls ich dich fehlinterpretiere, so bitte ich dich schon im Vornherein auf Knien um Entschuldigung! 😀 😀

  34. “Na, gerade dir werden sie es auf die Nase binden!” Du spekulierst doch nur. Wenn das anders wäre, würdest du es mit einem Link belegen. Aber wieso ein Konsortium westlicher Pharmakonzerne gegen einen russischen sich zusammentun soll, leuchtet mir nicht ein.
    “Sie sammelt in diesem Fall Geschichten von mangelnder Wirkung einer Impfung oder Nebenwirkungen und die werden an diverse Nachrichtenagenturen und Medien verschickt.” Und die veröffentlichen das dann natürlich ungeprüft – oder was. Ist dann die mangelnde Wirksamkeit oder die Nebenwirkungen von AstraZeneca eine Kampagne von Biontech oder den russischen Kapitalen. Also ich glaube daran nicht, die Hetze ist eine politisch Motivierte. In China wird Biontech für Teufelszeug gehalten, in Europa eben Sputnik und Sinopharm.
    “Schließlich kann man auch herauskriegen, was der Konkurrent für einen Preis verlangt und den dann unterbieten.” Klaro, das ist kapitalistische Normalität, hat aber den Nachteil, dass der Gewinn dann kleiner wird.
    “Ich habe den Eindruck, du glaubst, das private Kapital ist inzwischen kriegswirtschaftsmäßig ein reiner Appendix der Regierungen/Politiker, und agiert auf Zuruf.” Kriegswirtschaftsmäßig? – verstehe ich nicht, was hat die Pandemie mit Krieg zu tun. Und ja klar agiert das Kapital im wesentlichen auf Zuruf. Schließlich sind die politischen Gewalten die Subjekte von Kriegen und nicht das Kapital. Das Kapital baut, was die Nationen haben wollen und was sie bezahlen können.
    “Das halte ich für ganz verkehrt.” Fehlt bloß die Begründung.

  35. Der Eiertanz geht weiter:
    Slowakische Arzneimittel­kontrolle kritisiert Hersteller von Sputnik V
    Bratislava – In der Slowakei hat das staatliche Institut für Arzneimittelkontrolle SUKL einen kritischen Bericht über den russischen Impfstoff Sputnik V veröffentlicht – und damit Russland verärgert. Die ge­lieferten Impfstoffe seien nicht in allen Details identisch mit den zuvor in der Fachzeitschrift Lancet be­schriebenen, hieß es in dem Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur gestern vorlag. Moskau forderte als Reaktion darauf den gelieferten Impfstoff wieder zurück.
    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/122788/Slowakische-Arzneimittelkontrolle-kritisiert-Hersteller-von-Sputnik-V
    Zurückschicken hätte auch eine schiefe Optik, angesichts der vielen Corona-Kranken und der Impf-Dringlichkeit in der Slowakei.

  36. Sputnik V wird zum „heißen Eisen“ in der slowakischen Politik
    Die Präsidentin traf sich am Montag mit dem Leiter des Staatlichen Amtes für Drogenkontrolle (SODC), das für die Überprüfung des russischen Impfstoffs zuständig ist. Čaputová, die Forschenden, mit denen sie sich traf, als auch die Unterzeichnenden der Petition kritisierten auch den neuen Premierminister Eduard Heger.
    Letzte Woche war das SODC vom neuen Finanzminister und Ex-Premier Igor Matovič scharf kritisiert worden. Matovič hatte seinen vorherigen Posten als Premierminister verloren, nachdem er den Impfstoff aus Russland gekauft hatte, ohne seine Koalitionspartner in der Regierung diesbezüglich zu konsultieren.
    Die Forscher waren sich indes einig, dass das SODC Sputniks „Ruf“ überhaupt nicht geschadet haben könne, da die Testergebnisse durchweg positiv waren: Bislang hat die Behörde zusammen mit dem Biomedizinischen Zentrum der Slowakischen Akademie der Wissenschaften 14 Tests durchgeführt, von denen elf positiv ausgefallen sind, während die Ergebnisse der letzten drei noch ausstehen.
    Grund für die kritisierte Stellungnahme des SODC, in der es heißt, man könne Risiken oder Nutzen des Impfstoffs nicht abschließend bewerten, ist vielmehr die Tatsache, dass der russische Hersteller „etwa 80 Prozent“ der für eine Zulassung erforderlichen Unterlagen nicht zur Verfügung gestellt habe, so das SODC letzte Woche.
    Die Arzneimittelkontrollbehörde des Landes erwähnte allerdings auch, dass sich die getesteten Eigenschaften des Impfstoffs deutlich von denen unterscheiden, die im Wissenschaftsmagazin Lancet veröffentlicht wurden. Darüber hinaus seien die Sputnik-V-Impfungen, die weltweit vertrieben werden, recht unterschiedlich und „nur im Namen verwandt“.
    https://www.euractiv.de/section/gesundheit-und-verbraucherschutz/news/sputnik-v-wird-zum-heissen-eisen-in-der-slowakischen-politik/

  37. Für russische Impfstoffe: Fast genauso viele Slowakinnen und Slowaken würden sich mit dem russischen Impfstoff Sputnik V impfen lassen wie mit dem Impfstoff von Pfizer-Biontech, so eine Umfrage der Agentur Focus von Februar.
    Etwa 55 Prozent der Teilnehmenden gaben an, bereit zu sein, sich mit dem Pfizer-Biontech-Impfstoff impfen zu lassen. Sputnik V sei für die Befragten dann der am zweithäufigsten akzeptierte Impfstoff, noch vor den Stoffen von Astrazeneca und Moderna: Demnach würden sich 53 Prozent der Befragten mit Sputnik impfen lassen.
    https://www.euractiv.de/section/europakompakt/news/the-capitals-slowaken-vertrauen-sputnik-mehr-als-anderen-impfstoffen/

  38. Sputnik: Russland vermeldet “Meilenstein”, doch Zweifel wachsen
    Für Putin ist es das “beste Vakzin der Welt”, der russische Impferfolg hält sich aber in Grenzen. Auch innerhalb der EU herrscht Uneinigkeit.
    Die täglichen Jubelmeldungen in Russland zum Corona-Impfstoff Sputnik V erinnern an die Tage, als die stolze Raumfahrtnation als erste ins Weltall vordrang. Deshalb ist das Vakzin auch nach dem ersten Satelliten – dem Sputnik – benannt, wie der Chef des staatlichen russischen Direktinvestmentfonds RDIF, Kirill Dmitrijew, stolz hervorhebt.
    Gerade erst hat Russlands oberster Vermarkter des Präparats die Weltpresse zusammengerufen, um von neuen Erfolgen zu berichten. “Indien ist das 60. Land, das Sputnik V zugelassen hat. Ein Meilenstein.”
    Doch eine EU-Zulassung ist weiter nicht in Sicht. Aktuell sind Experten der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) in Russland unterwegs, weil sie viele Fragen haben zu den bisher vorgelegten russischen Daten. Sie besuchen Kliniken, in denen geimpft wird, Produktionsstätten und Lagerräume. Eine Entscheidung erwartet der Gesundheitsexperte Jérôme Lepeintre bei der EU-Vertretung in Moskau aber erst im Juni oder Juli.
    Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) will Sputnik schon früher auch in Österreich einsetzen. Ende März sagte er, man sei in den Verhandlungen mit Moskau “auf den letzten Metern” und eine Bestellung “kann wahrscheinlich schon nächste Woche erfolgen”, mit der Lieferung von insgesamt einer Million Dosen bis Anfang Juni.
    https://kurier.at/chronik/welt/corona-russland-wartet-auf-den-sputnik-effekt/401350637
    Ob der Rücktritt des Gesundheitsministers damit zusammenhängt?

  39. “Sie besuchen Kliniken, in denen geimpft wird, Produktionsstätten und Lagerräume.” Ob die Ema bei den anderen Impfstoffkandidaten auch so gründlich war?
    “Doch im internationalen Vergleich zu den Präparaten etwa von Biontech/Pfizer und Moderna fällt das Mittel deutlich ab.”
    Wer sagt das? Mir ist nichts davon bekannt, dass Sputnik deutlich abfällt.
    “Ob der Rücktritt des Gesundheitsministers damit zusammenhängt?” Du meinst der trat zurück, weil ihm die Bestellung übereilt vorkam und er so ein Vorgehen nicht verantworten wollte?

  40. Man rekapituliere, was dem Rücktritt Anschobers voranging:
    1. 8.2.: „Sputnik V vor möglichem Start in Österreich
    Sputnik V erlebt eine Imagekorrektur: Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) will den russischen und chinesischen CoV-Impfstoff in Österreich produzieren lassen. Steirische Experten rechnen unterdessen mit einer Zulassung durch die EU.“ (ORF Steiermark, 8.2.)
    2. Mußte der slowakische Regierungschef am 30.3. zurücktreten, weil er ohne Bevollmächtigung durch das Parlament und angeblich ohne die anderen Regierungsmitglieder zu informieren, 200.000 Sputnik-Dosen bestellt hatte.
    3. Am gleichen Tag bietet Rußland Österreich eine Million Sputnik-Impfdosen an.
    4. Am 31.3. melden die Zeitungen, daß Gespräche über eine mögliche Produktion von Sputnik in Österreich, konkret bei Graz, laufen.
    5. Am 10.4. meinte der Bundeskanzler, ein Kauf von Sputnik-Impfdosen sei möglich. (Von der Produktion hört man nichts mehr. Was geschah zwischen 31.3. und 10.4.?)
    6. 13.3. : Anschober tritt zurück
    „Der österreichische Gesundheitsminister Rudi Anschober hat nun in einer ungewöhnlich emotionalen, sich selbst nicht schonenden Erklärung mitgeteilt, er könne nicht mehr. 14 Monate ohne Pause, eine globale, schwer zu bewältigende Pandemie, Attacken vom Koalitionspartner – das war für den als integer und loyal bekannten Politiker zu viel. Seine Person und sein Rücktritt sind doppelt interessant: Anschober, der bereits vor Jahren einen Burnout hatte, trägt mit seiner Ehrlichkeit dazu bei, Krankheit und Erschöpfung in der – oder besser durch die – Politik das Stigma zu nehmen“ (SZ 14.4.)
    7. Gestern (15.4.) kamen Sputnik-Dosen für das russische Botschaftspersonal an.
    __________
    Weitere Entwicklungen sind abzuwarten.
    Ich nehme an, daß Kurz für den Impfstoff-Einkauf gewesen wäre. Die Grünen sind hier wie dort russophob und vor allem EU-geil und wollten es sich vermutlich mit niemandem verscherzen, sodaß hinter den Kulissen die Fetzen geflogen sein dürften.
    Das hat die zarte Natur des GM nicht ausgehalten.

  41. Anden-Gletscher als „Kaution“ – Pfizer/BioNTech und das bizarre Geschäft mit dem Impfstoff in Argentinien
    Mit diesem Bericht wird eine Episode beschrieben, die in den internationalen Kommerzmedien kaum zu lesen war. Vielleicht weil sie – derart unglaublich – das durchschnittliche Vorstellungsvermögen bei weitem überfordert. Doch die Covid19-Pandemie sorgt seit einem Jahr für verblüffende bis skandalöse Vorgänge. Ein Bericht von unserem Südamerika-Korrespondenten Frederico Füllgraf.

  42. In der Tat, da tun sich Abgründe auf, die jede Vorstellung übersteigen. Ich hab eh grad das Gefühl, dass die vier apokalyptischen Reiter durch die Welt galoppieren und alles aus den Fugen gerät. Was ist das? Eine Zeitenwende oder bloß die wahre Fratze des Kapitalismus im Corona-Zerrspiegel.
    Da braucht man wirklich nicht mehr spekulieren, dass westliche Pharmakonzerne diffamierende Lobbyarbeit gegen Sputnik betreiben, wenn sie so schamlos ganze Nationen erpressen. Dagegen wirkt Lobbyarbeit wie ein Kindergarten.

  43. Was bei dieser Pfizer-Angelegenheit und Argentinien auffällt, ist die Haltung der argentinischen Regierung.
    Wenn andere Impfstoffhersteller sich normaler verhalten, so kauft man eben bei denen und weist Pfizer/Biontech die Tür.
    Ich nehme an, da gibt es noch andere Akteure, von denen wir nichts wissen, wie andere Gläubiger (außer Blackrock) und den IWF. Die haben die Pharmafirma vorgeschickt, um die Gunst der Stunde auszunützen eine Art Konkursverwaltung für Argentinien einzuleiten – als Modell für künftige Schuldnerländer?
    Ich erinnere an meinen alten Beitrag:
    HORST KÖHLERS „INSOLVENZORDNUNG“
    Auch Deutschland als Aktur im Hintergrund wäre denkbar. Die mit dem Bankrott 2002 geplatzten argentinischen Staatsanleihen wurden ja auch auf der Frankfurter Börse verkauft und Zeitungen wie die FAZ hetzten seit dem Bankrott gegen die Kirchners und ihr Schuldenmanagement.
    Mir geht aus dem Nachdenkseiten-Artikel nicht hervor, wie die Sache ausgegangen ist – wurde jetzt in Argentinien Impfstoff von BionTech/Pfizer gekauft oder nicht?

  44. Israelische Studie: Infektion an Coronavirus Mutanten mit Impfung wahrscheinlicher. Laut Angela Merkel und unserer Bundesregierung ist bekanntlich die Impfung der einzige Weg aus der sogenannten Pandemie heraus.
    Vor wenigen Tagen erschien eine neue Studie zahlreicher israelischer Wissenschaftler, die nun belegt, dass genau dies nicht der Fall ist. Im Gegenteil: An den Coronavirus Mutanten (die in Israel schon die deutliche Mehrheit der Coronaviren ausmachen) erkranken drastisch mehr Menschen mit der Impfung, als ohne.
    https://corona-blog.net/2021/04/20/israelische-studie-infektion-an-coronavirus-mutanten-mit-impfung-wahrscheinlicher/

  45. Deutsche Impftouristen in Moskau
    Einmal Sputnik V und zurück
    In Deutschland müsste Thomas Waller noch Monate auf seine Corona-Impfung warten – in Moskau kann er sich sofort behandeln lassen. Ein Reiseveranstalter organisiert Sputnik-V-Trips für Deutsche.
    (Spiegel, 17.4.)
    Was mich wundert, ist, daß der Spiegel das bringt – sonst ja nicht eher für seine Rußlandfreundlichkeit bekannt …

  46. Der Spiegel bringt es, weil es eine interessante Neuigkeit ist und auch der Spiegel in Konkurrenz zu den anderen Medien steht. Dort wurde es nämlich auch breit berichtet. Der Tagespiegel titelt: “Spritztour nach Moskau.” Ha, ha – “Spritz”-Tour, wasn Gag. Ich hau mich weg.
    Außerdem darf man ja nicht den Russenfreunden das Feld überlassen: “Doch auch nach dieser Veröffentlichung bleiben Zweifel an den russischen Daten zum Impfstoff. Selbst in Russland in die Skepsis hoch, viele Menschen sind bisher nicht bereit sich impfen zu lassen, warten lieber ab.”
    Da kann man auch ein bisschen Misstrauen gegen Sputnik schüren und einmal mehr die russische Propaganda aufs Korn nehmen. Also will man die Russlandskeptiker füttern mit so einem Artikel.
    Der Artikel auf dem Coronablog ist parteilich und falsch.
    “Infektion an Coronavirus Mutanten mit Impfung wahrscheinlicher.” Das lässt sich aus der Studie n i c h t entnehmen. Weil sowieso nur Infizierte untersucht wurden.
    Es wurde also gar nicht untersucht, ob sich Ungeimpfte oder Geimpfte eher infizieren. Gegenstand sind die Impfdurchbrüche. Die Frage ist mit welcher Variante ein Geimpfter sich eher infiziert, wenn er sich infiziert. Also welche Variante eher den Impfschutz umgehen kann. Die Kontrollgruppe waren ungeimpfte Infizierte. Die stecken sich offenbar hauptsächlich mit der britischen Variante an, während die Biontech Pfizer Geimpften, wenn sie trotz Impfung infiziert werden sich in 8 Fällen auch mit der Südafrikavariante angesteckt haben.

    “Die Hälfte von ihnen war ungeimpft, die andere war ein- oder zweimal mit Biontech/Pfizer geimpft worden. Allerdings lagen die Impfungen mit der zweiten Dosis noch keine zwei Wochen zurück…..Bei der Studie zeigte sich: Die Nicht-Geimpften hatten sich fast alle mit der britischen Variante B.1.1.7 infiziert. Eine Person hatte sich mit der südafrikanischen Variante B.1.351 angesteckt. Auch bei den positiv getesteten Geimpften hatte sich die große Mehrheit mit der britischen Mutante infiziert, acht Personen mit der südafrikanischen. Das überraschte die Forschenden.
    „Basierend auf dem Bild in der Gesamtbevölkerung hätten wir erwartet, einen Fall einer Infektion mit der südafrikanischen Variante zu finden, aber wir sahen acht“, zitierte die „Times of Israel“ die Studienleiterin Adi Stern: „Dieses Ergebnis machte mich nicht glücklich.“ Stern befürchtet demnach, dass die südafrikanische Variante im Vergleich mit dem originalen Virusstamm und der britischen Variante „bis zu einem gewissen Grad“ in der Lage sein könnte, den Impfschutz zu „durchbrechen“.
    In einem Update der Studie betonte das Forschungsteam später, dass unter den positiv Getesteten mit zwei Impfdosen niemand war, dessen zweite Impfung 14 Tage oder länger zurücklag. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärten Stern und Ran Balicer, Forschungsdirektor der Clalit Healthcare Organisation, der Impfschutz gegenüber der Variante B.1.351 sei möglicherweise nur in einem „kleinen Zeitfenster“ verringert.”

    https://www.fr.de/wissen/suedafrikanisch-variante-b1351-israel-coronavirus-impfung-astrazeneca-studie-antigenerbsuende-90451034.html
    Also man muss da schon ein bisschen kritisch sein. Die Zeitungen schreiben oft einen ziemlichen Scheiß.

    Neue Erkenntnisse dazu liefert nun die Untersuchung aus Israel. Ein Team um Adi Stern von der Uni Tel Aviv hatte verglichen, wie oft und womit sich 400 Geimpfte im Vergleich zu 400 Ungeimpften infizierten. Bei den 150 Personen, die sich zwei Wochen nach Erhalt der zweiten Impfdosis trotzdem infizierten, wurde besonders oft die südafrikanische Variante nachgewiesen. So gab es achtmal mehr Impfdurchbrüche durch Infektionen mit B.1.351 – obwohl diese Variante nach Angaben der Forscher in Israel noch nicht besonders stark verbreitet ist.

    Aus 8 Fällen von 400 Infizierten geimpften, werden “8 mal mehr Impfdurchbrüche” mehr, die sich mit der Südafrikanischen Variante angesteckt haben. Also 8 Fällen Südafrika 392 Fälle britische Variante bei Geimpften. Während bei Ungeimpften 1 Fall Südafrika und 399 Fälle B117 auftritt, wenn sie infiziert sind. (Den Wildtyp hab ich jetzt mal der Einfachheit halber weggelassen).
    https://www.rnd.de/gesundheit/biontechpfizer-vakzine-israelische-studie-zeigt-schlechteren-schutz-vor-sudafrikanischer-variante-LNDNXVPNPRBTRH4QJONOBP4IJ4.html

  47. Meine Güte Phineas. Langsam nervt es, dass du unreflektiert irgendwelche Links postest, deren Autoren sich irgendwelches skandalöses Geschwurbel ausdenken. Da geht es nicht um ein marktgerechtes Euthanasieprogramm, sondern laut dem Papier des Barmerinstituts um:

    “Ein Modell zur Optimierung der Corona-Impfstrategie
    19. Januar 2021
    Mit der Coronavirus-Impfverordnung hat die Bundesregierung die Impfreihenfolge für die gesamte Bevölkerung grob festgelegt, indem sie vier Gruppen mit absteigender Priorität definiert hat. Der vorliegende Artikel stellt ein Modell vor, das in der Lage ist, das Hospitalisierungs-, Beatmungs- bzw. Versterberisiko aufgrund diverser Vorerkrankungen zu konkretisieren und so zielgenauer zu priorisieren. Es kann einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung der Impfstrategie und zur Erreichung der Impfziele leisten.”

    Es geht doch hier darum, dass die Bevölkerung mit, bezogen auf die Vorerkrankung, besonders hohem Versterberisiko, durch Priorisierung besonders zu s c h ü t z e n und nicht darum, diese Vorerkrankten zum Abschuss freizugeben, weil sie hohe Kosten verursachen. Mal ganz abgesehen davon, dass die tatsächliche Impfpriorisierung sich nach den Empfehlungen der Stiko richtet und nicht nach dem Papier des bifg.

  48. @Kehrer
    danke für deine unermüdlichen Bemühungen, die Spreu vom Weizen zu trennen!
    Ich selber kenne von den deutschsprachigen Publikationen hauptsächlich das, was hier gepostet wird, und was im Standard erscheint, den ich hin und wieder durchschaue.
    Bei dem Corona-Blog-Artikel ist mir nur aufgefallen, daß 3x das Gleiche gepostet wurde, was auch daran liegen kann, daß der ganze Artikel eher substanzlos war. 😀

  49. @Kehrer
    Deine ignorante Replik auf Wodarg korrespondiert ganz fürchterlich mit deiner wahnwitzigen aber RKI-tauglichen Grippeleugnerei weiter oben.

  50. Ruhig Blut Kehrer und Phineas 🙂
    Soweit ich Wodarg verstehe – der ja die Impfung als gefährlich einstuft – meint er nicht, daß die Institutionen mit ihrem Impfplan Euthanasie betreiben wollen, sondern daß es – wegen der von ihm angenommenen Nebenwirkungen – letztlich darauf hinausläuft.
    Ich kann mich angesichts der verschiedenen Lehrmeinungen zu dem Thema diesbezüglich nicht entscheiden und plädiere für Abwarten.

  51. @Phineas: Ich sehe, dass alles was du zu Wege bringst, das Kopieren von Links ist. Argumente sind deine Sache nicht.
    Ignorant ist doch derjenige, der Argumente nicht zur Kenntnis nimmt und das bist du. Ich habe Wodargs und deinen Quatsch zur Kenntnis genommen und kritisiert. Du bringst bloß Beschimpfungen zustande. Wo irre ich mich denn? Bitte mit eigenen Worten und nicht als Link.
    “Grippeleugnerei”? What? Bloß weil ich deiner These widerspreche, dass Corona bloß eine Grippe im Wolfspelz ist. Denn das ist doch die Aussage. Eigentlich misst der PCR-Test Grippe-Viren und das soll plausibel sein, weil es sehr wenig Grippefälle gibt. Die Annahme ist, es gäbe eigentlich genauso viele Grippefälle wie früher, die wurden aber einfach in Coronafälle umgetauft, damit es gefährlicher klingt. Du fütterst dein Interesse an der Aufhebung des Lockdowns mit lauter Unsinn. Nochmal: Dass die Influenza fast verschwunden ist, liegt am Lockdown, der a l l e n Ansteckungskrankheiten entgegenwirkt.
    “Ich kann mich angesichts der verschiedenen Lehrmeinungen zu dem Thema diesbezüglich nicht entscheiden und plädiere für Abwarten.” Ach komm. Was Wodarg sagt ist Bullshit. Warum soll denn die Impfpriorisierung auf die gefährdetsten Gruppen auf Euthanasie hinauslaufen? Denn beabsichtigt ist sie ja nicht, wie du einräumst. – Antwort: Weil Wodarg, die Impfung anscheinend sowieso für eine Art Völkermord hält. Die Nebenwirkungen sollen so gravierend sein, dass sie zum Hauptzweck der Veranstaltung mutieren. In seinem Wahn ist also der Schutz verletzlicher Gruppen, eigentlich Sterbehilfe bei Kranken und Schwachen.

  52. Mit EIGENEN Worten und ohne Links, wie blöd ist das denn. Mal grundsätzlich. Wenn DU unwillig zu sein scheinst, die z.B. verlinkten Wodarg-Links zu begreifen, dann ist das halt so. Bin nicht Dein Nachhilfelehrer. Habe andernorts genug dazu gesagt und nicht die Zeit und Lust zur Verfügung, mich in dauerwiderholende Endlosschleifen über jeden geäußerten Schwachsinn zu begeben. Ich kämpfe seit einem Jahr um meine Existenz, da ist meine Zeit sehr begrenzt und mir ist es
    wirklich scheißegal ob da ein Ignorant was begreift oder nicht. Wenn das an diesem Ort nicht genehm ist, dann ist das halt so und ich verschwinde hier.

  53. Wieso ist das blöd? Wieder kriegst du nicht ein Argument zustande. Wenn du ernst genommen werden willst, musst du selbst mal einen nachvollziehbaren Begründungszusammenhang liefern, statt auf Videoschnipsel zu verweisen, wo sich gemeinschaftlich im Coronaausschuss über die bösen Impfpriorisierer pardon vermeintlichen Euthanasiebefürworter empört wird. Im Coronaausschuss hat kein Einziger das Papier der Barmer gelesen, aber kaum lässt Wodarg das Wort Euthanasie fallen, geht die Empörung wie eine Welle durch den Saal. Daran merkt man, dass die überhaupt nichts geprüft haben, sondern dass Wodarg einfach Futter für ihre vorgefasste schlechte Meinung liefert. Zwei Sätze später wird dann schon wieder über Masken geredet. Also bitte – was gibt es denn da zu begreifen? Der Wodarg stellt die steile These in den Raum, die Liste sei quasi eine Todesliste, auf deren Grundlage Impfpriorisierte Vorerkrankte mit der Impfspritze zu Tode gespritzt werden sollen, um Kosten zu sparen.
    Diesen Müll hat sich Wodarg aber bloß ausgedacht. Und alle im Raum sagen empört, ja was ein Skandal. Also bitte, wie naiv und leichtgläubig kann man sein?
    “Bin nicht Dein Nachhilfelehrer.” Na offenbar nicht, du bist lieber eine Dreckschleuder. Ich bin übrigens gerne der Nachhilfelehrer, bis zu einem gewissen Grad.
    “dann ist das halt so und ich verschwinde hier.” Du sollst nicht verschwinden, du sollst Argumente sagen. Und ein bisschen intellektuellen Abstand kann man auch erwarten, wenn man um seine Existenz kämpft. Immer nur deine interessierten Vorurteile zu posten hilft dir nämlich beim Zurechtkommen auch nicht. denn “Wer den Schaden hat, sollte für seine korrekte Erklärung sorgen.”

  54. “Und ein bisschen intellektuellen Abstand kann man auch erwarten, wenn man um seine Existenz kämpft”
    Du hast sie doch nicht mehr alle.

  55. EMA: Vorteile von Astra-Zeneca überwiegen in jedem Alter
    Amsterdam. Trotz seltener Fälle schwerer Thrombosen sind die Vorteile des Coronaimpfstoffes von Astra-Zeneca nach Einschätzung der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) in allen Altersgruppen höher zu bewerten als die Risiken. Demnach kann der Impfstoff weiterhin uneingeschränkt eingesetzt werden. Die Hirnvenenthrombosen kämen im Schnitt bei einer von 100.000 geimpften Personen vor, geht aus der Analyse der EMA-Experten hervor, die am Freitag in Amsterdam vorgelegt wurde. Dem gegenüber stehe aber die sehr starke Reduzierung der schweren Covid-19-Erkrankungen.
    Nach der Analyse ist das Risiko von Blutgerinnseln mit gleichzeitig sehr niedriger Anzahl von Blutplättchen bei Personen unter 60 Jahren zwar höher als bei Älteren. Aber auch bei den Jüngeren überwögen die Vorzüge. Dazu zähle, dass viel weniger geimpfte Menschen in Krankenhäuser und auf Intensivstationen verlegt werden müssten. »Der Impfstoff rettet Leben«, sagte der leitende Datenanalytiker der EMA, Peter Arlett. Die EMA hatte bereits zuvor nach Prüfung von Fällen von Hirnvenenthrombosen festgestellt, dass der Impfstoff uneingeschränkt verwendet werden könne. Dennoch hatten einige Staaten die Impfung eingeschränkt und etwa nur Personen über 60 Jahre damit geimpft. Die EU-Kommission hatte die EMA mit der Analyse beauftragt, um nationalen Gesundheitsbehörden bei der Entscheidung über den Einsatz des Impfstoffes zu helfen. Die Experten hatten Daten zu Impfungen, Infektionsraten, Aufnahmen in Krankenhäuser und Sterblichkeit analysiert.
    In Deutschland wurden bis Mitte April 59 Fälle von Sinus- und Hirnvenenthrombosen nach Impfung mit dem Coronaimpfstoff von Astra-Zeneca gemeldet. Zwölf Menschen waren gestorben. Bis einschließlich 15. April wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) insgesamt mehr als 4,2 Millionen Erstdosen und 4.153 Zweitdosen des Impfstoffs verabreicht. (dpa/jW)

  56. Ich hab mich genötigt gesehen, hier einige Kommentare zu löschen, weil sie unerfreulich waren und ihr Erkenntniswert gleich Null.
    Wenn ihr euch streiten wollt wie Kinder im Schulhof, bitte nicht hier.

  57. Nestor meine Beiträge enthalten s a c h l i c h e Argumente im Unterschied zu den Pöbeleien von Phineas und ich schätze es gar nicht, wenn Argumente mit Pöbeleien gleichgesetzt werden. Es kann nicht sein, dass man gelöscht wird, wenn man Argumente widerlegt.
    Schau dir doch bitte die Stelle bei Wodarg nochmal an. Zu behaupten der Impfpriorisierungsvorschlag des Barmerpapiers sei im Resultat ein Euthanasieprogramm ist wirklich totaler Bullshit, das kann man gar nicht anders sagen. Und es ist kein Streit von Kindern auf dem Schulhof, wenn ich Phineas dazu auffordere sachlich zu Argumentieren, statt bloß Anerkennung für seine Opferrolle einzufordern. Was glaubst du eigentlich warum ich hier überhaupt schreibe? Antwort: Weil ich das falsche Bewusstsein von Leuten kritisieren will. Und wenn Phineas Links postet, damit man ihm in seinem verschwurbelten Coronatheorien recht gibt, dann ist das ein verkehrtes, weil parteiliches Bewusstsein, das in allem was Corona betrifft eine böse Machenschaft wittert. Das reine Böse verunmöglicht ihm seine Existenz. Wie soll man das bitte anders nennen, wenn ein Wodarg behauptet eine Impfpriorisierungsliste, sei in Wirklichkeit eine Abschussliste, die Sterbehilfe leisten will, um Kosten zu sparen.
    Ich will mal ein Gegenargument hören und ich will nicht gelöscht werden, weil ich so einem Unsinn widerspreche. Wenn man so einem Bockmist nicht mehr widersprechen darf, dann frage ich mich was ich hier noch tue. Es wird hier ja eh kaum noch diskutiert. Wollt ihr das wirklich alle? Wollt ihr wirklich nur noch eure Links hier abladen und euch nicht mehr auseinandersetzen?

  58. NN – Darf ich dich auch mal fragen, warum du den Artikel aus der Jungen Welt hierher kopierst? Nur weil er interessant ist oder hast du daran was auszusetzen oder warum? Schreib doch mal was dazu! Was soll denn dieses Copy und Paste.
    Und nestor, warum ist Copy und Paste in Ordnung, Streit aber nicht. Ist das Harmoniebedürfnis so groß?

  59. Mal was Methodisches zu Streits über das Impfen. Einerseits gibt es wissenschaftliche Studien über genaue mit den Impf-Inhaltsstoffen einhergehende Wirkungen und Nebenwirkungen. Abteilung 1 nenne ich diese Abteilung mal.
    Obendrein ist das menschliche Immunsystem nicht allenthalben darin gleich, wiie es auf eingetragene körperfremde Stoffe reagiert, was ja generell die erstaunlichsten allergischen Reaktionen bewirken kann, und sich derzeit u.a. bei den div. Typen von ‘Heuschnupfen’ u.ä. zeigt. (Vielleicht führt das auch dazu, dass z.B. die in meinem Umfeld vorfindlichen Reaktionen auf AstraZenica von gar keiner über leichte Erkältungssysmptome bis hin zu vier Tagen totaler Erschöpfungszusrtand reichen.) Abteilung 2. Rein subjektiv und willkürlich ist das übrigens nicht, sondern wurde als Nebenwirkungen in genau dieser Breite mitgeteilt. Empfunden wird es also als subjektive Wirkung des subjektiven Immunsystems, ist aber der Sache nach nur die subjektive Seite der Abteilung 1. (Auch die gängigen ‘Erkältungen’ oder ‘Grippevarianten’ erwischen die Menschen immer schon recht unterschiedlich.)
    Und drittens gibt es bei manchen auch eine generelle Impfskepsis, weswegen sie sich auch z.B. keinen Pieks gegen die diversen saisonalen Grippevarianten verpassen lassen wollen. Oder vielleicht interessiert-skptisch von vornherein an jegliche Berichterstattung über das Impfen, worüber auch überhaupt dabei, herangehen. Diesen Eindruck hatte ich gelegentlich von nestor. Abteilung 3. So jemand überlegt vielleicht vor allem, ob er sich nicht doch derzeit impfen lassen soll, thematisiert also die eigene Haltung zu seinen eigenen persönlichen “Nicht-Impf-Traditionen”.

  60. zu 1. Ja das Immunsystem der Menschen unterscheidet sich von Individuum zu Individuum. Das ist eine Folge der Evolution. So sterben bei Epidemien nicht alle, weil einige besser andere schlechter sich gegen ein Virus oder Bakterium wehren können. Jemand dessen Immunsystem gut gegen das eine Virus gewappnet ist, kann weniger erfolgreich ein anderes Virus bekämpfen. Besteht eine Population nur aus Klonen, kann es also sein, dass durch eine Krankheit alle Klone ausgelöscht werden. Kommt in der Natur durchaus vor. Es gibt aber einen Trick der Natur bzw. der Evolution sich gegen solche Virenattacken zu wehren. Und das ist die Zweigeschlechtlichkeit. Deshalb hat sich im Laufe der Evolution die Zweigeschlechtlichkeit entwickelt und durchgesetzt. Das hat die größtmögliche Durchmischung der Gene zur Folge und sorgt für die Einzigartigkeit der Individuen und der Immunsysteme. Viren produzieren Mutanten nur zufällig durch Fehler bei der Reproduktion. Bei Tieren gehört die Mutantenproduktion quasi zum Reproduktionsprogramm.
    zu 2. Ich glaube nicht, dass man die körperlichen Reaktionen auf die Impfung als Nebenwirkung bezeichnen kann, denn sie sind eine folge der Immunreaktion des Körpers auf den Impfstoff und zeigen, dass eine Immunantwort stattfindet. Also sind sie eher Anzeiger der Hauptwirkung. Sie sind natürlich subjektiv nicht erwünscht. Bei einem Medikament mit Nebenwirkungen ist das Verhältnis ein anderes. Dort sind Nebenwirkung keine direkte Folge der Hauptwirkung.
    zu 3. Bei der Grippeimpfung ist eine Spekulation darauf, dass die Erreger der kommenden Saison vom Impfcocktail auch wirklich erwischt werden. Daher ist die Wirksamkeit auch oft nicht so toll.

  61. Danke!
    Impfreaktionen mögen Wirkungen der Hauptwirkung sein, und darin haben sie dann auch eine sachliche Notwendgkeit: sie zeigen, dass der Impfstoff wirkt.
    Insoweit einverstanden. (Der Begriff “Nebenwirkungen” bei Medikamenten ist ja oft das Resultat, dass ein Medikament aber ja gerade nicht so wirkt, wie geplant.)
    (Grippesymptome gehören also zur notwendigen Wirkung der Impfung; Modifiktionen in den Adern im Gehirn, Gehirnthrombosen, sind solche unerwünschten Nebenwirkungen.)
    Nützlich vielleicht auch die Wikipedia-Übersicht
    https://de.wikipedia.org/wiki/Impfung

  62. “dass ein Medikament aber ja gerade nicht so wirkt, wie geplant.” Ja z.B. bei Allergien gegen einen Inhaltsstoff.
    “Grippesymptome gehören also zur notwendigen Wirkung der Impfung” Sagen wir lieber allgemeiner Symptome, die man auch bei einer Erkältung hat, wo das Immunsystem des Körpers ähnlich gegen den Eindringling agiert. Scchüttelfrost, Fieber, Kopf- Gliederschmerzen. Da fährt der Körper das Immunsystem hoch. Im Prinzip ist das Impfen ja auch nichts anderes als eine kontrolliert hervorgerufene Aktivierung des Immunsystems mit dem Erreger oder Teilen des Erregers. Angefangen hat das ja mit den Kuhpocken (vacca Kuh, deshalb Vakzination), wo einigen aufgefallen ist, dass Leute die an Kuhpocken (an Kuhpocken stirbt man nicht) erkrankt waren nicht mehr an den richtigen Pocken starben oder sie erst gar nicht bekommen haben. Edward Jenner ist dem dann nachgegangen und hat mit Eiter aus einer Kuhpockenpustel geimpft. Das ist ein abgeschwächter Lebendimpdstoff. Also kann man sagen die Impfung ist wenigstens ursprünglich eine kontrolliert hervorgerufene Erkrankung, bei der sich die Symptome in Grenzen halten sollen.
    “Modifiktionen in den Adern im Gehirn, Gehirnthrombosen, sind solche unerwünschten Nebenwirkungen.” Ja, auf jeden Fall unerwünscht. 🙂 Tod als Folge ist natürlich kein Ausdruck von Kontrolle.

  63. @Kehrer
    Daß ich eine gewisse Art von Pöbelei nicht mag, hat nichts mit Harmoniebedürfnis zu tun. Harmonie ist sowieso eine Schimäre, ähnlich wie Glück – ein nicht zu realisierendes Ideal, dem seine Anhänger immer nachhecheln.
    Was ihr beide treibt, ist ein persönliches Anpflaumen, wo eitle Individuen dem anderen hineinsemmeln, daß er ihren hohen Ansprüchen als Diskutant nicht genügt, und für dergleichen biete ich kein Forum.
    @Leser
    Natürlich habe ich eine gewisse Skepsis gegenüber Impfungen und Medikamenten überhaupt und würde es auch jedem empfehlen, nicht, um zu funktionieren – am Arbeitsplatz oder im Privaten – dauernd zu irgendwelchen Little Helpers zu greifen.
    Die genauen Nebenwirkungen von den Impfungen zu studieren habe ich einfach weder Zeit noch Lust, und wegen der möglichen Langzeitwirkungen plädiere ich einmal für Abwarten.
    Bei alten Leuten ist das ja auch ganz ok, wenn sich die absichern wollen, schon wegen des Placebo-Effekts, daß sie dann beruhigt sind.
    Aber sonst ist m.E. noch immer nicht heraußen, was die Langzeitfolgen sein könnten, und es wird auch gar nicht ordentlich untersucht, ob die Leute die eine oder die andere Impfung besser vertragen. Gegen diese Thrombosen könnte man ja auch Zusatzmittel bei Risikofällen verabreichen.
    Ich finde es auch ärgerlich, wie sich eine gewisse Meute von Besserwissern auf die Impfgegner und Querdenker und wie die alle heißen, einschießt, als ob es ausgerechnet die wären, die einem das Leben schwer machen.
    Da wird die Welt auf den Kopf gestellt und sowohl die Politiker mit ihren kapitalschonenden Maßnahmen als auch die Gutbürger und Denunzianten indirekt ins Recht gesetzt.

  64. “Was ihr beide treibt, ist ein persönliches Anpflaumen, wo eitle Individuen dem anderen hineinsemmeln, daß er ihren hohen Ansprüchen als Diskutant nicht genügt” Das stimmt doch nicht. Was hat es denn mit Eitelkeit zu tun, wenn ich auf Argumenten insistiere. Entschuldigung, aber das ist die Grundlage einer jeden Diskussion und kein hoher Anspruch, sondern ihre Voraussetzung.
    “und wegen der möglichen Langzeitwirkungen plädiere ich einmal für Abwarten.” Heute wurde gemeldet, das 1 Milliarde Menschen schon gegen Covid geimpft wurden. Ab wieviel Milliarden kannst du dir denn ein Urteil erlauben.
    “Aber sonst ist m.E. noch immer nicht heraußen, was die Langzeitfolgen sein könnten” Vielleicht weil bis jetzt keine bekannt geworden sind?
    “Gegen diese Thrombosen könnte man ja auch Zusatzmittel bei Risikofällen verabreichen.” Das kann man, wenn man die Risikofälle kennen würde. Kennt man aber nicht im Voraus. Die Medikamente gibt es, die kann man aber erst verabreichen, wenn so eine Thrombose diagnostiziert wird.

  65. “Ab wieviel Milliarden kannst du dir denn ein Urteil erlauben.”
    Was hat denn die Zahl der Geimpften mit Langzeitwirkungen zu tun? Und natürlich ist deshalb auch nicht bekannt, was das sein könnte, dazu müßte eben erst “lange Zeit” seit den Impfungen vergangen sein und nicht nur ein Jahr. Bei mRNA-Vakzinen könnten das z.B. Herzmuskelschäden sein, usw. Die Risikofälle kennt man in der Tat nicht, bis auf naheliegende Fälle wie hochgradid allergisch reagierende Menschen, die man nun wirklich nicht als Erste hätten impfen sollen.

  66. Bei mehr Geimpften kann es sein, dass diese Langzeitschäden sich auch schon früher offenbaren. Außerdem fragt sich, was eine “lange Zeit” ist. Zehn Jahre? Wenn man die abwarten will, was soll dann noch die Impfung? Es ist eine Nutzen-Schadensabwägung oder Spekulation. Man wägt die möglichen Schäden der Impfung gegen den Schaden einer möglichen Erkrankung an Covid 19 ab. Und mit zunehmendem Alter überwiegt der Nutzen der Impfung relativ eindeutig.

  67. “Außerdem fragt sich, was eine „lange Zeit“ ist. Zehn Jahre? Wenn man die abwarten will, was soll dann noch die Impfung?
    Zwar richtig aber so ging es in der Vergangenheit eben aus naheliegenden Gründen immer. Noch nie ist ein Vakzin 14 Minuten nach Produktionsreife an Hunderte von Millionen Menschen verimpft worden.
    Ich teile ja deine Nutzen-Schaden-Abwägung, persönlich bin ich sogar mit Vaxzevria schon erstgeimpft. Aber ich kann nicht leugnen, daß es bezüglich der Langzeitfolgen, also Monate und Jahre, nicht Tage oder Wochen nach den Impfungen, bei vielen Menschen. übrigens besonders vielen im Gesundheitsbereich, Bedenken gibt, weil man es halt einfach noch nicht weiß.

  68. Und hast du mehr “Nebenwirkungen” als Schmerzen an der Einstichstelle gehabt? Schüttelfrost, Fieber, Kopfweh, Gliederschmerzen

  69. Nein, ich hatte, wie auch schon bei meiner Grippeimpfung letztes Jahr, null Nebenwirkungen: Schon null Schmerzen an der Einstichstelle und auch sonst null. Bei meiner Frau, die Comirnaty bekommen hat, genauso.
    Aber eine junge Mutter bei uns im Haus, die überraschenderweise doch einen Astra-Termin bekommen hat, lag das ganze Wochenende mit 40 Grad Fieber maximal im Bett. Manches wird halt besser, wenn man älter wird.
    Hilft aber auch nicht immer: Ein 70jähriger Bekannter, der auch Astra bekommen hatte, hatte daraufhin massiv Schüttelfrost.

  70. Uh. 40 Grad Fieber ist heftig und eigentlich keine akzeptable Reaktion auf eine Impfung. Du hast dann wohl Glück gehabt oder bist irgendwie impfkompatibler als andere.

  71. Hierzulande wird inzwischen das Problem gewälzt, wie man die Impfung junger Leute angehen könnte.
    Bei ihnen ist das Risiko ziemlich groß, daß es zu einer Überreaktion des Immunsystems kommt, und eine Autoimmunreaktion auslöst, die leicht tödlich sein kann.
    Andererseits stellen sie als Ungeimpfte ein Übertragungsrisiko dar (Schulen usw.)
    Als drittes ist auch noch zu bedenken, daß es sich um Minderjährige handelt, deren etwaige Beschädigung ziemliche Kosten und gesellschaftliche Reaktionen hervorrufen könnte.
    ______
    In Ungarn wurde vor einigen Tagen diese Statistik veröffentlicht:

    Entweder es ist eine reine Propaganda-Statistik, wo Sputnik V gut- und Pfizer/Biontech schlechtgeredet werden soll.
    Man bedenke, daß bei diesen Angaben (ich habe den Kasten wortwörtlich übersetzt) kein Zusammenhang zwischen Impfung, Erkrankung und Todesfall festgehalten wird und genaugenommen nicht einmal die Art der Erkrankung namentlich genannt wird.
    Oder aber, die ganze hiesige Berichterstattung ist eine kardinale Propagandalüge.

  72. Hier wieder ein paar unsachliche Informationen über die tolle Wirksamkeit der Vakzine: wie’s ausschaut (-> Israel) tritt genau dass ein, was einige Virologen vorher angemahnt hatten, dass die sehr spezialisierten Impfstoffe die natürlich vorhandene schwächere allg. Immunität gegen Coronaviren verdrängt und durch eine sehr spezifische (aber stärkere) Immunität gegen nur wenige Varianten ablöst, so dass Geimpfte dann gegenüber neuen Varianten sehr viel mehr gefährdet sind als Ungeimpfte. Die müssen dann so schnell wie möglich gegen die neue Variante geimpft werden sonst wird’s böse. D.h. der Impfschutz MUSS dann mindestens jährlich wenn nicht halbjährlich gegen die Varianten erneuert werden. Da kommt die “Baukasten-Zulassung” der mRNA Impfstoffe ja gerade Recht. Ein fantastisches Perpetuum-Mobile Geschäftsmodell, Respekt Uncle Bill!
    Dazu:
    “Laut der Studie der Universität Tel Aviv und der Clalit Healthcare Organisation – der größten Krankenkasse in Israel – haben sich Geimpfte achtmal so häufig wie Ungeimpfte mit der südafrikanischen Variante angesteckt. Allerdings handelt es sich insgesamt um nur sehr geringe Zahlen, da dieser Virusstamm in Israel kaum verbreitet ist, 90 Prozent der Infektionen gehen dort auf die britische Variante zurück, heißt es in dem Bericht von fr.de Die Studie wurde bislang nur preprint auf medRxiV veröffentlicht und noch nicht begutachtet.
    Das Forschungsteam hatte für seine Arbeit die Proben von 150 Menschen untersucht, die positiv auf das Coronavirus getestet worden und teils asymptomatisch infiziert, teils aber auch erkrankt waren, obwohl sie entweder bereits die erste Impfung oder sogar beide Impfungen bekommen hatten. „Basierend auf dem Bild in der Gesamtbevölkerung hätten wir erwartet, einen Fall einer Infektion mit der südafrikanischen Variante zu finden, aber wir sahen acht“, zitiert die „Times of Israel“ die Studienleiterin Adi Stern: „Dieses Ergebnis machte mich nicht glücklich.“ Im Vergleich mit dem originalen Virusstamm und der britischen Variante sei die südafrikanische Variante dazu in der Lage, den Impfschutz zu durchbrechen.”
    https://www.suedtirolnews.it/chronik/corona-studie-aus-israel-mit-beunruhigendem-ergebnis
    Und mit dieser vernichtenden Expertise zogen die norwegischen Behörden AstraZeneca komplett aus dem Verkehr (und verkloppen ihre Bestände mittlerweile an EU und andere Abnehmer):
    “the risk of dying after vaccination with the AstraZeneca vaccine would be higher than the risk of dying from the disease, particularly for younger people”
    Norwegian Institute of Public Health’s recommendation about AstraZeneca vaccine:
    https://www.fhi.no/en/news/2021/astrazeneca-vaccine-removed-from-coronavirus-immunisation-programme-in-norw/
    Und fast zeitgleich wurden in Hamburgs sog. “Astra-Tage” eingeläutet inkl. Gratis-Kaffeefahrten für Gebrechliche und “körperlich beeinträchtigte Menschen” aller Altersstufen ins “Impfzentrum”.

  73. @Neoprene
    Danke, ich hab das jetzt repariert.
    Bei den Kommentaren klappt das mit dem Reintun von Bildern nicht so leicht.
    Das unterste Wort hab ich vergessen zu übersetzen. Összesen heißt: Insgesamt.

  74. “Man bedenke, daß bei diesen Angaben (ich habe den Kasten wortwörtlich übersetzt) kein Zusammenhang zwischen Impfung, Erkrankung und Todesfall festgehalten wird und genaugenommen nicht einmal die Art der Erkrankung namentlich genannt wird.” Sind das nur Zahlen aus Ungarn? 175 Biontech/Pfizer sind eher unglaubwürdig, da man hierzulande überhaupt nichts von Toten mit diesem Wirkstoff hört. Irgend einem Staat müsste die Häufung der Toten doch mal aufgefallen sein.
    @Phineas: “dass die sehr spezialisierten Impfstoffe die natürlich vorhandene schwächere allg. Immunität gegen Coronaviren verdrängt und durch eine sehr spezifische (aber stärkere) Immunität gegen nur wenige Varianten ablöst, so dass Geimpfte dann gegenüber neuen Varianten sehr viel mehr gefährdet sind als Ungeimpfte.” Woher ist denn diese Theorie, dass eine Immunität die andere verdrängt?
    “Dazu:„Laut der Studie der Universität Tel Aviv und der Clalit Healthcare Organisation – der größten Krankenkasse in Israel – haben sich Geimpfte achtmal so häufig wie Ungeimpfte mit der südafrikanischen Variante angesteckt.” Das habe ich doch schon ausführlich widerlegt. Warum liest du das denn nicht. In dieser Studie wurden n u r Infizierte untersucht. Es ging also gar nicht, um einen Vergleich von Geimpften und Ungeimpften oder darum wer einen besseren Schutz gegen Corona hat, sondern es geht um Impf-Durchbrüche. Das heißt bei dem Geimpften bleiben 90% gesund und 10% infizieren sich. Soweit ganz normal alles erwartbar bei einer Wirksamkeit von 90%. Von diesen 10% Infizierten Geimpften gab es von 400 untersuchten Fällen 8 Fälle die sich mit der Südafrika Variante angesteckt haben. Während sich bei den 400 Ungeimpften nur einer mit Südafrika angesteckt hatte. Der ganze Rest hatte sich mit der britischen Variante angesteckt.
    Daraus machst du dass geimpfte sich 8 mal leichter als Ungeimpfte an der Südafrika Variante anstecken. Das ist natürlich Quatsch. 8 von 400 sind 2% und weil Geimpfte einen 90% Schutz haben (es wurden ja nur Infizierte untersucht) haben Geimpfte also eine Wahrscheinlichkeit von 0,2% an Südafrika zu erkranken. Ungeimpfte haben keinen Schutz 1 von 400 sind 0,25%. Also haben Ungeimpfte sogar ein leicht höheres Risiko an Südafrika zu erkranken. Und das gilt nur für die Südafrikavariante.
    Rechnen wir das Ganze mit der britischen durch. Geimpfte infizieren sich mit 99,8% an der britischen. Bei einem 90% Schutz haben sie eine Wahrscheinlichkeit von 9,98% an der britischen zu erkranken. Ungeimpfte sind ungeschützt. Sie haben also eine Wahrscheinlichkeit von 100%-O,25% also eine Wahrscheinlichkeit von 99,75% an der britischen zu Erkranken.
    Merkst du wie absurd die Aussage ist Geimpfte würden sich 8mal leichter an der Südafrikanischen Variante anstecken als Ungeimpfte. Dazu kommt, dass noch keine 14 Tage nach der zweiten Impfung verstrichen waren also der Impfschutz noch nicht komplett ausgeprägt war.

  75. “Und mit dieser vernichtenden Expertise zogen die norwegischen Behörden AstraZeneca komplett aus dem Verkehr (und verkloppen ihre Bestände mittlerweile an EU und andere Abnehmer):”
    Aha, die norwegischen Behörden ziehen also AstraZeneca aus dem Verkehr, weil ein Studie in Israel mit Biontech/Pfizer geimpften und Infizierten bei der Südafrikavariante leichte Verschiebungen zeigt?
    Und den ersten Halbsatz hast du auch weggelassen:
    “Since there are few people who die from COVID-19 in Norway, the risk of dying after vaccination with the AstraZeneca vaccine would be higher than the risk of dying from the disease, particularly for younger people,” says Bukholm.
    Norwegen hat 736 Tote bis jetzt bei 5,3 Millionen Einwohner.
    Ich bezweifel zwar, dass AstraZeneca 736 Tote verursachen würde, aber es gibt ja Impfstoff-Alternativen. Also braucht man das Risiko dort gar nicht eingehen. Mit Impfdurchbrüchen in Israel hat das jedenfalls nicht die Bohne zu tun.

  76. “Mit Impfdurchbrüchen in Israel hat das jedenfalls nicht die Bohne zu tun.”
    Hat es nicht, steht da auch nicht.
    Schon geimpft?

  77. “Im Vergleich mit dem originalen Virusstamm und der britischen Variante sei die südafrikanische Variante dazu in der Lage, den Impfschutz zu durchbrechen.“ (von Phineas zitiert, s.o.)
    Dass igendwelche südafrikanischen oder indischen Varianten nicht mehr genau auf das Spektrum des bisherigen Impfstoffs passen, bzw. umgekehrt, mag ja auch mal sein. https://www.berliner-zeitung.de/news/suedafrika-mutation-kann-offenbar-biontech-impfstoff-durchbrechen-li.151999
    Angesichts der wenigen dokumentierten Fälle handelt es sich aber bisher um Spökenkiekerei.
    Und auch z.B. das Grippevirus verändert sich permanent, und die entsprechende Impfung dagegen muss daher jährlich neu angepasst werden. Mag also sein, dass Impfungen gegen Corona-Viren demnächst immer mal wieder angepasst bzw. erneuert werden müssen. Die These, durch Impfung würde die ansonsten viel bessere Immunreaktion des Körpers zerstört, hat Kehrer bereits zuückgewiesen.
    So what?

  78. Falsch gerechnet: “Rechnen wir das Ganze mit der britischen durch. Geimpfte infizieren sich mit 99,8% an der britischen. Bei einem 90% Schutz haben sie eine Wahrscheinlichkeit von 9,98% an der britischen zu erkranken.” 100%-2% macht 98%. Bei einem 90% Schutz würden sich also 9,8% und nicht 9,98% an der britischen Variante erkranken. Am Prinzip ändert sich nichts und einen großen Unterschied machen die 0,18% auch nicht. Korrigieren wollte ich es trotzdem.

  79. Wer unbedingt “geimpft” werden will soll es doch machen, verdammt noch mal, von mir aus auch bei einem Virus, das bei mehr als 99% der Weltbevölkerung symptomlos/unbemerkt und ohne schwere Erkrankungen verbleibt und wieder verschwindet und bei ungefähr 0,1% tödlich verlaufen kann. Bei einer Grippe wurden bisher ja auch keine globalen Impfzwangsveranstaltungen durchgeführt. Man muss schon korrupt/bezahlt, wie höchstwahrscheinlich “Die Linke”, “GSP” oder “Junge Welt” sein oder aber maßlos, na ich sags jetzt nicht, diesen geplanten Zwangsdauerimpfirrsinn das Wort zu reden. So ein Schwachsinn macht mich fassungslos.
    https://www.n-tv.de/wissen/Kreuzimmunitaet-durch-Corona-Vorinfektion-article22516575.html

  80. “bei einem Virus, das mehr als 99% der Weltbevölkerung symptomlos/unbemerkt und ohne schwere Erkrankungen verbleibt”
    Hast du für die Staaten, wo die Pandemie schon durch ist, belastbare Zahlen zu deiner Behauptung? Indien z.B., hat jetzt schon mehr als 1 % Infektionen in den Büchern, wobei bisher von den Infizierten auch wieder 1 % gestorben sind, aber dort ist die Pandemie ja offensichtlich auch noch lange nicht durch.

  81. Warst Du schon mal in indischen “Krankenhäusern”? Wüste Orte, die selbst ein Großteil der Bevölkerung, egal wie es ihnen geht, niemals in ihren Leben von innen sehen werden.

  82. Indien scheint mir ein typischer Staat für deine 99 % der Weltbevölkerung zu sein, oder geht es dir nur um die handvoll Staaten, die Krankenhäuser ohne Anführungsstriche haben?

  83. Neoprene hat schon recht, die Zahlen von Phineas erscheinen mir aus der Luft gegriffen – noch dazu, wo die Corona-Pandemie noch keinesfalls zu Ende ist, es also noch gar keine endgültige Bilanz geben kann.
    Ich dachte ja auch schon einmal, der Spuk ist vorbei, und die WHO auch, und jetzt hat das kleine Virus noch einmal einen ordentlichen Anlauf genommen.

  84. Johnson&Johnson liefert nicht wie versprochen, obwohl der Impfstoff in der EU produziert wird und er in den USA auf Halde liegt. Astra Zeneca liefert auch weniger.
    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/johnson-und-johnson-kuerzt-lieferungen-fuer-deutschland-a-0ed3f558-b6b6-4c8e-9271-a8eb1cfc53b0
    Trotzdem wird am Ende des Artikels damit angegeben, wieviel eigentlich bald geliefert werden soll.
    “Demnach müsste Deutschland dieser Tage mit AstraZeneca (AZ) überschwemmt werden: konkret mit einer Charge von mehr als 2,5 Millionen Dosen. Denn schon laut der ursprünglichen, vor den Kürzungen erstellten Lieferprognose des BMG sollten diese Woche über 2,1 Millionen Dosen kommen. Plus die 400.000 Dosen Ausgleich.”
    Hätte, Hätte Fahrradkette. Die Hoffnung des BMG stirbt zuletzt. In der Zwischenzeit begnügt man sich dort mit “müsste” eigentlich.

  85. Die Spanische Grippe hat ihre meisten Opfer in Indien gehabt.
    „In Indien war die Letalitätsrate mit geschätzten fünf Toten je hundert Erkrankten besonders hoch. Die Anzahl der Toten in Indien wurde mit bis zu 20 Millionen Menschen geschätzt.“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Spanische_Grippe#Verbreitung
    Indien ist mit seinen Riesen-Metropolen, seinen unerfreulichen Lebensumständen für breite Massen und seinem Gesundheitswesen, das von vielen Indern gar nie betreten wird, natürlich ein ideales Verbreitungsgebiet für das Coronavirus.
    Es kommt aber auch eine Regierung dazu, die die Bevölkerung sowieso nur als Melkkuh für die Größe Indiens sieht, für absurde Geldexperimente mißbraucht, in Grenzkonflikte mit China hetzt, und ähnlich wie die brasilianische Führung meint, sie hätten ohnehin zu viel Bevölkerung.
    Es wundert mich, ehrlich gesagt, daß es Indien erst jetzt so richtig losgeht.
    Katalysator dürften irgendwelche religiösen Feste gewesen sein, wo alle Sicherheitsmaßnahmen ad acta gelegt worden waren.

  86. Von Ivermectin höre ich zum ersten Mal.
    https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ivermectin-bei-covid-19-nur-in-klinischen-studien-124791/
    “Die WHO-Experten stellten fest, dass die Evidenz von »sehr geringer Sicherheit« sei, ob Ivermectin die Mortalität senkt oder die Notwendigkeit einer mechanischen Beatmung, die Notwendigkeit einer Krankenhauseinweisung und die Zeit bis zur klinischen Verbesserung bei Covid-19-Patienten reduziert. Dies liege an den jeweils kleinen Patientenzahlen, methodischen Limitationen und den insgesamt nur in geringem Ausmaß aufgetretenen klinischen Ereignissen. Kurz: Die bislang vorhandene Evidenz reicht nicht für eine klare therapeutische Empfehlung aus. Zum jetzigen Zeitpunkt spricht sich die WHO daher dafür aus, Ivermectin nur in klinischen Studien einzusetzen; dies gelte für alle Schweregrade von Covid-19. Das deckt sich mit der aktuellen Empfehlung der deutschen S3-Leitlinie zur Therapie stationär aufgenommener Covid-19-Patienten.”
    Die Studien reichen also für eine Empfehlung nicht aus, was nicht heißt, dass es gar nicht wirkt. Vielleicht wird daraus noch was.

  87. “Die bislang vorhandene Evidenz reicht nicht für eine klare therapeutische Empfehlung aus.”
    Aber für die aktuellen “Impfstoffe” allemal.
    Setzte man dieselben strengen Maßstäbe an alle praktisch ungetesteten und ausschließlich auf Grund von Notverordnungen zugelassenen “Impfstoffe”, dürften diese ebenso nur in klinischen Studien eingesetzt werden.

  88. Mit den Phase 3 Studien bei den Impfungen kann man die Studien die es für Ivermectin gibt nicht vergleichen. Schau mal hier die Patientenzahlen an. https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2021/01/11/ivermectin-gluehende-verfechter-und-rationale-skeptiker/chapter:3
    Auf Seite 1 des Artikels steht: “Zwölf der 24 begutachteten Studien mit knapp 4.000 Patienten wurden bereits in Journalen mit Peer-Review veröffentlicht, der Rest auf pre-Print-Servern.” 4000:12 Das ist schon sehr viel weniger als die 40 000 bei Impfstoffen. Wenn die WHO was empfiehlt, dann muss das schon zweifelsfrei richtig sein. Und dafür ist es noch zu früh.
    Verwunderlich ist doch eher, dass bei einem so vielversprechenden Medikament, keine Umfangreicheren Studien finanziert werden. Das Medikament soll ja angeblich nicht mal teuer sein.
    Bei Maibritt Illner war heute zu Gast:
    Jan Josef Liefers, Mai Thi Nguyen-Kim, Wolfgang Kubicki
    Peter Tschentscher (SPD), Boris Palmer
    Es ging z.T. um allesdichtmachen. Das war schon ziemlich übel. Auch die Moderatorin hat sich schwer angegriffen gefühlt. Dabei bestätigen Sie alle mit ihrer Reaktion den Vorwurf der die Aktion ihnen gemacht hat. Kritik an Coronamaßnahmen wird medial denunziert und fertiggemacht.
    Auf der Seite vom ZDF zur Talkrunde steht z.B.:

    “Zahlreiche andere Prominente haben die Aktion kritisiert, zum Teil sehr deutlich. Elyas M’Barek etwa kommentierte das Video von „Babylon Berlin”-Hauptdarsteller Volker Bruch mit den Worten: „Come on, das ist doch Blödsinn.” „Tatort”-Kommissar Hans-Jochen Wagner fragte Liefers: „Das kann doch nicht dein Ernst sein?” Die „Tatort”-Darsteller Nora Tschirner – „unfuckingfassbar” – und Christian Ulmen – „heute bisschen für Kollegen schämen” – zeigten sich ähnlich entsetzt. Der ehemalige Moderator und Notfallsanitäter Tobias Schlegel twitterte: „Die Schauspieler*innen von #allesdichtmachen können sich ihre Ironie gerne mal tief ins Beatmungsgerät schieben.”

    Nicht ein Argument, nur Schlammschlacht. Vielleicht schreib ich noch was morgen.
    https://www.zdf.de/politik/maybrit-illner/freiheit-solidaritaet-widerspruch-spaltet-corona-das-land-maybrit-illner-vom-29-april-2021-100.html

  89. “Wenn die WHO was empfiehlt, dann muss das schon zweifelsfrei richtig sein.”
    Diese Feststellung bestürzt mich, ehrlich und ohne Polemik.

  90. Du meinst die denken von sich, sie seien die Clowns der Pharmamafia oder sie seien dazu da der Welt ungeprüft schlechte, schädliche Medikamente zu empfehlen und WHO heißt eigentlich Welt Herrschafts Organisation? Dann verstehe ich, dass dich das bestürzt.

  91. Daß die WHO langsam zu einem Clown nicht nur der Pharmamafia, sondern auch der auf Impfung als Allheilmittel setzenden Regierungen geworden ist, sehe ich auch so.
    Jetzt, wo ich euren Dialog zu dem Ivermectin lese, fällt mir ein, daß voriges Frühjahr ungefähr gleich intensiv nach Medikamenten zur Behandlung von Covid geforscht wurde wie nach einer Impfung dagegen.
    Inzwischen ist dieses Thema weg vom Fenster, und alles dreht sich ums Impfen.
    Was da wohl geschehen ist?

  92. “Daß die WHO langsam zu einem Clown nicht nur der Pharmamafia, sondern auch der auf Impfung als Allheilmittel setzenden Regierungen geworden ist, sehe ich auch so.” Dafür kannst du sicher Beispiele nennen. Wahrscheinlich genauso wie du belegen kannst, Regierungen würden das Impfen als “Allheilmittel” betrachten. Nochmal: Allheilmittel? Ist das dein Ernst? Impfen als Heilmittel für alle Leiden.
    “Jetzt, wo ich euren Dialog zu dem Ivermectin lese, fällt mir ein, daß voriges Frühjahr ungefähr gleich intensiv nach Medikamenten zur Behandlung von Covid geforscht wurde wie nach einer Impfung dagegen.” Im Januar oder wann? Nein auch das stimmt nicht, oder meinst du das ironisch? Nach Medikamenten wurde überhaupt nicht gleich intensiv geforscht, sondern sehr, sehr viel weniger. Und vor allem wurde die Forschung nach Medikamenten in nicht nennenswertem Umfang staatlich unterstützt auch im Vergleich mit der Forschung nach Impfstoffen.
    I c h kann übrigens auch belegen, was ich schreibe. Für diese Recherche habe ich 10 Sekunden benötigt. Soviel Zeit wie es braucht “öffentliche Gelder für Corona Medikamente” in die Suchmaske bei Google zu tippen.
    https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/50-millionen-euro-fuer-medikamente-gegen-covid-19-1834510
    50 Millionen? Während allein an Curevac und Pfizer ca. 600 Millionen geflossen sind. https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/themenseite-forschung/corona-impfstoff-1787044
    https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/corona-impfstoff-warum-die-foerderung-der-impfstoff-produktion-durch-den-bund-fragen-aufwirft/26820674.html
    Das Verhältnis ist 50 Millionen für 19 Medikamentenprojekte und 750 Millionen für drei Impfstoffe. “Drei Unternehmen erhielten Gelder aus dem Programm: Biontech bekam 375 Millionen, Curevac 252 Millionen und IDT Biologika 114 Millionen Euro.”
    https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/corona-impfstoff-bund-foerderung-100.html
    https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/coronavirus/corona-therapie-foerderung

  93. Gute Frage. Die kurze Antwort ist, weil Medikamente die Krankheit nicht verhindern, sondern “bloß” dafür sorgen, dass man sie übersteht. (Auch eine schöne Auskunft, wie sehr es um den Schutz von Menschenleben geht, die jeder Virologe, Epidemiologe, Politiker immer als Höchstwert, wenn es drum geht Maßnahmen durchzusetzen) Die pandemische Ausbreitung und damit die Auswirkungen auf die Wirtschaft kann damit nicht aufgehalten werden. Sie hilft aus staatlicher Perspektive halt “nur” dem Individuum.

  94. Sicherlich ist der Hauptgrund, “Die pandemische Ausbreitung und damit die Auswirkungen auf die Wirtschaft kann damit nicht aufgehalten werden.” Aber wie bei allen Krankheiten, die eine Gesellschaft nicht loswird, ist es doch von Interesse für den Staat, daß seine Werktätigen möglichst schnell wieder arbeiten können, wenn es sie erwischt hat. Was bei Covid bekanntlich saulange dauern kann. Und trotzdem ist es dem Staat keinen Pfifferling wert, die Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern? Warum ist das vernünftig für einen reichen kapitalistischen Staat, der ja sonst für allen möglichen Luxus sehr wohl Geld übrig hat?

  95. Der Staat fördert die Erforschung von Medikamenten ja auch nicht überhaupt nicht, sondern nur in geringerem Umfang.
    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/123019/Bundesregierung-foerdert-acht-Forschungsprojekte-fuer-Coronamedikamente
    “Die Ministerin unterstrich die Bedeutung der Medikamentenforschung bei der Pandemiebekämpfung. Die Arzneimittel würden auch benötigt, wenn ein Großteil der Menschen geimpft sei. „Denn wir müssen da­von ausgehen, dass das Virus uns weiter begleiten wird.“ Zudem könne oder wolle nicht jeder und jede geimpft werden und nicht bei allen Geimpften werde ein vollständiger Schutz vor Erkrankungen erreicht.” Klingt irgendwie so: Ja prinzipiell erkennen wir die Wichtigkeit von Medikamenten gegen Covid 19 an. Das “aber” hängt dann in der Luft und wird nicht ausgesprochen.
    “Die verschiedenen beschlossenen und angekündigten Förderprogramme seien zwar erfreulich. „Offenbar ist aber die Bundesregierung weiterhin nicht gewillt, den entschiedenen Willen aufzubringen, um die nationalen Therapieansätze gegen COVID-19 tatkräftiger zu unterstützen“, beklagte Joachimsen. Es sei unverständlich, dass das Forschungsministerium „viel zu wenige Mittel für die im Grunde genommen guten Förderprogramme erhält“. ”
    Der Herr Joachimsen konstatiert ja so ungefähr das selbe wie du. Auch für die Therapie zu Hause gibt es soviel ich weiß kein einziges spezifisches Coronamedikament. Ivermectin wäre ja was für milde Fälle in der Frühphase der Krankheit. Ist aber halt ein Mittel gegen Parasiten. Vielleicht liegen da irgendwelche Patente drauf und deshalb will niemand größere Studien finanzieren. Ich weiß es nicht.
    Einen ausführlichen Überblick über die Entwicklung von Medikamenten gegen Covid19 gibt es hier: https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/therapeutische-medikamente-gegen-die-coronavirusinfektion-covid-19
    Hab ich schonmal gepostet. Doppelt hält besser.

  96. Zu Chiles Corona-Performance – vgl. http://NestorMachno.blogsport.de/2020/12/30/imperialismus-heute-fortsetzung-30-12/#comment-42739 – habe ich gefunden, dass a) möglicherweise der dort zu 9/10 verimpfte chinesische Impfstoff nicht ausreichend wirksam gewesen sei, hattest du ja auch erläutert,
    b) kombiniert damit, dass so etwas wie das Befolgen von AHA-Regeln verpönt gewesen sei, denn als Latino-Impfweltmeister sei man doch sowieso auf der sicheren Seite. Dass die Leute beherzigen, was von oben gepredigt wird, dürfte nicht nur in der Tschechischen Republik ohne Überzeugtheit der Leute eben nicht funktionieren.
    https://www.dw.com/de/chile-hat-die-impfkampagne-die-corona-krise-versch%C3%A4rft/a-57206900
    Verbreitet war anscheinend jetzt im dortigen Sommer ausgerechnet ein Billigurlaub in Brasilien ….
    https://www.spiegel.de/politik/ausland/coronakrise-in-chile-trotz-erfolgreicher-impfkampagne-a-0ae440d3-ac24-4b15-a5c2-886f8c39d2ff
    c) Es ist nirgends von “sozialen Gründen” in Chile die Rede (das wird in der BRD gerade allenthalben besprochen, dass wegen prekärer Arbeits- und Wohnverhältnisse gerade bei armen Leuten, oft Migranten, das Virus gehäuft auftritt.) Und die Verhaltensparolen der Obrigkeit dürften dort ähnlich wenig Gehör bzw. Befolgung finden wie hierzulande in den Trabantensiedlungen am Rande der westdeutschen Großstädte.
    d) Angeblich zweifeln chinesische Behörden ihren eigenen Impfstoff an – was immer das nun meint?
    https://www.tagesschau.de/ausland/asien/china-wirksamkeit-impfstoff-101.html
    [Der andere Krams betr. Chile, – Verfassung, Generalstreik etc… – das passt nicht in diesen Thread hier ….]

  97. Mir fällt dazu nur ein, daß mit der Abwesenheit von Behandlungsmäglichkeiten und den schaurigen Geschichten von Leuten, die unter Long Covid leiden, die Hammelherde in Richtung Impfung getrieben werden soll.
    Von der Impfung versprechen sich die Regierungen mehr als sie halten kann bzw. sie rechnen sich von der Impfrate einen Konkurrenzvorteil aus. Als eine Art Wettrennen: Wer eher seine Bevölkerung impft, ist den anderen voraus und kann dann aus dem Vollen schöpfen.
    Demgegenüber sind Länder wie Schweden, die bisher viel weniger zugesperrt haben, oder Ungarn, das trotz sehr schlechter Corona-Lage alles wieder aufsperrt, ärgerliche Spielverderber.

  98. Professor Didier Raoult:
    “Beim Impfstoff von Pfizer gibt es 70 % Nebenwirkungen, das haben wir noch nie bei einem Impfstoff gesehen! ”
    https://www.entreprendre.fr/professeur-didier-raoult-il-existe-70-deffets-secondaires-avec-le-vaccin-pfizer-on-navait-jamais-vu-ca-avec-un-vaccin/
    https://www.youtube.com/channel/UCFaPzuoXcACu7jplePDfXmA
    Direktor des IHU Méditerranée Infection, analysiert die neuesten Studien zur Impfung gegen Covid. Ihm zufolge ist der Impfstoff weit davon entfernt, seine Wirksamkeit bei der Verhinderung der Verbreitung des Virus bewiesen zu haben.
    Wie lauten die neuesten Daten zur Impfung?
    Wir fangen an, einige Daten zu erhalten. Es gibt eine sehr interessante Studie, die veröffentlicht wurde und die auf sehr ehrliche Weise die Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffs in England gegen die englische Mutante analysiert, die diejenige ist, die am meisten zirkuliert und die 85 bis 90 % der Fälle hier darstellt. Diese Studie zeigt, dass der Impfstoff von AstraZeneca nicht so gut funktioniert, wie man erwarten könnte.
    Es ist nicht überraschend: Wenn man nur ein Protein des Virus nimmt, das im März/April 2020 da war, um einen Impfstoff mit diesem Protein zu kreieren, anstatt mit dem ganzen Virus, ist die Chance, dass man eine Mutation in diesem Protein hat, die gegen den Impfstoff resistent ist, ziemlich hoch.
    Wenn Sie das ganze Virus nehmen, ist es vielleicht weniger direktiv, vielleicht ist die Konzentration geringer, aber es gibt eine Chance, dass es immer noch eine gewisse Immunität gibt. Aber mit der getroffenen Wahl ist die Immunität sehr fragil, weil sie auf sehr wenigen Aminosäuren basiert.
    Es scheint, dass bei symptomatischen und dokumentierten Formen der Schutzgrad im besten Fall bei etwa 70 % liegt, und wenn wir über Menschen sprechen, die Träger sind oder die keine erklärten Symptome haben, dann ist die Schutzrate extrem niedrig.
    Bei der südafrikanischen und brasilianischen Variante funktioniert es extrem schlecht. Nun stellt sich die Frage: Was machen wir damit in der Praxis, um Menschen zu beraten? Also, ich wiederhole: Im Moment ist der Impfstoff nicht obligatorisch, es sind die Ärzte, die mit ihren Patienten diskutieren müssen, um ihnen zu sagen: Ich rate Ihnen oder ich rate Ihnen im Moment nicht, sich impfen zu lassen.
    Der wichtigste Punkt ist natürlich, wie immer zu verfahren, d.h. wie ist das Verhältnis zwischen Risiko und Nutzen?
    Wenn man Ihnen sagt, dass es kein Risiko gibt, ist das nicht wahr. Die Risiken dieses Impfstoffs werden allmählich bekannt, es gibt wirklich gefährliche Allergierisiken aufgrund der verwendeten Verbindung, Polyethylenglykol, mit Menschen, die einen anaphylaktischen Schock erleben, der tödlich sein kann, und Menschen, die eine Thrombose erleben. Die Zahlen, die wir haben, müssen also verfestigt werden, um zu wissen, wie viele Menschen potenziell tödliche Unfälle haben. Ist es 1 zu 100.000 oder 1 zu 10.000? Das sind Dinge, die wir wissen müssen, um zu sagen, das ist das Risiko, das Sie mit dem Impfstoff eingehen.
    Was ist nun das Risiko, das Sie eingehen, wenn Sie nicht geimpft sind? Nun, es ist eine Mischung aus dem Anteil der Menschen, die infiziert sind, und dem Anteil der Menschen, die infiziert sind und eine schwere Form haben. Um also schwere Formen zu vermeiden, ist dieser Impfstoff wahrscheinlich von Interesse. Wir müssen den Menschen die Möglichkeit geben, darüber nachzudenken. Danach, wenn man über 75 oder 80 Jahre alt ist, ist die Zahl der Kranken, die wahrscheinlich sterben werden, natürlich erheblich. Die Sterblichkeitsrate bei Menschen über 85 Jahren liegt bei über 20 %, daher ist der zu erwartende Nutzen in einer Zeit, in der das Virus bei Menschen über 80 Jahren zirkuliert, sehr gut.
    Und wenn es in dem großen Zeitalter des Terrors, in dem wir leben, die Menschen beruhigt, sich impfen zu lassen, dann sollten sie sich impfen lassen. Aber es gibt mehr Nachteile, als uns gesagt wird. Es gibt eine Studie, die gerade in Nature veröffentlicht wurde, die zeigt, dass es 70% Nebenwirkungen mit dem Pfizer-Impfstoff gibt. Das gibt es bei keinem anderen Impfstoff: Es ist zwei- bis dreimal so viel wie bei der Grippeimpfung. Es gibt auch einige fatale Auswirkungen. Ist es das Risiko wert? Sicherlich, wenn Sie in einer Hochrisikopopulation sind, aber wenn Sie in der Nicht-Risikopopulation sind, können Sie sich die Frage stellen, es liegt an Ihnen.
    Sie sprechen von einem Risikonutzen auf individueller Ebene. Lohnt es sich auf Gemeindeebene, sich zu impfen, um andere nicht anzustecken?
    Bislang wurde nur eine Studie von AstraZeneca durchgeführt. Diese Daten erlauben es uns nicht zu sagen, dass wir mit dem Impfstoff die Zirkulation des Virus in England kontrollieren werden. Der Schweregrad von Infektionen würde durch die Impfung sinken. Was eine Verringerung der Zirkulation des Virus betrifft, so bin ich von dem, was diese Arbeit zeigt, nicht überzeugt. Das Ziel dieses Impfstoffs ist so eng gefasst, dass es sehr einfach sein wird, neue Varianten zu entwickeln, die den von diesem Impfstoff erzeugten Antikörpern widerstehen. Also noch einmal: Der Impfstoff ist nicht der Zauberstab, den wir uns erhofft haben, um die Verbreitung dieses Virus und seiner Varianten zu verhindern.
    Ich denke, wir müssen zum Konzept dessen zurückkehren, was eine Krankheit ist. Wir müssen sicherlich die Krankenhausbetten in diesem Land erweitern, um mit der Tatsache fertig zu werden, dass wir eine Hyperoxygenierung durchführen und eine Überwachung haben müssen, um die Menschen zu beobachten. Wir müssen eine sehr aktive und effektive, zielgerichtete Politik betreiben, denn wir müssen aufpassen, dass wir nicht alle sechs Monate den Mond versprechen, weil sonst die Glaubwürdigkeit von uns allen untergraben wird. Wir müssen die Glaubwürdigkeit bei der Bevölkerung aufrechterhalten, wenn wir effektive Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit durchführen wollen.
    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

  99. Professor Didier Raoult behauptet: “Es gibt eine Studie, die gerade in Nature veröffentlicht wurde, die zeigt, dass es 70% Nebenwirkungen mit dem Pfizer-Impfstoff gibt.”
    Ich habe bei nature dazu nichts gefunden (und der Artikel hat zwar daraus eine fette Überschrift gemacht, aber selbstverständlich keine Fundstelle angegeben).
    Wo ist das also her?

  100. Na ja, diese Übersetzung – und auch das Original – werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten.
    Sehr bedrohlich klingt der Satz:
    „Im Moment ist der Impfstoff nicht obligatorisch“ – im Moment!!
    Man kann ihm entnehmen, daß es Leute gibt, für die Impfen sinnvoll ist. Dagegen sagt ja auch kein halbwegs vernünftiger Mensch etwas. Das Verrückte ist die Rede von der „Durchimpfung“ und der „Impfquote“ und dergleichen.
    Noch dazu, wo ich dem obigen Artikel – wieder einmal – entnehme, daß die Impfung nicht vor Übertragung schützt.

  101. Ja, es gab von Anfang an Verfechter einer Impfpflicht. Und, Überraschung, die gibt es heute immer noch.
    Ja, von Anfang an spukt der Begriff der zu erreichenden Herdenimmunität durch die Medien. (Jetzt, wo klar ist, daß die wohl nur in wenigen Staaten erreicht werden wird und in den größeren schon mal nicht und deshalb weltweit mit Sicherheit eben nicht, ist das etwas abgeklungen.)
    Ja, auch jetzt kommen (ab und an) Meldungen, das Impfungen keinen 100%igen Schutz bieten. Auch das ist bei Coronaviren ja etwas, was von Anfang an zu erwarten gewesen ist, alles andere wäre ein medizinischen Wunder.

  102. @Neoprene
    Keinen 100%-igen Schutz – da waren wir schon das kann man einmal abhaken.
    Aber nur einen Schutz vor schwereren Verläufen, keinen Schutz vor Erkrankung, wahrscheinlich keinen Schutz vor Übertragung an andere, also Infektiosität, und jede Menge Nebenwirkungen – das ist wohl etwas anderes als „keinen 100%-igen Schutz“.

  103. Warum übertreibst du wieder mal so maßlos?
    “wahrscheinlich keinen Schutz vor Übertragung an andere”
    Natürlich verringert sich durchs Impfen auch die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung anderer zum Beispiel im gemeinsamen Haushalt Wohnenden. Dazu gab es doch schon Studien. Daß sowas 100ig wäre, wäre zwar schön, gibt es aber wieder mal nicht.

  104. Indien verhängt Exportstopp für Impfstoffe. Alarmierende Folgen für andere Länder in der Region
    Von Jörg Kronauer
    Die dramatische Eskalation der Covid-19-Pandemie in Indien hat in einer Art Dominoeffekt eine ganze Reihe weiterer Länder in akute Schwierigkeiten gestürzt. Der Grund: Die Regierung in Neu-Delhi hat den Export von Impfstoffen untersagt, denn sie werden nun im eigenen Land dringend benötigt. Damit fehlen sie andernorts.
    Noch vor einigen Wochen gehörte Indien zu den wenigen großen Impfstoffexporteuren. Das war möglich, weil es in dem Land bedeutende Pharmaunternehmen gibt, die in der Lage sind, Vakzine im großen Stil zu produzieren. An erster Stelle steht der größte Impfstoffabrikant der Welt, das Serum Institute of India aus Pune im westindischen Bundesstaat Maharashtra, das das Vakzin von Astra-Zeneca in Lizenz herstellt: Anders als etwa Biontech und Pfizer verkauft Astra-Zeneca das Mittel nicht nur ohne Profit, sondern hat auch Firmen in anderen Ländern die Erlaubnis zu seiner Produktion erteilt, um den Ausstoß zu maximieren.
    Die Regierung in Neu-Delhi hat sich dies schon früh zunutze gemacht. Sie kämpft seit geraumer Zeit gegen den wachsenden Einfluss Chinas in Indiens Nachbarländern an, unter anderem in Nepal, Sri Lanka und Bangladesch. Bangladesch bietet ein plastisches Beispiel. Beijing fördert dort im Rahmen der Neuen Seidenstraße den Ausbau der Infrastruktur und stärkt Handel und Investitionen; im vergangenen Jahr plante der chinesische Konzern Sinovac zudem die Lieferung von Covid-19-Vakzinen. Als es im Herbst 2020 Streit zwischen der Regierung in Dhaka und Sinovac über die Finanzierung von Impfstofftests gab, war Neu-Delhi zur Stelle und bot Bangladesch die Belieferung durch das Serum Institute of India an. Der Deal kam schon im November zustande, und Sinovac war aus dem Geschäft. Indiens Hindu-Nationalisten bejubelten dies als Sieg über China.
    Neu-Delhis Exportstopp hat Dhaka nun allerdings in eine verzweifelte Lage gebracht. Bislang hat Bangladesch 10,2 Millionen Impfdosen erhalten, 3,2 Millionen davon als Spende. 5,8 Millionen Menschen haben eine erste Spritze erhalten, 2,8 Millionen auch die zweite; und obwohl die Regierung schon vor rund einer Woche die Verimpfung von Erstdosen gestoppt hat, reichen die verbliebenen 1,6 Millionen Dosen nicht einmal aus, um wenigstens allen Erstgeimpften auch die notwendige zweite Spritze zu verabreichen. Nebenbei: In Bangladesch leben um die 170 Millionen Menschen; mit 10,2 Millionen Dosen kommt man da ohnehin nicht weit. Die Regierung in Dhaka, vom in Not geratenen Indien fallengelassen, sucht händeringend nach Ersatz.
    In der vergangenen Woche haben nun Russland und China Hilfe zugesagt: Bangladesch hofft auf eine kurzfristige Lieferung von einer halben Million Dosen aus der Volksrepublik und auf vier Millionen Dosen Sputnik V. Das russische Vakzin und dasjenige von Sinopharm sind vergangene Woche in Dhaka offiziell zugelassen worden; beide sollen, auch dies wurde kurzfristig vereinbart, in Zukunft in Bangladesch hergestellt werden. Zudem nimmt Bangladesch an einer neuen Initiative Chinas teil, die zunächst Covid-19-Hilfen inklusive Impfstofflieferungen organisieren soll; später sind gemeinsame Schritte zum Wirtschaftswiederaufbau nach der Krise geplant. Beteiligt sind zudem Sri Lanka, Nepal, Pakistan und Afghanistan; auch sie sollten ursprünglich – teilweise über die UNICEF-Impfkampagne Covax – Vakzine aus Indien erhalten.
    Jenseits der schrecklichen Dramatik für die betroffenen Menschen ist die Entwicklung nicht nur eine schwere Pleite für die ehrgeizigen Bestrebungen der Hindu-Nationalisten in Neu-Delhi, China in Südasien auszubooten, sondern auch für den Westen in seinem Machtkampf gegen Beijing. Gerade einmal eineinhalb Monate ist es her, dass die USA gemeinsam mit Australien, Japan und Indien auf ihrem »Quad«-Gipfel beschlossen, in Indien eine Milliarde Impfdosen zu produzieren und sie anschließend in Südostasien zu verteilen – mit dem erklärten Ziel, dort Beijing das Wasser abzugraben. Indiens Exportstopp könnte dies nun verhindern. Die Tragfähigkeit des westlichen Pakts mit Neu-Delhi steht damit in Frage.
    EMA leitet Prüfung von Sinovac-Vakzin ein
    Den Haag. Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat eine Prüfung des Coronaimpfstoffs des chinesischen Herstellers Sinovac eingeleitet. Zur Prüfung einer Zulassung des Vakzins »Corona-Vac« habe ein sogenanntes rollierendes Verfahren begonnen, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit. Die Entscheidung des Ausschusses für Humanmedizin beruhe auf »vorläufigen Ergebnissen von Laborstudien« sowie auf klinischen Studien. Anfang März hatte die EMA ein rollierendes Verfahren zur Zulassung des russischen Impfstoffs »Sputnik V« gestartet. (AFP/jW)

  105. So viel Hyperventilierenden Bullshit zusammenzuschreiben und das mittlerweile seit gut einen Jahr, kann nur der Preis dieser “marxistischen” Tageszeitung sein, vor der eigentlich sicheren Pleite keine Angst mehr haben zu müssen.
    Dazu passt dieser Screenshot eines Bloggers, am Ende dieses Beitrages.
    http://www.barth-engelbart.de/?p=228067

  106. Diese „rollierenden“ Verfahren scheinen Ende-Nie-Verfahren zu sein. Vielleicht werden die Ergebnisse auf Rollen so lange hin und her geschoben, bis sie verdampft sind. 😀
    Damit gibt die EU sozusagen zu Protokoll, daß diese Impfstoffe zwar zur Kenntnis genommen werden – mit Verärgerung –, in der EU aber nicht zum Einsatz kommen sollen.
    Der Kronauer-Artikel ist zwar informativ, aber teilweise in einem beschwörenden Tonfall abgefaßt:
    „verzweifelte Lage“
    „händeringend“
    „schrecklichen Dramatik“
    Ich nehme an, das meint
    @Phineas
    mit seiner ähnlich dramatischen Ausdrucksweise. 😀 🙂
    Daß es jetzt einen Impfstoff-Clash in Südostasien gibt, kann man doch wohl stehenlassen, oder?

  107. “@Neoprene
    Dazu gab es doch schon Studien.
    Na dann kann ja nichts mehr schiefgehen!”
    Willst du ernsthaft behaupten, daß die Impfung eines Haushaltsmitglieds keinerlei Einfluß hat auf die Anteckungshäufigkeit der anderen Mitbewohner?

  108. Keine Ahnung.
    Das Ansteckungsrisiko hängt in erster Linie damit zusammen, was das bewußte Haushaltsmitglied sonst treibt.
    Es ist auch sicher für ältere Leute oder bestimmte Risikogruppen empfehlenswert, sich impfen zu lassen, um ihr Sozialleben wieder auf die Reihe zu kriegen.
    Aber es wird schon Gründe haben, warum gerade im Medizinbereich die Impfskepsis besonders hoch ist.

  109. “es wird schon Gründe haben, warum gerade im Medizinbereich die Impfskepsis besonders hoch ist.”
    Ja, natürlich. Es ist nur die Frage, ob das gute oder blöde Gründe sind.
    Im übrigen könnte ich dir ja sonst mit der Retourkutsche kommen, daß es nur gute Gründe sein können, warum sich gerade medizinisches Personal bisher fast überall überwiegend hat impfen lassen.

  110. Also bei uns zumindest ist das mit dem „überwiegend“ nicht so. Noch.
    Es wird ja auch viel Druck gemacht, was ich so mitkriege.

  111. Pfizer profitiert von Corona-Impfstoff
    In den meisten Krisen gibt es Verlierer – und Gewinner. In der Corona-Krise gehört der US-Pharmakonzern zu den Gewinnern: Pfizer konnte seinen Umsatz um 45 Prozent steigern. Vor allem dank seines Corona-Impfstoffs.
    Im ersten Quartal des Jahres stieg der Umsatz des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent auf knapp 14,6 Milliarden Dollar. Pfizer verbuchte unter dem Strich einen Gewinn von knapp 4,9 Milliarden. Dollar. Der US-Konzern profitierte dabei in hohem Maße von dem gemeinsam mit der deutschen Biontech vermarkteten Corona-Impfstoff.
    Allein dieser Impfstoff mit dem Namen Comirnaty spülte Pfizer 3,5 Milliarden US-Dollar (rund 2,9 Mrd Euro) in die Kassen, wie das Unternehmen am Dienstag in New York mitteilte. Für das Gesamtjahr rechnet Pfizer mit Umsätzen in Höhe von 26 Milliarden Dollar durch den Impfstoff. Das geht von der Lieferung von 1,6 Milliarden Dosen Impfstoff aus.
    https://www.dw.com/de/pfizer-profitiert-von-corona-impfstoff/a-57425018

  112. Impfjunkies Forever:
    Deutsches Ärzteblatt
    Gesundheitsministerium bekommt weitere 3,8 Milliarden für Beschaffung von Coronaimpfstoff
    Auszug:
    „Es geht dabei um Impfstoff für die Jahre 2022 und 2023, also vor allem für Auffrischungsimpfungen und Impfungen gegen mutierte Coronaviren. Das geht aus einem Schreiben des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor. (…) Demnach zeichnen sich Vertragsabschlüsse der Europäischen Kommission ab, ‘um eine ausreichende Versorgung mit adäquaten Impfstoffen gegen COVID-19 auch für die kommenden Jahre sicherzustellen‘. (…) Außerdem stehe ein Vertrag kurz vor dem Abschluss, bei dem es auch um angepasste Impfstoffe für Kinder gehe. Deutschland müsse jetzt Zahlungsverpflichtungen eingehen, damit entsprechend viel Impfstoff bestellt werde.“
    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/123619/Ge%C2%ADsund%C2%ADheits%C2%ADmi%C2%ADnis%C2%ADterium-bekommt-weitere-3-8-Milliarden-fuer-Beschaffung-von-Coronaimpfstoff
    Dazu Paul Schreyer v. Multipolar:
    Damit ist die Katze ist aus dem Sack: Die Impfungen sollen fortan regelmäßig erfolgen. „Neue Normalität“ für immer – sämtliche bekannten und unbekannten Risiken und Nebenwirkungen inbegriffen. Kinder zu impfen ist dabei die letzte denkbare Eskalationsstufe und angesichts der vollkommen unerforschten Langzeitwirkungen eine Verantwortungslosigkeit unfassbarer Tragweite.

  113. Deutsche Pharmakonzerne gegen Patentfreigabe von Coronaimpfstoffe
    Berlin. Deutsche Pharmafirmen lehnen es ab, Impfstoffpatente vorübergehend freizugeben. »Zur Überwindung der Pandemie bringen Patentfreigaben gar nichts«, teilte der Verband Forschender Arzneimittelhersteller am Donnerstag mit. Niemand könne in weniger als sechs Monaten eine Produktion hochziehen. »Und im nächsten Jahr werden die jetzigen Hersteller schon nach heutigem Planungsstand mehr Impfstoffdosen produzieren, als die Weltbevölkerung benötigt«, sagte Verbandspräsident Han Steutel.
    Zuletzt hatte die US-Regierung vorgeschlagen, dass Pharmafirmen vorübergehend den Patentschutz auf ihre Coronaimpfstoffe verlieren. Hersteller in aller Welt könnten dann die Impfstoffe produzieren, ohne Lizenzgebühren an die Unternehmen zu zahlen, die die Mittel entwickelt haben.
    Ähnlich skeptisch wie der Verband reagierte am Donnerstag auch der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech. »Der Herstellungsprozess von mRNA ist ein komplexer Prozess, der über mehr als ein Jahrzehnt entwickelt wurde«, teilte das Unternehmen mit. Es brauche erfahrenes Personal und Rohmaterialien, die beschafft und für die Verwendung qualifiziert werden müssten. (dpa/jW)

  114. “»Der Herstellungsprozess von mRNA ist ein komplexer Prozess, der über mehr als ein Jahrzehnt entwickelt wurde«, teilte das Unternehmen mit.” Biontech hat vor der Pandemie noch überhaupt keine Impfstoffe entwickelt und produziert. Und wenn das so wäre, dass es so schwierig ist mRNA Impfstoffe zu entwickeln, dann gäbe es ja keinen Grund zu Sorge für Biontech. Aber offensichtlich fühlen sie sich auf die Zehen getreten und sobald einer sagt “Patentfreigabe” fangen sie an zu Jaulen.
    Das beste Argument ist ja immer die Befürchtung, dass wenn die Konkurrenz so groß wird, weil die Patente freigegeben sind, dann könnten keine Gewinne mehr gemacht werden und dann fehle der Anreiz zukünftig Impfstoff zu entwickeln. Als würde Pharmafirmen von sich aus Impfstoffe entwickeln. Ohne Zuschüsse und Subventionen durch die öffentliche Hand und Stiftungen läuft da gar nichts.
    Die meisten Impfstoffe wurden sowieso an Universitäten oder in Zusammenarbeit mir Universitäten entwickelt. Die Pharmafirmen greifen da sowieso Lizenzgebühren ab, die ihnen gar nicht zustehen, wenigsten teilweise nicht zustehen.

  115. Über die von Biden angekündigte angebliche oder tatsächliche Freigabe von COVID-Impfstoff-Patenten schreibt Kurt Stenger im “Freitag”:
    Die lange Bank der Patentfreigabe
    (…) Die staatliche Gesundheitsbehörde NIH ist wegen gemeinsamer Forschung mit dem Hersteller Moderna selbst im Besitz wichtiger Grundlagenpatente bei mRNA-Impfstoffen. Die Patente könnte man sofort freigeben, der Umweg über die WTO hingegen dauert. Dass man sich aber überhaupt bewegt, dürfte auch damit zusammenhängen, dass die weit fortgeschrittene Impfkampagne in den USA wegen der Vielzahl von Skeptikern stockt und Impfdosen im Überfluss vorhanden sind.
    Die Ungerechtigkeit bei der bisherigen Verteilung der Covid-Impfstoffe ist evident. 70 Prozent der bisherigen Bestellungen sollen in die Industriestaaten gehen. Die G7-Staaten werden laut Prognosen Ende des Sommers 2021 bereits überversorgt sein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisierte unlängst scharf, dass Afrika bisher einen Anteil von 2 Prozent an den Impfungen hatte – bei 16 Prozent der Weltbevölkerung. Auch wenn man berücksichtigt, dass der Kontinent weniger stark von Corona betroffen ist als andere Regionen, ist das ein eklatantes Missverhältnis.
    Doch bringt eine Patentfreigabe die weltweite Immunisierung im Globalen Süden überhaupt voran? Die Antwort lässt sich nicht pauschal geben und unterscheidet sich bei den verschiedenen Impfstoffarten. Bei den mRNA-Impfstoffen ist die Aussicht negativ. Der US-Hersteller Moderna hatte bereits im Oktober 2020 bekannt gegeben, die Patentrechte auf seinen Covid-19-Impfstoff nicht durchsetzen zu wollen. Dies hatte wohl vor allem Imagegründe, und bis heute hat niemand auf die Patente zugegriffen. Da es sich um ein völlig neues Herstellungsverfahren handelt, kann mit den Patenten – es dürfte sich je Vakzin um mehrere Hundert handeln – eigentlich niemand etwas anfangen. Auch für die großen Pharmakonzerne ist das Neuland, sie müssen als Juniorpartner von kleinen Biotechfirmen wie Moderna, Biontech oder Curevac erst mühsam angelernt werden. Bis ein einzelnes Werk für die Massenproduktion errichtet oder umgerüstet ist, dauert es viele Monate.
    Um bei mRNA-Impfstoffen die Produktion ausweiten zu können, braucht es vor allem Kooperationen. Große Konzerne haben Erfahrung mit Massenproduktion, und sie verfügen über ausreichend Kapital. Solche Kooperationen gibt es: Biontech etwa lässt von Pfizer produzieren, in China hat Fosun Pharma aus Shanghai die Kommerzialisierung übernommen. Also müsste es darum gehen, solche Lizenzkooperationen auszuweiten. Dies könnten Staaten finanziell unterstützen. Es gäbe für die Herstellerländer eine weitere Variante: »Das TRIPS-Abkommen würde es den Mitgliedstaaten erlauben, eine besondere Form der Zwangslizenz zu statuieren, damit Pharmazeutika ausschließlichen für den Zweck des Exports in jene am wenigsten entwickelte Länder hergestellt werden dürfen, die dazu nicht selbst in der Lage sind«, erläutert Reto Hilty, Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb.
    Für die Produktion müssten aber letztlich das gesamte Know-how und auch die Grundlagenpatente weitergegeben werden. Da es um ein neuartiges Verfahren geht, dem man große Zukunftsperspektiven auch bei anderen Krankheiten bescheinigt, werden weder die USA noch die EU dazu bereit sein. Deren Pharmaindustrien erklären seit Wochen, in diesem Falle würden Forschung und Innovation auch an Vakzinen gegen neue Sars-CoV-2-Mutanten kaum noch weitergeführt werden. Ob dies eine leere Drohung ist, lässt sich nicht beantworten. Aber die Lobby stößt damit auf offene Ohren.
    Eine Ausweitung der Produktion von mRNA-Impfstoffen würde aber auch an praktischen Problemen scheitern. Bei wichtigen Vorprodukten gibt es eine globale Knappheit. Für modifizierte Guanin-Nukleotide, die quasi als Kappe des Impfstoffmoleküls dienen, gibt es nur einen Hersteller, bei Lipid-Nanopartikeln, die die mRNA quasi verpacken und für einen besseren Transport in den Körperzellen sorgen, kaum mehr als eine Handvoll.
    Bei anderen Covid-19-Impfstoffarten sieht die Sache anders aus. Vektorimpfstoffe, bei denen harmlose Viren und ein Wirkverstärker die Immunreaktion auslösen, wurden schon während der Ebola-Epidemie produziert. Totimpfstoffe, bei denen inaktivierte Virusbestandteile verabreicht werden, sind schon länger im Einsatz, auch gegen Hepatitis B oder Influenza. »Bei den herkömmlichen Impfstoffen existieren die Lieferketten bereits«, erläutert Sebastian Ulbert vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie. »Die massenhafte Herstellung von Viren ist etwas, das in den letzten Jahrzehnten schon gut etabliert wurde. Jetzt geht es hier um die Herstellung dieser spezifischen Viren für die Sars-CoV-2-Impfstoffe.«
    Da technologische Kenntnisse in einigen Ländern ebenso vorhanden sind wie etwas Erfahrung mit der Produktion, könnte eine Patentfreigabe möglicherweise helfen. Nicht schnell, aber eventuell bis Ende 2021, vermuten Experten. Allerdings wird der Vektorimpfstoff von Astra-Zeneca bereits in allen Kontinenten außer Afrika hergestellt (Südafrika ist wegen unklarer Wirksamkeit gegen die dort grassierende Virusmutante skeptisch), große Mengen davon in Indien beim weltgrößten Impfstoffhersteller. Astra-Zeneca kritisiert bereits, dass Indien große Mengen hortet und nicht wie vereinbart an andere arme Staaten liefert. Der Subkontinent leidet aktuell unter einer gewaltigen Infektionswelle. Das Problem sind nicht Patente, denn man produziert zwei Vakzine, darunter einen selbst entwickelten, sondern zu geringe Produktionskapazitäten und eine kaum vorankommende Impfkampagne.
    Eine Patentfreigabe würde andere als Astra-Zeneca treffen: den US-Konzern Johnson & Johnson etwa sowie vor allem Produzenten in China und Russland. Beide Länder beliefern bereits in zahlreiche Staaten des Globalen Südens und nutzen dies zum Ärger der USA für außenpolitische Zwecke. Damit wäre es vorbei, würden Hersteller aus anderen Ländern selbst in die Produktion einsteigen. Ist der Kurswechsel der US-Regierung in der Patentfrage also auch ein geschickter außenpolitischer Schachzug?
    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1151704.impf-ungerechtigkeit-die-lange-bank-der-patentfreigabe.html

  116. Ob die dt. Regierung evtl. nationale bzw. technologische Zukunfts-Vorsprünge bei den Impfstoffen sich nicht will von den USA wegverhandeln lassen? Die Bundeskanzlerin meint jedenfalls ablehnend:
    https://www.sueddeutsche.de/politik/corona-impfstoff-patente-1.5286909
    Faktisch stürzt Biden die Bundesregierung in ein Dilemma. Einerseits haben sich die Kanzlerin und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier frühzeitig für eine gerechte globale Verteilung von Impfstoff eingesetzt. Deutschland gehört zu den wichtigsten Geldgebern der Impfinitiative Covax unter dem Dach der Vereinten Nationen. Andererseits gibt es in der Bundesregierung auch Verbitterung darüber, dass die USA erst über Monate ihre nationale Impfkampagne mit strikten Exportverboten schützten und sich nun als Vorkämpfer internationaler Solidarität aufspielen. (SZ, a.a.O)

    Die NZZ meint dazu:
    Die Vereinigten Staaten möchten den Patentschutz für Covid-19-Impfstoffe im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) temporär aufheben. Das setzt andere Länder mit einer starken Pharmaindustrie, darunter die Schweiz, unter Zugzwang. Die Aktienkurse von Impfstoffherstellern gaben nach der überraschenden Ankündigung nach. Die amerikanische Handelsbeauftragte, Katherine Tai, begründete den Schritt am Mittwoch damit, dass aussergewöhnliche Umstände aussergewöhnliche Massnahmen erforderten. «Die Administration glaubt an den Schutz geistigen Eigentums, aber um die Pandemie zu beenden, unterstützt sie die Aufhebung des Schutzes für Covid-19-Vakzine.»
    Mit ihrem Positionsbezug geht die Biden-Regierung weniger weit als Südafrika und Indien, die im Oktober die Aufhebung des gesamten Trips-Abkommens (Übereinkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums) gefordert hatten.
    Trotzdem stellt sich die Frage, was die Motivation hinter der Ankündigung ist. Eine innenpolitische Komponente gilt unter Beobachtern als plausibel: Die Demokraten stehen der Pharmabranche kritisch gegenüber. Diese Woche haben mehr als hundert Kongressabgeordnete Biden in einem Brief aufgefordert, die Aufhebung des Patentschutzes bei der WTO mitzutragen.
    Nutzen umstritten
    Unter Experten gilt es als unwahrscheinlich, dass ein solcher Schritt in der gegenwärtigen Lage viel zu einer substanziellen Verbesserung der Vakzinversorgung in ärmeren Ländern beitragen könnte. Die Produktion von Impfstoffen gilt gerade im Fall der hochwirksamen mRNA-Vakzine als technologisch äusserst anspruchsvoll und stösst vor allem aufgrund der beschränkten Verfügbarkeit von Rohstoffen und Fachkräften an ihre Grenzen. Dies zeigte sich jüngst beim Walliser Pharmaunternehmen Lonza, das den Wirkstoff für das Moderna-Vakzin produziert.
    Bei der Welthandelsorganisation müsste die temporäre Aufhebung des Trips-Abkommens im Konsensverfahren erfolgen. Das heisst, ein einzelnes Land könnte den Entscheid blockieren. Gegner des Vorschlags waren bis anhin neben den USA auch die Schweiz, die EU, Grossbritannien und Japan.
    Die Schweiz vertrat bisher die Meinung, das Trips-Abkommen habe sich in der Corona-Krise bewährt und für Rechtssicherheit gesorgt. Allerdings haben die Vereinigten Staaten aussenpolitisch ein derart grosses Gewicht, dass eine Neubeurteilung der Frage unumgänglich ist. (…) Die EU-Kommission zeigte sich am Donnerstag vorsichtig gesprächsbereit.
    Zunächst muss aber geklärt werden, was den Amerikanern tatsächlich vorschwebt. «Die amerikanische Mitteilung war laut und deklarativ, der Inhalt ist aber noch völlig unklar», sagt Simon Evenett, Handelsökonom an der Universität St. Gallen. Die USA nähmen nun wohl Gespräche mit Südafrika und Indien auf, um über den Umfang einer Massnahme zu diskutieren. Auch mit der Pharmabranche werde verhandelt werden. Die Ziele der amerikanischen Regierung seien aber noch nicht genannt worden, meint Evenett.
    Starker Widerstand kommt aus der Pharmaindustrie. Der Geschäftsführer des Verbands Interpharma, René Buholzer, sagt, die Aussetzung des Trips-Abkommens werde nicht dazu beitragen, dass Entwicklungsländer schneller über genügende Mengen Impfstoff verfügen würden. Die Hersteller gäben ausserdem schon heute grosse Mengen von Impfstoff im Rahmen der Covax-Initiative zum Selbstkostenpreis an Entwicklungsländer ab und seien über 200 Technologiepartnerschaften mit Mitbewerbern eingegangen, um die Produktion zu beschleunigen.
    Sorgen bereitet dem Verband die Signalwirkung einer möglichen Patentschutzaufhebung. Weltweit seien im Rahmen von mehr als hundert Impfstoffprojekten Milliarden investiert worden, die Misserfolgsquote sei hoch. «Jetzt gehören zwei bis drei Kandidaten zu den grossen Gewinnern. Warum soll man sein Geld künftig in riskante Forschungsprojekte investieren, wenn im Erfolgsfall das Patent aufgehoben wird? Das würgt die Innovation ab», sagt Buholzer. Auch der internationale Dachverband der Pharmafirmen (IFPMA) hat die Ankündigung der Biden-Regierung kritisiert. Die gegenwärtigen Versorgungsengpässe seien nicht auf den Patentschutz zurückzuführen. Die Pharmaindustrie selbst werde «keine Mühe scheuen, um die Herstellung der Covid-19-Impfstoffe auszuweiten».
    https://www.nzz.ch/wirtschaft/schweizer-pharmaverband-kritisiert-geplante-aufhebung-des-patentschutzes-fuer-covid-impfstoffe-das-wuergt-die-innovation-ab-ld.1623818

    Anfang März noch war die ‘gemeinsame Position der westlichen Führungsmächte’ diese gegenteilige:
    https://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/reiche-laender-blockieren-patent-freigabe-fuer-impfstoffe-weiterhin/

    Innenpolitisch könnte so eine vage und unverbindliche Rede auch ein Zugeständnis Bidens an den Sanders-Flügel der Demokraten sein …
    The main reason for countries not sharing their secrets and expertise is because these countries don’t want to give up their monopolies. A program launched by the WHO last spring, the COVID-19 Technology Access Pool (C-TAP), to train dozens of drug manufacturers in Latin America, Asia and Africa to increase worldwide production of vaccines once they came on the market, has gone nowhere since then.
    https://www.counterpunch.org/2021/05/07/does-big-pharma-know-no-shame-profiteering-while-people-die-by-the-hundreds-of-thousands/
    Schaunmermal …

  117. „Impfstoffe“ gegen eine PCR-Test-Pandemie sind das Allerletzte was (nicht nur) „ärmere Länder“ brauchen.

  118. So ganz richtg gemacht haben sie es aber anscheinend, ihrer eigenen Einschätzung zufolge, ja auch nicht ….
    Indien gehört zu den Ländern, die am meisten Covid-19-Impfstoff herstellen. Anfangs hat Indien viel Impfstoff an andere Länder geliefert, die Lage dort schien unkritisch. Jetzt ist zu wenig Impfstoff vorhanden…
    https://www.swr.de/swr2/wissen/zu-wenig-impfstoff-in-indien-die-impfkampagne-stockt-100.html
    Wieso soll überhaupt der Bedarf an Impfstoff an Fragen von “Reichtum oder Armut von Ländern” geknüpft sein – bzw. werden?

  119. «Jetzt gehören zwei bis drei Kandidaten zu den grossen Gewinnern. Warum soll man sein Geld künftig in riskante Forschungsprojekte investieren, wenn im Erfolgsfall das Patent aufgehoben wird? Das würgt die Innovation ab», sagt Buholzer.

    Na also. Die haben doch schon gewonnen. Erstens haben sie nicht zu knapp Fördergelder kassiert und jetzt verdienen sie nochmal am Verkauf. Aber na klar, wer keine Aussicht auf eine Gelddruckmaschine hat, der investiert gleich überhaupt nicht mehr. Schließlich reichen normale Gewinne (Durchschnittsprofit) nicht, Investoren haben ein moralisches Recht auf gigantische Renditen.

    »Kapital, sagt der Quarterly Reviewer, flieht Tumult und Streit und ist ängstlicher Natur. Das ist sehr wahr, aber doch nicht die ganze Wahrheit. Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens. Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren. Beweis: Schmuggel und Sklavenhandel.«

    Und wie ist das mit den Verlierern? Die werden dann wohl entschädigt oder was? Das ist natürlich Blödsinn. Die haben riskiert und verloren. Das Argument lautet also mehr oder weniger unverblümt. Gier ist eine Produktivkraft (im Kapitalismus). Dass ein Geldgeber leer ausgehen kann, ist ja gebongt, aber ohne Aussicht auf einen gigantischen Geldsegen versteckt sich das scheue Wild.
    “Trotzdem stellt sich die Frage, was die Motivation hinter der Ankündigung ist.” Genau.
    Ein wenig ist das ja eine Scheindiskussion, wenn so getan wird, als müsste man bloß die Patente freigeben und dann kann sich jeder in der Garage seinen eigenen Impfstoff selbst brauen. Dazu braucht es Kapital, das nicht jede Nation aus dem Ärmel schütteln kann.

  120. Wenn irgendwo geschrien wird: “Ungerechtigkeit!”, so folgt immer ein Schwachsinn, so auch bei diesen ganzen Artikeln zur angeblichen Ungerechtigkeit bei der Impfstoff-Erzeugung.
    Es ist klar: der Autor des Un-Gerechtigkeits-Gefasels hat ein Bedürfnis, daß er von der großen Politik schlecht bedient sieht, und dadurch argumentlos ins Recht setzt.
    So auch in diesem Fall bei der Impfung. Jeder soll eie Impfung kriegen, ob er/sie will oder nicht, das wäre in den Augen des Kritikers “gerecht”.
    Besonders dumm sind diese Aussagen im nd-Artikel:

    Eine Patentfreigabe würde andere als Astra-Zeneca treffen: … vor allem Produzenten in China und Russland. Beide Länder beliefern bereits in zahlreiche Staaten des Globalen Südens und nutzen dies … für außenpolitische Zwecke. Damit wäre es vorbei, würden Hersteller aus anderen Ländern selbst in die Produktion einsteigen.

    Rußland hat den Impfstoff nicht entwickelt, um ihn für “außenpolitische Zwecke” zu nützen, sondern zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie.
    Das Gamaleja-Institut, bzw. sein Vorgänger-Institut, das zum Militär gehört(e), entwickelte während des II. Weltkriegs einen Impfstoff gegen die Pest, weil die am östlichen Kriegsschauplatz, in der Mandschurei verbreitet war. (Man erinnere sich, die Mandschurei war unter der japanischen Besatzung ein Testgebiet für chemische und biologische Kriegsführung, und dieses Know-How wurde dann, ähnlich wie bei der deutschen Raketentechnik, gegen Straffreiheit in die USA importiert.)
    In den 50-er Jahren entwickelte es einen Impfstoff gegen den Milzbrand, der in Rußland sehr verbreitet war und dort das “sibirische Geschwür” heißt.
    In beiden Fällen, und genauso wie bei Covid-19, war weder Außen-, noch Innen-, oder Militärpolitik der Witz, sondern die sowjetische bzw. russische Führung hat diesen Impfstoff in Auftrag gegeben, weil es erstrebenswert erschien, über so etwas zu verfügen.
    Das Gejammer, die Russen würden Sputnik V einsetzen, um “Einfluß zu gewinnen”, ist erstens eine mediale Empörung darüber, daß in Rußland nicht der gleiche Zirkus wie in der EU aufgeführt wird. Dort ist es einfach nicht so, daß die ganze Bevölkerung durchgeimpft werden sollte, obs stürmt oder schneit, um dann wieder kapitalistisch durchstarten zu können.
    In Rußland kann sich jeder zur Impfung anmelden und kommt auch relativ schnell dran, und es gibt keine Werbekampagnen, daß das jeder braucht, muß, soll!
    Daß sie in Länder exportieren, die Impfstoff haben wollen, wird als besondere Perfidie der Russen ausgelegt: Sie kommen sozusagen durch die Hintertür herein, um sich auf diese niederträchtige Weise Einfluß zu verschaffen!!!
    Der Vorwurf enthält das verärgerte Eingeständnis, daß Sputnik für Rußland kein Geschäftsmittel ist, daß sie sich auch leisten können, auf Geschäfte zu verzichten, und das noch verärgertere Wissen, daß Rußland auch ohne Sputnik V sehr viel Einfluß hat, jedenfalls viel mehr, als es der EU recht ist.

  121. “Das Gejammer, die Russen würden Sputnik V einsetzen, um „Einfluß zu gewinnen“, ist erstens eine mediale Empörung darüber, daß in Rußland nicht der gleiche Zirkus wie in der EU aufgeführt wird.”

    Meiner Ansicht nach geht die Empörung nicht darüber, dass Russland keinen direkten und indirekten Druck zum Impfen aufbaut, wie hier mit Rückgabe von Grundrechten, sondern die Empörung geht so, dass sie Russland vorwerfen Impfstoff zu exportieren, obwohl die eigene Bevölkerung erst zu einem geringen Prozentsatz geimpft ist. Soll heißen Impfimperialismus ist ihnen wichtiger als die eigene Bevölkerung.

  122. Ja, bei Rußland ist der Vorwurf, daß denen ihr Imperialismus wichtiger ist als ihre Bevölkerung. Und den USa werfen sie vor, alles Zeugs in den USa zu verimpfen, statt der Welt, also uns was davon abzugeben. Der EU kann es halt keiner recht machen.

  123. @Kehrer
    Der Vorwurf, die eigene Bevölkerung sei der russischen Regierung unwichtig, lebt eben von der in der EU medial völlig durchgesetzten Vorstellung, daß die einzige Lösung zur Bekämpfung der Pandemie die Impfung ist.
    Aber in Rußland wird das eben nicht so gesehen, und das stört die EU auch, neben dem Vorhandensein und dem Export von Sputnik V.
    Weil das ist eine Art praktische Kritik an der EU-Sichtweise und -Praxis.

  124. Zu der Situation in Indien gibt es einen relativ ausführlichen Artikel im New Yorker, der sich kurz so zusammenfassen läßt:
    Aus politischen Gründen hat der indische Häuptling Modi Massenverantaltungen zur hinduistischen Staatsräson genehmigt und beworben, die die Verbreitung des Virus explodieren haben lassen.
    Alle Berichte darüber, sogar Hilferufe betroffener Krankenhäuser wurden unter Strafe gestellt.

  125. Die einzige mögliche L ö s u n g zur Beendigung der Pandemie i s t die Impfung oder eben das Durchlaufenlassen der Pandemie mit beträchtlichen Opfern. Das ist Naturwissenschaft. Man kann Herdenimmunität herstellen, indem jeder die Krankheit kriegt oder indem jeder sich impft. Praktisch ist es eine Mischform, weil am Anfang noch keine Impfstoffe vorhanden waren.
    Der Vorwurf die eigene Bevölkerung sei der russischen Regierung unwichtig, lebt vom antirussischen Feindbild. Das ist ein Unrechtsregime, das man daran erkennt, dass es die eigene Bevölkerung unterdrückt, schikaniert und ermordet oder es zumindest versucht.
    Doch auch in Russland wird das auch so gesehen, dass die Impfung die Pandemie beendet. Du erinnerst dich an die Rede von Putin.

  126. Globale Impfstoffrivalitäten (10.05.2021)
    Berlin lehnt die Patentaussetzung für Covid-19-Impfstoffe weiterhin ab. Washington verfolgt mit der Forderung nach Lizenzfreigabe geostrategische Ziele.
    BERLIN/BRÜSSEL/WASHINGTON (Eigener Bericht) – Berlin und die EU blockieren die zeitweise Aussetzung der Patente für Covid-19-Impfstoffe auch noch nach dem diesbezüglichen Kurswechsel der USA. Man sei nicht der Ansicht, die Patentfreigabe zum Zweck der Ausweitung der Vakzinproduktion sei der angemessene Schritt, teilten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ratspräsident Charles Michel am Samstag nach dem jüngsten EU-Gipfel mit. Berlin sorgt sich vor allem um die mRNA-Patente von BioNTech: Das Unternehmen soll mit ihnen einen wichtigen Beitrag zum Ausbau des Biotechnologiestandorts Deutschland leisten; die Patente dürften deshalb nicht China in die Hände fallen, wird Bundeskanzlerin Angela Merkel zitiert. Dabei trägt auch die Biden-Administration mit ihrem Vorstoß zur Patentfreigabe dem Machtkampf gegen Beijing Rechnung: Seit Indien wegen der Eskalation der Pandemie im eigenen Land keine Impfstoffe mehr exportiert, werden ärmere und Schwellenländer fast nur noch von China und Russland versorgt – auch mit deren Lizenzen zu einer eigenen Vakzinproduktion. Die Patentfreigabe könnte die chinesisch-russische Impfdominanz brechen.
    Patentfreigabe? “Keine Lösung”
    Die Bundesregierung und – vor allem auf deutsches Insistieren – die EU blockieren den Vorstoß der Vereinigten Staaten, dem international weiter wachsenden Druck nachzugeben und die Covid-19-Impfstoffpatente zumindest eine Zeitlang auszusetzen. Während der UN-Generalsekretär sowie die Spitzen der Weltgesundheits- und der Welthandelsorganisation (WHO, WTO) die entsprechende Ankündigung der Biden-Administration ausdrücklich begrüßen, sprach sich Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag nach dem jüngsten EU-Gipfel gegen die Patentfreigabe aus: Sie denke nicht, “dass die Freigabe von Patenten die Lösung ist, um mehr Menschen Impfstoff zur Verfügung zu stellen”, erklärte sie.[1] Hatten sich vor dem EU-Gipfel mehrere EU-Mitgliedstaaten noch über den US-Vorstoß erfreut gezeigt – darunter Österreich, Spanien und Polen -, so war nach dem EU-Gipfel, auf dem Merkel offen intervenierte, davon keine Rede mehr. EU-Ratspräsident Charles Michel äußerte zur Patentaussetzung: “Wir denken nicht, dass das kurzfristig eine Wunderlösung ist.”[2] Erst wenn ein konkreter Vorschlag vorliege, wolle man weiterdiskutieren. Deutsche Medien sprachen unter Berufung auf EU-Kreise abschätzig von einem “PR-Trick” der Vereinigten Staaten.
    Lieferblockaden
    In der Tat erfolgte die Ankündigung der Biden-Administration vom vergangenen Mittwoch, einer Patentfreigabe nicht mehr im Weg zu stehen, erst, als Washington international immer stärker in Zugzwang geraten war. Zum einen nehmen Proteste gegen das Horten von Impfstoffen durch die Vereinigten Staaten zu, seit Mitte April bekannt wurde, spätestens Ende Juli könnten sich rund 300 Millionen Impfdosen ungenutzt in US-Lagern stapeln, während in den meisten ärmeren Ländern extremer Mangel herrscht.[3] Beschwerden gab es zudem, weil die USA nicht nur die Ausfuhr von Impfstoffen, sondern auch den Export von Vorprodukten stark beschränkt haben; dies hatte US-Präsident Joe Biden bereits kurz nach seinem Amtsantritt unter Nutzung von Bestimmungen des U.S. Defense Production Act (DPA) festgelegt. Weil dies die Impfstoffproduktion etwa des Serum Institute of India, des größten Vakzinherstellers der Welt, empfindlich beeinträchtigt, hat dessen Chef Adar Poonawalla Mitte April öffentlich scharfe Kritik an Biden geübt.[4] Die US-Blockaden haben im dramatisch pandemiegeplagten Indien den Unmut über die Vereinigten Staaten und über den Pro-US-Kurs der Regierung von Premierminister Narendra Modi anschwellen lassen [5] – eine Entwicklung, die Washington nicht gleichgültig sein kann, weil es im Machtkampf gegen Beijing auf enge Kooperation mit New Delhi setzt.
    Ohne Gegengewicht
    Hinzu kommt, dass die dramatische Eskalation der Pandemie in Indien die Positionen des Westens in der Impfrivalität mit China und Russland schwächt. Entwicklungs- und Schwellenländer haben bislang fast ausschließlich Impfstoffe aus China, Russland und Indien erhalten. China etwa hat mittlerweile 240 Millionen Impfdosen in zahlreiche Länder Asiens, Afrikas und Lateinamerikas sowie in einige ärmere Länder Ost- und Südosteuropas geliefert.[6] Beijing wie auch Moskau, das trotz geringerer Produktionskapazitäten gleichfalls nach Kräften Impfstoff exportiert, fördern zudem die Lizenzproduktion ihrer Vakzine durch einheimische Firmen in diversen ärmeren bzw. Schwellenländern, darunter etwa Brasilien, Marokko, Indonesien und Serbien. Lieferungen kamen bis vor kurzem auch aus Indien, wo das Serum Institute of India das Vakzin von AstraZeneca (Großbritannien) in Lizenz herstellt; nach Angaben des indischen Außenministeriums lieferte es mittlerweile mehr als 66 Millionen Impfdosen in Entwicklungs- und Schwellenländer. Weil Indien nun aber sämtliche verfügbaren Kapazitäten für den eigenen Kampf gegen die Pandemie benötigt, fällt es als prowestliches Gegengewicht gegen Russland und China auf absehbare Zeit bei der Belieferung der ärmeren Welt mit Vakzinen aus.
    Die Apotheke der Reichen
    Damit sind die ärmeren Länder beinahe vollständig auf Unterstützung aus China und Russland angewiesen – denn auch die EU beliefert sie entgegen anderslautenden Behauptungen kaum. Zwar hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vergangenen Donnerstag in einer Rede beim European University Institute in Florenz erklärt, die EU sei “die einzige demokratische Region weltweit, die in großem Maßstab Impfstoff exportiert”; zudem hatte sie die Union stolz “Apotheke der Welt” genannt.[7] Als “Apotheke der Welt” wird gelegentlich Indien bezeichnet, da dessen Pharmakonzerne in großen Mengen kostengünstige Medikamente herstellen, die auch für ärmere Länder erschwinglich sind. Freilich haben Konzerne aus der EU vor allem kostspielige BioNTech/Pfizer-Impfstoffe exportiert – und dies, wie die Sprecherin der Kommission für Handelsfragen, Miriam García Ferrer, bestätigt, überwiegend in wohlhabende Länder. Brüssel hat demnach seit Januar 178 Millionen Dosen für den Export prinzipiell freigegeben; Empfänger sind Japan (72 Millionen), Großbritannien (18,6 Millionen), Kanada (18,4 Millionen), Saudi-Arabien (sieben Millionen), die Schweiz und die Türkei (jeweils fünf Millionen), Singapur und Südkorea (jeweils drei Millionen). EU-Lieferungen an ärmere Länder fallen kaum ins Gewicht.[8]
    Auf dem Durchmarsch
    Während der Westen in der Impfrivalität in erheblichem Maß Einfluss an China und Russland verliert, liegen in zahlreichen Ländern Kapazitäten zur Impfstoffproduktion brach. So bemüht sich das kanadische Unternehmen Biolyse Pharma seit Monaten vergeblich, die Lizenz für die Herstellung eines Vakzins zu erhalten. Seine Kapazitäten werden mit rund 50 Millionen Dosen im Jahr angegeben. Incepta Pharmaceuticals aus Bangladeschs Hauptstadt Dhaka könnte bis zu 350 Millionen Dosen jährlich produzieren, bekommt aber ebenfalls keine Lizenz – bisher.[9] Doch das könnte sich nun ändern. Seit Bangladeschs Hauptlieferant Indien ausfällt, bemüht sich Dhaka intensiv um Ersatz – in Beijing und in Moskau. Insbesondere ist die Lizenzproduktion von Sputnik V im Gespräch; an Verhandlungen darüber nahmen vor einigen Tagen auch Vertreter von Incepta Pharmaceuticals teil.[10] Will der Westen im globalen Impfstoffrennen nicht noch mehr hinter Russland und China zurückfallen, muss eine Wende her. Der aktuelle Vorstoß der Biden-Administration zielt exakt darauf ab.
    Eine “Gamechangertechnologie”
    Damit allerdings verstößt die Biden-Administration – aus geostrategischen Gründen – nicht nur gegen das Interesse der mächtigen US-Pharmaindustrie, die um die Profite fürchtet, sondern auch gegen Interessen Berlins. Die Bundesregierung fördert BioNTech und CureVac mit ihren mRNA-Impfstoffen nicht zuletzt deshalb, weil die mRNA-Technologie als bedeutender Faktor bei dem erstrebten Ausbau des Biotechnologiestandorts Deutschland gilt. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte daher laut Berichten auf dem EU-Gipfel, die mRNA-Patente dürften nicht China in die Hände fallen.[11] Am heutigen Montagabend wird sie sich mit einschlägigen Experten über “Gamechangertechnologien für den Biotechnologiestandort Deutschland” austauschen; zentral ist dabei die mRNA-Technologie. Deren Förderung gewinnt in der Berliner Pandemiepolitik eine zunehmende Bedeutung. german-foreign-policy.com berichtet in Kürze.

  127. „Die einzige mögliche L ö s u n g zur Beendigung der Pandemie i s t die Impfung oder eben das Durchlaufenlassen der Pandemie mit beträchtlichen Opfern. Das ist Naturwissenschaft. Man kann Herdenimmunität herstellen, indem jeder die Krankheit kriegt oder indem jeder sich impft. Praktisch ist es eine Mischform, weil am Anfang noch keine Impfstoffe vorhanden waren.“
    Was für ein Unfug.
    Ohne die WHO Pandemie-Definitionsänderung (Infektionalität anstatt Mortalität) zur Ausrufung einer Pandemie (vor gut 10 Jahren) gäbe es die vor gut einem Jahr ausgerufene und denkwürdige PCR-Positivtest-Pandemie doch überhaupt nicht. Auch eine in ihrem Schlepptau befindliche politisch/öffentlich/mediale Panikpandemie wäre demnach und folgerichtig inexistent gewesen. Das unvermeidbare wie das vermeidbare Sterben im Weltkapitalismus geht ja seinen unverändert normalen, also unverändert brutalen Gang. Und kein Kehrer, kein Nestor, kein Phineas oder sonst wer hätten auch nur irgendetwas von einer „Pandemie“ vernehmen oder entdecken können.
    https://www.youtube.com/watch?v=fc6w6Ls6VoQ

  128. Dann ersetze einfach Pandemie durch Infektionskrankheit. Dann hängt das nicht von der Definition der WHO als Pandemie ab.
    Es geht aber beim Impfen gar nicht um das “unvermeidbare wie das vermeidbare Sterben im Weltkapitalismus”, sondern um Covid 19. Und diese Seuche lässt sich eben nur beenden entweder durch Impfen oder dadurch, dass alle die Krankheit durchmachen. Da kann man noch so viel herumdefinieren, daran kommt niemand vorbei.

  129. Ich könnte wetten, daß in einer beliebigen indischen oder brasilianischen Großstadt die meisten Menschen keine Ahnung von WHO-Definitionen einer Pandemie haben und auch ihre Inzidenzwerte nicht kennen. Aber Bekannte oder Verwandte, die an Corona gestorben sind, kann da wahrscheinlich fast jeder benennen. Mortalität sollte man nicht wegdefinieren sondern zu vermeiden versuchen.

  130. “Will der Westen im globalen Impfstoffrennen nicht noch mehr hinter Russland und China zurückfallen, muss eine Wende her. Der aktuelle Vorstoß der Biden-Administration zielt exakt darauf ab.”

    Wenn die USA nicht will, dass der Westen hinter Russland und China bei der Impfstoffproduktion zurückfällt, dann sollten sie den Export von Vorprodukten freigeben. Gestern habe ich einen Artikel gelesen, dass Curevac die bestellten Produkte, die für ihren Impfstoff notwendig sind, wegen des Exportstops der USA nicht aus den USA raus bekommt. Die sind also produziert und lagern irgendwo, können aber nicht versendet werden.
    Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob das Argument die Patente dürften China nicht in die Hände fallen nur vorgeschoben ist. Patente sind ja öffentlich, wer die einfach klauen will ohne sich um den Patentschutz zu kümmern, kann das. In einem Artikel hab ich gelesen, dass deshalb bestimmte Firmengeheimnisse, die zu Produktion notwendig sind, absichtlich nicht patentiert werden, sondern intern gehütet werden. Und solche Geheimnisse wären ja nach wie vor sicher nach Aufhebung des Patentschutzes. Bei einer neuen Technologie wie den mRNA Impfstoffen, wäre es deshalb fraglich, was die Aufhebung des Patents bringen soll, wenn die Technologie ohnehin nicht ohne weiteres reproduziert werden kann. Der Biontech/Pfizer Impfstoff wird auch in den USA produziert. Warum gibt es dort nicht die Gefahr, dass Wissen in chinesische Hände fällt? Die Aufhebung der Patente würde ja auch die USA treffen Pfizer, Moderna und J&J. Deshalb glaube ich eigentlich nicht, dass es bei dem Vorschlag der USA nach Patentfreigabe darum ging China und Russland nicht das Feld zu überlassen. (nicht dass sie Russland und China das Feld überlassen wollen. Ich glaube bloß nicht, dass es beim Vorschlag der Patentfreigabe darum ging) Es war tatsächlich ein PR-Trick. Die USA schlagen etwas vor, von dem sie wissen, dass es garantiert am Einspruch anderer Nationen scheitert, um damit die lästige Kritik am Horten von Impfstoff und am Exportstop von notwendigen Vorprodukten für Impfstoffe loszuwerden. “Seht her, wir würden sogar unsere Patente freigeben, wir sind also keine Impfnationalisten.”

  131. Die Mortalität ist trotz Covid 19 so gut wie unverändert. Weltweit und unabhängig ob “Maßnahmen”, wenige “Maßnahmen” oder gar keine “Maßnahmen” gegen diese “Seuche”. Und da der wirkliche Schutz gefährdeter Gruppen mit diesen “Maßnahmen” nichts gemein hatte und hat, und dieser nicht nur EU-weit und bis heute so gut wie unterlassen wird, kritisiert die, welche das zu verantworten haben, anstatt hier moralisch zu werden.
    Und ja. Ohne diese Definitionsänderung keine PCR-Test-Pandemie.

  132. Na klar. Die ganzen Coronatoten sind alle gelogen. Die gibt es gar nicht. Und die Toten sind mit der Impfung der Alten auch nicht um das fünffache zurückgegangen. Eine Seuche gibt es auch nicht, nur eine “Seuche”. Was stellst du dir denn unter “wirklichem Schutz” vor? Ach was frag ich? Phineas kann nur pöbeln oder verlinken, aber nicht argumentieren.

  133. Nein, die vorher PCR-Corona-Positiv getesteten und angeb. “mit oder an” dem Coronavirus verstorbenen Menschen sind tatsächlich alle mausetot.

  134. Dann sind sie mausetot aber nicht an Covid 19 gestorben und zwar alle. Dass die WHO dazu angehalten hat jeden Toten, der irgendwie mal positiv Getestet wurde als Covid 19 Toten zu deklarieren wissen wir ja inzwischen. Das heißt aber nicht, dass a l l e s bloß Show und Täuschung war. Wenn es diese Seuche also tatsächlich gibt, dann kann sie nur auf zwei Arten beendet werden, siehe oben.

  135. Was ich an Typen wie Phineas so bodenlos finde sind Behauptungen wie sein
    “Die Mortalität ist trotz Covid 19 so gut wie unverändert.”
    Da kommt natürlich nicht mal der Versuch eines Belegs, irgendeine wenn auch abzuklopfende Studie, nichts. Da kann ich genausogut Telepolis-Kommentare lesen oder Focus oder Welt.

  136. Nicht “a l l e s bloß Show und Täuschung”. “Bloß” ist gut. Na denn.
    Wie viele Studien “eine Type” wie Neoprene – der keine Telepolis/Focus/Welt-Kommentare liest aber woanders gerne selber welche schreibt – wohl schon “abgeklopft” und Boden verschafft haben mag.

  137. Was dieser Phineas immer so alles “weiß” über mich, will ich gar nicht kommentieren, was ich schreibe ist ja öffentlich nachzulesen, aber das es ihn nicht die Bohne interessiert, was ich ab und zu poste, das kann man aus seinem ignorantem Beleidigen schon ablesen.

  138. Weder weiß ich was über dich noch beleidig(t)e ich dich noch ignorier(t)e ich deine Kommentare.

  139. Die Pandemie als Chance (11.05.2021)
    Berlin kämpft in der Pandemie für den “mRNA-Standort Deutschland”. BioNTech erzielt Milliardenprofite und strebt damit globale Expansion an.
    BERLIN/MAINZ (Eigener Bericht) – Die Bundesregierung nutzt den Kampf gegen die Covid-19-Pandemie, um deutschen Biotech-Unternehmen zu einer globalen Spitzenstellung bei der mRNA-Zukunftstechnologie zu verhelfen. Hauptprofiteur ist BioNTech aus Mainz: Die Firma hat auf Druck Berlins und gegen Pariser Widerstände faktisch ein Monopol bei der künftigen Belieferung der EU erhalten; ein Konkurrent aus Frankreich ging leer aus. Weil das BioNTech-Vakzin um ein Mehrfaches teurer ist als die Vakzine anderer Firmen, zahlen nun ärmere EU-Mitgliedstaaten Ost- und Südosteuropas immense Summen an das deutsche Unternehmen. Während andere Hersteller während der akuten Phase der Pandemie zum Selbstkostenpreis liefern, hat BioNTech allein im ersten Quartal 2021 einen Reingewinn von 1,13 Milliarden Euro erzielt und nutzt dies nun für die eigene Expansion – abgesichert dadurch, dass Berlin die Freigabe der Impfstoffpatente blockiert. Mit dem Aufstieg von BioNTech kann Deutschland hoffen, eine führende Position als Biotech-Standort zu erlangen. In Sachen mRNA sei es bereits, heißt es, “eines der Gravitationszentren der Welt”.
    Zukunftstechnologie mRNA
    Die neuartige mRNA-Technologie galt bereits vor der Covid-19-Pandemie als eine herausragende Zukunftshoffnung der Pharmabranche. Unternehmen wie Moderna (USA), BioNTech und CureVac (beide Deutschland) waren schon länger mit ihrer Erforschung befasst; dabei hatten sie besonders Immuntherapien gegen Krebs, aber auch die Entwicklung von Impfstoffen im Visier. Beobachter sprachen von einer möglichen “Revolution in der Arzneimittel-Therapie”; bei Moderna hieß es, es sei wohl möglich, “die Basis für eine neue, transformierende Kategorie von Medikamenten” zu schaffen, die ungeahnte Möglichkeiten schüfen.[1] Investoren entwickelten Interesse. Als Moderna Ende 2018 den bis dahin größten Börsengang des Biotech-Sektors schaffte – die Firma brachte es auf eine Marktkapitalisierung von 7,6 Milliarden US-Dollar -, rief das über die Branche hinaus spürbar Aufmerksamkeit hervor. In Deutschland wurden CureVac von SAP-Gründer Dietmar Hopp und BioNTech von den einstigen Hexal-Eignern Thomas und Andreas Strüngmann finanziert; im Herbst 2019 ging BioNTech in den USA an die Börse und wurde dort mit 3,5 Milliarden US-Dollar bewertet – deutlich weniger als Moderna, aber immer noch mehr als die meisten anderen Biotech-Firmen aus der Bundesrepublik.[2]
    “Systemrelevante Industrien”
    Im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie ist der große Durchbruch für die mRNA-Technologie erfolgt: Mit umfangreicher staatlicher Unterstützung – dies war notwendig, um schnellstmögliche Erfolge zu erzielen – gelang es BioNTech, CureVac und Moderna, hochwirksame Impfstoffe zu entwickeln. BioNTech und Moderna werden längst verimpft; CureVac hofft auf die Zulassung im Juni. Die Bundesregierung hatte BioNTech im vergangenen Jahr Fördermittel in Höhe von 375 Millionen Euro zugesagt, CureVac einen Betrag von 252 Millionen Euro; außerdem hatte die bundeseigene Förderbank KfW im Juni 2020 für gut 300 Millionen Euro ungefähr 23 Prozent der CureVac-Anteile übernommen – laut Berichten, um einer möglichen Übernahme aus den USA zuvorzukommen. Die Bundesregierung hat mittlerweile bekräftigt, der Beteiligung der KfW an CureVac liege “ein wirtschafts- und gesundheitspolitisches Interesse zugrunde”, das sich nicht in der Impfstoffbeschaffung “erschöpf[e]”: Es sei ihr darum gegangen, “systemrelevante Industrien, wie im Bereich der medizinischen Biotechnologie, am Standort Deutschland zu stärken”.[3] Dies gelang: Deutschland sei in Sachen mRNA “eines der Gravitationszentren der Welt”, wird Peter Albiez, Deutschlandchef des Pharmariesen Pfizer, zitiert.[4]
    Das Covid-Geschäft
    Dabei nutzt BioNTech die Pandemie, um seine Marktposition weiter zu stärken. Während die Konzerne AstraZeneca sowie Johnson & Johnson sich verpflichtet haben, zumindest während der akuten Phase der Pandemie ihre Impfstoffe zum Selbstkostenpreis abzugeben, erzielen BioNTech und der mit dem Unternehmen kooperierende US-Konzern Pfizer mit ihrem Vakzin Gewinn. BioNTech hat gestern seine Umsatzprognose für 2021 von knapp zehn auf 12,4 Milliarden Euro erhöht und schließt eine weitere Steigerung dank neuer Impfstoff-Lieferverträge nicht aus. 2020 hatte der Jahresumsatz noch bei nur 28 Millionen Euro gelegen. Allein im ersten Quartal 2021 konnte BioNTech bei einem Umsatz von 2,05 Milliarden Euro einen Reingewinn von 1,13 Milliarden Euro erzielen. Der Jahres-Reingewinn wird zur Zeit auf “mindestens sechs bis sieben Milliarden Euro” geschätzt; BioNTech würde damit zum “ertragsstärkste[n] deutsche[n] Pharmaunternehmen”. Darüber hinaus sind auch für die Zeit nach 2021 schon “hohe Umsätze aus dem Covid-19-Geschäft vorgezeichnet”, stellt ein Fachjournalist fest: “Das Covid-Geschäft wird dem Mainzer Unternehmen auch in den kommenden Jahren enormen Rückhalt” geben – nicht zuletzt “für die Expansion”.[5]
    Impfstoff-Monopolist
    Das boomende Geschäft verdankt BioNTech auch der Bundesregierung, die bereits während der Entwicklungsphase seines Vakzins eine Bestellung von 200 Millionen Impfdosen durch die EU-Kommission durchsetzte und nun – nach mehreren weiteren Bestellungen – einen Großauftrag von 900 Millionen Impfdosen plus eine Option auf weitere 900 Millionen an den deutschen Hersteller vergeben hat. Die Dosen sollen bis 2023 ausgeliefert werden. Dass sich die EU damit faktisch auf einen einzigen Hersteller verlässt, dieser also gleichsam zum Monopolisten wird, hat sogar bei deutschen Wirtschaftskommentatoren für Stirnrunzeln gesorgt. Zudem gab es Differenzen in der EU: Laut Berichten hat Frankreich bei der Bestellung zu bremsen versucht.[6] Beobachter führen dies darauf zurück, dass das französische Biotech-Unternehmen Valneva, dessen Impfstoff im Herbst zugelassen werden soll, nicht zum Zuge kam und der gesamte Auftrag an einen deutschen Hersteller ging. Das ist umso bemerkenswerter, als das BioNTech-Vakzin das teuerste ist und nun auch ärmere EU-Mitglieder aus Ost- und Südosteuropa ein Mehrfaches an Kosten aufbringen müssen, die in die Bundesrepublik fließen. Der Stückpreis für die 1,8 Milliarden Dosen wird mit 19,50 Euro angegeben – mehr als zuletzt (15,50 Euro) und das Sechs- bis Siebenfache des Preises anderer Vakzine.
    Der mRNA-Standort Deutschland
    BioNTech nutzt seinen Coronagewinn nun für die Expansion. Dank der Profite sehe man “ein enormes Potenzial, unsere Pipeline im Bereich Infektionskrankheiten und Onkologie zu erweitern und darüber hinaus neue Therapiegebiete zu erschließen”, erklärt Firmenchef Uğur Şahin.[7] Darüber hinaus sollen Auslandsstandorte aufgebaut werden: Noch dieses Jahr will BioNTech eine Filiale in Singapur eröffnen, um dort – zunächst – Impfstoff zu produzieren.[8] Berlin arbeitet gleichzeitig daran, die gesamte mRNA-Branche in Deutschland auf breitere Füße zu stellen. Ende April kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an, die Bundesrepublik solle sich in den kommenden Jahren zu einem globalen mRNA-Forschungs- und Produktionszentrum entwickeln: Dies gelte nicht nur für Branchengrößen wie BioNTech und CureVac, sondern auch für diverse Zulieferer; Berlin werde auch kleinere “Hubs” fördern – auch nach dem Ende der Pandemie – und kräftig in den “mRNA-Standort Deutschland” investieren.[9]
    “Vorsprung sichern”
    Der mRNA-Standort Deutschland profitiert dabei davon, dass chinesische Pharmakonzerne die Entwicklung eines mRNA-Impfstoffs zunächst zugunsten erprobter Technologien zurückgestellt haben und der erste chinesische mRNA-Impfstoff erst im Mai in die dritte Testphase geht: Die deutsche Branche, mit der US-amerikanischen gleichauf, hat also noch einen Vorsprung. Um ihn nicht in Gefahr zu bringen, blockiert die Bundesregierung die Freigabe der Impfstoffpatente. Würden jetzt “unkontrolliert Produktionsstätten entstehen”, dann “hätte auch die Konkurrenz aus Russland und China Zugriff auf die Methode”, heißt es dazu: Damit “könnten die westlichen Unternehmen einen großen Teil ihres Vorsprungs verspielen”.[10] Kanzlerin Angela Merkel hat daher auf dem jüngsten EU-Gipfel Ende vergangener Woche die Blockade der Patentfreigabe durchgesetzt – zur Stärkung des mRNA-Standorts Deutschland.

  140. Es wundert mich jetzt schon, dass die Bundesregierung so vollkommen auf Biontech setzt und nicht auch Curevac ein Stück vom Kuchen abgibt. Das liegt aber m.E. daran, dass die EU nur von einem Hersteller mit existierender Zulassung und funktionierendem Impfstoff kaufen kann. Wenn es nur um Deutschland gegangen wäre, hätte die Regierung wahrscheinlich auch Curevac berücksichtigt. Klar hätte die EU auch noch 2 Monate warten können, aber dann wäre wieder der Vorwurf gekommen, das nicht rechtzeitig bestellt wurde. Trotztdem sind 900 Millionen Dosen zusätzlich eine gewaltige Menge und ich frage mich, wer die eigentlich bekommen soll. Denn wenn die in der Vergangenheit bestellten und gelieferten Dosen verimpft sind, wer muss in der EU dann noch geimpft werden?

  141. „Das ist keine Impfung sondern eine prophylaktische Gen-Therapie“
    Auszug: „Die mRNA-Impfung ist eine noch nie zuvor zugelassene Technik, ein gentherapeutischer Eingriff in den Menschen. Doch wovor soll uns der Impfstoff nun genau schützen? Vor der Krankheit per se, vor einem schweren Krankheitsverlauf oder davor, andere anzustecken? Führt dieser unausgereifte und nicht angemessen getestete Impfstoff, der den geltenden wissenschaftlichen Standards absolut nicht entspricht, zu einer millionenfachen vorsätzlichen Körperverletzung? Basel Express im Gespräch mit dem Immunologen, Pharmakologen und Toxikologen Prof. Stefan Hockertz über die Wirkmechanismen, Studienlage und Zulassungsformalien dieser mRNA-Impfung.“
    https://www.basel-express.ch/redaktion/gesellschaft/3083-das-ist-keine-impfung-sondern-eine-prophylaktische-gen-therapie

  142. Sabine Nuss: Impf the World
    Sie stand kopf, die Weltöffentlichkeit, als US-Präsident Joe Biden am Mittwoch vergangener Woche verkündete, eine zeitweise Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe zu unterstützen; und die Märkte zeigten unmissverständlich, was sie davon halten: Die Aktienkurse der Impfstoffentwickler Curevac und Biontech brachen ein. Mit der Forderung nach Aufhebung des Patentschutzes wird das Allerheiligste des Kapitalismus angegriffen: Das Privateigentum, in diesem Falle das geistige Eigentum. Kein Wunder, dass die Pharmalobby Sturm läuft. Auch die Bundesregierung ist dagegen, Kanzlerin Angela Merkel griff gar zum Telefonhörer, um mit Biontech-Chef Uğur Şahin die Sache zu besprechen. Die Argumente sind allerdings durchsichtig, globale Verteilungsgerechtigkeit steht dabei nicht an erster Stelle. Übrigens auch nicht bei den USA…. (Forts.):
    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/impf-the-world

  143. Ich sag mal, was ich bei Prof. Hockertz für verkehrt halte.
    “Und ja, ich gehe davon aus, und das sagen ja auch die Daten, die uns dieser unglückselige PCR-Test liefert indem er das Genom millionenfach hochfährt: Wir sind natürlich mit Corona durchseucht. Ich bin fest davon überzeugt, dass fast alle Menschen Coronaviren in sich haben.”
    “Ich bin fest davon überzeugt”? heißt wohl soviel wie, ich weiß es nicht aber ich glaube. Es gibt ja viele Coronaviren, das heißt aber nicht, dass alle den Sars-Cov2 Virus in sich tragen. Der Satz müsste also, heißen: “Ich bin fest davon überzeugt, dass fast alle Menschen irgendwelche Coronaviren in sich haben.” Das lässt er aber weg, um die Studie die im “New England Journal of Medicine” veröffentlicht worden ist zu erklären.
    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/118329/SARS-CoV-2-Uebertragung-unter-US-Rekruten-trotz-doppelter-Quarantaene
    https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2029717
    Die Theorie ist also, die Infektion zu stoppen und Kontakte zu reduzieren, bringt nichts, weil wir eh schon das Coronavirus in uns haben (wie bei Herpes) und dann braucht es bloß eine Schwächung des Körpers durch “Stress, Unwohlsein und Existenzangst” und Corona bricht aus. “Wir wissen, dass Stress, Unwohlsein und Existenzängste – und dazu führt ein solcher Lockdown unweigerlich – Krankheiten erst hervorrufen, die latent in unserem Körper vorliegen.” Die Krankheit wird sozusagen im gesunden Zustand im Zaum gehalten und bricht dann aus, wenn das Immunsystem schwächelt.
    Der Reporter fragt: “Kann es sein, dass eine Viralität erst im Körper selber entsteht und die Aerosole dabei gar keine entscheidende Rolle spielen?” Das ist natürlich Blödsinn, denn selbst angenommen es stimmt und die Sars Cov2 Viren sind im Körper vorhanden, dann müssen die ja da irgendwie hingelangt sein. Und die Übertragung erfolgt eben durch Aerosole durch die Luft.”Viralität” scheint außerdem kein medizinischer, sondern ein Begriff aus den Medien zu sein. (Infektiosität heißt das.) Infektiosität entsteht aber nicht im Köper. Die Infektion, also die Ansteckung, entsteht im Körper. Das ist aber keine neue Erkenntnis. Und natürlich spielen dafür Aerosole die entscheidende Rolle. Das Virus kann ja nicht dauerhaft im Körper sein ohne Infektion, sonst wäre es keine Infektion.
    Die Impfungen als prophylaktische Gentherapie zu bezeichnen halte ich ebenfalls für falsch. Der Zweck besteht darin, das Immunsystem in die Lage zu versetzen einen Erreger zu erkennen und unschädlich zu machen. Also ist es eine Impfung.

  144. Der Impfdruck wird immer stärker. Die Politik gewährt Geimpften Privilegien, Ungeimpften drohen weiter strikte Einschränkungen. Aber wie sicher sind die bislang nur bedingt zugelassenen Impfungen eigentlich? Der Wissenschaftsjournalist Dr. Peter F. Mayer recherchiert seit mehr als einem Jahr in Sachen Corona und Impfungen. Ein Gespräch über den Status Quo der momentan laufenden Langzeitstudie, Impfungen an Kindern und Schwangeren, Vitamin D und die Frage: Überwiegt der Nutzen der Impfung wirklich den Schaden?
    https://punkt-preradovic.com/kinder-und-schwangere-mit-dr-peter-f-mayer/

  145. Ein Argument zu der Behauptung, dass die Impfungen ein riesengroßer Menschenversuch oder eine Riesengroße Studie sind. Auch in Bezug auf Sputnik V dem immer vorgeworfen wird, dass es keine Ordentlichen Phase III Tests gibt.
    Impfungen und Medikamente sind i m m e r ein riesengroßer Menschenversuch. Auch die Phase 3 Tests sind ja nichts anderes als ein Menschenversuch. Bloß heißt das eben Test. Ob eine Firma gleich anfängt zu Impfen oder ob sie die ersten 50 000 als Test bezeichnet, ändert an der Sache nichts. Und wem 50 000 zu wenig sind und deshalb die vorläufig zugelassenen Impfungen als riesigen Menschenversuch bezeichnen, den muss man doch fragen, wie das anders zu machen wäre.
    Man kann ja schlecht “zur Sicherheit” 1 Milliarde Menschen “testimpfen”, damit man genug Daten hat und dann die Impfung erst “zulassen”, weil dann sind ja schon 1 Milliarde geimpft. Es heißt bloß anders.

  146. Von mir aus auch zum hundertsten Mal.
    Es besteht überhaupt kein Grund mittels dieser gen-therapeutischen Menschenversuche Leib und Leben von Milliarden Menschen zu gefährden.
    “Covid-19 ist eine der Influenza vergleichbaren Erkrankung mit etwa der gleichen Übertragungsrate, vergleichbarem Verlauf und auch vergleichbarer Häufigkeit von schweren Verläufen und Todesfällen. Es ist unstrittig, dass man an Covid-19 versterben kann, es ist aber genauso unstrittig, dass dies meistens Menschen mit schweren Vorerkrankungen betrifft, wie die Obduktionen in Hamburg und später in Italien gezeigt haben. So wissen wir heute, es handelt sich um eine Atemwegserkrankung wie eben Influenza auch, wo es immer auch schon schwere Verläufe von vorerkrankten Patienten gab. Und wer mir damals vorgeworfen hat, ich würde das Ganze verharmlosen, der hat bis dato schlicht die Influenza verharmlost! Es ist aber eben keine allgemein gefährliche Erkrankung wie Ebola oder die Pest, mit Todesraten von 80-90%. Deshalb sind die politischen Massnahmen völlig überzogen und ohne jegliche Verhältnismässigkeit.”
    (Hockertz)

  147. Die 1,4 Milliarden Geimpften Menschen leben doch. Während es weltweit 3,3 Millionen Coronatote gibt. Klar die Toten sind alle gelogen, während die Impftoten natürlich verschwiegen werden und nicht gemeldet werden. Jedenfalls mindesten 10 mal so hoch sind wie die gemeldeten 10 000 Impftoten.
    Auch gegen Influenza wird übrigens geimpft. Und bloß weil corona keine Todesraten von 80-90% hat ist sie ganz und gar nicht ungefährlich. Ebola wird z.B. nicht über die Atemluft übertragen. Zudem sind nur Menschen infektiös, die auch Krankheitssyptome haben. Deshalb kann eine Krankheit, bei der die Sterblichkeit geringer ist durch die viel höhere Infektiosität letzten Endes mehr Tote produzieren als eine mit höherer Sterblichkeit. An Ebola sind bisher 13 500 Menschen gestorben. Die Pest ist seit 1945 in Europa ausgerottet. Außerdem kann man die Pest mit Antibiotika behandeln. Welche Krankheit ist also gefährlicher?
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1101352/umfrage/fallzahl-und-todesopfer-ausgewaehlter-virusausbrueche-weltweit/

  148. In Lateinamerika, wo die Coronavirs-Pandemie wieder Schwung zu nehmen scheint – auf der Südhalbkugel kommt jetzt der Winter – sind in Argentinien und Chile verschiedene Impf-Rückschläge zu verzeichnen.
    Chile hat vor allem auf Sinopharm gesetzt, das eine normale Grippeimpfung mit geringer – 50-60%-iger – Wirksamkeit ist und sich zur Vermeidung der Verbreitung des Virus als wenig effizient erwiesen hat.
    Argentinien hingegen hatte zunächst exklusive Verträge mit Pfizer, weil einige der Pfizer-Studien in Argentinien gemacht wurden.
    Über die Unverschämtheit von Pfizer, das dann für die vertraglich vereinbarten Lieferungen einen Gletscher oder Ähnliches als Garantie haben wollte, ist hier auf dem Blog schon etwas gepostet worden.
    Außerdem ging es um Kosten für Transport und Lagerung in Argentinien, worüber sich die beiden Seiten auch nicht einigen konnten. (Man erinnere sich: Beides ist bei Pfizer wegen der starken Kühlung sehr kostenintensiv.)
    AstraZeneca hingegen wollte in Argentinien produzieren, auch darüber wurden Verträge unterzeichnet, hat aber irgendwelche Vorprodukte aus den USA nicht erhalten – weil die USA deren Ausfuhr verboten haben!
    Vermutlich bleibt für Argentinien wieder nur Sputnik oder chinesisches Zeug als einzige Wahl …

  149. “Beides ist bei Pfizer wegen der starken Kühlung sehr kostenintensiv.”

    Das wird mittlerweile nicht mehr ganz so eng gesehen. “Die europäische Arzneimittelagentur EMA hat genehmigt, den Impfstoff bis zu zwei Wochen lang bei -25 bis -15 Grad zu lagern.” Das sind Temperaturen einer normalen Gefriertruhe. Gleiches gilt in den USA.
    “Schon früher hatte BioNTech außerdem darauf hingewiesen, dass sich seine COVID-Vakzine in handelsüblichen Kühlschränken bis zu fünf Tage lang bei zwei bis acht Grad problemlos aufbewahren lasse. Lediglich bei längeren Liegezeiten müsse das Präparat tiefgekühlt werden.”
    https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Corona-EMA-erlaubt-geringere-Kuehlung-der-BioNTech-Vakzine-418350.html

  150. So weit ich das mitbekommen habe, ist eben gerade der Transport mit Kühltransportern das, worüber sich die argentinische Regierung und Pfizer nicht einigen können.
    Aber vermutlich sind das nur Scheingefechte.
    Pfizer will sich damit aus seinen vertraglichen Verpflichtungen schleichen, nachdem es mit seinen unverschämten Bedingungen nicht durchgekommen ist.
    Die argentinische Regierug hofft jetzt auf Kuba und deren Impfstoff.
    Diesbezüglich tut sich auch einiges:
    Kuba und China entwickeln gemeinsamen Corona-Impfstoff
    Havanna/Yongzhou. Das sozialistische Kuba und die Volksrepublik China bauen die Kooperation im Bereich Biotechnologie weiter aus und entwickeln gemeinsam neue Corona-Impfstoffe gegen Virusmutanten. Wie die Nachrichtenagentur Prensa Latina berichtet, haben Vertreter beider Länder jüngst ein neues Innovationszentrum in der Stadt Yongzhou (Provinz Hunan) eingeweiht, das als Grundlage für gemeinsame Forschungsvorhaben in dem Bereich dienen wird.
    Von kubanischer Seite ist neben der staatlichen Pharmagruppe BioCubaFarma in erster Linie das Zentrum für Gentechnik und Biotechnologie (CIGB) beteiligt, das die beiden Impfstoffkandidaten Abdala und Mambisa entwickelt hat und seit Ende 2019 in Yongzhou vertreten ist. Vergangenes Jahr hat das CIGB bereits an zwei weiteren chinesischen Standorten die Herstellung von Interferon Alpha-2B und anderen kubanischen Corona-Medikamenten im Rahmen der Joint-Ventures ChangHeber und Shandong Lukang Heber Biotech aufgenommen.
    https://amerika21.de/2021/06/251056/kuba-china-impfstoff

  151. Hmmm. Geimpft wird offenbar in Israel immer noch, wenngleich mit verringerter Geschwindigkeit:
    Impfung von Jugendlichen in Israel angelaufen
    Israel hat heute mit der Impfung von Jugendlichen im Alter von zwölf bis 15 Jahren gegen das Coronavirus begonnen. Das Gesundheitsministerium hatte mitgeteilt, die Gefahren einer Erkrankung seien höher als mögliche Nebenwirkungen der Impfung. “Die Fälle von Herzmuskelentzündungen bei 16- bis 19-Jährigen waren selten und sind meist ohne Komplikationen verlaufen”, hieß es. In Israel wird das Biontech/Pfizer-Vakzin verwendet.
    Angesichts der äußerst niedrigen Corona-Infektionsrate in Israel empfiehlt das Ministerium vorerst die Impfung von Risikopatienten, Angehörigen von Risikopatienten und Jugendlichen in Familien, die ins Ausland reisen wollen. Im neun-Millionen-Einwohner Land haben fast 5,5 Millionen bereits eine Erstimpfung und mehr als 5,1 Millionen eine Zweitimpfung erhalten.
    https://www.derstandard.at/jetzt/livebericht/2000127175373/1000231435/271-neuinfektionen-bundeskanzler-kurz-geimpft

  152. Was sind denn Kühltransporter? Die werden den Stoff doch wohl nicht mit Lastwagen aus den USA nach Argentinien befördern wollen. Das kann man doch im Flugzeug transportieren. So groß sind die Fläschchen nicht. Mit dem Flieger ist es in ca. 9-10 Stunden da. Das kann von der Kühlung her kein Problem sein.
    “Pfizer will sich damit aus seinen vertraglichen Verpflichtungen schleichen, nachdem es mit seinen unverschämten Bedingungen nicht durchgekommen ist.” Das glaub ich auch.

  153. Die Kühlung ist aber für die Verteilung in der Fläche sicherlich ein Problem.Es sollen ja nicht nur die Menschen in der Hauptstadt geimpft werden.

  154. Ein paar Verteilstationen braucht es schon, wo der Impfstoff für länger als 2 Wochen auf tiefen Temperaturen gehalten werden kann. Und von den Verteilstationen aus wird dann soviel in Gefriertruhen verteilt wie in 2 Wochen verimpft werden kann. Ein bißchen Infratruktur braucht es natürlich schon.

  155. Der Impfstoff von Curevac wird wohl erst im August zugelassen. Das liegt daran, dass sich bei den sinkenden Infektionszahlen zu wenig mit Corona infizieren. Klingt wie ein Witz. Die momentan geringe Verbreitung von Corona verhindert die Zulassung des Impfstoffs.

    Diese Woche wurde bekannt, dass mit einer EU-Zulassung für Curevacs Covid-19-Impfstoff CVnCoV statt im Juni erst im August zu rechnen ist. Das aktuelle Abflauen der Corona-Infektionszahlen verzögere die Zulassung, teilte Unternehmenssprecherin Sarah Fakih am Mittwoch in Tübingen mit. «Der Grund, dass wir die klinischen Daten der Phase-3-Studie an die europäische Arzneimittelbehörde nicht so schnell liefern konnten wie geplant, ist, dass bisher nicht genügend Infektionen unter den Teilnehmern aufgetreten sind», sagte Fakih.
    Bislang sind in der Studie 59 Corona-Fälle aufgetreten. 160 werden benötigt. Das Zulassungsverfahren hake daran, dass sich in den Kontrollgruppen der klinischen Studie aktuell zu wenige Probanden mit dem Coronavirus angesteckt hätten. «Wir sind zuversichtlich, dass wir die benötigten 160 Infektionen unter den knapp 40.000 Probanden in absehbarer Zeit erreichen», erklärte Fakih. Dies habe aber nichts damit zu tun, dass Curevac nicht genug Teilnehmer an den Studien habe, sondern dass sich darunter wegen der abflauenden Ansteckungszahlen zu wenig Menschen angesteckt hätten. Es müssten keine neuen Teilnehmer für die Studie gesucht werden. «Wir hoffen, dass wir die letzten Daten unserer klinischen Studie bis Ende Juni bei der EMA vorlegen können», sagte Fakih. Die Phase-IIb/III-Studie mit dem Namen HERALD führt Curevac in Europa (Deutschland, Niederlande, Belgien, Spanien) und Lateinamerika (unter anderem in Argentinien, Kolumbien und Mexiko) durch.

    https://www.pharmazeutische-zeitung.de/curevac-wartet-auf-mehr-corona-infizierte-in-zulassungsstudie-126194/

    Schwierigkeiten bei der Ermittlung der Wirksamkeit des Impfstoffs
    Mittlerweile sind aber laut Curevac die notwendigen 40.000 Probandinnen und Probanden geimpft. Doch bisher hätten sich zu wenige Probanden in der klinischen Studie mit SARS-CoV-2 infiziert, sodass sich die Wirksamkeit des Impfstoffs noch nicht verlässlich ermitteln lässt. Wie wirksam ein Impfstoff ist, berechnet sich aus dem Vergleich der aufgetretenen Corona-Infektionen zwischen der Placebogruppe und den Geimpften. Für den Vergleich sollen in der Studie insgesamt 160 Corona-Infektionen auftreten. Das Ziel hat Curevac noch nicht erreicht – zunächst war von 59 aufgetretenen Corona-Infektionen die Rede, mittlerweile sind laut Medienberichten 111 Corona-Infektionen in der Studie aufgetreten.

    https://www.swr.de/wissen/warten-auf-den-curevac-corona-impfstoff-100.html

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant laut eines Medienberichts den Corona-Impfstoff des Tübinger Herstellers Curevac nicht mehr für die laufende Impfkampagne ein. Das habe Spahn den Gesundheitsministern der Länder während der vergangenen Ministerkonferenz gesagt, berichtete der “Mannheimer Morgen” (Freitagsausgabe) unter Verweis auf Regierungskreise. Demnach sprach Spahn von einer “der größeren Enttäuschungen”.

    https://rp-online.de/panorama/coronavirus/corona-impfstoff-curevac-impfstoff-offenbar-vorerst-aus-impfplaenen-gestrichen_aid-59257693

    Nach negativen Berichten zu den Impfstoffplänen der Regierung mit Blick auf Curevac sind die Papiere des Tübinger Biotechunternehmens unter Druck geraten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plane den Impfstoff des Herstellers nicht mehr für die laufende Impfkampagne ein, berichtete der »Mannheimer Morgen« unter Berufung auf Regierungskreise. Die Titel fielen daraufhin um bis zu 13,7 Prozent auf ein Fünf-Wochen-Tief von 74,70 Euro.
    Einem Händler zufolge werden die Aktien zusätzlich durch die verzögerte Zulassung der Curevac-Vakzine belastet. Seit Dienstag haben die Anteilsscheine insgesamt mehr als 20 Prozent an Wert verloren.

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/curevac-aktie-stuerzt-nach-ausschluss-von-deutscher-impfkampagne-ab-a-32e0d76a-5141-4142-924b-938d15343d9a

  156. Man versteht aber, warum es die Pharmafirmen so eilig hatten, mit ihrem Impfstoff die ersten auf dem Markt zu sein.
    Den letzten beißen in diesem Business offenbar die Hunde.

  157. Der Weg aus der Pandemie ist den Wahn durch Vernunft zu ersetzen. Auf allen Ebenen.
    Genau Nestor.

  158. Gerade habe ich mit 2 Leuten geredet, die sich impfen haben lassen.
    Die eine ist aus dem ehemaligen Jugoslawien und hat sich deshalb impfen lassen, damit sie reisen kann. Nach Hause zu ihrer Familie in Serbien, oder auf Urlaub nach Kroatien an die Adria.
    Ihre Motivation war also überhaupt nicht gesundheitlicher Natur. Sie sagt selber, daß sie der Impfung nicht traut, aber anders sieht sie keine Möglichkeit, in ihre alte Heimat zu reisen.
    Sie wird also durch die in Österreich geltenden Covid-Maßnahmen dazu genötigt.
    Der andere gehört einer bzw. mehreren Risikogruppen an, ist kränklich, geht auf den 70-er zu und hat sich deshalb dazu entschlossen.
    Nachdem er vor einigen Tagen die 2. Impfung gekriegt hat, liegt er jetzt mit einer Nach-Impfung-Covid-Erkrankung flach. Er lebt allein und hat nicht bedacht, daß die Impfung Folgen haben kann. Jetzt muß er versuchen, irgendwelche Freunde oder Freundinnen zu motivieren, daß sie sich um ihn kümmern. Weil er ist nicht imstande, einkaufen zu gehen und dergleichen.
    Nur soviel zum Impfgeschehen.

  159. Anfang des Monats veröffentlichte Dr. Byram Bridle, ein Virusimmunologe, diese Studie, die der Öffentlichkeit zunächst vorenthalten wurde, in der der Konzern die Ausbreitung von Lipid Nanopartikeln, die den Container für die mRNA darstellen im Körper, deren Anreicherung im Knochenmark und, für Frauen interessant, vor allem auch in den Eierstöcken, während in den Hoden keine derartigen “Signale” gefunden wurden. Frauen scheinen mithin stärker vor der Wahl zwischen Pest oder Cholara zu stehen als Männer, zumindest was die Auswirkungen der mRNA Impftechnolgie auf Fortpflanzungsorgane betrifft.
    Nach den Daten der japanischen Studie wurden Lipid-Nanopartikel im gesamten Blut gefunden, das innerhalb von vier Stunden durch den Körper zirkuliert. Diese setzten sich dann in grossen Konzentrationen in den Eierstöcken, dem Knochenmark und den Lymphknoten ab.
    In einem dreistündigen Gespräch vom 10. Juni 2021 sprach Dr. Robert Malone, Erfinder der mRNA-Impfstofftechnologie, mit dem Evolutionsbiologen Brett Brownstein, Ph.D., über mehrere Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit den Impfstoffen von Pfizer und Moderna.
    https://www.youtube.com/watch?v=aMB1dRJNHe8

  160. Gerade hat mich beim Fleischhauer wer gefragt, ob ich „schon meine Impfung habe?“
    Ich mußte mich sehr zurückhalten, um der Frau nicht an die Gurgel zu springen.
    Nicht nur, daß diese Gutbürger wie die Hammelherde zur Impfbank rennen, sondern sie ermahnen auch oberlehrerhaft andere, doch brav ihre Hausübungen zu machen.

  161. Unten verlinkte Studie legt nahe, dass ab Herbst mit einem ganzen Strauß von so noch nie grassierenden Krankheiten zu rechnen sein wird:
    Zu erwarten sind hauptsächlich Blut- und Gefäßkrankheiten (wie Thrombosen), neurodegenerative Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Prionen-Probleme (bekannt vom Rinderwahn). Plausibel ist auch das Spike-Protein-“Shedding”, also die Übertragung des Proteins von einer geimpften auf eine ungeimpfte Person, eine komplette Wundertüte, aber “Symptome” bei Ungeimpften sind zu erwarten. Dann die echten DNA-Veränderungen – “wobei injizierte mRNA letztendlich in die Keimzellen-DNA für eine transgenerationale Übertragung eingebaut werden könnte.”
    Worse Than the Disease? Reviewing Some Possible Unintended Consequences of the mRNA Vaccines Against COVID-19
    Stephanie Seneff Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory, MIT, Cambridge MA, 02139, USA
    Greg Nigh Naturopathic Oncology, Immersion Health, Portland, OR 97214, USA
    In: International Journal of Vaccine Theory, Practice, and Research, 2021-05-10
    https://ijvtpr.com/index.php/IJVTPR/article/view/23
    Übersetzung:
    file:///C:/Users/Donald/Downloads/Schlimmer%20als%20die%20Krankheit%20-deutsche%20Vers..pdf

  162. Angeblich wurden hierzulande pro Kopf 8 Impfdosen bestellt, weil man damit rechnet, die Leute jährlich oder halbjährlich neu zu impfen.

  163. Israel faces new coronavirus outbreak due to the Delta variant

    Israel, the world’s third-most vaccinated country by share of the population, is experiencing a new outbreak of COVID-19 due to the more contagious Delta variant. The Health Ministry reported 343 new cases on July 4, the most cases in three months. Since first being detected on April 16, the Delta variant now comprises 90 percent of coronavirus cases in Israel.
    (…)
    Not only is the Delta variant more contagious, but it also appears to partially evade immunity provided by the vaccines which had previously been regarded as the most effective, including the Pfizer-BioNTech mRNA vaccine. According to the Ynet news site, Health Ministry data show that the Pfizer vaccine is now 64 percent effective in preventing infection, whereas before the rise of the Delta variant in Israel it was 94.3 percent effective.

    https://www.wsws.org/en/articles/2021/07/06/isra-j06.html

  164. Die Impfstoffe gegen Covid-19 erhitzen weiterhin die Gemüter. Während vielerorts bereits über die Ausweitung der Impfung auf Kinder und Jugendliche nachgedacht wird, mehren sich die Stimmen derer, die nicht ins Raster der klassischen Schwarz/Weiß-Kategorisierung „Impfgegner“ passen. Eine diese Stimmen, vielleicht die mit dem meisten Gewicht, ist die Stimme von Dr. Robert Malone. “Nicht nur hat sich Dr. Malone selbst bereits impfen lassen, er ist auch der Erfinder der technologischen Plattform von mRNA-Impfungen. Und er geht hart mit den Zulassungsbehörden ins Gericht, denen er krasses Pflichtversäumnis vorwirft, zuletzt im Interview mit unserem amerikanischen Kollegen und Koorperationspartner Dan Horowitz. Wir dokumentieren den Wortlaut des ersten und wichtigen Teils eines längeren Interviews von Dan Horowitz mit Dr. Robert Malone als schriftliches Wortlautinterview und als Voice-Over-Podcast in deutscher Sprache.”

    Die Zulassungsbehörden haben keinen blassen Schimmer:

    https://alschner-klartext.de/2021/07/03/die-zulassungsbehoerden-haben-keinen-blassen-schimmer/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.