Update Coronavirus

DIE ZWEITE WELLE IST DA
und es macht sich in Europa noch größere Ratlosigkeit breit als im Frühjahr
– als es gar keine Masken gab,
– als es keine Schutzausrüstung gab,
– die Desinfektionsmittel knapp waren,
– keine Test-Kits für PVR-Tests aufzutreiben waren,
– und es kaum Labore gab, um sie auszuwerten.
Damals stellte sich heraus, die die Produktion von all dem, als auch von verschiedenen Medikamenten, nach Fernost, vor allem China, verlagert worden war.
Der BND (deutscher Auslandsgeheimdienst) veranlaßte damals eine Anfrage, ob das nicht einer Gefährdung der nationalen Sicherheit gleichkäme, die Produktion solcher strategisch wichtigen Güter ins Ausland zu verlegen?
Die Antwort ist nicht bekannt, aber offensichtlich geht Marktwirtschaft vor nationaler Sicherheit.
Diesbezüglich hat sich übrigens nicht viel geändert, nur wird in China inzwischen wieder frisch und munter produziert, weil die die Coronavirus-Pandemie längst hinter sich haben. Also kann das seuchengebeutelte Europa wieder dort einkaufen.
Gleichzeitig wird gegen China gewettert, daß die dort unlauteren Wettbewerb betreiben, ihre Bevölkerung unterdrücken, gegen ihre Minderheiten Bambus-GULAGS betreiben usw. usf.
Die in Ostasien erfolgreiche Strategie, viel zu testen und zeitlich begrenzte lokale und nationale Quarantänen zu verhängen, hat sich in Europa nicht durchsetzen können. Die Gründe sind mannigfaltig: Das Privateigentum, verfassungsmäßig garantierte Rechte, offene Grenzen und ein Instanzenweg in der EU, der gemeinsames Handeln sowieso schwierig macht. Letztlich leben wir in einer Konkurrenzgesellschaft, die gemeinsames zielgerichtetes Handeln unmöglich macht. Darauf sollte man sich nichts einbilden. Das Coronavirus zeigt nur die eigentliche Krankheit deutlich auf.
Die jetzt wieder wöchentlich aufgefrischten Todesraten (pro Kopf der Bevölkerung) sehen aus wie folgt:
0,001233968944852 Belgien
0,000865576586660 Spanien
0,000773621953909 UK
0,000744387324901 Italien
0,000635887331512 Frankreich
0,000596847918716 Schweden
0,000559584009697 Moldawien
0,000557070385082 Tschechien
0,000487545666199 Holland
0,000431575138429 Rumänien
0,000414123457931 Irland
0,000385290391567 Schweiz
0,000349779910175 Luxemburg
0,000315659355575 Portugal
0,000295003783989 Ungarn
0,000229592586234 Ukraine
0,000218931355720 Rußland
0,000186606904523 Österreich
0,000149146213080 Deutschland
0,001122597170026 Peru
0,000838625098676 Chile
0,000797335968317 Bolivien
0,000784106250212 Argentinien
0,000777670251234 Brasilien
0,000758836611690 Mexiko
0,000751505675237 Ecuador
0,000742698545151 USA
0,000697680288158 Kolumbien
0,000686703534503 Panama
0,000307097011946 Honduras
0,000287242584398 Kanada
0,000211758149902 Dominikanische Republik
0,000496110837973 Iran
0,000338010829831 Südafrika
0,000294583157582 Irak
0,000136203480351 Türkei
0,000093237410906 Indien
Zuwachsraten:
Tschechien + 0,000106507044600
Belgien + 0,000104886485529

Schweiz + 0,000063110914818
Italien + 0,000054792424671
Ungarn + 0,00004553474987
Spanien + 0,000041103688385
Rumänien + 0,000040006677387

Argentinien + 0,000037969134159
UK + 0,000036396176445
Frankreich + 0,000035526099742
Portugal + 0,000034382588269

Österreich + 0,00002808652988
Iran + 0,000028007242861
Moldawien + 0,000027035764938
Ukraine + 0,000025125136207


USA + 0,000024694941286
Kolumbien + 0,000022255149529
Mexiko + 0,000021888919718
Panama + 0,000018033181053
Holland + 0,000017651550411
Chile + 0,000013599633505
Rußland + 0,000012248336514
Brasilien + 0,000011650632098
Peru + 0,000009091670126
Ecuador + 0,00000851285615
Honduras + 0,000008167473722
Südafrika + 0,00000610509314
Bolivien + 0,000004061133964
Indien + 0,000001845646824
Die hervorgehobenen Länder sind seit der letzten Woche in der Hierarchie nach vorne gerückt.
Das Coronavirus ist eindeutig und massiv in Europa durchgestartet und ein Ende ist nicht abzusehen. Belgien und Tschechien führen weltweit bei den Zuwachsraten der letzten Woche. Es steht zu befürchten, daß bald diejenigen Länder folgen werden, wo derzeit die Ansteckungsrate besonders hoch ist.
Ein eigenes Kapitel sind die USA. Dort steigen die Infektionen und die Todesrate wieder stärker an. Die USA sind in beiden Kategorien Spitzenreiter weltweit, mit 11 Millionen nachgewiesenen Infizierten und 246 006 Coronavirus-Toten.
Die beiden Grafiken von der Website
https://lab24.ilsole24ore.com/coronavirus/#
zeigen diese Pole Position deutlich:


Während bei den nächstplazierten Indien und Brasilien zumindest eine Abschwächung des Trends sichtbar ist, deuten beide Graphen bei den USA weiterhin nach oben.
Während medizinisches Personal heroisch im Einsatz ist, quer durch alle Einzelstaaten, scheinen Führung und Volk die Pandemie als eine Art Schicksal aufzufassen, das man eben ertragen muß.
Eine trostlose Stellung angesichts der wissenschaftlichen Fortschritte, die eine ganz andere Art von Bekämpfung ermöglichen würden. Und der Mittel, über die diese Nation verfügt.

148 Gedanken zu “Update Coronavirus

  1. Corona: Tauziehen im Teil-Lockdown
    Bund und Länder ringen erfolglos um Verschärfungen. Merkel kündigt aber für nächste Woche “sehr viel weitergehende und längerdauernde Beschlüsse” sowie Rechtsänderungen an. “Es müssen 75 Prozent Kontakte weniger sein.”
    Nach dem Lockdown ist vor dem Lockdown
    Am 18. November will die Bundesregierung das angepasste Infektionsschutzgesetz verabschieden lassen, das Corona-Sondermaßnahmen verewigt
    Kritik am “medizinisch-politischen Komplex” in Covid-Zeiten
    Der Herausgeber der britischen Medizinzeitschrift BMJ sagt, Wissenschaft werde von Politik unterdrückt, sie picke sich letztlich heraus, was ihr passt

  2. Danke @NN für diesen Hinweis.
    Sehr schöner Beitrag von Thomas Moser auf Telepolis (Nach dem Lockdown ist vor dem Lockdown). Auch das korrupt/heuchlerische Wirken der gesamten „radikalen“ und „gemäßigten“ Linken während dieser „Pandemie“, inkl. ihre Hetze gegen Maßnahmen-Kritiker außer- und innerhalb der Wissenschaften, finden am Beispiel der Partei „die Linke“ kurz Erwähnung.

  3. Ich weiß nicht genau, was mit korrupt/heuchlerisch jetzt eigentlich kritisiert werden soll.
    Daß diese ganzen Parteien die beschlossenen Gesetze im Grunde trotz aller Abers mittragen, ist ja nicht weiter verwunderlich. Es handelt sich um Politiker, die Verantwortung tragen wollen und die Pandemie bietet hierzu eine ausgezeichnete Gelegenheit. Ob Regierungspartei oder Opposition, alle können beweisen, daß sie nur das Allgemeinwohl im Auge haben und nicht irgendwelche schnöden Partikularinteressen.
    Dazu gehört natürlich auch, daß man Unvernünftige in deren eigenem Interesse in ihren bürgerlichen Grundrechten einschränken muß.
    Soweit der Konsens der Politiker beim Erlassen des Gesetzes.
    Das Gesetz selber schaut natürlich dann genauso aus wie die gesamte Pandemiebekämpfung bisher: Verbote und Strafen statt medizinisch gebotener Vorgangsweise.
    Vermutlich wird dieses Gesetz in all seinen Bestimmungen die Gerichte noch sehr lange beschäftigen.
    Es ist fraglich, wie weit sich ein solches Gesetz überhaupt durchsetzen läßt.

  4. “Es müssen 75 Prozent Kontakte weniger sein”, so Merkel.
    Tja. Ich sagte ja schon vor zwei Wochen. Dass die beschlossenen Maßnahmen nicht zu den hauptsächlichen Infektionswegen passen, die das RKI ermittelt hat und das schließen der Gastronomie nicht viel bringen wird. Andererseits kann man solche Sätze wie oben von Merkel zwar aus epidemiologischen Simulationen schließem, aber ob 75% der jetzigen schon reduzierten Kontakte möglich sind ohne komplett die gesellschaftliche Reproduktion lahmzulegen, steht auf einem anderen Blatt. Das hätte man im Sommer noch machen können oder ganz am Anfang wie China. In der momentanen Situation halte ich das nicht für möglich.

  5. Ausnahmerecht
    Infektionsschutzgesetz im Bundestag
    Von Arnold Schölzel
    Wenn Ursula von der Leyen »entscheidende Aktionen jenseits unserer östlichen Grenzen« wie am vergangenen Freitag vor der antirussischen NATO-Festivität »Riga Conference« ankündigt, wird das kaum zitiert. Wenn die Luftwaffe vom Bundestag grünes Licht für die »derzeit größte Einzelbewilligung« (FAZ vom 16. November) erhält, um 38 Eurofighter noch in diesem Monat zu bestellen und 5,4 Milliarden Euro dafür zu verpulvern, regt das in den von kalifornischen Monopolen und US-Geheimdiensten gelenkten »sozialen Medien« nicht weiter auf. Wer viel von der Pandemie spricht oder brüllt, wie AfD plus Bild, kann von größeren Bedrohungen schweigen.
    Zu denen gehört die Selbstdemontage parlamentarischer Macht. Der legalistische Arm des auf verschärfte Unterdrückung erpichten deutschen Groß- und Kleinbürgertums, die AfD, spricht die eigenen Träume aus, wenn sie ein Infektionsschutzgesetz mit Diktatur gleichsetzt. Das sollte am Mittwoch dem inszenierten Krawall im und vor dem Reichstagsgebäude nachhelfen – bild.de lieferte in Endlosschleife Live-Aufnahmen dazu.
    Der reaktionäre Staatsumbau hat vor langer Zeit eingesetzt. Den Meilenstein auf diesem Weg setzte die Selbstabschaffung der DDR-Volkskammer 1990. Seitdem musste es kein westliches Parlament mehr so genau nehmen. Allein die Schaffung eines Monstrums wie der Treuhand unter Freistellung von allen Rechtsnormen war vor 1989 in der BRD undenkbar. Unvorstellbar war bis 1998/1999, dass SPD und Grüne das Mandat für einen Angriffskrieg erteilen. Heute ist das Gewohnheit. Die Repressionsgesetze, mit denen Grundrechte nicht eingeschränkt, sondern wirklich abgeschafft werden können, sind seit den Anschlägen des 11. September 2001 kaum noch zählbar.
    Das Verordnungschaos in der Pandemie bestätigt die antiparlamentarische Konterrevolution. Denn die Bundesregierung hat nicht, wie Jan Korte (Die Linke) die Ablehnung des Gesetzentwurfes durch seine Fraktion begründete, den Sommer »verpennt«, es handelt sich auch nicht um eine »schleichende Demokratiekrise«, sondern darum, dass das Regieren mit Ausnahmen vom Recht nach innen und außen längst umgeschlagen ist in Regieren mit Ausnahmerecht. Angela Merkel mag persönlich Schwierigkeiten haben, mit der Bevölkerung zu diskutieren, die Unfähigkeit zur gesellschaftlichen Debatte ist systemimmanent. Was gehen das Finanzkapital die Interessen der Mehrheit an? Sein Auftrag lautet, für die Erhöhung des Ausbeutungsgrades den Sozialstaat zu demontieren, für den Rechtsstaat hat es nur zeitweilig etwas übrig. Die AfD im und die Demonstranten vorm Parlament brachten am Mittwoch in lautstarkem Wahn zum Ausdruck, was die Herrschenden praktizieren. Deren Maxime ist der Rechtsbruch als Rechtsregel, ihnen geht Macht vor Recht. Vor allem dann, wenn die Krise auf gewaltsame »Lösungen« drängt – national wie international. Siehe oben.
    Entschlossen irrational
    Berlin: Tausende demonstrieren gegen Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Polizei löst Kundgebung am Brandenburger Tor auf
    Von Nico Popp
    Am Mittwoch hat der Bundestag die von der Bundesregierung gewünschten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes mit 415 gegen 236 Stimmen gebilligt. Ungeachtet des Verbots der zuvor angemeldeten Kundgebungen haben parallel zwei größere Demonstrationen von Gegnern der Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie stattgefunden. Die Hauptkundgebung auf der Straße des 17. Juni wurde nach einer Anmeldung von der Polizei zunächst toleriert. An den Zugängen wurde von Polizeibeamten dazu aufgefordert, einen Mund-Nase-Schutz anzulegen. In den allermeisten Fällen verschwand der kurz darauf wieder in der Tasche.
    Bis zum Mittag hatten sich auf der Straße des 17. Juni vom Brandenburger Tor bis zur Höhe Yitzhak-Rabin-Straße etwa 10.000 Menschen versammelt. Gleichzeitig fand auf und an der Marschallbrücke in Sichtweite des Reichstagsgebäudes eine weitere Kundgebung statt, an der rund 3.000 Menschen teilnahmen. An beiden Veranstaltungen beteiligten sich erneut als solche erkennbare Neonazis und Mitglieder faschistischer Kleinparteien. Die AfD war als einzige Bundestagspartei mit Fahnen und einzelnen Abgeordneten präsent. Weniger sichtbar als bei der »Querdenken«-Demonstration Ende August waren diesmal die seinerzeit zahlreich und gut organisiert aufgetretenen »Reichsbürger« sowie die damals auffällige »Q-Anon«-Sekte.
    Falsch wäre es indes, zu suggerieren, Neonazikader hätten das Bild dieser Demonstrationen geprägt oder gar den Ton angegeben. Wie schon bei der Demo Ende August bleibt der vorherrschende Eindruck, dass sich die Masse der Teilnehmenden aus Esoterik- und Alternativmilieus rekrutiert, die in erster Linie ein entschlossener Irrationalismus und in zweiter Linie ein erschreckend niedriges politisches Niveau verbindet.
    Impfgegner, Hippies, Evangelikale, Gegner des 5G-Netzausbaus, Veganer, dazu die AfD-Klientel, »Reichsbürger«, Neonazis und Leute, die die Ideologie von Grundgesetz, »Freiheit«, »Demokratie« und »Rechtsstaat« so gründlich geschluckt haben, dass sie glauben, diese Schönheiten gegen Merkel und die »DDR 2.0« verteidigen zu müssen: Das war in der Hauptsache das Spektrum, das am Mittwoch in Berlin demonstriert hat. Es ist ohne Zweifel mobilisierungsfähig; nicht ausgeschlossen ist, dass hier eine »Pegida«-Bewegung neuen Typs Gestalt annimmt.
    Von innen wirkte die Demonstration erneut unorganisiert und konfus; stellenweise ähnelte sie einer Geisterbahn. Zu sehen waren Aluhüte, süddeutsche Trachten und schwarz-weiß-rote Fahnen mit Symbolen der Friedensbewegung. Das sowjetische Ehrenmal im Tiergarten, das zugleich eine Kriegsgräberstätte ist, war mit Kreideherzchen beschmiert; auf einem der für Helden der Sowjetunion errichteten Sarkophage saßen Hippiegestalten, die, einen qualmenden Aschenbecher neben sich, ihre Trommeln bearbeiteten. Auf der unweit errichteten Lkw-Bühne erläuterte ein Redner den Weg zu »Menschlichkeit und Demokratie«: »Vor Jahrhunderten« bereits sei die »väterliche Liebe« verlorengegangen; die »Brahma-Kultur« sei der Weg, um sich »von diesem System« unabhängig zu machen. Auf der Marschallbrücke rief ein Redner dazu auf, die »Stasizentralen« zu besetzen.
    Kurz nach 12 Uhr beendete die Polizei mit Verweis auf zahlreiche Verstöße gegen die Hygienebestimmungen die Versammlung im Tiergarten. Teilnehmer, die den Versammlungsort nicht räumten, wurden mit Wasserwerfern »beregnet«. Die Polizei meldete bis zum Nachmittag 191 Festnahmen.

  6. “sondern darum, dass das Regieren mit Ausnahmen vom Recht nach innen und außen längst umgeschlagen ist in Regieren mit Ausnahmerecht.” Was soll man den davon halten? Sagt Schölzel hier sinngemäß: Von wegen Ermächtigungsgesetz, es wird doch schon längst jenseits geltenden Rechts regiert. Das ist schon längst der Normalfall. Hm. Wenn das wäre, warum dann überhaupt noch Gesetze ändern.
    “Die AfD im und die Demonstranten vorm Parlament brachten am Mittwoch in lautstarkem Wahn zum Ausdruck, was die Herrschenden praktizieren.” Hä. Wieso ist es ein Wahn, wenn die Herrschenden den Wahn praktizieren?
    “Deren Maxime ist der Rechtsbruch als Rechtsregel, ihnen geht Macht vor Recht.” Wessen Maxime? Die Maxime der Afd-Demonstranten oder der Herrschenden? Soll das heißen die Herrschenden verhalten sich unrechtmäßig. Sind ein Unrechtsregime.

  7. Die theortischen Schlussfolgerungen der Corona-Leugner kann man in ihren praktischen Folgen in der Haltung der Trump-Administration sehen.
    Erläutert werden sie von Detlef Georgia Schulze bei Heise/Telepolis:
    “Würden die Leute gar nicht wegen Covid-19 ins Krankenhaus kommen, sondern nur bloß zufällig neben einer ohnehin anstehenden Krankenhaus-Behandlung infiziert sein, so bräuchte man auf das Problem einer eventuellen Überlastung der Krankenhäuser gar nicht einzugehen. Er tut es aber trotzdem und verrät uns dadurch sein politisches Credo: Statt die Zahlen der Covid-19-Neuinfektionen (und folglich Krankenhaus-Einlieferungen) möglichst niedrig zu halten, möchte er lieber:
    – die Pflegequalität verschlechtern: “Wenn wir wirklich in Not geraten, dann wird der Gesundheitsminister hoffentlich nicht darauf beharren, dass der gesetzlich vorgeschriebene Personalschlüssel eingehalten wird.”
    – die Beschäftigten zu Mehrarbeit verpflichten: “Der Betriebsrat wird ausnahmsweise mehr Überstunden zulassen. Die Teilzeitangestellte wird ausnahmsweise Vollzeit arbeiten.”
    – und RentnerInnen in die Lohnarbeit zurückpressen: “Die berentete Krankenschwester wird nicht wie bislang sagen: ‘Ihr fahrt den Laden seit Jahren auf Verschleiß, ich helfe euch nicht bei der Umsetzung eurer miesen Personalpolitik.'”
    https://www.heise.de/tp/features/Fehlschluss-Didaktik-4962373.html

  8. “Selektive Sichtungen von PR-Arbeitern und Fans amtlicher Corona-Narrative erkennt man hier schon am Gebrauch eines bekannten Diffamationsbegriffes aus dem umfangreichen Repertoire ihres demokratischen Hexenhammers.”
    Welcher Begriff soll das sein? Ich finde den Artikel von Schulze bei Heise ganz gut. Und in dem Video mit Dr. Paul Brandenburg kommen auch ein paar (mir) einleuchtende Argumente
    z.B. 1. Verlegen von Patienten ist ganz normal. 2. Wichtig ist nicht die Zahl der Infizierten, sondern der mit Covid 19 erkrankten
    Fraglich ist z.B. die Einschätzung Covid sei vergleichbar mit einer Mittelschweren Grippe. Da sagte Streek neulich, der ja nicht gerade für Alarmismus bekannt ist, dass die Sterblichkeitsrate bei Covid schon deutlich höher liegt als bei einer Grippe. Faktor 4 oder 5.
    “warum regiert die Politik bei SarsCov2 so drastisch, bei anderen großen Problemen wie Krankenhauskeimen aber so gut wie gar nicht?” Das kann man beantworten. Krankenhauskeim sind nicht so infektiös im Vergleich mit corona. Sie werden nicht über Aerosole in der Luft übertragen. Daher besteht nicht die Gefahr, dass eine Durchseuchung der Gesellschaft das kapitalistische Geschäft lahm legt. Von den reinen Todeszahlen ist das vielleicht vergleichbar, da gibt es vieles was mit wenig Geld viele Tote verhindern würde. Es ist ja schon unglaublich zynisch, dass es multiresistente Krankhauskeime, damit man zu dem Schluss kommt, dass Reinigungspersonal besser zu bezahlen bzw. die Arbeitshetze zu verringern, damit mehr Zeit für eine gründlichere Reinigung der Räume bleibt. Auf die Menschenleben pur ist geschissen im Kapitalismus. Als Ressource des kapitalistischen Geschäfts wird sie aber auf Teufel komm raus geschützt. Gleichzeitig ist es eine Gelegenheit massiv dem nationalen Kapital Geld in den Arsch zu blasen, damit es sich auf dem Weltmarkt durchsetzt.

  9. @Phineas
    Jetzt kenne ich mich überhaupt nicht mehr aus.
    In dem von dir verlinkten Artikel geht es doch um etwas ganz anderes als Politiker und Gesetze, und von Korruption ist dort gar keine Rede.
    Ich mache darauf aufmerksam, daß ich Scherzkekse früher oder später sperre, wenn sie einen gewissen Diskussionsernst vermissen lassen.

  10. @Kehrer

    Als Ressource des kapitalistischen Geschäfts wird sie aber auf Teufel komm raus geschützt. Gleichzeitig ist es eine Gelegenheit massiv dem nationalen Kapital Geld in den Arsch zu blasen, damit es sich auf dem Weltmarkt durchsetzt.

    Diese Vorgangsweise kommt allerdings derzeit sowohl dem Staat wie auch großen Teilen der Wirtschaft recht teuer.

  11. Als Zweck lese ich bei TG gelegentlich heraus, dass es um die Vernichtung als überflüssig einsortierter Teile des Proletariats gehen täte, zumindestens darum, dass die dort Überzähligen nicht mehr weter, wie es schönfärberisch ungeachtet diverser Verarmungsprogramme formuliert wird, ‘mit durchgefüttert werden’. So scheint es mir, dass er die bei den Rechten festgestellte “Gleichgültigkeit” bzw. Rücksichtslosigkit gegenüber den Alten und ‘Vulnerablen’ so übersetzt. Oder was genau ist sonst der Inhalt des von NN verlinkten Kommentars zu Detlef Georgia Schulze? Dessen Schlussfolgerungen aus der Kritik der falschen Mathematik-Berechnungen hatte ich ja oben herauskopiert. Rücksichtslosigkeit ist aber nicht identisch mit Vernichten-Wollen. Volksgesundheit als Begriff erfordert die Aufrechterhaltung einer arbeitsfähigen Klasse. Allerdings zeigen die Populisten, dass heutzutage nicht um Arbeitsfähige Proleten geworben werden muss. Sondern Arbeiter billig sind wie Dreck. Zumindestens wenn man sich die dort verdienten Löhne anguckt. Sind ja daher auch mehrheitlich prekär beschäftigte Frauen. Anscheinend eben bis in die Krankenhäuser im gesamten Medizin- und Pflegebereich, davon sind zumindestens die oben von mir herauskopierten Zitate überzeugt.
    —-
    Arme werden aufgrund der Pandemie noch ärmer:
    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1144661.corona-macht-arme-noch-aermer.html

  12. TG sieht oft böse Zwecke am Werk, wo ich nur gescheiterte Pläne sehe.
    Natürlich würden die meisten europäischen Regierungen gerne sehen, wenn sich diverse „Überflüssige“ morgen in Luft auflösen und die Staatskasse nicht weiter belasten würden.
    Abgesehen davon, daß die Wegrationalisierung solcher Kosten auch schon in Vor-Corona-Zeiten nicht so einfach war – an den Unnützen hängen oft Nützliche dran bzw. Kinder, über deren Einsatz noch gar nichts entschieden ist – geht im Augenblick sowieso alles drunter und drüber und niemand weiß, welche Kosten auf die Staatskassen noch zukommen, bei wegbrechenden Einnahmen und deshalb galoppierender Verschuldung.

  13. “Aktuell” sind diese Befunde nun wirklich nicht, das konnte man schon vor Monaten lesen. Wo es herkam, ist damit eh überhaupt nicht gesagt. Schließlich gibt es auch über China Artikel, die dort den Ausbruch schon viel früher gemeint haben feststellen zu können. Mit Sicherheit ist der Virus schon eine mehr oder längere Weile bei Menschen unterwegs gewesen, ehe das als Epidemie erkannt und eingeschätzt wurde.

  14. Das Rätselraten um die Herkunft (man bedenke – die Spanische Grippe wütete erst und verschwand dann spurlos) läßt Spekulationen darüber zu, wie die Sache weitergehen könnte – ob Mutationen auftreten, gegen die die Impfungen relativ wirkungslos sind.

  15. “Diese Vorgangsweise kommt allerdings derzeit sowohl dem Staat wie auch großen Teilen der Wirtschaft recht teuer.”

    Im Endeffekt kommt es immer der Arbeiterklasse teuer. Auf die eine oder andere Weise. Leser hat eine Weise verlinkt.

    “Rücksichtslosigkeit ist aber nicht identisch mit Vernichten-Wollen.”

    Zudem ist das ja nur die Bewältigungsstrategie der Pandemie im Gesundheitswesen. Nicht das Kapital wird herangezogen und stellt z.B. mehr Leute ein und bezahlt besser, sondern das vorhandene Personal wird einfach mehr ausgebeutet.
    Zu Tomgard: Ein Virus ist für Eugenik ziemlich untauglich, da er nicht berechenbar ist und mutieren kann. In zwei drei Jahren werden vielleicht zunehmend auch Junge krank. Dass die Patienten jünger werden, ist ja jetzt schon eine Tendenz.

  16. Eine chinesische Meinung, die ich relativ zu Anfang der Pandemiewelle gelesen habe, weist darauf hin, daß eine Covid-19-Erkrankung Folgen für die Fruchtbarkeit der Betroffenen haben könnte, zumindest wenn sie schwer verläuft.
    Aus Rußland lese ich inzwischen, daß bei schwereren Verläufen (d.h. Sauerstoffmangel über längere Zeit) die Hormonproduktion zurückgeht, und das deutet in diese oben angedeutete Richtung.

  17. Wieder einmal die Auffrischung der Statistik – Todeszahlen im Verhältnis zur Bevölkerung.
    0,001342966910632 Belgien
    0,000904854388061 Spanien
    0,000820653582167 Italien
    0,000818552717634 UK
    0,000721582851940 Frankreich
    0,000660005260489 Tschechien
    0,000620280299690 Schweden
    0,000594505206074 Moldawien
    0,000514612258344 Holland
    0,000484851111299 Rumänien
    0,000463975638954 Schweiz
    0,000423783538593 Irland
    0,000415263820299 Luxemburg
    0,000365387844823 Portugal
    0,000365217309417 Ungarn
    0,000261267948246 Ukraine
    0,000249857769813 Österreich
    0,000246321604633 Rußland
    0,000167350612194 Deutschland
    0,001134730067834 Peru
    0,000853704190218 Chile
    0,000823149349273 Argentinien
    0,000803202050710 Bolivien
    0,000795967597270 Brasilien
    0,000783702611043 Mexiko
    0,000773682110075 USA
    0,000758339124392 Ecuador
    0,000723789681460 Kolumbien
    0,000704977157971 Panama
    0,000310690700384 Honduras
    0,000300437007200 Kanada
    0,000214172935822 Dominikanische Republik
    0,000536624152177 Iran
    0,000348174803576 Südafrika
    0,000302291162482 Irak
    0,000145318987866 Türkei
    0,000096177982093 Indien
    Zuwachsraten:
    Belgien + 0,00010899796578
    Tschechien + 0,000102934875407
    Frankreich + 0,000085695520428
    Schweiz + 0,000078685247387
    Italien + 0,000076266257266
    Ungarn + 0,000070213525428
    Österreich + 0,00006325086529
    Rumänien + 0,00005327597287
    Portugal + 0,000049728489248
    UK + 0,000044930763725
    Iran + 0,000040513314204

    Spanien + 0,000039277801401
    Argentinien + 0,000039043099061
    Moldawien + 0,000034921196377
    Ukraine + 0,000031675362012
    USA + 0,000030983564924
    Holland + 0,000027066592145
    Rußland + 0,000027390248913

    Kolumbien + 0,000026109393302
    Mexiko + 0,000024865999353
    Brasilien + 0,000018297346036
    Panama + 0,000018273623468
    Chile + 0,000015079091542
    Peru + 0,000012132897808
    Südafrika + 0,000010163973745
    Ecuador + 0,000006833449155
    Bolivien + 0,000005866082393
    Honduras + 0,000003593688438
    Indien + 0,000002940571187
    In Belgien, das sich jetzt weltweit und an Zuwachsraten endgültig an der Spitze etabliert hat, ist die Situation angespannt, weil das Personal in den überlasteten Kliniken teilweise selbst infiziert weiterarbeitet, und dadurch die Infektionen erstens weiter verbreitet werden und zweitens auch schwerere Verläufe nehmen.
    In Tschechien errichtete die Armee ein Feldlazarett in Prag und die Regierung rief Gesundheitspersonal aus der Pension und aus dem Ausland zurück.
    Jetzt gehen die Infektionszahlen zurück und alle atmen auf. Auf die Todesrate wirkt sich das bisher noch nicht aus.
    In Frankreich hoffen die Behörden, den Zenit überschritten zu haben.
    In Lateinamerika ist in verschiedenen Ländern aus schwer erkennbaren Ursachen eine Stagnation eingetreten, die Infektion breitet sich langsamer aus, die Letalität geht zurück. Nur Argentinien kann mit Zahlen aufwarten, die denen Europas oder der USA vergleichbar sind.
    In Rußland steigen die Neuansteckungen weiter an – im Schnitt ca. 24 000 Neuinfektionen täglich – und die Zuständigen rechnen erst Ende Dezember mit Besserung. Es ist kein großer Unterschied zwischen den Regionen feststellbar, weder nach Infektions- noch nach Todesrate.
    Außerdem macht der Iran keine nennenswerten Fortschritte bei der Bekämpfung des Coronavirus und meldet Infektions- und Todeszahlen auf hohem Niveau.


  18. Wenn man sich diese Statistik (Quelle) über Infektionen und Todesfälle in den USA ansieht, so erscheint es so, als ob die USA bereits eine dritte Welle erleben, deren Ende nicht abzusehen ist.

  19. Dass es mehrere Viren-Stämme gibt, scheint Konsens zu sein. Berichtet wird (von Kekule) darüber, dass die Sorte, die die Pandemie befeuert habe, eigentlich erst eine Mutation des China-Virus sei, die von Norditalien aus Richtung ganz Europa übertragen worden sei. (Das könnte erklären, wieso das ursprünglich evtl. in Wuhan aufgetretene Virus anscheinend sich anders verhalten bzw. auswirken könnte.)
    Außerdem wurde berichtet, dass im Zusammenhang mit Nerzfarmen eine weitere Mutation entdeckt worden sei, vor allem in Dänmark.
    Gibt es über diese Meldungen von Mutationen irgendwo weitere wissenschaftliche Auskünfte? Und was bedeutet das für die diversen Test- und Impfprogramme?

  20. Fassen wir den derzeitigen Stand der Dinge zusammen:
    1. Über die Herkunft des Virus gibt es verschiedene Thesen (Barcelona: Bereits 2019 oder 2018 im Abwasser gefunden, in China entstanden, in Italien entstanden, aus den USA eingeschleppt)
    2. Über die Mutationen gibt es verschiedene Thesen
    (Mutation von Faultier oder Fledermaus auf Mensch, Mutation in Italien, Mutation seit dem Ausbruch)
    3. Über die Impfstoffe, die alle bereits im Gespräch oder im Umlauf sind, fehlt mir vollends der Überblick. Derzeit wird der von Pfizer propagiert, und soll von der EU empfohlen/angekauft werden, aber das sind bisher alles Ankündigungen.
    In Österreich arbeitet man an einem anderen Impfstoff:
    Rennen um den Impfstoff: Valneva geht den anderen Weg
    Im Land Salzburg wird eine Impfpflicht für Neueinstellungen in bestimmten Berufen überlegt.
    Ich nehme an, das ist aus verschiedenen Gründen unhaltbar. Da müßte man die Verfassung ändern.
    Die mangelnde Begeisterung für die Tests läßt eine ebenso fehlende Begeisterung fürs Impfen vermuten.

  21. Wettlauf der Corona-Impfstoffe: Zu schnell und zu gefährlich?
    Bald beginnt das große Impfen gegen Corona. Viele Menschen sind skeptisch oder haben Angst. Welche Impfstoffe werden zuerst gegen das Coronavirus eingesetzt? Welche Risiken und Nebenwirkungen könnten auftreten? Muss man sich impfen lassen?
    Die Covid-19-Pandemie im West-Ost-Konflikt
    Einzig Ungarn schert aus und hat aufgrund eines Schlupflochs in einer EU-Richtlinie den russischen Impfstoff Sputnik V zugelassen, Sicherheitsbedenken lassen sich bei den überstürzten Genehmigungsverfahren kaum geltend machen, auch Brexit-Großbritannien ist nun aus der EU-Politik ausgeschert
    Corona: Reisestopp, Massentests, Impfstoffzulassung
    Verschiedene Länder schlagen verschiedene Wege ein
    Ende des deutschen “Corona-Wunders”
    In Deutschland sterben immer mehr Menschen an Covid-19
    Corona: “Es wird keine Impfpflicht geben”
    Diese Ansage ist gerade allgegenwärtig. Ähnlich präsent war zuvor: “Es wird keinen zweiten Lockdown geben.” Steuern wir geradewegs auf eine Impfpflicht zu? Ein Kommentar

  22. Stiftung Corona Ausschuss: Sitzung 30: Unter der Lupe (u.a. mit Prof. Stefan Hockertz) – Auszug: „Wir reden nicht über einen Impfstoff, den es schon lange gibt, wir reden auch nicht über ein Impfprinzip, wofür es schon eine Zulassung gäbe. Diese Art der Impfung ist weltweit nicht zugelassen. Das heißt, wir können keine bezugnehmenden Daten irgendwo herausziehen, sondern es ist ein neues Impfprinzip. Das muss durch eine Toxikologie und eine Pharmakologie laufen, die hat eine Dauer von etwa vier Jahren. (…) Die Funktion des Immunsystems muss nachgewiesen werden. Das ist alles nicht gemacht worden. Es liegen keine Tox-Daten vor. Ich habe das [für die Zulassung von Impfstoffen verantwortliche] Paul-Ehrlich-Institut mehrfach befragt und keine Antwort erhalten. (…) Das heißt, wir machen Menschenexperimente, ohne über die Sicherheit des Produkts Bescheid zu wissen. (…) Da stellt sich dann die Frage der Haftung. Wer haftet eigentlich für die Schäden?“
    https://www.youtube.com/watch?v=fBtPbyvAgFI&feature=youtu.be&t=11047

  23. Zu den ersten, die geimpft werden sollen, zählen Angestellte und Bewohner von Altersheimen in Gibraltar.
    Der Pfizer-Impfstoff ist im UK bereits zugelassen und wird mit Präferenz nach Gibraltar geschickt, auch um zu zeigen, wie viel besser es den britischen Untertanen geht als den spanischen. Die Impfkampagne in Gibraltar hat also eine demonstrative Absicht, und auch Spanien schaut gespannt hinüber, wie groß dort die Impffreude sein wird.
    El País, das seit Jahren Impfgegner als Vertreter des dunkelsten Mittelalters brandmarkt, vor allem im Zusammenhang mit der Masernimpfung, stellt einen spanischen Altenpfleger vor, der als Krankenpfleger in Gibraltar arbeitet und sich kaum einkriegen kann vor Freude, endlich geimpft zu werden.
    Einmal sehen, wie die Angelegenheit weitergeht.
    Daß Großbritannien so vorprescht und noch weniger prüft, was die Impfung leistet und anrichtet, als die EU, ist sicher vielen nicht ganz unangenehm.
    Impfkampagnen-Flops und Impfschäden können dort vielleicht schon ausgetestet werden, bevor selbst schlechte Erfahrungen gemacht werden müssen.

  24. Wieder einmal die neuen Todeszahlen-Raten im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung:
    0,001509350643307 Belgien
    0,001000857187418 Italien
    0,000981987497515 Spanien
    0,000931372287995 Nordmazedonien
    0,000919853903520 UK
    0,000844862591141 Slowenien
    0,000835986145059 Bosnien
    0,000829507431328 Montenegro
    0,000828649248143 Tschechien

    0,000822070962638 Frankreich
    0,000684283621279 Schweden
    0,000681244951916 Moldawien
    0,000618789153756 Schweiz
    0,000605616609500 Rumänien
    0,000584061089555 Ungarn
    0,000579788550172 Kosovo

    0,000563482494161 Holland
    0,000551023146166 Luxemburg
    0,000518771585157 Kroatien
    0,000517833863482 Polen
    0,000473586159318 Portugal
    0,000440793680627 Irland
    0,000422084371037 Österreich
    0,000331742640481 Ukraine
    0,000287505700004 Rußland
    0,000267935603640 Serbien
    0,000226520921334 Deutschland
    0,001158707747143 Peru
    0,000887219605004 Chile
    0,000886737021212 Argentinien
    0,000857274390244 USA
    0,000850807385163 Mexiko
    0,000833803827525 Brasilien
    0,000811504813482 Bolivien
    0,000796618021774 Ecuador
    0,000779821268355 Kolumbien
    0,000762923779755 Panama
    0,000332684176528 Kanada
    0,000320709468149 Honduras
    0,000611440532060 Iran
    0,000370112885520 Südafrika
    0,000315722933398 Irak
    0,000176838440629 Türkei
    0,000101580864983 Indien
    Zuwachsraten:
    Ungarn + 0,000121807342546
    Italien + 0,000086195197704
    Österreich + 0,000083023782325
    Schweiz + 0,000081707132812
    Tschechien + 0,000071537388297
    Belgien + 0,000069370294433
    Rumänien + 0,000056705116645
    Portugal + 0,000049825615203
    USA + 0,000046155487805
    UK + 0,000044915711543

    Frankreich + 0,000042705954354
    Moldawien + 0,000042243382715
    Spanien + 0,000033630290497
    Ukraine + 0,000033277059563
    Panama + 0,000032219283482
    Mexiko + 0,000031068896347

    Iran + 0,000030928993644
    Argentinien + 0,000029310292132
    Kolumbien + 0,000025529184561
    Rußland + 0,000024183485991
    Holland + 0,000019663763524
    Brasilien + 0,000019198995439
    Chile + 0,000015363602703
    Belgien nimmt weiterhin die Spitzenposition ein und wird sie auch nicht so schnell abgeben.
    Sehr außer Kontrolle ist die Pandemie derzeit in Ungarn, Italien, den meisten Nachfolgestaaten Jugoslawiens und vor allem den USA, wo sowohl Infektions- als auch Todesraten steil nach oben weisen. Die Mediziner bereiten sich bereits auf eine dritte Welle vor, was natürlich auch auf Europa und andere Kontinente zukommen könnte.
    In Ungarn hatte die Pandemie zumindest den positiven Effekt, daß endlich einmal die Gehälter der Ärzte und des Pflegepersonals erhöht wurden, was auch dringend nötig war, weil durch die elende Bezahlung jeder abhaute in den Goldenen Westen und das Gesundheitswesen entsprechend unterbesetzt war.
    Eine sehr schlechte Figur machen derzeit außerdem die Schweiz, Moldawien und Rußland, wo keine Besserung in Aussicht ist. In Rußland gibt es auch eine hohe Sterblichkeit unter dem medizinischen Personal. Offenbar haut das mit den Schutzanzügen nicht so hin, und auch dort herrscht Personalmangel.

  25. Zu der vor einigen Tagen geführten Debatte mit
    @Kehrer
    um die Sinnhaftigkeit der Massentests kann man sagen, daß die Kampagne bisher in Österreich ein Flop war.
    Ungefähr ein Drittel der Erwarteten stellte sich ein.
    Unter denen war weniger als 1% positiv.
    Die Tests sollen weiter vorgenommen werden, in anderen Bundesländern, aber die Begeisterung war verhalten. Vor Weihnachten noch einmal österreichweit, aber auch das wird eher halbherzig verkündet.
    Die niedrige Inzidenz wurde so erklärt, daß wahrscheinlich nur solche Leute zu den Tests gehen, die von Haus aus vorsichtiger und sorgfältiger im Vermeiden von Ansammlungen sind.

  26. Mich wundert eh, wieso so häufig die Behauptung kommt: “Viel testen schützt vor Corona!”
    Denn Testen allein schützt ja buchstäblich niemand. Erst wenn aufgrund der Testergebnisse irgendwas anders gemacht werden kann, was hoffentlich den Schutz von Menschen erhöht, dann bringt das letztlich was. Wenn aber z.B. schon die Nachverfolgung von durch Tests identifizerter coronainfizierter Menschen kaum noch möglich ist; oder wenn man in Einrichtungen, wo man Infektionen gefunden hat, eh nicht mehr machen kann, was schützen würde, weil es am Material immer noch fehlt oder organisationelle Umstellungen mangels Platz oder natürlich immer noch fehlendem adäquatem Personal nicht umsetzbar sind, dann ist der sittliche Nährwert von Massentests recht gering.

  27. Ein Beispiel für die Grenzen der organisatorisch möglichen Schutzmaßnahmen:
    “In der BBZ (Berliner Bildungszeitschrift) der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vom Juli/August 2020 heißt es (PDF): “Mehr als ein Jahr nach dem Start des Digitalpakts Schule treten Berlins Schulen beim Ausbau der digitalen Infrastruktur auf der Stelle. Auf Anfrage räumte die Senatsverwaltung für Bildung ein, dass aktuell keine der mehr als 600 allgemeinbildenden Schulen in der Stadt an das Glasfasernetz angeschlossen sei.”
    Ein Hybridunterricht zur “Verdünnung” der Präsensklassen ist deshalb in Berlin schon rein technisch nicht möglich:
    “Rund 90 Prozent der Schulen in Berlin verfügen zwar über einen Internetzugang, aber oft nur mit einer Datenrate bis 50 MBit/s für das Schulsekretariat. Auch die 34 Spandauer Schulen mit Kabelnetzinternet kämen bei Videokonferenzen nicht mit. Im Upload erreicht das Netz bis zu 50 Megabit pro Sekunde, im Download maximal 1 GBit/s. Das sei laut dem Bericht im Upload nicht ausreichend.”
    https://www.golem.de/news/hybridunterricht-bislang-eine-berliner-schule-mit-ftth-zugang-ausgeruestet-2012-152707.html

  28. 1% ist wirklich wenig von wie vielen eigentlich?
    Massentests haben tatsächlich den Nachteil dass eher die Gesunden und vorsichtigen ihn freiwillig machen. Denn die Positiven müssen ja in Quarantäne, was nicht angenehm ist. Das war aber zu erwarten.
    Bisher wurde die getestet, bei denen es wenigstens Anhaltspunkte auf eine Infektion gibt. Also Leute mit Symptomen und Leute mit Infiziertenkontakten oder Leute aus Risikogebieten, also Reiserückkehrer. Spahn sagte neulich in einem Interview, dass in Deutschland zeitweise 50% aller Neuansteckungen auf Reiserückkehrer (also die ganze Rückverfolgungskette mit einberechnet) zurückzuführen sei. Es ist ja klar, dass so eine Testung zu viel höheren Positivraten führt als ein freiwilliger Massentest. Das war zu erwarten, also kann ein Massentest nicht deshalb ein Flop sein, weil die Positivrate niedriger ausfällt. Gemessen muss so ein Test doch an seinem Zweck. Und der besteht darin Infizierte zu finden. So gesehen ist doch jeder identifizierte Infizierte ein Erfolg. Und 1% Infizierte sind nun in Quarantäne, die das Virus ansonsten vielleicht weiterverbreitet hätten.
    Und um das nochmal zu sagen: Die Massentests hast ja du zur Diskussion gestellt und nicht ich. Ich war ja für Kohortentests. Da kann nicht kommen wer grad Bock hat, sondern da werden zufällig, aber nach wissenschaftlichen Kriterien (z.B. Alter) ausgewählte Leute angeschrieben, die sich testen lassen sollen und auch nicht so viele wie bei einem Massentest. Das Ziel ist eben sich ein Bild von der Ausbreitung der Seuche in der Bevölkerung machen zu können. Kohortentest müssen auch in gewissen Zeitabständen wiederholt werden, sodass man auch die Veränderungen in der Ausbreitung der Seuche beurteilen kann.
    In Deutschland gehen die Zahlen nicht runter und es werden wieder lautstark Verschärfungen des Lockdowns-light angekündigt. Allerdings fällt den Politikern nichts mehr ein. Was soll denn ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit bringen? Und alles was etwas bringen würde z.B. zusperren der Schulen speziell der höheren Klassen ist politisch nicht gewollt.
    Ansonsten finden die meisten Ansteckungen angeblich im Privaten Haushalt und in Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen (Flüchtlingsheimen etc.) statt. Für Pflegeheime gibt es meiner Ansicht nach immer noch kein ausgereiftes einheitliches Konzept und das ist wirklich blamabel. Seit Monaten heißt es man muss die vulnerablen Gruppen schützen, aber es passiert nichts außer Absichtserklärungen.
    @neoprene: “dann ist der sittliche Nährwert von Massentests recht gering.” Ein Positivtest zieht zumindest Quarantäne nach sich. Testen ist halt die Voraussetzung dafür die Infizierten zu finden. Klar – eine Voraussetzung für Eindämmung ist noch nicht die Eindämmung selbst. Wenn es bei der Voraussetzung bleibt ist nichts gewonnen.

  29. Das große Impfen hat begonnen
    US-Arzneimittelbehörde FDA beurteilt das neuartige mRNA-Vakzin von Pfizer und BioNTech positiv. Massenimpfung in Großbritannien startete am Dienstag
    Unsicherheit über mRNA-Impfstoffe
    In Großbritannien haben zwei Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde einen anaphylaktischen Schock erlitten, die zuständige Behörde empfiehlt, Menschen mit einer Geschichte von schweren allergischen Reaktionen nicht zu impfen
    Klauen und Stechen
    Westliche Staaten sichern sich große Mengen Impfdosen, ärmere Länder müssen warten. China geht solidarischer vor
    Von Jörg Kronauer
    Das Impfen beginnt. Nein, nicht nur in Großbritannien, dem ersten der wohlhabenden westlichen Länder, in dem am Dienstag nach einem beschleunigten Zulassungsverfahren die Immunisierung gegen das Covid-19-Virus eingeleitet wurde. Auch nicht nur in China und Russland. In der Volksrepublik hat der Pharmakonzern Sinopharm Mitte November bestätigt, schon rund eine Million Menschen im Rahmen eines Notfallprogramms geimpft zu haben, während in Russland am Wochenende eine breite Kampagne mit dem Impfstoff »Sputnik V« gestartet worden ist.
    Erste Impfungen stehen nun auch in Indonesien bevor, einem Land, das nicht zur reichen Welt gehört und das keinen eigenen Impfstoff entwickeln konnte. Am Sonntag abend sind dennoch die ersten 1,2 Millionen Dosen auf dem Flughafen der Hauptstadt Jakarta eingetroffen. Jetzt werden die logistischen Modalitäten für ihre Verteilung geklärt, und sofern alles rundläuft, kann im Januar, nur wenig später als in der EU, in Indonesien damit die erste Impfung vorgenommen werden. Das Land wäre dann im globalen Vergleich ziemlich vorn mit dabei. Der Impfstoff, der dies ermöglicht, stammt aus China.
    Das große Hauen und Stechen um die Impfstoffe, die das Leiden und Sterben beenden und die Pandemie endlich besiegen sollen, ist zumindest für die erste Runde längst entschieden – jedenfalls im Westen. Die Vereinigten Staaten haben sich – »America first« – mit ihrem Geld und ihrer Macht längst gewaltige Mengen gesichert und kümmern sich nicht um den Rest der Welt. Die EU hat zunächst große Töne gespuckt; Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilte im Frühjahr mit, Brüssel werde auf jeden Fall »sicherstellen«, dass Impfstoffe »in jede Ecke der Welt für einen fairen und erschwinglichen Preis verteilt werden«. Wie üblich wurde bislang aber nichts daraus: Die Union hat Impfstoffe zunächst nur für sich selbst bestellt. Laut Auskunft der Citigroup, die als Finanzberaterin für die Impfallianz Covax tätig ist, haben sich die westlichen Staaten von den Impfstoffen, die ihre Pharmakonzerne produzieren, bereits 85 Prozent gesichert. So werden sie von den 1,3 Milliarden Dosen, die Biontech und Pfizer bis Ende 2021 produzieren wollen, 1,2 Milliarden erhalten. Für ärmere Staaten fallen im Westen allenfalls Brosamen ab.
    Anders gehen China und in einem gewissen Maß auch Russland vor. China ist, was die Versorgung der nichtwestlichen Welt mit Impfstoffen angeht, in einer günstigen Ausgangsposition: Es hat die Pandemie im Inland faktisch besiegt und daher Kapazitäten für den Export seiner Vakzine frei, wenngleich natürlich auch weiterhin Chinesen geimpft werden, vor allem Personal aus dem Gesundheitswesen; von 18,5 Millionen Menschen in Hochrisikojobs ist in Beijing die Rede. Noch vor Jahresende will die Volksrepublik allerdings 600 Millionen Dosen produziert haben, zwölfmal soviel wie etwa Biontech und Pfizer. Ein echter Vorteil der chinesischen Impfstoffe besteht darin, dass sie nicht wie etwa derjenige von Biontech und Pfizer bei minus 70 Grad Celsius gekühlt werden müssen, eine Anforderung, die sogar den reichen Westen vor gewisse Herausforderungen stellt und für ärmere Länder das Aus bedeutet. Für Chinas Vakzine genügt die bestehende Impfinfrastruktur.
    Lieferungen aus China erhalten werden wohl zuerst diejenigen Länder, in denen die chinesischen Pharmakonzerne ihre Impfstoffe testen. In der Volksrepublik selbst waren solche Tests ja, weil die Pandemie erfolgreich eingedämmt wurde, nicht möglich. Eines dieser Länder ist das bereits erwähnte Indonesien. Neben der Lieferung von Impfstoffdosen hat das chinesische Unternehmen Sinovac dem indonesischen Pharmakonzern Bio Farma die Erlaubnis zur Lizenzproduktion seines Vakzins »Coronavac« erteilt. Indonesien erhält damit die Chance, einen Teil Südostasiens mit dem Impfstoff zu beliefern und damit zugleich seiner Wirtschaft ein wenig Schwung zu verleihen. Sinopharm wiederum hat schon im September die Vereinigten Arabischen Emirate mit Dosen für eine eingeschränkte Notfallverwendung beliefert. Der Konzern hat seine Tests dort gemeinsam mit der Group 42 (G 42) durchgeführt, einem eigentlich auf künstliche Intelligenz und Cloud Computing spezialisierten Unternehmen, das allerdings auch in die Pharmabranche vorstößt. G 42 will im kommenden Jahr zwischen 75 und 100 Millionen Dosen in Lizenz für die arabischen Golfstaaten produzieren.
    In Afrika ist auch Russland aktiv. Es kooperiert mit Ägypten und will dem Land in einem ersten Schritt 25 Millionen »Sputnik V«-Dosen liefern. Darüber hinaus will Ägyptens Impfstoffhersteller Vacsera einen chinesischen Impfstoff in Lizenz produzieren. In Aussicht haben die Länder des afrikanischen Kontinents außerdem vor allem die Belieferung mit chinesischen Vakzinen. So hat Cainiao, die Logistiktochterfirma des chinesischen Alibaba-Konzerns, vergangene Woche bekanntgegeben, bei der Verteilung von Impfstoffen in afrikanische Länder mit Ethiopian Airlines zu kooperieren. Afrikas größte Fluggesellschaft kooperiert bereits seit März mit der Stiftung von Alibaba-Gründer Jack Ma bei der Verteilung von Hilfsgütern im Kampf gegen die Pandemie. Sie gibt an, mittlerweile mehr als 3.000 Tonnen Hilfsgüter weltweit ausgeliefert zu haben – einen großen Teil davon in Afrika. Inzwischen seien auch Kühlketten vorbereitet, um Impfstoffe ausfliegen zu können, teilte Cainiao in der vergangenen Woche mit.
    Chinesische Konzerne werden diverse weitere Länder beliefern. Mexiko etwa soll 35 Millionen Dosen von Cansino aus Tianjin erhalten. Viele Details sind noch nicht bekannt und vielleicht auch noch gar nicht klar. Klar ist hingegen: Die Volksrepublik wird sich mit ihren Impfstofflieferungen als künftige Alternative zum auf sich selbst fixierten Westen präsentieren wollen und wohl auch können. Kein Wunder, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Mitte November recht eindringlich appellierte, es gelte, »einen weltweit fairen, transparenten und bezahlbaren Zugang zu Impfstoffen sicherzustellen«. Ob das hilft? Nun, man wird sehen. Ansonsten bleibt dem Westen immer noch die bewährte Option, Chinas Vakzinlieferungen einfach schlechtzureden. Das hat den Vorteil, keine Kosten zu verursachen – und es hat längst begonnen.
    Hintergrund: Günstige Koproduktion
    Auf einen baldigen Beginn der Covid-19-Impfungen kann auch Indien hoffen. Dort haben Pfizer und das Serum Institute of India die Zulassung für ein Vakzin beantragt. Auf Pfizer setzen viele in Indien keine übermäßigen Hoffnungen: Die für dessen Impfstoff erforderliche Kühlkette (mit minus 70 Grad Celsius) ist in den meisten Teilen des Landes kaum zu gewährleisten. Gute Aussichten hat allerdings das Serum Institute of India, der größte Impfstoffabrikant der Welt. Es wird das Vakzin herstellen, das die Universität Oxford und Astrazeneca entwickelt haben – genauer: Es hat sogar schon mit der Massenproduktion begonnen. Die Zulassung in Indien wäre wohl innerhalb von nur einer Woche zu erhalten. Allerdings wird das Unternehmen aus der westindischen Metropole Pune wohl die Zulassung des Impfstoffs in Großbritannien abwarten, die in Kürze erteilt werden soll.
    Das Gespann, das die Universität Oxford und der britisch-schwedische Konzern Astrazeneca gebildet haben, sticht – bislang jedenfalls – unter den westlichen Entwicklern heraus: Es hat bereits im Sommer angekündigt, mindestens eine Milliarde Dosen gemeinsam mit dem Serum Institute of India für ärmere Länder zu produzieren – und zwar zum Selbstkostenpreis. Der wird mit zwei bis drei US-Dollar pro Dosis angegeben.
    Für Indien, das zu den am schlimmsten von der Pandemie getroffenen Ländern zählt, ist der Impfstoff von Oxford und Astrazeneca besonders wichtig, da das Land sich in den vergangenen Monaten sehr aggressiv gegen China in Stellung gebracht und deshalb chinesische Vakzine gemieden hat. Ob jüngste Bemühungen, in einem indisch-chinesisch-russischen Dreieck den »Sputnik V«-Impfstoff nach Indien zu bringen, Erfolg haben werden, ist ungewiss. Womöglich stehen auch noch weitere Konflikte bevor: Kürzlich hatte Adar Poonawalla, Chef des Serum Institute of India, angedeutet, das Vakzin zunächst für Indien reservieren zu wollen und erst später andere ärmere Länder zu beliefern. »India first« liefe allerdings den Plänen von Universität Oxford und Astrazeneca zuwider. (jk)

  30. “Neben den üblichen meist lokalen Nebenwirkungen habe es bei weniger als 0,5 Prozent der Probanden schwerere Begleiterscheinungen gegeben – diese seien im gleichen Maße jedoch auch bei der Placebo-Kontrollgruppe aufgetreten.”

    Erstmal sind 0,5% nicht wenig. Aber wieso treten schwere Begleiterscheinungen auch bei der Placebogruppe auf? Seltsam.

    “Schwerere Reaktionen, so heißt es nun bei der FDA, seien nur bei 4,6 Prozent der freiwilligen Studienteilnehmer aufgetreten. Betroffen davon waren vor allem jüngere Probanden ab zwölf Jahren, im Vergleich zu den Testpersonen im Alter von über 55 Jahren. “

    Tja. dann sollten die Jüngeren wohl auf ein besseres Präparat warten, denn Corona verläuft bei Jüngeren nicht so schlimm, während das Impfen eine schwere Immunreaktion auslösen kann. Ich warte schon auf die ersten Berichte: Intesivstationen üerlastet durch Impfopfer.

    “CNBC berichtet jedoch, Teilnehmer der klinischen Tests von Pfizer und Moderna hätten berichtet, dass sie nach der zweiten Impfung schwerere Nebenwirkungen aufgetreten seien. Auch in den Bericht wird darauf hingewiesen, dass Folgen wie Reaktionen an der Einstichstelle (84,1%), Kopfweh (55,1%), Müdigkeit (62,9%), Schüttelfrost (31,9%), Gelenkschmerzen (23,6%) oder Fieber (14,2%) bei der zweiten Impfung vor allem bei jüngeren Menschen erhöhter auftreten. “

    Dat is ja echt heftig. 32% Schüttelfrost 14 % Fieber.
    “Empfohlen wird, Menschen mit Lebensmittel-, Impfstoff- oder Medikamentenallergien nicht zu impfen. Und es sollte nur dort geimpft werden, wo es Wiederbelebungsmöglichkeiten gibt. Die NHS hat alle Mitarbeiter angewiesen, Menschen mit einer Geschichte allergischer Reaktionen nicht zu impfen.”
    Danke NN. Das sollte man wirklich wissen, bevor man sich impfen lässt.
    So wie es aussieht, sind ja die Exportchancen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer in die restliche Welt, außer den USA und Europa nicht besonders hoch, wegen der erforderlichen Kühlung. Von den Nebenwirkungen spricht ja eh keiner. Ob man je einen objektiven Vergleich was die Nebenwirkungen der Impfstoffe angeht lesen wird?

  31. Außer den Nebenwirkungen wäre noch abzuwarten, was die Impfung wirklich leistet, ob sie einem mutierten Virus auch widersteht und wie lang sie anhält.
    Derzeit sind alle Medien voll mit Berichten über den Wettlauf der Regierungen um Impfstoffe, die sie dann ihrer Bevölkerung „zur Verfügung stellen“ können. Nix wie Service, eine einzige Wohltat, die Impfung.
    Wie es allerdings ausschaut, wenn sich viele nicht impfen lassen wollen, davon schreibt niemand.
    Es soll wohl ein durch Jubelmeldungen angefeuerter Impfdruck entstehen, wo ein Nicht-Geimpfter von Nachbarn und allen als Gefährder geschnitten wird, weil eine Impfpflicht halte ich rechtlich für unhaltbar.

  32. Impfplicht kann es schon deswegen nicht geben, weil die Regierungen dann auch für die Nebenwirkungen verantwortlich wären. Wenn es in die Hose geht, können sie ohne Impfpflicht immer noch sagen, dass es freiwillig war und jeder selbst verantwortlich ist.
    Impfpflicht eher durch die Hintertüre. So wurde diskutiert, dass bei Neueinstellungen im Pflegebereich, nur geimpfte eingestellt werden dürfen. Oder nur geimpfte mit dem Flugzeug fliegen dürfen usw. Aber auch diese Diskussion kann nur dazu dienen Impfdruck aufzubauen, sodass sich das bürgerliche Konkurrenzsubjekt denkt: Um bessere Chancen zu haben muss ich mich impfen lassen.

  33. Die Intensivstationen waren auch vor Corona schon am Limit
    (B.Z.)
    „Der einzige Unterschied bestand darin, dass diese Überlastung nicht jede Stunde in den Nachrichten gemeldet wurde. (…) Die Politiker kannten den Intensivnotstand und gingen dennoch sehenden Auges in diesen Herbst, ohne Abhilfe zu schaffen. Nun verbreiten sie Panik, erteilen Arbeitsverbote, zerstören die Kultur und lassen die Wirtschaft zusammenbrechen. Ein unglaubliches Politikversagen also, alle Beteiligten müssten sofort zurücktreten. Stattdessen verkaufen sie den Krankenhausnotstand als Naturkatastrophe und erlassen ständig neue Verordnungen.”
    https://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/die-intensivstationen-waren-auch-vor-corona-schon-am-limit
    “Jahrhundert-Pandemie”? Kliniken melden weniger Lungenentzündungenund Beatmungsfälle als im Vorjahr
    (RT)
    “Die Kliniken seien überlastet, der Corona-Kollaps drohe. Solche Meldungen schießen derzeit beinahe im Stundentakt durch die News. Das Robert Koch-Institut (RKI) wartet mit steigenden Todeszahlen auf – von Verstorbenen an oder auch nur mit dem Coronavirus. Am Mittwoch meldete die dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) untergeordnete Behörde fast 600 Tote. Die Politiker warnen, Bund und Länder reagieren mit immer härteren Lockdowns und Einschnitten in Grundrechte. Das wirft Fragen auf. Denn die angeblich gegenüber den Vorjahren massiv erhöhte Belegung der Kliniken entpuppt laut neuer Zahlen der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) als Schimäre, als reine Einbildung.”
    https://de.rt.com/inland/110313-trotz-corona-kliniken-melden-weniger/
    Impfnationalismus
    Impfen fürs Vaterland – Blomes Offenbarungseid – Auszug: „Besonders lautstark meldet sich in dieser Debatte nun der ehemalige BILD-Mann Nikolaus Blome im SPIEGEL zu Wort, der das Impfen gar zur Pflicht fürs Vaterland erklärt und die gesellschaftliche Ächtung Nicht-Geimpfter fordert. (…) Nach dem jetzigen Stand der Forschung erkranken zwar die meisten Geimpften nicht selbst, können das Virus bei einer Infektion aber sehr wohl weiterverbreiten. (…) Und spätestens an dieser Stelle stellt sich auch Blomes hochemotionaler Sermon als Luftnummer heraus. Wenn die Impfung nicht dafür sorgt, dass man das Virus nicht weiterverbreiten kann, kann es auch keine „moralische Pflicht“ geben, sich selbst impfen zu lassen, um seine Mitmenschen zu schützen. Mit der Impfung schützt man primär sich selbst und nicht andere. Das ganze Gerede von Moral, Pflicht und Verantwortung ist also hier fehl am Platz.“ (Jens Berger, Nachdenkseiten)
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=67762
    Und was da mittels “Pandemie” und nicht enden sollenden “Schutzimpfungen” schon längst in der Mache ist, wird in folgender Sendung kurz angerissen:
    WDR 3 Gutenbergs Welt. 05.12.2020
    Ab Min. 42:15:
    https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-gutenbergs-welt/index.html
    Gute Doku:
    Profiteure der Angst. Impfstoffmarketing mit erfundenen Pandemien.(Arte-Doku 2009)
    https://www.youtube.com/watch?v=ZkyL4NxJJcc&feature=youtu.be

  34. @Kehrer

    So wurde diskutiert, dass bei Neueinstellungen im Pflegebereich, nur geimpfte eingestellt werden dürfen. Oder nur geimpfte mit dem Flugzeug fliegen dürfen usw.

    Beides hat natürlich einen Haken: Erstens suchen doch die ganzen Institutionen händeringend nach Personal, wenn man das noch an Bedingungen knüpfen würde, wäre das womöglich noch mühsamer.
    Außerdem wird sich nach einigen Monaten Impfung von Freiwilligen schon herausstellen, was die Impfung leistet oder nicht leistet.
    Ich vermute, dann wird die Begeisterung stark nachlassen.
    Was das Fliegen angeht, so werden die arg gebeutelten Fluglinien und Tourismusdestinationen es sich zweimal überlegen, an ihre sehnlichst erwarteten Kunden solche Bedingungen zu stellen.
    Außerdem ginge das nur, wenn es alle vorschreiben. Wenn ein Land / eine Fluglinie das verlangt, aber ein(e) andere(s) nicht, so gehen natürlich alle dorthin!

  35. “Erstens suchen doch die ganzen Institutionen händeringend nach Personal” Die suchen nach billigem Personal. Und wer die Löhne dort akzeptiert akzeptiert auch eine Impfung als Jobvoraussetzung. Ansonst finde ich den link zu den Nachdenkseiten von Phiness ganz gut. “Impfen fürs Vaterland”

  36. Der Störenfriedrich. Ein Amtsarzt widerspricht Markus Söder und wird zwangsisoliert
    Der Leiter des Gesundheitsamts Aichach-Friedberg hat zunächst intern, dann öffentlich die Maßnahmen der bayerischen Staatsregierung zur Bekämpfung der Corona-Krise infrage gestellt. Friedrich Pürner kritisiert unter anderem Massentests, die Gesunde zu Kranken machen, und Communitymasken ohne echte Schutzwirkung. Sein Einspruch hat ihn den Job gekostet, aber viel Aufmerksamkeit und Anerkennung eingebracht. Im Interview mit den NachDenkSeiten bekräftigt er seine Haltung. Mit ihm sprach Ralf Wurzbacher.

  37. 26. märz
    „Virus in der zweiten Woche oft nicht mehr nachweisbar
    Wird der Test erst in der zweiten Symptomwoche gemacht, kann es sein, dass das Virus im Hals nicht mehr nachzuweisen ist. „Selbst, wenn der Patient dort immer noch Symptome hat“, so Drosten.
    In der Lunge sei das Virus dann aber sehr wohl noch auszumachen. „Allerdings können viele Patienten so eine Probe aus der Lunge nicht einfach hochhusten, weshalb der Rachenabstrich die häufigste Probe ist“, erklärt der Experte.“

  38. im märz und folgend fortgesetzt ja auch noch war die vorgabe: test gibts nur, wennde kürzlich mit wem positiven beisammen gehockt bist… 🙄 und drosten hatte das halt so`n bissel ankritikabilisiert, da dadurch zu spät getestet würde, die “raren testkits” eben “verschwendet” würden…

  39. Mittlerweile haben einige Medien folgende dpa-Meldung gebracht:
    “Noch im Frühjahr gab von der Leyen den Startschuss für einen internationalen Spendenmarathon, um so schnell wie möglich Gelder auch für einen Impfstoff für alle zu sammeln. Bei der “Coronavirus Global Response” wurde insgesamt eine Summe von knapp 16 Milliarden Euro zugesagt – davon 11,9 Millionen von EU-Mitgliedsländern, der Europäischen Investitionsbank und der EU-Kommission.”
    Steckt da ein Tippfehler drin, oder haben die EU-Staaten und Institutionen wirklich noch nicht mal ein Promille, also praktisch gar nichts zugesagt?

  40. Nettes Facebook-Schmankerl:
    “Nun ist es ja korrekt, die Panik gegen RNA-Impfstoffe zu beschwichtigen, z.B. mit dem Hinweis, dass der Virus selbst wesentliche Teile der Zellfunktion mit Hilfe seiner RNA für eigene Zwecke in Gang setzt, die jedoch der Zelle gar nicht gut tun. Fremde RNA und DNA im Körper ist eh was Alltägliches, weil fast jedes organische Lebensmittel voll davon ist. Und selbst in den Zellen treibt so ein Vertreter wie der allgegenwärtige Rhinovirus mit RNA regelmäßig sein Unwesen.
    Die Skepsis sollte sich nicht gegen diese Technologie richten, sondern gegen die Art ihrer Produktion. Die findet nämlich nur statt, wenn zuvor eine ziemlich virale Substanz in sie injiziert wird. Bekannt ist sie unter dem scheinbar harmlosen Namen Geld. Einmal zirkulierend, verschlingt sie nützliche Arbeit von Leuten, um sie der eigenen Vermehrung zu unterwerfen. Wenn die Reproduktionszahl dieses Virus Monetaris unter eins sinkt, ist dies sein Tod. Deshalb verträgt er sich mit seinesgleichen gar nicht, und tut alles, um die Nahrung für seine eigene Vermehrung den anderen vorzuenthalten.
    Zum Beispiel so was:
    “Über den Aufbau der Nanopartikel in den aktuellen Impfstoffkandidaten ist wenig bekannt, denn sie sind Betriebsgeheimnisse.””

  41. Ich tippe auf Tippfehler.
    Eben hat Peter Klöppel in RTL aktuell mit Prof. Uwe Janssens, Präsident des Verbandes der Intensivmediziner gesprochen und der hat auch wieder die Werbetrommel für das Impfen gerührt.
    Gegen die Impfskepsis hat er vorgebracht, dass wenn man sich nicht als Schutz für sich selbst Impfen lassen will, man das doch tun soll um andere zu schützen. Dabei ist es ganz und gar ungeklärt, ob eine Impfung auch bedeutet, dass man selbst nicht mehr ansteckend ist. Erstmal bedeutet es nur, dass der Körper über coronaspezifische Antikörper verfügt und der Körper mit einer erfolgten Ansteckung fertig wird ohne krank zu werden, also ohne Symptome zu entwickeln.
    Wie soll man das anders nennen, als dass wider besseres Wissen versucht wird Impfstimmung zu verbreiten.
    Das von NN verlinkte Interview mit Friedrich Pürner unbedingt lesen. Eigentlich müsste man es komplett hierher kopieren.

    “Mich stört auch massiv, dass den Bürgern zu wenig erklärt wird. Nehmen wir das Beispiel Masken: Wurde jemals umfassend darüber aufgeklärt, welche Masken welchen Schutz bieten? Bei den Communitymasken tut man einfach so, als ob sie eine ausreichende Schutzwirkung hätten. Mit Formulierungen wie „man gehe davon aus“ wird den Menschen suggeriert, dass man darüber bereits hinreichendes Wissen hat. Das ist aber nicht der Fall. Ehrlicherweise müsste man sagen, dass die Politik insgesamt wenig Erkenntnisse zu Covid19 und den geeigneten Schutzmaßnahmen hat.”

    “Es heißt ja seitens des Robert Koch-Instituts (RKI) sowie der Regierenden in Bund und Ländern, der Sieben-Tage-Inzidenzwert müsse unbedingt unter die Marke von 50 Positivbefunden pro 100.000 Einwohnern gedrückt werden, weil nur so die Kontaktverfolgung lückenlos zu leisten sei. Wie praxistauglich ist dieser Wert nach Ihren Erfahrungen?
    Friedrich Pürner: Inzidenzen beschreiben in der Medizin die Anzahl der Neuerkrankten innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Positivbefunde sind aber nicht mit Neuinfektionen gleichzusetzen. Ein Positivbefund ist eben erst mal nur ein Befund, sonst nichts, eine mögliche Infektion könnte schon Monate zurückliegen. Die große Mehrzahl der positiv Getesteten ist völlig symptomlos. Dennoch müssen wir sie und ihre Kontaktpersonen verfolgen, ohne dass dies aus infektiologischer Sicht zielführend wäre. Auch deshalb hilft dieser Wert in der Praxis wenig. Im Gegenteil: Werden die Grenzen wie derzeit weitüberwiegend von Symptomlosen oder nur leicht Erkrankten ohne schwere Viruslast gerissen, dann werden die Maßnahmen trotzdem für alle verschärft und es müssen Menschen in Quarantäne, die dann an wichtigen Stellen im System fehlen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass selbst 50 Positivbefunde innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner die Ämter überlasten, schon weil sie häufig personell schlecht aufgestellt und in den letzten 10 bis 15 Jahren konsequent kaputtgespart worden sind.”

  42. Der Pürner sagt mehr oder weniger, daß ein Positiv-Test weder über die Erkrankung noch über die Ansteckungsgefahr, die von dem Positiven ausgeht, etwas aussagt.
    Wenn das stimmt, so wären die ganzen Massentests und auch die anderen Tests, von denen Kehrer schreibt, für Arsch und Friederich.
    Heute war wieder in den Nachrichten Zittern und Zagen angesagt: Ärzte marschierten auf und berichteten von Überlastung der Intensivstationen und daß sie Patienten aller Altersstufen hätten.
    Ich bin wieder einmal völlig verwirrt.
    Was bedenklich ist, ist, daß zwar die Werbetrommel für die Impfung gerührt wird wie nur was, aber eine Geldspritze ins Gesundheitswesen in keinem EU-Staat angesagt zu sein scheint.

  43. “Ich bin wieder einmal völlig verwirrt.”

    Genau. Und warum? Weil es die wissenschaftlich zweifelfreie Erkenntnis entweder nicht gibt oder wenn es sie gibt, interssiert es keinen.

    “Der Pürner sagt mehr oder weniger, daß ein Positiv-Test weder über die Erkrankung noch über die Ansteckungsgefahr, die von dem Positiven ausgeht, etwas aussagt.”

    Genau. Am Anfang der Pandemie, konnte man ja noch sagen, dass ein positiver Test zumindest ausagt, dass man vor kurzen Kontakt mit einem Infizierten hatte. Wenn aber der Positivtest nur aussagt, dass irgendwelche DNA-Schnippsel von Corona gefunden werden und die auch nach Wochen und Monaten noch auftreten können. Dann ist die Aussagekraft so eines Tests wirklich begrenzt. Der taugt dann bloß noch dafür, dass Symptome, die bestehen, Corona zugeordnet werden können und nicht einer Erkältung. Über die Infektiosität des positiv getesteten sagt das gar nichts aus. Also sind die Zahlen der Neuinfizierten im besten Fall mehr oder weniger nur so eine Art Indikator des wirklichen Infektionsgeschehens. Da geht es dann aber langsam in die Situation über, ob die Zahl der Neuinfektionen überhaupt noch diese Rolle des Indikators spielen können, wenn die meisten der Positiv getesten gar nicht krank werden. Und das wäre übrigens mit Kohortentest freilich zu ermitteln. Wieviel sind positiv, wieviel werden krank, wieviel der positiven sind ansteckend. Das meine ich: nachdenken, Wissenschaft treiben und nicht dumpf Tests machen, für deren rationelle Beurteilung jede Grundlage fehlt.
    Wenn weiterhin drei Viertel der hospitalisierten Coronafälle nur Verdachtsfälle sind und sogar negativ getestete als Coronapatienten gelten, dann sind auch die Zahlen aus den Kliniken fraglich. Die Übersterblichkeit ist sowieso unwissenschaftlich und eine statistische Zuordnungserwägung. Das heißt die Pandemiepanik generiert selbsttätig seine eigene Grundlage.
    Nicht in Zweifel zu ziehen ist die Auslastung des Personals. Aber die gab es auch schon vor Corona und wird auch nicht durch Corona, sondern durch Kapitalismus verursacht. Daran soll auch nichts geändert werden. Weder wird das Personal besser bezahlt noch wird zusätzliches Personal eingestellt. Wenn die meisten Toten in Altenheimen auftreten, dann fragt man sich auch, warum es keine einheitlichen Schutzkonzepte gibt. An Besucher FFP2 Masken zu verteilen, dürfte nicht so schwierig sein.
    verschärfter Lockdown Sachsen: “Notwendig sind die Maßnahmen seinen Angaben nach, weil es mit insgesamt etwa 5.500 stationär und etwa 500 auf Intensivstationen behandelten Covid-19-Kranken “in manchen Regionen […] keine Intensivbetten mehr” gebe und Patienten “aus der Oberlausitz […] nach Dresden oder Leipzig verlegt werden” müssten.” Verlegung von Patienten ist eine ganz normale Sache, schon vor zig Jahren als ich Zivi war. Deren Geschäft besteht bestimmt zu 20-25% in Patientenverlegungen. Seit wann gibt es einen Anspruch in der Region versorgt zu werden. Es ist absurd eine ganze Gesellschaft in den verschärften Lockdown zu zwingen, weil man Patienten nicht verlegen will.
    Das ganze Pandemiemanagement ist an Dummheit eigentlich nicht mehr zu überbieten. RKI Wieler stellt sich hin und sagt: Wir müssen weiter Kontakte reduzieren! Wir sind jetzt bei 40% (? wovon, wie in der Werbung: Von 99% empfohlen! 99% was? Ameisen? Grundschüler? Schachspieler?) Wir brauchen aber 60%. Da merkt man wie begriffslos das ist. Da hat er irgendeine Computersimulation gemacht und die hat ausgespuckt, wir brauchen 60%. Kontakte – eine völlig abstrakte Epidemiologengröße, die von nichts wissen will.
    Nebenbei ist damit auch klar wer schuld ist. Die Leute nämlich, die sich zu viele Kontakte gönnen.
    Mit dieser 60% Forderung geht er zur Merkel und die beschließt dann mit den Länderchefs irgendwas mit dem sie hoffen auf 60% zu kommen. Wenn die Zahlen runtergehn, war die Politik toll, wenn nicht sind die Leute schuld und es geht weiter mit den Shutdownorgien? Dummheit pur.

  44. Ich habe nochmal recherchiert. Dass nach mehreren Wochen oder Monaten der PCR-Test noch anschlägt ist unwahrscheinlich. Er schlägt 2-3 Tage nach Infektion positiv an. Aber schon wenn die Infektion vom Rachen in die tieferen Atemwege wandert und die Viruslast im Rachen geringer wird, kann er negativ ausfallen. Das heißt, dass nach überstandener Krankheit wohl auch der PCR-Test negativ ist.
    “https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/corona-test-wie-funktioniert-der-test/

    Bedeutet ein positiver Test, dass man erkrankt ist? Nein, der Test weist keine Erkrankung auf, sondern erstmal nur, dass man das Virus in sich trägt und theoretisch erkranken oder das Virus weitergeben könnte. Ob man erkrankt und/oder infektiös ist, hängt auch davon ab, wie viel Viren im Körper sind. Die Viruslast kann man über den oben beschrieben CT-Wert abschätzen. Der CT-Wert ist die Zahl der Zyklen, die eine PCR gelaufen ist, bis das Virus anhand der Fluoreszenz nachgewiesen werden kann.
    Der CT-Wert steht in Bezug zu Viruslast des Abstrichs (oder der Probe), der untersucht wird. Je geringer die Viruskonzentration in der Probe, desto länger dauert es, bis eine Fluoreszenz gemessen werden kann. Der CT-Wert kann allerdings aus diversen Gründen nur als Hinweis auf die Infektiosität einer Patientin betrachtet werden und keine direkte Aussage dazu machen. “

  45. Da geht es dann aber langsam in die Situation über, ob die Zahl der Neuinfektionen überhaupt noch diese Rolle des Indikators spielen können

    Aber es ist wirklich bemerkenswert, daß nach 10 Monaten Coronavirus noch keine Tests existieren, die wirklich verläßlich sind.
    Bisher schien es mir so, als ob die Schnelltests, die jetzt überall für die Massentests eingesetzt werden, sowohl nach Positivrate als auch nach Negativrate unverläßlich sind und nur als Vortest für einen richtigen, mehr oder weniger verläßlichen, aber auch kostspieligeren und zeitaufwendigeren Test verwendet werden sollten.
    Jetzt scheint sich herauszustellen, daß die anscheinend verläßlichen Tests auch nichts taugen.
    Oder werden sie nicht eingesetzt, weil zu teuer, oder die Labore überfordert?
    Nachdem ich erst Söders Ankündigung des Lockdowns in Bayern und dann Merkels Fast-Nervenzusammenbruch vor laufender Kamera angesehen habe, zusammen mit Matovics Ankündigung, die Massentests in der Slowakei aufzuhören, weil sie nichts bringen, so stelle ich fest, daß man zumindest in Mitteleuropa anscheinend um nichts weiter ist als im März …

  46. Ja, offensichtlich ist auch in Sachen Labore nichts geschehen.
    Es war schon im Frühjahr in Österreich in irgendeinem Medium Thema, daß es nicht nur an Labors fehlt, sondern auch an solchen, die qualifiziert für diese Art von Tests sind – also alle Arten von PCR-Tests, nicht nur von CV-Tests.
    Ich habe einmal vor Jahren mit einer Frau, die in einem Uni-Labor seit Jahrzehnten gearbeitet hat und mir erzählte, sie könne sich langsam mit ihrem Gehalt ihre Genossenschaftswohnung (!) nicht mehr leisten.

  47. Phineas Super Link. Sehr gut und verständlich erklärt.

    Jetzt scheint sich herauszustellen, daß die anscheinend verläßlichen Tests auch nichts taugen.
    Oder werden sie nicht eingesetzt, weil zu teuer, oder die Labore überfordert?

    Doch die werden eingesetzt und sie taugen was, aber nur das was sie können. Infektion nachweisen, aber nicht Infektiosität. Vorausgesetzt sie werden richtig durchgeführt und sind nicht kontaminiert.
    Es ist halt nicht so ein binärer Test wie ein Schwangerschaftstest: Schwanger ja oder nein. Sondern es hängt vom CT-Wert ab, den man beurteilen muss, und die cyklenzahl hängt von der Viruslast ab. In dem obigen Video wird nun eine Möglichkeit genannt, wie man die falsch Positiven minimieren kann. Man testet nicht nur auf eine Gensequenz sondern auf 3 oder 5. Der Vergleich mit dem Lotto ist einleuchtend. Wenn 5 Gensequenzen anschlagen, dann gibt es keine andere Möglichkeit mehr als eine Infektion mit dem Virus. Vorausgesetzt das Labor ist nicht kontaminiert.
    Die Frage ist halt, ob die “guten” Pcr-Test auch wirklich verwendet werden oder nicht nur die einfachen, die auf nur eine Gensequenz testen. Ich vermutet man nimmt die einfachen und vermutlich billigen.

  48. Ja, das sagt die erste Auskunftsperson auch, die Frau Kämmerer in dem Video, daß die Tests um so teurer sind, je verläßlicher sie sind.
    Diesen Ausschuß, dessen Video Phineas verlinkt hat, muß man sich merken, ich hab ein Lesezeichen gemacht.

  49. Über den “ausnahmsweise nach wissenschaftlichen Erkenntnissen” gerichtete “Moment von Vernunft in der Pandemie-Politik” zwecks “Klarstellung der aktuellen Gefährdungslage” (Originalton RKI/Drosten Fanbase “Gegenstandpunkt”), folgendes:
    Zu viele Ungereimtheiten: Autoren des Corman-Drosten-Papiers über PCR-Tests zunehmend unter Druck:
    https://de.rt.com/meinung/110377-nach-enthullung-von-schwachstellen-beim/
    Drosten-PCR-Test-Studie: Rückzugsantrag gestellt wegen wissenschaftlicher Fehler und massiver Interessenkonflikte:
    https://2020news.de/drosten-pcr-test-studie-rueckzugsantrag-gestellt-wegen-wissenschaftliche-fehler-und-massiver-interessenkonflikte/

  50. Was mir nicht klar ist: Inwieweit werden die Studien/Empfehlungen von Drosten und dem RKI eu-weit übernommen?
    Oder leistet sich jeder EU-Staat einen eigenen Chef-Virologen, der das gleiche erzählt?

  51. @Nestor
    Gute Frage. In Portugal wohl auf jeden Fall. Und die Bauchschmerzen, welche die Urteile (1. und 2 Instanz) des Berufungsgerichtes von Lissabon der EU hier verursachen, lassen die Annahme zu, das das bis heute EU-weit auch so betrieben wird. Der Beitrag, aus dem ich unten die Kernsätze des Urteils betreff der PCR-Testerei zitiere, behauptet das jedenfalls.
    Aus der Urteilsbegründung für die Unrechtmäßigkeit derzeitiger PCR-Test-Praxis in Portugal:
    “„Was sich aus diesen Studien ergibt, ist einfach – die mögliche Zuverlässigkeit der durchgeführten PCR-Tests hängt von Anfang an von der Schwelle der Amplifikationszyklen ab, die sie beinhalten, so dass bis zu einer Grenze von 25 Zyklen die Zuverlässigkeit des Tests bei etwa 70% liegt; wenn 30 Zyklen durchgeführt werden, sinkt der Zuverlässigkeitsgrad auf 20%; wenn 35 Zyklen erreicht werden, liegt der Zuverlässigkeitsgrad bei 3%.“
    „Das bedeutet, dass bei einem positiven PCR-Test bei einer Zyklusschwelle von 35 oder höher (wie es in den meisten US-amerikanischen und europäischen Labors der Fall ist) die Wahrscheinlichkeit einer Infektion weniger als 3% beträgt. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person ein falsches Positiv erhält, liegt bei 97% oder höher.“
    https://www.salto.bz/de/article/19112020/pcr-test-nicht-zuverlaessig

  52. “Inwieweit werden die Studien/Empfehlungen von Drosten und dem RKI eu-weit übernommen?” Wer sagt das? Drosten und Team hat als erster einen PCR-Test beschrieben/entwickelt, der es erlaubt das Coronavirus zu erkennen. Die kommerziellen Anbieter von PCR-Tests haben dieses Prinzip anscheinend übernommen, ohne dass die Test mit dem von Drostens beschriebenen identisch sein müssen. Wenn sich jetzt aber herausstellt, dass der Drosten-Test wissenschaftliche Fehler enthält, wirft das ein schlechtes Licht auf die davon abgeleiteten Tests. Zumindest müssen die Tests nochmal auf die Kritik, die am Test geäußert wurde überprüft werden.

  53. @Kehrer
    Welches Prinzip?
    Hat Drosten wirklich einen Test „entwickelt“?
    Also irgendwas gehört da noch nachgeschaut.
    Offenbar gibt es eine EU-weite Richtlinie.
    Das würde aber praktisch bedeuten, daß Deutschland die Corona-Politik Europas über diesen Test-Standard bestimmt.
    In dem Video wurde behauptet, daß die ganzen zumindest in 3 Staaten – Italien, Deutschland, Holland – angewendeten PCR-Test-Kits nur für Forschungszwecke zugelassen sind, nicht für diagnostische Verwendung.
    Ich kann das nicht überprüfen, weiß da wer was Genaueres?
    Welche Stellen genehmigen dergleichen Tests?
    Nationale Gesundheitsbehörden?
    Ad-hoc geschaffene CV-Behörden?

  54. “Hat Drosten wirklich einen Test „entwickelt“?” Das hat er zumindest behauptet und hat damit angegeben. Und wenn ich dieser Meldung der Charité glauben schenke, war das auch so.
    link 1
    “Welches Prinzip?” Das er in dem in 2 Tagen Peer-Reviewten Artikel beschreibt, der jetzt angegriffen wird.
    “Ich kann das nicht überprüfen, weiß da wer was Genaueres?
    Welche Stellen genehmigen dergleichen Tests?”
    https://www.pei.de/DE/newsroom/hp-meldungen/2020/200323-covid-19-nat-tests.html
    “Alle COVID-19-Tests unterliegen der EU-Richtlinie über In-vitro-Diagnostika (IVD), die derzeit in Europa die Marktzulassung für IVDs regelt. Gemäß dieser Richtlinie können die Hersteller die COVID-19-Tests – als “IVD niedrigen Risikos” – noch selbst zertifizieren und auf eine unabhängige Überprüfung der Tests verzichten, bevor sie auf den Markt gebracht werden. Die Validierung der Tests, die im Internet und in Apotheken angeboten werden, ist aus Sicht des Paul-Ehrlich-Instituts, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, daher nicht gesichert. Nachweislich gibt es hier auch Fälschungen.
    Unter der künftigen IVD-Verordnung, die ab Mai 2022 umgesetzt werden muss, muss ein EU-Referenzlabor sowie eine Benannte Stelle hinzugezogen werden, da die COVID-19-Tests dann voraussichtlich in die höchste Risikoklasse gehören werden. Dies erfordert eine Laboruntersuchung der Tests sowie eine unabhängige Überprüfung der Daten. Das Paul-Ehrlich-Institut bereitet sich darauf vor, sich als eines der EU-Referenzlabore zu bewerben.”
    Das Paul-Ehrlich Institut ist ein Bundesinstitut also eine Behörde, die aber auch Forschung betreibt. Unter “institut” “Aufgaben” kann man das nachlesen.
    Was soll man denn von diesem Szenario halten?
    link 2
    Die ganze Bevölkerung ist geimpft und trotzdem gehen die Infektionen weiter.

    „Wir werden zu einem Zeitpunkt in eine Situation kommen, in dem die Infektionen in der Bevölkerung in großem Maße laufen. Und das haben wir bisher noch nicht erlebt“, so Drosten. Die warmen Sommer-Grade würden sich zwar günstig auswirken, aber danach werde es ein verändertes Infektionsgeschehen geben: „ Wir werden dann aus dem Sommer rauskommen und werden dann auch große Infektionszahlen sehen in einer Bevölkerung, die wir im Moment nicht haben. In der gesunden, normalen, jüngeren Bevölkerung, wo keine Risikofaktoren sind.“ (mam)

    Woher will er das denn wissen, dass es dann Infektionen in der gesunden jüngeren Bevölkerung geben wird?

  55. Bei den ganzen öffentlichen Meldungen und Debatten wird nach wie vor davon ausgegangen, daß der Impfwille in der Bevölkerung durchgehend da ist und es nur an den nötigen Mengen des Impfstoffes mangeln wird.
    Wenn dann in den Impf-Hallen große Leere herrscht, was kommt dann? Eine konzertierte Hetzkampagne gegen Impfgegner, die an allen zukünftigen Lockdowns schuld sein werden?
    In Österreich ist gerade ein Gesetzesentwurf gescheitert, der der Polizei auch erlauben sollte, private Wohnungen zu betreten, um zu überprüfen, ob dort womöglich zu viele Personen versammelt ist.
    In solchen Augenblick freut man sich darüber, daß es eine FPÖ gibt – auch die anderen Oppositionsparteien haben natürlich aufgeschrien.
    Unsere Regierung besteht aus Volkspartei und Grünen, also auch die Grünen hätten ein solches Gesetz befürwortet.

  56. @Kehrer
    Wie deinem Beitrag zu entnehmen ist, hat Drosten erstens Zweifel an der Wirksamkeit des Impfstoffes und bekommt offenbar aufgrund seiner Galeonsfiguren-Rolle (danke für die Infos und Links), die er offenbar in der ganzen EU einnimmt, langsam kalte Füße.
    Es ist nämlich abzusehen, wer am Ende verantwortlich für alle Impfpannen gemacht werden wird …

  57. Jedenfalls will Drosten schon mal drauf vorbereiten, dass das Impfen sich möglicherweise nicht in niedrigeren Infektionszahlen niederschlagen wird.

    „Wir müssen uns deswegen unbedingt mit der Realität befassen, dass wir mit nicht-pharmazeutischen Interventionen weiterarbeiten müssen.“ Abstandsregeln, Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen werden uns also noch länger begleiten.

    Die Einschätzung, dass dann der Lockdown nicht mehr akzeptiert werden wird, halte ich allerdings nicht für aus der Luft gegriffen. Schon jetzt ist die Wirtschaft und die Leute die von ihr leben massiv geschädigt. Das lässt sich nicht ewig durchhalten. Der Fehler ist, dass es zu einer Willensfrage gemacht wird, als gäbe es nicht Gründe, warum der Lockdown, dann nicht mehr akzeptiert wird.

  58. Jedenfalls will Drosten schon mal drauf vorbereiten, dass das Impfen sich möglicherweise nicht in niedrigeren Infektionszahlen niederschlagen wird

    Die Frage ist nur, warum?
    Weil die Impfung nix taugt oder weil der Wille zum Geimpft-Werden endenwollend sein könnte?

  59. Es gibt ja auch noch die Möglichkeit, dass sich das Virus verändert. Syphillis war am Anfang 1494 z.B. ziemlich tödlich und hat dann die Symptomatik und die Gefährlichkeit verändert.
    Ja Syphillis ist ein Bakterium. Aber, dass sich Wirt und Erreger aufeinander einspielen, gegenseitig anpassen dürfte ähnlich sein.
    Es können ja auch alle drei Faktoren teilweise zutreffen. Der Impfschutz stellt sich als schlechter heraus als erwartet, die Leute sind impfskeptisch und zusätzlich mutiert das Virus. Das ist so ein rumorakeln, ein Geraune über ein mögliches Szenario.
    Könnte sein, dass Drosten nur den allgemeinen Optimismus etwas dämpfen will und eine realistischere Planung einfordert, denn das Impfen wird ja tatsächlich als so eine Art Erlösung von der Pandemie gehypt.

  60. Deutschland wird medial auf einen “harten Lockdown” vorbereitet. Die ganze Zeit hieß es ja, wir brauchen jetzt einen harten Lockdown, damit wir an Weihnachten Weihnachten feiern können. Ein einsames Weihnachtsfest, welche ein Horror. Jetzt kommt der Lockdown trotzdem. Und das “einsame Weihnachtsfest” wird Realität. Aber was kümmert mich mein Geschwätz von gestern. Das schafft kein Vertrauen in die Coronastrategie der Regierung, soweit sie existiert.
    Alle Geschäfte sollen schließen außer Lebensmittel, Apotheken, Arzt…Schulen zu außer Kitas. Betriebe bleiben natürlich offen. Ausgangssperren werden diskutiert, obwohl die rein gar nichts bringen. Dass ist reiner Coronaaktionismus. Ich glaube nicht daran, dass das was bringen wird. Aus der Kontakte-reduzieren-Zitrone, kommt einfach kein Saft mehr raus. Diese Möglichkeit ist ausgequetscht, mehr geht unter kapitalistischen Bedingungen nicht. Wenn ich dann schon höre, dass man irgendsoeine Frau/Bürgerin sagen lässt sinngemäß: “Wenn aus diesem Weihnachten nichts wird, dann vielleicht im nächsten Jahr.” Da will man eine Vorlage geben, sich mit den staatlichen Zwangsmaßnahmen abzufinden. Und wenn aus diesem Leben nichts mehr wird, dann vielleicht im nächsten. Oder wie?
    Und ständig wird das Lied von den überlasteten Krankenhäusern angestimmt, merkwürdigerweise sieht man aber keine Berichte, dass Patienten auf den Gängen in Krankenhäusern liegen oder sonstige Darstellung des Notstands.

  61. Es gibt aus Österreich leichte Verwunderung darüber, daß Deutschland zu so drastischen Maßnahmen greift, obwohl die Lage hier bei uns angeblich ernster ist.
    Die Bilder von überlasteten Stationen sind übrigens um diese Jahreszeit billig zu haben, irgendwelche finden sich leicht. In der kalten Jahreszeit sind die Menschen im allgemeinen kränker, die Krankenhäuser wurden jedoch in der ganzen EU heruntergekürzt.
    Bei uns läuft dieses Programm regelmäßig, daß Ärzte vor die Kamera gezerrt werden, die jammern, wie schlimm es bei ihnen ist.
    Offenbar haben die öffentlichen Medien in Deutschland beschlossen, mit dieser Nummer noch zuzuwarten.

  62. In dem von NN angeführten Artikel bei telepolis von Florian Rötzer “Unsicherheit über mRNA-Impfstoffe” vom 9.12.2020 kommt ein Abschnitt über Nebenwirkungen vor, den Kehrer zitiert hat:
    “CNBC berichtet jedoch, Teilnehmer der klinischen Tests von Pfizer und Moderna hätten erklärt, dass nach der zweiten Impfung schwerere Nebenwirkungen aufgetreten seien. Auch in dem Bericht wird darauf hingewiesen, dass Folgen wie Reaktionen an der Einstichstelle (84,1%), Kopfweh (55,1%), Müdigkeit (62,9%), Schüttelfrost (31,9%), Gelenkschmerzen (23,6%) oder Fieber (14,2%) bei der zweiten Impfung vor allem bei jüngeren Menschen erhöhter auftreten. Die Häufigkeit ernsthafter Reaktionen sei jedoch minimal und liege bei unter 0,5 Prozent. Die von CNBC berichteten Reaktionen von Testteilnehmern sind aber wohl eher episodischer Natur und waren nach einem Tag auch wieder verschwunden.”
    In diesem Abschnitt wird nur auf zwei Artikel von CNBC verlinkt:
    https://www.cnbc.com/2020/12/08/pfizer-moderna-covid-vaccine-side-effects-trials.html
    “The FDA says Pfizer’s Covid vaccine is safe and effective. But trial participants warn of intense symptoms after second shot”
    und dann noch:
    https://www.cnbc.com/2020/10/01/coronavirus-vaccine-trial-participants-exhaustion-fever-headaches.html
    “Coronavirus vaccine trial participants report day-long exhaustion, fever and headaches — but say it’s worth it”
    Weder in dem einen noch in dem anderen Artikel habe ich die Zahlen von Rötzer gefunden. Wo hat er die dann her?

  63. “In ihrem Quartalsbericht zum 30. September 2020 führt die Firma “BioNTech SE” auf dut­zen­den Seiten finan­zi­el­le und medi­zi­ni­sche Risiken für ihr Impfstoffprogramm auf. Sie inter­es­sie­ren offen­bar weder die Öffentlichkeit noch die Zulassungsbehörden. Die erstaun­lich schnel­le Festlegung von Medien, Behörden und Regierungen auf ein “siche­res Produkt” sind ange­sichts die­ses Katalogs erschreckend:
    »Es ist mög­lich, dass kei­ner unse­rer Produktkandidaten oder Produktkandidaten, die wir in Zukunft ent­wi­ckeln wol­len, jemals eine Zulassung erhal­ten wird. Wir haben nur begrenz­te Erfahrung mit der Einreichung und Unterstützung von Anträgen, die für die Erlangung von Marktzulassungen erfor­der­lich sind…
    Unseres Wissens gibt es der­zeit kei­nen Präzedenzfall, in dem eine mRNA-basier­te Immuntherapie, wie die, die wir ent­wi­ckeln, von der FDA, der Europäischen Kommission oder einer ande­ren Zulassungsbehörde irgend­wo auf der Welt zum Verkauf zuge­las­sen wur­de… [Zulassungsstellen könn­ten] unse­re mRNA-basier­ten Produktkandidaten als neue Arzneimittel, nicht als Biologika oder Gentherapie-Arzneimittel, betrach­ten und ande­re Zulassungsanträge verlangen… “”
    https://www.corodok.de/horror-risikokatalog-biontech/#more-8863
    “Ein Kommentator merkt rich­ti­ger­wei­se an, daß es hier um die Bewertung poten­ti­el­ler Risiken geht, die nicht ein­tre­ten müs­sen. Offenbar sind die mög­li­chen Probleme sehr auf­wän­dig von einem gan­zen Stab von Experten der Firma benannt wor­den. Die Impfkommission des RKI benö­tig­te gan­ze vier Tage, um sie für unwe­sent­lich zu hal­ten und vom Tisch zu wischen.”

  64. The most common solicited adverse reactions were injection site reactions (84.1%), fatigue (62.9%),
    headache (55.1%), muscle pain (38.3%), chills (31.9%), joint pain (23.6%), fever (14.2%); severe adverse reactions occurred in 0.0% to 4.6% of participants, were more frequent after
    Dose 2 than after Dose 1, and were generally less frequent in participants ≥55 years of age (≤ 2.8%) as compared to younger participants (≤4.6%).

    Die Zahlen stammen aus einem Bericht der Us-Arzneimittelbehörde FDA. “Vaccines and Related Biological Products Advisory Committee Meeting December 10, 2020 FDA Briefing Document Pfizer-BioNTech COVID-19 Vaccine Sponsor: Pfizer and BioNTech” pdf-Download hier: https://www.fda.gov/media/144245/download
    Hier: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/nejmoa2022483
    Gibt es eine Tabelle “Figure 1” Systemic and Local Adverse Events, die die Nebenwirkungen nach 1 und 2 Dosis aufschlüsselt und nach Menge der Dosis. Wenn man sich das mal anschaut gehen etlich Balken bis an den Anschlag, also 100%.
    Auch schön: “Moderna stopped testing the highest dose of its vaccine during the trial because of the number of reports of severe adverse reactions.”
    https://www.cnbc.com/2020/12/08/pfizer-moderna-covid-vaccine-side-effects-trials.html

  65. Zum russischen Sputnik-V-Impfstoff hat es auch schon eine (sehr kleine) Studie gegeben, wo es zu den Nebenwirkungen heißt:
    “Akzeptables Sicherheitsprofil über 42 Tage
    Die Sicherheitsauswertung ergab im Verlauf der 42-tägigen Studienperiode eine allge­mein gute Verträglichkeit. Am häufigsten waren Schmerzen an der Injektionsstelle (58%), erhöhte Temperatur (50%), Kopfschmerzen (42%), Asthenie (28%) und Muskel-/Gelenk­schmerzen (24%).
    Die meisten Nebenwirkungen seien leicht gewesen, schwere Nebenwirkungen seien nicht zu beobachten gewesen, heißt es von dem russischen Autorenteam. Sie merken an, dass diese Nebenwirkungen charakteristisch für Impfstoffe seien, speziell für solche, die auf rekombinanten viralen Vektoren basierten.”
    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/116255/Russische-Forscher-veroeffentlichen-erstmals-wissenschaftliche-Daten-zu-Sputnik-V-Impfstoff

  66. “Wenn man sich das mal anschaut gehen etlich Balken bis an den Anschlag, also 100%.”

    Ja nun, so ist das halt bei Impfungen, wenn man nicht differrenziert zwischen gering, mittel und schwer. Daß es bei Impfungen z.B. zu Schmerzen zumeist/100% an der Einstichstelle kommt, ist leider normal und nichts besonderes von diesen Impfstoffen.
    Eher halte ich die Aussagekraft auch dieser Studie überhaupt für fraglich, weil hier noch weniger Probanden untersucht wurden als bei der russischen Studie.

  67. Langsam wird es widerlich: Ich kommentiere mal den Tagesschau Liveblog sofern die Meldungen nicht für sich sprechen.

    “Woidke sieht kaum Perspektive für Lockerung nach 10. Januar
    Nach dem Bund-Länder-Beschluss zum harten Lockdown ab Mittwoch sieht Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) kaum eine Perspektive für rasche Lockerungen. Mit Blick auf das vorläufige Enddatum der neuen Maßnahmen am 10. Januar sei diese Hoffnung zwar “da, aber doch sehr gering”, sagte Woidke in Potsdam.”

    Da wird ein Datum in die Runde geworfen und zugleich ist klar, dass es auch ab diesem Datum sehr wahrscheinlich nichts an der Situation ändern wird. Trotzdem sehen die Regierenden Länderchefs und die Kanzlerin aber auch keinen Anlass ihre kurzsichtige Coronastrategie zu überdenken. Zahlen gehen hoch – Kontakte reduzieren – Wirtschaft schädigen – Hilfen versprechen, damit das Volk nicht aufmuckt. Gleichzeitig ist klar, dass die Hilfen einen Tropfen auf den heißen Stein sind.

    Keine Unterbrechung für Profisport
    13:38 Uhr Anders als beim ersten harten Lockdown im Frühjahr kann der Profisport seine Wettbewerbe diesmal zunächst fortsetzen. Dies geht aus dem Beschluss der Bund-Länder-Runde mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hervor, in dem der Profisport bei den weitergehenden Einschränkungen nicht explizit erwähnt wird.

    Wenn Fußball wenigstens Opium fürs Volk wäre… Aber anscheinend ist so eine ideelle Konkurrenzveranstaltung doch systemrelevant.
    Und natürlich braucht es allerlei öffentliche Beifallklatscher, um dem dummen Volk klarzumachen, dass der Lockdown völlig unausweichlich ist.
    “Bildungsgewerkschaften begrüßen Bund-Länder-Beschlüsse, Städtetag begrüßt harte Corona-Maßnahmen”
    Virologe unbekannt darf auch was sagen: “Virologe Schmidt-Chanasit: Lockdown absolut notwendig”

    “Klar ist, dass jetzt ein Lockdown notwendig ist, weil wir jetzt eben diese kritische Situation in einigen Krankenhäusern haben…. Ob das die richtigen wirksamen Maßnahmen sind, werden wir dann in 2 Wochen sehen.” usw.

    Klar haun wir mal einfach die gesellschaftliche Reproduktion kaputt und sehen dann in 2 Wochen was dabei herauskommt. Blöder geht es nimmer und mit Wissenschaft hat das auch nichts zu tun. Schön auch: diese Kritische Situation in “einigen” Krankenhäusern. Diese opportunistischen Speichellecker. Bloß um ins Fernsehen zu kommen reden sie der Politik nach dem Mund. Da wird eine ganze Gesellschaft in Geiselhaft genommen wegen einigen Krankenhäusern. Man könnte ja auch auf die Idee kommen “einige Krankenhäuser” zu entlasten.
    Besonders perfide:

    will “keine Polizei unter dem Weihnachtsbaum”
    12:36 Uhr Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hat an die Bürger appelliert, die mit dem harten Lockdown beschlossenen Kontaktbeschränkungen im privaten Kreis eigenverantwortlich umzusetzen. In Hessen werde dies nicht die Polizei kontrollieren, sagte Bouffier in Wiesbaden.
    Der vom Grundgesetz gesicherte Schutz der eigenen Wohnung gelte selbstverständlich. “Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir mit Polizei unter dem Weihnachtsbaum Verordnungen durchsetzen müssen”, sagte Bouffier.

    Klar kann er sich das vorstellen, sonst würde er es ja nicht androhen. So ein … Wenn ihr nicht pariert, kann es schon sein, dass “wir mit Polizei unter dem Weihnachtsbaum Verordnungen durchsetzen müssen.”

    Kretschmer: “Die Zeit der Appelle ist vorbei”
    12:14 Uhr Für den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer ist der von Bund und Ländern für Deutschland beschlossene harte Lockdown ohne Alternative. “Die Zeit der Appelle ist vorbei”, sagte Kretschmer nach den Beratungen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Merkel.

    So, so. Also wenn das Volk nicht brav war, kommt der Knecht Ruprecht mit der Rute und legt das Volk übers Knie. Pass nur auf lieber Kretschmer, nicht dass das Volk auch auf die Idee kommt zu postulieren: die Zeit der Appelle ist vorbei.

    Söder: “Corona ist außer Kontrolle geraten”

    Das ist es schon seit Monaten. Aber euch fällt ja nichts mehr ein.

    Linke: Noch immer kein Schutzkonzept für Heime

    Weidel bezeichnet Lockdown als “Holzhammer-Methode”
    13:09 Uhr AfD-Fraktionschefin Alice Weidel übt grundsätzliche Kritik am Vorgehen von Bund und Ländern. “Dieser Lockdown-Beschluss ist ein Offenbarungseid für die politisch Verantwortlichen und ein Desaster für die Bürger und die deutsche Wirtschaft”, erklärte sie. Weidel sprach von der “untauglichen und kontraproduktiven Holzhammer-Methode ‘Lockdown'” und fügte hinzu: “Um ihr Versagen zu maskieren, maßen sie sich an, in übergriffiger Weise bis unter den Weihnachtsbaum tief in das Privatleben der Bürger hineinzuregieren.”

    Hab ich ja auch schon gesagt. Es wär mir zwar lieber, wenn es nicht von der AFD kommt, aber das mit dem Holzhamer stimmt halt.

  68. “Ja nun, so ist das halt bei Impfungen, wenn man nicht differrenziert zwischen gering, mittel und schwer. Daß es bei Impfungen z.B. zu Schmerzen zumeist/100% an der Einstichstelle kommt, ist leider normal und nichts besonderes von diesen Impfstoffen.” Also echt, ist das dein Ernst, den Einstich der Nadel als “milde Nebenwirkung” zu bezeichnen?

  69. “Also echt, ist das dein Ernst, den Einstich der Nadel als „milde Nebenwirkung“ zu bezeichnen?”
    Nicht ich (ich übrigens auch), sondern die Stellen, die sowas bewerten. Und nicht den Einstich, sondern die typischen entzündlichen Stellen, die sich bei Impfungen per Spritze häufig einstellen, wahrscheinlich hast du selber sowas in deiner Jugend auch gehabt wie viele Menschen auch.

  70. Man kann es sich natürlich auch ganz einfach machen, wie jemand bei telepolis, der vermutlich ernsthaft Folgendes gepostet hat:
    ” “schwerere Nebenwirkungen”
    Ach, ihr Heulsusen.
    Raunt der Artikel
    Reaktionen an der Einstichstelle (84,1%)
    Ist wirklich nur ein Pieks. Hauptsache, das Ding kommt wieder raus.
    Kopfweh (55,1%),
    Dagegen gibts Aspirin.
    Müdigkeit (62,9%),
    Geht man eben in die Falle. Wir sind ja ohnehin alle im Homeoffice.
    Schüttelfrost (31,9%),
    Bewährte Hausmittelchen: Heizung aufdrehen, Wärmflasche.
    Gelenkschmerzen (23,6%) oder Fieber (14,2%)
    … lassen sich ebenfalls mit Aspirin und Bettruhe erschlagen.”

  71. Das “Ach ihr Heulsusen-Argument” kannst du auch gegen Corona selbst vorbringen. Was soll das ganze Weicheigeheule. Einfach mal ohne Maske 4 Stunden in ein Altersheim und sich anstecken lassen. Hinterher hast du auch Antikörper. Bisschen Husten – einfach ein Eukalyptus lutschen, Fieber – dagegen gibt es Paracetamol, Schnupfen – Einfach mal die Nase putzen, Geschmacks- und Geruchsbereinträchtigung – was soll’s der Discounterscheiß schmeckt eh nicht, und Geruchsbeeinträchtigung ist manchmal ein Segen.
    Ein Anaphylaktischer Schock ist auch nicht ohne. Die werden schon wissen, warum Impfungen nur dort durchgeführt werden sollen, wo Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt werden können. Im Moment sieht es eben so aus, dass eine Schadensabwägung durchgeführt werden muss, wenn man sich impfen lässt. Immerhin hat ein Gesunder gar keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen und jetzt soll er welche in Kauf nehmen um einer vielleicht, vielleicht aber auch nicht schweren Erkrankung zu entgehen. Wie ich schon oben sagte kommt es doch schwer aufs Alter an, wie man sich entscheidet.
    Dass der Staat für das Impfen ist, ist ja klar. Er will, dass seine Mehrwertmelkkühe wieder funktionieren und winkt deshalb Impfstoffe durch, die mangels kurzer Entwicklungszeit mehr Nebenwirkungen verursachen als bei sorgfältiger Erprobung unumgänglich wären.

  72. Nochmal ZDF-Lifeblog: zwei Meldungen, 3 Minuten auseinander, die die ganze Irrationalität und Hexenverfolgungshaltung der Coranamaßnahmen auf den Punkt bringen.
    Die Feier einer religiösen Sekte um ihrem religiösen Kult zu frönen ist ok. Wenn 14 Kitaangestellte feiern, werden sie angezeigt.

    “Bischofskonferenz begrüßt Möglichkeit von Weihnachtsgottesdiensten
    15:52 Uhr
    Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hat sich erleichtert über die Bund-Länder-Beschlüsse zu den Weihnachtstagen geäußert. “Wir begrüßen die derzeitige Möglichkeit für die weitere Feier von Gottesdiensten zum jetzigen Zeitpunkt”, sagte Sprecher Matthias Kopp in Bonn. Er rief zugleich zu “äußerster Vorsicht und der strikten Einhaltung aller vorhandenen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen” auf. “Verantwortung und Augenmaß sind das Gebot der Stunde”, betonte Kopp.
    Polizei löst Party in Kindertagesstätte auf
    15:49 Uhr
    Dicht gedrängt, ohne Mund-Nasen-Schutz und bei geschlossenen Fenstern: Die Polizei hat in Dortmund eine Party in einer Kindertagesstätte aufgelöst. Nach Polizeiangaben, hatten sich Anwohner am Freitagabend über Ruhestörung aus der Einrichtung im Stadtteil Menglinghausen beschwert. Bereits auf der Straße sei laute Musik zu hören gewesen, heißt es in der Mitteilung. In einem Raum der Kindertagesstätte trafen die Beamten dann auf 14 Beschäftigte, die feierten. Sie erhielten Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung. Außerdem erteilte die Polizei allen Beteiligten Platzverweise.”

    Die Absicht dieser Maßnahmen besteht ganz eindeutig darin Impfdruck in der Bevölkerung aufzubauen. Jetzt nochmal die Leute über Weihnachten richtig triezen, damit sie genug haben und kollektiv in die Impfzentren rennen.
    Ich mein Ausgangssperre ab 22 Uhr in Brandenburg. Was soll das denn bringen?

  73. “Gewerkschaft der Polizei: Klare Corona-Regeln erleichtern Arbeit
    16:43 Uhr
    Die Gewerkschaft der Polizei hat die verschärften Corona-Regeln begrüßt. “Es ist nicht mehr die Zeit, Schlupflöcher zu suchen”, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Jörg Radek. Die Polizei werde wie bisher auch stärker auf öffentlichen Plätzen und an “neuralgischen Punkten” präsent sein. “Die klaren Maßnahmen erleichtern uns dabei eher die Arbeit. Ein Alkoholverbot in Städten reduziert die Wahrscheinlichkeit von Ansammlungen in der Öffentlichkeit. Das Verkaufsverbot für Pyrotechnik entspannt die Situation zu Silvester.”
    Mit Blick auf die Infektionsgefahr gelte seine Sorge eher der Absicherung möglicher “Querdenker”-Kundgebungen als den Kontrollen privater Haushalte, sagte Radek. Mit der Novelle des Infektionsschutzgesetzes könnten solche Kundgebungen zudem besser rechtssicher verboten werden.”

    “Ein Alkoholverbot in Städten reduziert die Wahrscheinlichkeit von Ansammlungen in der Öffentlichkeit.”
    Na klar, die Leute versammeln sich ja auch nur deshalb in der Öffentlichkeit, um zu saufen. Man muss sich mal überlegen, was für ein Menschenbild seiner Schutzbefohlenen Bürger der vor sich herträgt. Lauter Säufer und Maßnahmenbrecher oder beides.
    Sagte ich schon, dass ich das für widerlich halte?

  74. Laß mal die Kirche im Dorf!
    “Die Feier einer religiösen Sekte um ihrem religiösen Kult zu frönen ist ok. Wenn 14 Kitaangestellte feiern, werden sie angezeigt.”
    Nein, Veranstaltungen mit Hygienekonzepten wie Abstand bei den Sitzen, Besucherführung, Maskenpflicht, usw. die waren und sind vertretbar (aus Panik hat man sie dann doch alle nichtreligiösen Innenveranstaltungen verboten “Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind nur unter folgenden Voraussetzungen zulässig: Der Mindestabstand von 1,5 Metern wird gewahrt, es gibt Maskenpflicht auch am Platz, der Gemeindegesang ist untersagt.”), egal ob Dichterlesung oder Bibellesung. Und umgekehrt: Wenn sich Kitabetreuerinnen und Betreuer bei einer Feier in einem mit Sicherheit dafür zu kleinem Raum treffen, dann sind die keinen Deut besser, bloß weil sie nicht katholisch sind.

  75. “«Wir können noch keine Zulassung erteilen», sagte Claus Bolte, Leiter Bereich Zulassung, Swissmedic, am Dienstag vor den Bundeshausmedien in Bezug Impfstoffe gegen das Coronavirus. Der rasche Zugang sei wichtig, aber nicht auf Kosten der Sorgfalt.
    Die vorliegenden Zwischenergebnisse der verschiedenen Hersteller würden noch keinen Nutzen-Risiko-Entscheid ermöglichen, so Bolte. Es fehlten noch Daten zur Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität.
    Die Akzeptanz in derartig schnell entwickelte Impfstoffe setze sehr viel Vertrauen in die Hersteller und Kontrollinstanzen voraus. Es gelte deshalb, die Wirkungen auf die einzelnen Personengruppen ganz genau anzuschauen.”
    https://telebasel.ch/2020/12/01/die-schweiz-kann-zum-jetzigen-zeitpunkt-keine-impf-zulassung-erteilen/?channel=105169

  76. “Nein, Veranstaltungen mit Hygienekonzepten wie Abstand bei den Sitzen, Besucherführung, Maskenpflicht, usw. die waren und sind vertretbar,…() egal ob Dichterlesung oder Bibellesung.”
    Bloß ist die Bibellesung erlaubt, die Dichterlesung aber nicht.
    “Wenn sich Kitabetreuerinnen und Betreuer bei einer Feier in einem mit Sicherheit dafür zu kleinem Raum treffen, dann sind die keinen Deut besser, bloß weil sie nicht katholisch sind.”
    Du warst wohl dort, in dem zu kleinen Raum? Klar Kitas sind ja bekannt bekannt für ihre kleinen Räume, in denen normalerweise 30 Kinder rumtollen. Und die Beschäftigten haben sicher in der allerkleinsten Putzkammer gefeiert. Außerdem war laute Musik bereits auf der Straße zu hören. Das geht ja gar nicht – laute Musik. Wo es doch bekannt ist, dass das Virus auf der Bass-wave reitet.
    Und wenn etwas “aus Panik” verboten wird, ist es natürlich in Ordnung, dafür haben die angezeigten Kitabeschäftigten sicher Verständnis.

  77. In Berlin waren im ersten Lockdown (vernünftigerweise) auch Gottesdienste verboten.
    Wenn sich in einem Ladengeschäft 14 Personen aufhalten sollen, dann muß der Laden mindestens 140 m² haben. Ich bezweifle, daß dieser Kinderladen das bieten konnte und ich bezweifele zudem, daß die dort angetroffenen Personen den ansonsten geforderten Abstand zueinander eingehalten haben.

  78. An der Geschichte mit der Kita-Feier kann man zumindest ersehen, daß das angestrebte Denunziantentum funktioniert. Kaum kriegt man mit, hier könnte es eine Art Party geben – nix wie zum Telefon und die Polizei angerufen!
    Der heutige brave Bürger zeichnet sich durch diese Art von „Verantwortungsbewußtsein“ aus, weil wir hören ja immer aus allen Rohren, daß die Verantwortungslosen am Lockdown schuld sind!

  79. Genau.

    20:32 Uhr Nach Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher hat auch Kanzleramtsminister Helge Braun davor gewarnt, in den verbleibenden zwei Tagen vor dem harten Lockdown viele Weihnachtseinkäufe zu erledigen. “Die herzliche Bitte ist, auch diese letzten zwei Tage, an denen jetzt die Geschäfte noch geöffnet sind, nicht so zu nutzen, dass die Innenstädte sehr voll sind”, sagte Braun in einem ARD extra. Der Lockdown beginne erst am Mittwoch, weil einige Bundesländer noch zwei Tage zur Vorbereitung bräuchten.

    Da fällt mir nichts mehr ein. Wer Produziert denn die vollen Innenstädte mit dem Lockdown. Man hätte sich ja auch was intelligenteres einfallen lassen können. Wie soll man das denn als Einzelner entscheiden, ob die Innenstädte “sehr voll” sind? Klar am besten auf den Einkauf verzichten und wenn die Innenstädte dann doch voll sind, dann weiß man zumindest wieder wer dran schuld ist. Diejenigen die der Bitte nicht gefolgt sind.
    “Wenn sich in einem Ladengeschäft 14 Personen aufhalten sollen, dann muß der Laden mindestens 140 m² haben.” Tja, deswegen sind sie ja auch angezeigt worden, weil sie sich nicht an Verordnungen gehalten haben. Dass aber im Sommer über 50 Inzidenz noch Veranstaltungen mit 50 Leuten erlaubt waren, die die Zahlen erst in die Höhe getrieben haben, dafür gibt es keine Anzeige.

  80. “An der Geschichte mit der Kita-Feier kann man zumindest ersehen, daß das angestrebte Denunziantentum funktioniert.”

    Natürlich kann man das gerade nicht daran ablesen: Eine einzige gesprengte Party soll beweisen, daß es flächendeckend Denunziantentum gibt?? Wo sind denn die seitenfüllenden Berichte von ähnlichen Fällen? Selbst in meiner Millionenstadt gab es dazu nichts in den Medien. Oder sollte eine Instanz ein Interesse daran gehabt haben, diese Massenverweigerungen zu vertuschen?

  81. Allein verantwortlich für so gut wie alle vermeidbaren Todesfälle im deutschen Krankenhauswesen der letzten Jahre sind doch die Personen und Institutionen, welche das staatlich organisierte Gesundheitswesen zum „Gesundheitsmarkt“ umbauten, in dem Gesundheit, Vorsorge und Lebensrettung fast ausschließlich der „Wirtschaftlichkeit“, also den Zwecken der Geldvermehrung unterworfen worden sind.
    Das sind dieselben Institutionen und politischen Charaktermasken, die sich aktuell als treusorgende Lebensretter stilisieren und mit ihren Krokodilstränen, Moral- und Panikattacken zweifelhafte Notstandsmaßnahmen rechtfertigen.
    Auch schwere Covid-19 Krankheitsverläufe und Menschen die daran sterben, haben die Politik nicht dazu bewegen können, für ausreichende Entlastung innerhalb Ihres „verschlankten“ Gesundheitswesens zu sorgen, um das eingepreiste Massensterben gefährdeter Personengruppen aufgrund von Viren und (Keimen!!) endlich zu beenden oder wenigstens zu reduzieren.
    Deswegen hört das eigentlich vermeidbare Sterben ja auch in diesem Jahr nicht auf und unterscheidet sich ausschließlich dadurch, dass die Überlastung einiger Krankenhäuser und die Fall- und Sterbezahlen nun jede Stunde in den Nachrichten und Sondersendungen gemeldet werden.
    Wenn „Bevölkerungsschutz“ und „volksgesundheitliche“ Sorge ums „Große Ganze“ auszuschließen sind, weil äußerst zweifelhaft ermittelte „Fallzahlen“ und „Inzidenzen“, die politischen Entscheidungen, „Sachzwänge“ und „Maßnahmen“ nicht ansatzweise rechtfertigen, bleibt doch nur die Frage, was bezwecken die wirklich, wenn sie jeden Vorwand zu nutzen scheinen und/oder selber ins Werk setzen, um einen Teil ihrer Wirtschaft, vorwiegend der nicht „kontaktlosen Wirtschaft“ im eigenen Land, den Garaus zu machen?

  82. Ja, Phineas, deswegen bin ich so wütend. Es wird buchstäblich nichts getan, um das anscheinend so überlasteten Krankenhäuser zu entlasten. Eine Situation die politisch herbeigeführt wurde, indem das Gesundheitswesen zu einer Geschäftssphäre gemacht hat, indem man z.B. Krankenhäuser an Konzerne verschachert hat.
    Maßnahmen die vor Monaten hätten getroffen werden müssen wurden unterlassen, um jetzt vor Weihnachten alles als unumgänglich hinzustellen. Und die ganze Pressemeute spielt mit. Den Leuten wird moralisch ins Gewissen geredet. Man solle sich überlegen, ob man riskieren will die Eltern oder Großeltern zu besuchen. Dem Bürger auf der Straße wird das Mikrofon unter die Nase gehalten und die handverlesenen Antworten sagen immer genau das, was der Journalist will, das sie sagen. Man muss nur genug Passanten fragen. Irgendeine Antwort die verwertbar ist, wird schon dabei sein. z.B. “Angesichts der Zahlen ist es wohl notwendig.” Diese Dreistigkeit und Frechheit ist bloß noch ekelhaft.
    Schutz der vulnerablen Bevölkerungsteile wurde jetzt im Schnellverfahren an die Lockdownmaßnahmen angehängt, damit der regierenden Politik das nicht immer vorgeworfen wird. Schnelltests für Personal und Besucher sollen verpflichtend werden. Keine FFP2 Masken. Ich könnte wetten, dass das auch wieder nur Alibifunktion hat.
    “Wenn „Bevölkerungsschutz“ und „volksgesundheitliche“ Sorge ums „Große Ganze“ auszuschließen sind,” Das ist leider ein Fehlschluss oder ein Idealismus, weil Volksgesundheit halt genau so funktioniert. Das ist eben eine zynische, schädigende und für viele tödliche Veranstaltung. Volksgesundheit heißt nicht, dass es um die Gesundheit der Menschen geht, sondern dass die Funktionalität des Volkes fürs Kapital erhalten werden soll und das machen sie so wie man es schon Monate vorgeführt bekommt.
    Gehen die Zahlen hoch gibt es Lockdown, gehen die Zahlen runter gibt es Lockerungen. Holzhammermethode eben, die von wissenschaftlichen Zusammenhängen nichts wissen will. So denken bürgerliche Gewalthaber im Kapitalismus. Alles was die zu Wege bringen sind Gewaltmaßnahmen. So denken sie und davon rücken sie nicht ab. Vernünftigerweise gehört so eine Pandemie ja sachlich gemanagt. Also ganz einfach: Das was fehlt, wird staatlicherseits angeleiert und verwirklicht, damit der Mangel nicht mehr besteht. Aber das wird nicht gemacht. Weder wird eine Maskenproduktion auf die Beine gestellt, noch werden Alte geschützt, noch werden Krankenhauskapazitäten inklusive Personal erweitert, noch gibt es ein wissenschaftliches Monitoring der Seuche noch bemüht man sich um einen realistischen Überblick über das Seuchengeschehen. Denn das wäre ja ein Eingriff in den Markt.
    Und außderdem haben sie ja ihr epidemiologisches Handlungsrezept: gehen die Zahlen hoch gibts nen Lockdown…
    Zuerst light dann hart.
    “um einen Teil ihrer Wirtschaft, vorwiegend der nicht „kontaktlosen Wirtschaft“ im eigenen Land, den Garaus zu machen?” Den Eindruck könnte man in der Tat auf den ersten Blick gewinnen. Trotzdem wird ja nicht jede Kontaktwirtschaft platt gemacht, bloß erhebliche Teile auf die man meint, dass die Leute vorübergehend verzichten können.
    Diese unsägliche Dummheit ist einfach systembedingt. Soll heißen bürgerliche Politiker die nichts außer Gewalt im Kopf haben, versuchen auf Grundlage eines zur Geschäftssphäre verkommenen Gesundheitswesens eine Pandemie zu managen. Eine Presse, die sich selbst als Dolmetscher politischer Entscheidungen sieht spielt mit und versucht das dumme Volk zum mitmachen zu bewegen. Und das ist notwendig, weil das Volk es auszubaden hat 1. als Opfer der Krankheit 2. Als Opfer der staatlichen Coronamaßnahmen.

  83. @Neoprene

    Eine einzige gesprengte Party soll beweisen, daß es flächendeckend Denunziantentum gibt?? Wo sind denn die seitenfüllenden Berichte von ähnlichen Fällen?

    Was ist den das für eine komische Verwechslung von einem allgemeinen Urteil und einem Allurteil?
    Erstens ist es wirklich nichts Besonderes, wenn über etwas nicht berichtet wird. Das ist in den Medien gang und gäbe, auch bei Dingen, über die man dort gerne informiert werden würde.
    Zweitens würde das unterstellen, daß andauernd irgendwo Coronapartys gefeiert werden. Damit würde von dir der Generalverdacht bestärkt – der allerdings schon in den Medien verbreitet wird.

  84. “An der Geschichte mit der Kita-Feier kann man zumindest ersehen, daß das angestrebte Denunziantentum funktioniert.”
    Nein, kann man eben nicht “ersehen”. Reinlesen natürlich schon.

  85. @Kehrer
    „Maßnahmen die vor Monaten hätten getroffen werden müssen wurden unterlassen“
    Warum erst dann? Die Situation in den deutschen Krankenhäusern und Altenknästen war doch in den vergangenen Jahren auch nicht besser als zurzeit. Weder was die unmittelbare Bedrohungslage dieser oft vorbelasteten Altersgruppe durch Viren und Keime angeht, noch was die bedrohlichen Zustände dort durch kapitalistische Bewirtschaftung betreffen. Was umgekehrt heißt, Die Bedrohungslagen durch Viren und Keime und kapitalistische Bewirtschaftung „unseres“ Gesundheitswesens ist zurzeit überhaupt nicht schlimmer geworden.
    „„Wenn „Bevölkerungsschutz“ und „volksgesundheitliche“ Sorge ums „Große Ganze“ auszuschließen sind“ Das ist leider ein Fehlschluss oder ein Idealismus, weil Volksgesundheit halt genau so funktioniert. Das ist eben eine zynische, schädigende und für viele tödliche Veranstaltung. Volksgesundheit heißt nicht, dass es um die Gesundheit der Menschen geht, sondern dass die Funktionalität des Volkes fürs Kapital erhalten werden soll und das machen sie so wie man es schon Monate vorgeführt bekommt.“
    Stimme Deiner Definition „Volksgesundheit“ durchaus zu. Das war missverständlich von mir formuliert. Gemeint war, wie ich oben schon schrieb folgendes: Wenn die unmittelbaren und strukturellen Bedrohungslagen des auslaufenden Jahres (Anzahl schwerer Krankheitsverläufe und/oder Sterbefälle) im Vergleich mit den Jahren zuvor keine wesentlichen Unterschiede aufweisen und das evident ist, was veranlasst dann die Politik dazu, in diesem Jahr einen Pandemie-Notstand auszurufen, um anschließend Teile ihrer ökonomischen Substanz nachhaltig zu schädigen oder gar zu zerstören, wenn „die Funktionalität des Volkes fürs Kapital“ in keinster Weise gefährdet ist?
    „Gehen die Zahlen hoch gibt es Lockdown, gehen die Zahlen runter gibt es Lockerungen“
    Diese willkürlich ermittelten Zahlen sind doch gerade die Resultate un-standardisierter PCR-Testerei ins Blaue oder vielleicht ja sogar ins Erwünschte hinein (?).
    Warum sträuben sich Politik und ihre Behörden wie das RKI so beharrlich gegen ein umfangreiches „wissenschaftliches Monotoring“ was Auskünfte über den „Durchseuchungsgrad“ und die sehr wahrscheinlichen Kreuzimmunitäten geben könnte? Wie anders lässt sich das auffällige Abflachen der Infektionen erklären, noch vor dem 1. Lockdown im Frühjahr, dass von den politischen Damen und Herren und ihrer wissenschaftlichen Spitzenbehörde schon damals sehr wohl registriert aber öffentlich komplett ignoriert wurde. Man wollte ja unbedingt die „Maßnahmen“ für den Rückgang des „Killervirus“ verantwortlich machen und bis heute nicht ermitteln, warum ein angeblich ganz, ganz neues und völlig unbekanntes Virus den Volkskörper anfällt, sich dabei aber so unspezifisch verhält.
    Ich muss jetzt Schluss machen, vielen Dank aber fürs Lesen und die Erwiderung.

  86. “Würdest Du Dich gegen Corona impfen lassen?”
    Stellungnahme eines Mediziners der älteren Generation zur Frage, ob er sich mit einem der zugelassenen Vakzine gegen das Coronavirus impfen lassen würde
    Lauterbach kritisiert geringe Impfbereitschaft unter Gesundheitspersonal
    Wer nicht hören will (SZ, 11.12.2020)
    Von Nikolaus Piper
    Seit Dienstag wird nun gegen Corona geimpft. Zunächst zwar nur in Großbritannien, das besonders schlimm von der Pandemie betroffen ist. Trotzdem war es ein historischer Tag, als Margaret Keenan, die 90-jährige Bewohnerin eines Altenheims in Coventry (Mittelengland), ihre erste Spritze mit dem Impfstoff der deutschen Firma Biontec bekam. In den düsteren Tagen der zweiten Welle der Pandemie ist Impfen die große Hoffnung für Millionen Menschen.
    Es gibt aber auch jene, die sich nicht auf die Injektion freuen. Sie wollen sich nicht impfen lassen, weil sie Angst vor den Risiken von Impfstoffen haben, weil sie der so genannten “Schulmedizin” misstrauen oder aus anderen Gründen Impfen grundsätzlich ablehnen. Diese Menschen gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Denn je weniger sich impfen lassen, desto länger dauert es, bis die Herdenimmunität erreicht ist, die nach Meinung von Virologen eine weitere Ausbreitung des Virus wirkungsvoll verhindert.
    Effektiven Schutz gibt es nur bei einer Impfquote von 70 bis 75 Prozent
    ———————————————————————–
    Nach einer Umfrage der Krankenkasse Barmer vom November wollen sich 53 Prozent der Deutschen impfen lassen, was eben auch bedeutet, dass 47 Prozent dies nicht wollen oder es noch nicht wissen. Ähnliche Umfragen gibt es aus den Vereinigten Staaten. So wollen sich weniger als ein Drittel der Angestellten der New Yorker Subway impfen lassen. Für einen effektiven Schutz der Bevölkerung wäre aber eine Impfquote 70 bis 75 Prozent nötig.
    Weder in Deutschland noch in den USA will jemand eine Impfpflicht einführen. Das Verhalten der Menschen lässt sich daher nur durch Information und Anreize ändern. Und genau das ist ein Thema für die Ökonomie. Michael Hüther jedenfalls, der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), präsentierte soeben im Handelsblatt eine Idee, wie man Impfgegnern mit harten ökonomischen Sanktionen begegnen könnte: “Mittelfristig bei medizinisch nicht indizierter Impfverweigerung wäre der Ausschluss einer Covid-Erkrankung aus dem Versicherungsschutz zu erwägen.” Mit anderen Worten: Wer sich nicht impfen lässt, obwohl er die Möglichkeit dazu hat, der muss die Behandlung selber zahlen, sollte er an Corona erkranken. Oder noch einfacher: Wer nicht hören will, muss fühlen.
    Dass Hüther wegen des Vorschlags hässliche Emails bekommt, ist wenig überraschend. Das Thema Impfen ist durch die Demonstrationen der sogenannten “Querdenker” ohnehin emotional überfrachtet. Die Behandlung eines beatmungspflichtigen Corona-Patienten auf der Intensivstation kostet insgesamt 30 000 Euro oder mehr. Verwirklichte man Hüthers Idee in aller Konsequenz, würde Corona bei vielen Durchschnittsverdienern alle Reserven aufzehren.
    Nun müsste man dies ja nicht so radikal tun, sondern könnte die Zahlung der Patienten einfach deckeln, wie Hüther im Gespräch einräumt. Dann bliebe nur eine erhöhte Selbstbeteiligung für Impfverweigerer übrig. Die wäre alles andere als revolutionär. Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland, also AOK, Barmer, DAK oder Technikerkasse, sind Teil eines solidarischen Versicherungssystems – man zahlt nach Leistungsfähigkeit und bekommt Leistungen nach Bedürftigkeit.
    Das System funktioniert am besten, wenn alle seine Mitglieder sich vernünftig verhalten, und es kennt auch Anreize. Die meisten Kassen honorieren es zum Beispiel, wenn man regelmäßig zum Zahnarzt geht. Weitergehendes, etwa Strafen für massive Selbstschädigung wie Kettenrauchen, hat bisher noch niemand versucht.
    Michael Hüthers Vorschlag setzt woanders an. Wer sich nicht impfen lässt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere, die nun ein höheres Risiko laufen, selbst mit dem Virus infiziert zu werden. Er oder sie lösen, wie es im Ökonomen-Deutsch heißt, externe Effekte aus. Und diese Effekte würden mit einem Preis versehen. Das ist so abwegig nicht.
    Finanzielle Anreize könnten die Impfbereitschaft erhöhen
    ——————————————————–
    Interessanterweise gibt es in den Vereinigten Staaten ganz ähnliche Überlegungen, nur unter umgekehrten Vorzeichen. Nicht die Impfgegner sollen bestraft werden, sondern wer sich impfen lässt, kann eine Belohnung bekommen. Robert Litan, Ökonom am liberalen Thinktank Brookings Institution, hatte bereits im August vorgeschlagen, jedem Amerikaner bei der Impfung 1000 Dollar zu zahlen. Versuche man das Gegenteil und bestrafe Impfverweigerer, werde die Polarisierung in Amerika noch schlimmer werden, es könne zu Gewaltausbrüchen kommen, und es verhindere die Versöhnung der Gesellschaft.
    Kurze Zeit später griff der Harvard-Ökonom Gregory Mankiw die Idee auf. In einer Kolumne in der New York Times führte der frühere Berater von Präsident George W. Bush ein weiteres Argument an: Die größten Schäden habe die Wirtschaft nicht dadurch erlitten, dass die Regierung wegen Corona Geschäfte schloss, sondern dadurch, dass die Menschen Angst davor haben, sich anzustecken und deshalb weniger konsumieren. Die Tausend-Dollar-Aktion würde zwar 300 Milliarden kosten und die Staatsschuld weiter in die Höhe treiben. Aber das sei gut verwendetes Geld.
    Es kann also sehr sinnvoll sein, ein ökonomisches Kalkül in die Entscheidung jedes und jeder Einzelnen einzubauen – vorausgesetzt medizinische Gründe verhindern das nicht. Ob man nun das Impfen belohnt oder das Nicht-Impfen bestraft, ist letztlich eine pragmatische Frage. Die Antwort hängt auch davon ab, wie sehr man glaubt, die Staatsfinanzen belasten zu können.
    Bis jetzt steht nur fest, dass Impfverweigerer Kosten verursachen, Kosten, die heute die ganze Gesellschaft trägt. Dafür eine Lösung zu finden, wäre schon eine Diskussion wert.

  87. @neoprene:

    “Nein, kann man eben nicht „ersehen“.”

    Zumindest kann man daran bemerken, dass der Artikel überhaupt nur deshalb von öffentlichem Interesse ist, weil da ein Verstoß gegen die Coronamoral angeprangert wird. Das sieht man auch daran, dass mitgeteilt wird, dass schon auf der Straße laute Musik zu hören war. Es soll sich also um ein ganz und gar ungehöriges, sittenwidriges Verhalten handelt, das hier zurecht (soll der Leser sich denken) von der Polizei bestraft wird.
    @Phineas:

    “Warum erst dann? Die Situation in den deutschen Krankenhäusern und Altenknästen war doch in den vergangenen Jahren auch nicht besser als zurzeit. “

    Stimmt natürlich. Ich dachte dabei eher Lockdownmaßnahmen und Versammlungsbeschränkungen, die ja ziemlich lang eher locker gesehen wurden.

    ” wenn „die Funktionalität des Volkes fürs Kapital“ in keinster Weise gefährdet ist?”

    Das mag sogar objektiv zutreffen, aber ich glaube die verantwortlichen Seuchenwächter sehen das anders. Die gehen schon von einer Gefährdungslage aus.

    “Diese willkürlich ermittelten Zahlen sind doch gerade die Resultate un-standardisierter PCR-Testerei ins Blaue”

    Was ich so gelesen habe gibt es einen Grund warum der Drosten die Zyklenzahl nicht festgelegt hat. Anscheinend hängt das von der Ausstattung und Arbeitsweise des einzelnen Labors ab, sodass man gar nicht allgemein festlegen kann, dass z.B. 30 Zyklen gefahren werden.
    Da wird im Moment behauptet, dass das der Expertise des jeweiligen Labors überlassen bleibt ab wann ein Test positiv zu werten ist. Aber ich gebe dir Recht – das ist kein Zustand – vor allem wenn so viel davon abhängt. Das sind alles Sachen, um die man sich längst hätte kümmern müssen. Die Vergleichbarkeit des PCR-Tests muss gewährleistet sein.

    “Warum sträuben sich Politik und ihre Behörden wie das RKI so beharrlich gegen ein umfangreiches „wissenschaftliches Monotoring“ was Auskünfte über den „Durchseuchungsgrad“ und die sehr wahrscheinlichen Kreuzimmunitäten geben könnte?”

    Das verstehe ich auch nicht.

    “Wie anders lässt sich das auffällige Abflachen der Infektionen erklären, noch vor dem 1. Lockdown im Frühjahr,”

    Das wird normalerweise damit erklärt, dass die Bürger von sich aus ohne politische Vorgaben ihr Verhalten geändert hätten.

    “Da wird das System bockig: Wir können doch nicht nur wegen den zusätzlicher Coronatoten unser privatwirtschaftliches Krankenhaus umstellen. Wir machen ja auch keine Offensive wie die Niederlande beispielsweise gegen die 21 000 Toten durch Krankenhauskeime. Der Profit muss auch im Krankenhaus rollen und alles andere ist gewissermassen kapitalistischer Naturzustand. Das hat hingenommen zu werden und wird es auch, weil es jeder einfach so als die organisierte Realität vor die Nase gesetzt bekommt. “

    Genau.

  88. @Kehrer
    “Das mag sogar objektiv zutreffen, aber ich glaube die verantwortlichen Seuchenwächter sehen das anders. Die gehen schon von einer Gefährdungslage aus.”
    Eine “Gefährdungslage” die für ihre nationale Gesamtklitsche objektiv und nachweisbar überhaupt nicht besteht. Und weil sie das auch vor den “Maßnahmen” ganz genau wissen mußten, bevor sie sich dran machten, Teile ihrer wirtschaftlichen Substanz inkl. die daran hängenden menschlichen Wirtschaftsubjekte/objekte den gesellschaftlichen Orkus herunterzuspülen (mich zum Beispiel), wollen die das anscheinend und in alle Zukunft auch “anders sehen”. Und wer dem widerspricht und Wissenschaftliche Redlichkeit und die Enbeziehung anderer Sichten und Forschungszweige/ergebnisse einfordert, ist ein Leugner, Altenkiller und Faschist. Und diese armselige noch dahervegetierende Restlinke ist bei dieser Hetze auch noch ganz vorne mit dabei. Endlich mal wieder Avantgarde. Selbst ein wesentlicher Teil dieser hoffnungslos rück-verblödeten “Antifa”-Schwachmaten ist sich nicht zu schade, als prügelnde Coronastaffel der Polizei ernste Konkurrenz zu machen. Von GSP, Cetchura et all…die ihre Hetze nur ein wenig subtiler und deswegen noch hinterhältiger betreiben, als die plumpen Schläger von der “Antifa”, mal ganz zu schweigen.
    Das mußte jetzt einfach mal raus.

  89. Ganz zu Anfang der Pandemie hatte ich schon gesagt, dass man mal nicht zu begeistert vom Lockdown sein soll, weil der Menschenleben schützt, indem er Ansteckungen eindämmt. Auf der anderen Seite werden Existenzen vernichtet. Bloß dass halt die Suizide aufgrund einer vernichteten Existenz, dann nicht Corona angelastet werden. Darüber gibt’s bei RKI kein Dashboard. Selbstmord ist immer Privatsache und darauf zurückzuführen, dass irgendwer mit seiner Psyche Probleme hat. Das sind dann halt immer so halb Verrückte, denen niemand eine Träne nachweint. Und wenn einer nach Corona wirtschaftlich nicht mehr auf die Beine kommt ist das auch seine Angelegenheit. Solche werden dann z.B. auf RTL2 vorgeführt. Das ganze Programm von RTL2 besteht ja darin die Verachtung gegenüber den Armen auszupinseln. Schädigung durch Existenzvernichtung gilt hier ja nichts. Das sind auch Spätfolgen. Und die Coronahilfen für normale Leute, wenn es keine großen Kapitale sind, kann man vergessen. Nicht zu vergessen, dass die Rechnung des Lockdowns erst Jahre später präsentiert werden wird. Die Arbeiterklasse wird wie immer zur Kasse gebeten.
    Es macht halt einen Unterschied wie jemand drauf geht. Ob bei einer Pandemie Leute elendiglich in überlasteten Krankenhäusern verrecken, wo man erschütternde Berichte drüber drehen kann. Siehe die berühmten BaB “Bilder aus Bergamo” oder ob einer einsam in seiner Wohnung verreckt. Das interessiert keine Sau. Ersteres ist aber ein Skandal und darüber können Regierung stürzen und Politikerkarrieren beendet werden.

    “Und wer dem widerspricht und Wissenschaftliche Redlichkeit und die Enbeziehung anderer Sichten und Forschungszweige/ergebnisse einfordert, ist ein Leugner, Altenkiller und Faschist.”

    Ja so wird hierzulande mit Kritik umgegangen. Das ist auch der Selbstgleichschaltung der Presse geschuldet.

    “Und diese armselige noch dahervegetierende Restlinke ist bei dieser Hetze auch noch ganz vorne mit dabei. Endlich mal wieder Avantgarde. Selbst ein wesentlicher Teil dieser hoffnungslos rück-verblödeten „Antifa“-Schwachmaten ist sich nicht zu schade, als prügelnde Coronastaffel der Polizei ernste Konkurrenz zu machen.”

    Linke wollen halt immer die Guten sein und das verleitet dann zu parteilichen Schlüssen. Dann stehen sie auf einmal auf Seiten des Locksdowns und vergessen, dass ihr Anliegen gesund zu bleiben sich ganz und gar nicht mit den Absichten des Lockdows deckt. In dem oben verlinkten Artikel “Lockdown zu Weihnachten” macht Cechura das zwar nicht, aber er behauptet indirekt die Politik hätte sich die Vorschläge der Akademie der Wissenschaften Leopoldina zu Herzen genommen.

    “Im Gegensatz zur ersten Welle, in der die Vorschläge dieses Gremiums weitgehend ignoriert wurden, finden sie nun große Resonanz in der Politik bis hin zur Kanzlerin und in den Medien. Sie gelten geradezu als die ideale Lösung des aktuellen Pandemie-Problems”

    “Resonanz gefunden” So kann man es auch ausdrücken, wenn die Wissenschaft zufällig mal mit dem übereinstimmt, was die Politik für geboten hält. Man muss bloß oft genug ein Papier schreiben, irgendwann wird es schon mal den Geist der Regierenden treffen. Die Politik richtet sich wie immer nicht nach der Wissenschaft, sondern macht was sie für notwendig hält und beruft sich dann lediglich auf sie und wenn die Wissenschaft das Gegenteil behauptet lässt sie es halt.

  90. Leopoldina-Philosoph attackiert Leopoldina-Papier und den Lockdown
    Die Lockdown-Politik der Bundesregierung und den 16 Landesregierungen wird mehr Menschen töten als Corona. Woher wissen wir das? In UK gab es im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 acht Prozent mehr Tote durch Herzkreislauferkrankungen. Dabei starben 10 Prozent weniger Menschen in Krankenhäusern, dafür 10 Prozent mehr zu Hause. Darüber berichtet der schwedische Arzt und Publizist Sebastian Rushworth. Er betont, dass weltweit keine Regierung eine wissenschaftliche Abwägung gemacht hat, was Lockdowns an Menschenleben kosten können.
    Es ging und geht ausschließlich um das völlig irrationale Ziel, eine einzige Krankheit und ihr Vorkommen zu reduzieren. Ob unterm Strich mehr Menschen sterben, ist der Politik völlig egal. Es geht nur darum, dass die Zahl der positiv auf SARS-CoV-2 Getesteten zurückgeht.
    Das ist mörderisch, zynisch und menschenverachtend.
    Auch der Philosoph und Suhrkamp-Autor Michael Esfeld, Professor für Wissenschaftsphilosophie in Lausanne in der Schweiz, der seit 2010 Mitglied der Leopoldina ist, ist völlig schockiert.
    Esfeld ist Teil des Establishments, was seine frontale Attacke auf die Leopoldina von innen heraus so enorm bedeutsam macht.
    In einem offenen Brief schreibt er:
    Diese Stellungnahme verletzt die Prinzipien wissenschaftlicher und ethischer Redlichkeit, auf denen eine Akademie wie die Leopoldina basiert.

    https://www.clemensheni.net/freiheitsrechte-und-die-wuerde-des-menschen-schuetzen-leopoldina-philosoph-attackiert-leopoldina-papier-und-den-lockdown/

  91. In Deutschland sind 2019 331200 Todesfälle 35,3 % aller Todesfälle auf Herzkreislauferkrankungen zurückzuführen. Nehmen wir die Erhöhung liege in Deutschland auch bei 8%, dann wären das ca. 26 500. Gut es war nicht immer Lockdown. Aber die Zahl wäre trotzdem beträchtlich. Nimmt man noch den Schaden und das zugehörige Leid dazu den ein Lockdown verursacht, dann sieht die Sache nochmal viel viel düsterer aus. Geschädigt wurden nämlich Millionen. Mehr oder weniger die ganze Bevölkerung und das über Jahre oder sogar Jahrzehnte. Diese Spätfolgen sind noch gar nicht auf dem Tisch.
    Politiker werden natürlich weiterbezahlt. Für die ist das bloß Profilierungsmaterial. Die Presse hat sich auf “die Zahlen” eingeschossen, angeleitet durch die Politik, die davon ihre politischen Maßnahmen abhängig macht und von sonst nichts.
    Allerdings der Vorwurf des Scientismus stimmt natürlich nicht. Die Wissenschaft wird nicht zur politischen Glaubenslehre die Grundrechte außer Kraft setzt. Vielmehr findet keine umfassende wissenschaftliche Beurteilung statt, sondern ein panisches Starren auf “die Zahlen”.
    https://www.youtube.com/watch?v=q7D03dMKvK8

  92. Neue Coronavirusmutation:
    https://www.n-tv.de/wissen/Neue-Coronavirus-Variante-bereitet-Sorgen-article22236755.html
    “In China sind seit dem Sommer schätzungsweise eine Million Menschen gegen Corona geimpft worden – mit chinesischen Impfstoffen, die noch in der Testphase sind. Eine Notfall-Verordnung macht das möglich.” Als wäre das bei dem Biontech/Pfizer Impfstoff anders. Bloß dass es in GB keine Notfallverordnung sondern eine Notfall-Zulassung ist.
    https://www.tagesschau.de/ausland/eine-million-impfungen-in-china-101.html

  93. Seit heute werden übrigens drei FFP2 Masken von den Apotheken an alle über 60 verteilt und an Risikogruppen. Find ich gut. Oder: Endlich!

  94. @Phineas

    Warum sträuben sich Politik und ihre Behörden wie das RKI so beharrlich gegen ein umfangreiches „wissenschaftliches Monotoring“

    So wie ich das sehe, ist erstens keine Einigkeit darüber vorhanden, wie eigentlich dem Virus besser auf die Spur zu kommen wäre, und niemand will zweitens dafür die Kosten übernehmen.
    Ich meine, man muß ja nicht erst Covid-19 nehmen, um zu sehen, wie die Behörden und Institutionen der EU überfordert sind mit der Situation, die sie mit ihrer vorherigen Politik selbst herbeigeführt haben.
    Schau dir doch die Finanzkrise an oder den Brexit.

  95. Finanzkrise und Brexit sind meines Erachtens nicht vergleichbar mit Corona:
    Die Finanzkrise war schlechterdings (systemimmanent) nicht vermeidbar und eigentlich auch nicht zu “heilen”, sondern nur irgendwie glimpflich zu verlängern bzw. rauszuschieben. Es hätte systemimmanent buchstäblich keine “Lösung” gegeben.
    Beim Brexit stehen “einfach” konträre nationale Interessen gegeneinander. Da gibt es ebenfalls keinen Kompromiß/keine “Lösung”, wenn eine oder beide Seiten auf ihren Interessen beharren.
    Bei Corona meine ich schon, daß die betroffenen Staaten, jedenfalls die europäischen wirtschaftlich vergleichsweise gut dastehenden Staaten vor allem eine effektivere Eindämmungspolitik hätten fahren können. Und zwar seit vielen Jahren. Aber für das Gesundheitswesen war halt allenthalben schon seit Jahrzehznten “kein” Geld da und für Pandemievorsorge buchstäblich gar nichts, das wurde überall anderswo dringender gebraucht. Das rächt sich jetzt natürlich. Daß die Bekämpfung so spät, widersprüchlich und inkonsequent gemanaged wurde und wird, hätte natürlich selbst systemimmanent auch nicht sein müssen, haben ja nicht alle Staaten so letztlich unwirksam behandelt wie die meisten EU-Staaten. Aber auch da hieß es eben: Geschäfte weiter laufen lassen und Augen zu! (Die Schweiz z.B. macht das ja selbst jetzt noch, wo das Land umgeben ist von relativ weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens.)

  96. “und niemand will zweitens dafür die Kosten übernehmen.”
    Das Argument der Kosten halte ich nicht für einleuchtend. 1. Ist der bürgerliche Staat der ideelle Gesamtkapitalist, der andauernd Kosten übernimmt, die kein privater übernehmen will. Das ist sozusagen sein Job. 2. Ist es eine Kostenabwägung. Hat der Staat Kosten durch Monitoring, was sich in Grenzen hält, oder Kosten durch Shutdown, weil er unwissend immer wieder mit dem Holzhammer “Kontakte reduzieren” muss.
    “Was die Sterblichkeit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen betrifft, so verweise ich auf diesen Beitrag von mir zur Sterblichkeit.” Bloß wird es am Ende bei der Bestimmung der Übersterblichkeit so sein, dass alles auf Corona geschoben werden wird. Wahrscheinlich werden auch die zusätzlichen Herz-Kreislauf Toten durch Lockdown, Existenzängste, Panik Corona angelastet.

  97. Bei Telepolis hat ein alter Arzt aufgeführt, was in seiner sicht für das Impfen gegen den Coronavirus spricht (jedenfalls für seine eigene Risikogruppe):
    https://www.heise.de/tp/features/Wuerdest-Du-Dich-gegen-Corona-impfen-lassen-4987153.html
    Dem hat jemand einige Argumente entgegengehalten, warum er sich fürs Erste *nicht* impfen lassen wird:
    https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Wuerdest-Du-Dich-gegen-Corona-impfen-lassen/Erwiderungen-Ergaenzungen-Warum-ich-mich-noch-nicht-impfen-lasse/posting-37979844/show/
    (“Die Ständige Impfkommission (STIKO) hatte kürzlich auf eine Umfrage verwiesen, wonach die Impfbe­reit­­schaft in Deutschland seit dem Frühjahr stetig gesunken ist und beim medizinischen Personal sogar geringer ist als beim Rest der Bevölkerung. … „Trotz der Erkenntnis, dass es ohne eine Impfung nicht zum Verdrängen der Pandemie kommen kann, bestehen insbesondere unter Pflegenden erhebliche Bedenken bezüglich der Nebenwirkungen und der Langzeitfolgen einer Impfung“, kommentierte Christian Karagiannidis, Präsident der DGIIN, gegenüber dem DÄ. „Das Ergebnis der Umfrage drückt die Sorgen vor einem neuen Impfstoff aus, bei dem es noch keine Langzeiterfahrung gibt.“”)
    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/119337/Lauterbach-kritisiert-geringe-Impfbereitschaft-unter-Gesundheitspersonal

  98. @Kehrer
    Der bürgerliche Staat ist auch nicht, was er einmal war.
    In der guten alten Zeit – in Ö vor dem EU-Beitritt oder zumindest bis zur Wende – gab es so etwas wie einen Finanzlastenausgleich und da wurden die Kosten und Einnahmen nach irgendwelchen Schlüsseln zwischen Bund, Ländern und Gemeinden aufgeteilt.
    Die Kreditaufnahme dieser Unter-Einheiten war streng geregelt und lief über eigens dafür eingerichtete Banken wie die Kommunalkredit-Bank.
    Seit der Einführung des Euro wurden die Unter-Einheiten auf den Kapitalmarkt verwiesen, und verschuldeten sich auf Teufel-Komm-Raus. In vielen EU-Staaten gab es schon der Finanzkrise bankrotte Gemeinden, nachher natürlich erst recht. In Österreich wurde der Bankrott Kärntens wegen der Hypo Alpe Adria irgendwie abgewendet, dann gab es den Salzburger Finanzskandal, und diese lokalen Zusammbrüche werden einen weiter begleiten, solange es den Euro gibt.
    Ich weiß nicht, was du für Info-Quellen hast, aber das Hickhack, wie alle versuchen, wem anderen die Kosten für irgendwas aufzuhalsen, ist doch in den Medien ziemlich präsent. Oft wird dann das Verfassungsgericht angerufen. Noch dazu wurden die öffentlichen Verwaltungen in den letzten eineinhalb Jahrzehnten so „abgespeckt“, daß alles ewig dauert, – bis die Frage entschieden ist, da öfter der Anlaßfall wieder vorbei, also der Patient gestorben. 🙂
    @Neoprene
    Das Abspecken des Gesundheitswesens ist m.E. die Konsequenz dessen, wie die Volksgesundheit eben mit der EU neu definiert wurde – man hat ein schier unbegrenztes Arbeitskräftereservoir, da können schon einige durch den Rost fallen.
    Auch die Selbstbehalte, mit denen Impfgegnern gedroht sind, sind in der EU gang und gäbe – vor allem in den ehemals sozialistischen Staaten, wo den Menschen bei Hungerlöhnen erst recht das Geld aus der Tasche gezogen wird, wo es nur geht. Auch bei Erziehung, Müllentsorgung usw.
    Mit dem Coronavirus hat sich herausgestellt, daß diese Gleichgültigkeit der Regierungen und Behörden gegenüber der Gesundheit ihrer Bürger schiefgehen könnte, weil so unbegrenzt ist das Arbeitskräftereservoir dann doch nicht.

  99. nestor: Wie man an der Ministerpräsidentenkonferenz sieht, die die Lockdowns beschließt, scheint es nicht unmöglich Einigkeit zwischen Bund und Ländern herzustellen. Deshalb halte ich das Argument, dass niemand die Kosten übernehmen will nach wie vor nicht für richtig. Denn die Kosten kommen eh, entweder sie werden als Konsequenz eines harten Lockdowns präsentiert, und diese Kosten sind unkalkulierbar, oder in Form on geringeren kosten durch ein wissenschaftliches Monitoring bzw. Vorsorge.
    Rationeller ist zweifellos die zweite Variante.
    Der Artikel von Wolf Wetzel “Das Virus, der Kapitalismus und wir” sagt viele richtige Dinge. Aber auch ein paar falsche Fakten: “Es ist sicherlich nicht übertrieben, wenn man das Fazit zieht, dass 80 Prozent der Kontakte im Arbeitsleben stattfinden.”
    Mag schon sein, mag nicht sein. Jedenfalls gibt es ja die Grafik vom RKI, die aufschlüsselt in welchem Lebensbereich die meisten Ansteckungen passieren. Da gehe ich zunächst davon aus, dass das im Großen und ganzen stimmt. Danach sind die Kontakte in der Arbeitswelt für einen großen Teil der Ansteckungen verantwortlich, aber halt nicht für 80%, wie der Artikel nahelegt. Die Grundaussage ist richtig, aber die Faktenbasis des Artikel unsicherer als sie sein müsste.

    “Zum anderen würden wir genau jene, die sich hinter unserer Gesundheit verstecken, aus der Deckung holen, wenn sie begründen müssen, warum die Verbreitung des Virus der Preis für den Kapitalismus ist, der “alternativlos” ist.
    Um genau diese rote Linie geht es. Halten wir sie mit ein, halten wir sie selbst für unüberschreitbar oder wagen wir uns, sie zu übertreten.”

    Ich sag’s mal so. Netter Versuch. Aber dass der Kapitalismus alternativlos ist, das wird nun wirklich auch durch Corona kein bisschen in Frage gestellt. Man kann an der Ausblendung der Arbeitswelt höchstens auf den blinden Fleck verweisen, der systemimmanent vom Lockdown in den Betrieben immer nichts wissen will.
    Ein Lockdown der Wirtschaft statt privaten Kontakten würde dagegen die Reproduktion der Gesellschaft gefährden. So ein Vorschlag taugt höchstens dazu die Heuchelei des Schutzes durch Lockdownmaßnahmen im Privaten vor Augen zu führen.
    Der Schlusssatz von RFish, der sich (noch) nicht impfen lassen will, ist aber auch kritikwürdig:
    “Bei Corona ist die Situation auf Seiten des Erregers heute klar anders. Dieser ist nicht harmlos. Wer das anders sieht, sollte schriftlich erklären, daß er im Falle einer eigenen Infektion keine Klinik in Anspruch nimmt und nicht behandelt werden möchte. Das würde anderen Menschen die Triage ersparen.” Wieso sollte jemand seinen Verzicht auf Behandlung erklären? Weil er diejenigen, die Corona für harmlos halten für Heuchler hält, die das in Wirklichkeit gar nicht glauben.
    Warum dann nicht von Impfverweigerern wie RFish dasselbe verlangen. Ist die eine Schadensabwägung (Impfen oder Corona) in Ordnung, während die andere Schadensabwägung (Corona oder Lockdown) moralisch verwerflich ist.

  100. “Wo jemand – etwa beim Pflegepersonal – allerdings eine angeratene Impfung verweigert, sollten diese Impfgegner dann auch unterschreiben, dass sie die Kosten einer möglichen Behandlung selbst tragen, oder gleich komplett darauf verzichten – dann hätte man für alle Übrigen schon mal mehr Platz im Krankenhaus.”

    “Angeratene Impfung”? – Und wer dem Rat nicht folgt, wird nicht medizinisch behandelt? Denn für Impfgegner, so nennt man Leute, die sich nicht impfen lassen wollen, ist jede medizinische Behandlung eigentlich viel zu schade. So outet man sich als zynischer Vollidiot.
    Auch schön:
    “Der Widerstand gegen Impfstoffe ist ein “Erste-Welt-Problem”. Es ist ein Luxus für die Menschen der Wohlstandsgesellschaften der ersten Welt, überhaupt darüber entscheiden zu können, ob man sich oder seine Kinder impfen lassen will.” Infamer geht es kaum noch. Aha der freie Wille ist ein Luxus, der den Leuten in den Ländern der ersten Welt gnädigerweise gewährt wird. Nette Auskunft – da wird der Gewaltliebhaber geständig. Wenn die freie Entscheidung ein Luxus ist der gewährt wird, dann kann er auch entzogen werden. Oder noch besser, man soll die entzogene Entscheidungsfreiheit vorwegnehmen, indem man sich freiwillig so entscheidet wie gefordert.
    Ganz in dieser Logik beteuert Merkel “Wir wollen keine Impfpflicht einführen.” Bin ich ein Schuft, wenn ich heraushöre: Leider kann es sein, dass wir eine Impfpflicht einführen müssen, wenn sich nicht genug freiwillig impfen lassen. Denn eine Herdenimmunität soll erreicht werden.

  101. Tages-Politik – Analyse und Kritik (10.12.20)
    Zur Corona-Lage und staatliches Seuchenmanagement Winter 2020/21
    Die entgegenstehenden Gesichtspunkte, Heimsuchung eines nationalen Standorts durch einen Virus, deswegen Herunterfahren des nationalen und Geschäftslebens – um deren letztendliche Sicherung wegen -, die zugleich damit einhergehende hoheitliche Besorgnis über die unverhältnismäßige Beeinträchtigung bis Dezimierung der ökonomischen, kapitalistischen Lebensmittel der Nation, hat die Verwalter der Corona-Seuche auf ein Auf und Ab von Lockdowns, Wiederzulassung bürgerlicher Freizügigkeit unter Auflagen/Restriktionen der Betätigung und erneutes Anziehen der einschränkenden Regeln verfallen lassen.
    Die Regierenden verfolgen das Ideal, Seuchenbekämpfung mit der Konsequenz eigentlich mehr oder weniger weitgehender Lahmlegung des Standorts und Aufrechterhaltung oder jedenfalls sukzessives/teilweises Wiederanfahren des öffentlichen und Geschäftsverkehrs miteinander zu vereinbaren – wo im letzteren Fall die Politik auf Strenge bei der Einhaltung von Regelungen behelfsmäßigen Charakters zur Eingrenzung der Infektionen wie Abstands-/Hygieneregeln und Maskenpflicht bestand/besteht.
    Mit fallenden Infektionszahlen haben sie sich zum Feldversuch von Lockerungen durchgerungen, letztlich damit das begünstigt, was sie im Ausgangspunkt hat kritisch werden lassen, dass es die Seuchenausbreitung gerade befördert. Dass trotz aller AHA-Maßgaben das Virus seinen Weg der Einnistung im Organismus findet, dass ebenso erbärmliche Lebensumstände wie das Zusammenpferchen in Hochhaussiedlungen mit Tausenden von Bewohnern Tür an Tür und das Hausen von Millionen armer Familien in viel zu kleinen Wohnungen Ansteckungen zuarbeiten, dass ihr zunächst unbedingtes Bestehen auf Aufrechterhaltung des Schulbetriebs das Einschleusen des Virus aus dem häuslichen und sonstigem Umfeld in den öffentlichen Raum und umgekehrt den Weg ebnet, ist einerseits das Material für Schuldzuweisungen, hier würden welche ihrem privaten Vergnügen gegen Regeleinhaltung frönen oder überhaupt die ergangenen behelfsmäßigen Schutzanweisungen rücksichtslos gegen die Allgemeinheit ignorieren.
    Andererseits: Nun ist ein Bundesland wie Sachsen zu weitgehendem Lockdown übergegangen einschließlich Schulschließungen, und ein die Bundesregierung beratendes Institut empfiehlt gleichlautenden Shutdown – womit der Verdacht auf bloße Regelverletzungen, also individuell „Unverantwortliches“ im Verhalten als auslösende Faktoren für gleichbleibend hohes Infektionsniveau zumindest relativiert wird. Allerdings bleiben sie auch im Falle schärferen Herunterfahrens der zynischen Logik ihres Seuchenmanagement treu: sie spekulieren auf wieder akzeptables Infektionsgeschehen nach kurzer Frist des Lockdowns bis in Januar 2021 hinein, setzen folglich mit dann wieder anstehenden Entschärfungen genau das erneut vermehrt in Kraft, was die Infektionslage anheizt*) – aber dann soll ja der rettende Impfstoff zur Verfügung stehen, was den staatlichen Seuchenbekämpfern allerdings noch mehr zu kommandieren aufgibt: mit welcher Sicherheit kann ein in kürzester Zeit entwickelter Impfstoff verabreicht werden? (Wie wirken verschiedene Impfstoffe mit unterschiedlichen Bauanleitungen auf das Immunsystem im Einzelfall ein; sind weiterhin Ansteckungen (anderer) trotz Immunisierung gegen Corona möglich; wielange hält die Immunisierung an; Ungewissheit bezüglich Verträglichkeit erfordern besondere Überwachung der Geimpften); Anzahl der zur Verfügung stehenden Impfdosen und zu Impfende klaffen erst mal weit auseinander, weshalb priorisiert werden soll, wer zuerst und wer erst später mit Impfen dran ist. Es sei zudem eine zweite Impfung erforderlich; deswegen und in Abhängigkeit davon, wieviele man mit Impfung erreicht, müssten eine Zeitlang die bisher geltenden Seuchenabwehrregeln auch weiter aufrechterhalten werden – mit den oben geschilderten berüchtigten Abwägungen der Pandemiebekämpfer.
    Ein Wort noch zu den besserwisserischen Perfektionisten in Sachen Seuchenabwehr: die Fall-zu-Fall-Entscheidungen der Machtzentralen, mal für Einschränkungen, mal für Entschränkungen wiesen keine (langfristige) erfolgversprechende Strategie aus. Erstens kennt die bürgerliche Herrschaft gar keine andere Logik, als hin und her zu wägen, an welchem Punkt eine Seuche ihren Kapitalismus bedroht, weil Massen des für dessen Laufen nötigen Menschenmaterials durch einen Virus draufzugehen drohen, und ab welchen Punkt Weiterführung der nationalen Geschäftemacherei und des sonstigen Standortlebens kompatibel wäre mit einem bestimmten Infektionsstand (epidemiologisch festgemacht an sog. Inzidenz/Anzahl der Infizierten pro 100.000 Einwohner).
    – Es spricht aus dieser Besserwisserei eher ein totalitärer Anspruch eines durchschlagenden Rezepts, der Durchseuchung Herr zu werden. Als wäre hier Leitbild die chinesische Variante noch ganz anderer rigoroser Überwachung und Inpflichtnahme des Volkes zur Viruseindämmung.
    ________________________
    *)Eine Virologin M. Brinkmann spricht den Wunschtraum jedes bürgerlichen Standortverwalters auf, harten Lockdown und möglichst keine weiteren wirtschaftlichen Einbrüche über diejenigen aufgrund der Schließung von Kneipen, Bars, Restaurants und Veranstaltungsbranche hinaus zusammen gehen zu lassen: wo auch seitens der Produktionsbetriebe zu Weihnachten bis Neujahr tote Hose = Betriebsurlaub angesagt ist, könne man dies in härteren Shutdown so einbauen, dass die Infektionszahlen zumindest zeitweilig kräftig runtergehen könnten, ohne dass das Heiligste der bürgerlichen Herrschaft, ihre Kapitalwirtschaft, über das bisherige Verlustgeschäft hinaus tangiert werde (M. Brinkmann bei ARD-Sendung „Maischberger“ am 9.12.20).
    https://tages-politik.de/Innenpolitik/Corona-Lage_Seuchenabwehr-Winter_20-21-Dez._2020.html

  102. “Erstens kennt die bürgerliche Herrschaft gar keine andere Logik, als hin und her zu wägen, an welchem Punkt eine Seuche ihren Kapitalismus bedroht, weil Massen des für dessen Laufen nötigen Menschenmaterials durch einen Virus draufzugehen drohen, und ab welchen Punkt Weiterführung der nationalen Geschäftemacherei und des sonstigen Standortlebens kompatibel wäre mit einem bestimmten Infektionsstand.”
    1. Und Zweitens? 2. Dass die bürgerliche Herrschaft keine andere Logik kennt, ist ein Argument wofür/wogegen? Gegen diese bürgerliche Herrschaft oder dass man sein besserwisserisches Maul halten soll.

  103. J. Mosmann: Infodemie! – Wann kommt der Impfstoff gegen Fake-News?
    16. 12. 2020 |“Infodemic” ist ein Kunstwort, zusammengesetzt aus (Des-)Information und Pandemie. Die WHO benutzt es, um die Ausbreitung von abweichenden Äußerungen zu Corona zu bekämpfen. Gastautor Johannes Mosmann beleuchtet die Folgerungen aus der Gleichsetzung von Meinungen und Viren. Der Umgang mit seinem Text durch Telepolis gibt ihm auf ironische Weise Recht.
    https://norberthaering.de/medienversagen/infodemie/

  104. Es spricht aus dieser Besserwisserei eher ein totalitärer Anspruch eines durchschlagenden Rezepts, der Durchseuchung Herr zu werden.
    Als wäre hier Leitbild die chinesische Variante noch ganz anderer rigoroser Überwachung und Inpflichtnahme des Volkes zur Viruseindämmung.
    Im Text fehlt anscheinend dir hier das Wort “zweitens”, drum sei es für dich hier eingesetzt:
    Zweitens spricht aus dieser …
    Und so viel zu deiner Maxime, dass andere den Mund halten sollen, die anders als du formulieren täten. (Dabei besteht vermutlich nicht mal eine Differenz.)

    Der von Phineas verlinkte Autor Clemens Heni ist da etwas weniger umständlich – nicht nur im Gebrauch der Benamsung oder Bezifferung in erstens und zweitens. Es gibt eben erstens Denker…
    “Der denkende Teil der Bevölkerung weiß, wie gering das Risiko ist, an Corona schwer zu erkranken und zu sterben, nochmal: laut WHO für Menschen unter 70 Jahren liegt das Risiko an Corona zu sterben bei 0,05 Prozent, das ist weniger als bei einer Grippe. In vielen Landkreisen starb seit März 2020 nicht ein einziger Mensch unter 60 an Corona und auch nur wenige, die älter sind und ohnehin bald gestorben wären. Corona ist jetzt endemisch und gehört ganz normal zu den Viren, die wir bislang schon hatten. Kein Problem, keine Panik, das ist Teil des Lebens.”

  105. @Leser: Die Blödheit ist doch schon die Kategorie “besserwisserische Perfektionisten”. Wer soll das denn sein? Was für einem Inhalt entspricht denn Besserwisserei? Wenn das alle sein sollen die an der staatlichen Eindämmungsstrategie was auszusetzen haben, dann ist es halt doch ein Maulkorb.
    Wer etwas an Coronamaßnahmen des Staates auszusetzen hat, der hat wohl “eher einen totalitären Anspruch eines durchschlagenden Rezepts, der Durchseuchung Herr zu werden.” – Na klar – ein durchschlagendes Rezept muss ja totalitär sein, sonst würde es ja nicht durchschlagen. Schlagen und Totalitär gehört zusammen wie Topf und Deckel. Der bürgerliche Staat dagegen schwankt immer zwischen Lockdown und Lockerung, was schwer für seine demokratische Abwägung spricht. Das ist doch einfach nur eine billige Diffamierung der Kritiker der staatlichen Coronamaßnahmen.
    In den Nachrichten im TV wird übrigens aus allen Rohren geschossen, um die Werbetrommel für die Unumgänglichkeit der Lockdownmaßnahmen zu schlagen. Außerdem wird natürlich für das Impfen geworben.
    “Und so viel zu deiner Maxime, dass andere den Mund halten sollen, die anders als du formulieren täten.” Hast du falsch verstanden. Dass Besserwisser das Maul halten sollen, ist nicht meine Ansicht, sondern die von Analyse und Kritik. Denen gehen die Besserwisser ja anscheinend gegen den Strich.

  106. Denken – das ist Einsicht in die Gesetze von Natur und Leben. An Viren kann man sterben, das ist Teil des Lebens. So wird dort “gedacht”:
    Dass die Natur die Hinfälligen und Vorerkrankten und “Vulnerablen” trifft, das ist nämlich angeblich das Gesetz der Natur.
    Das ist nun kein Aufruf, dass die Medizin die Bekämpfung von Krankheiten unterlassen soll. Nicht ist gemeint, das würde sich alles schon von Natur fügen. Sondern Medizin solle sich daran als Wertmaßstab stärker orientieren, was hier als Gesetz der Natur postuliert wird.
    Triage, also die Auswahl, wem medizinische Behandlung zukommen soll, und wem nicht, ist da klar entschieden: um die Jungen und Gesunden soll sich der Medizinerstand im Zweifelsfall kümmern.
    Und warum: Weil so der Volksgesundheit am besten gedient wird. Und weil man der Natur nicht in deren ewige Schicksalsgründe hineinpfuschen soll.
    Diesen Standpunkt, den die bürgerliche Medizin als Ausnahmefall ebenfalls praktiziert, der wird im obigen Fall als Normalfall angesehen.
    Ein Recht auf Überleben hat ganz prinzipiell erst einmal nur der Starke.
    Übrigens hat ein Jugendfunktionär der CDU letztens auch dafür Werbung getrieben, die Alten müssten als Belastung des kapitalistischen Gesundheitssystems in extra Kategorien aussortiert werden.

  107. “An Viren kann man sterben, das ist Teil des Lebens….Dass die Natur die Hinfälligen und Vorerkrankten und „Vulnerablen“ trifft, das ist nämlich angeblich das Gesetz der Natur.”

    Wenn du das “Gesetz der Natur” mal raus lässt, dann ist das doch so, rein als Beschreibung der Situation. Das heißt aber nicht, dass man sich diesem “Gesetz der Natur” unterwerfen soll. Ich denke das meint Clemens Heni auch nicht. Der sagt doch gerade nicht man soll die Alten abnippeln lassen, wenn Corona sie trifft. “Im Gegensatz zu Merkel, Kretschmann, Laschet, Scholz und Müller hat Esfeld Empathie mit den alten Menschen, die gezielt geschützt gehörten.” Dieses Zitat von Esfeld ist ja keine Kritik von Heni an Esfeld, sondern Zustimmung.
    Der Punkt von Heni ist doch, dass er es für irrational hält, die Alten auf Kosten der Jungen zu schützen. Es gab und gibt keine Schadens- oder Risikoabwägung. Und das stimmt doch. Selbst wenn Heni wie du behauptest ein Rassist wäre, der der Meinung ist Viren seien Natur und der Natur müsse man ihren Lauf lassen, dann hätte er doch trotzdem recht darin, dass der Lockdown eine merkwürdige Weise von Schutz der vulnerablen Bevölkerung ist, die eben die Vulnerablen auf Kosten der Gesunden schützt. Genauer: Die gesundheitlich Vulnerablen auf Kosten der ökonomisch Vulnerablen schützt.

  108. Nazi Doctors – reloaded
    Statt alle denkbaren medizinischen Anstrengungen zu unternehmen, um Erkrankungen vorzubeugen und Kranke zu heilen, werden von Seiten der Regierungen in Bund und Ländern Maßnahmen notverordnet, die man damit begründet, dass die Eindämmung der viralen Corona-Infektion Vorrang hat. Die Bekämpfung des Virus ist alles bestimmend, das soziale Wohlergehen der Menschen und ihre psychische Gesundheit bleiben auf der Strecke. Diese Art des staatlichen Vorgehens zur Ausrottung des Virus erinnert an den Nazifaschismus, an die Rolle der totalitären Medizin-Fundamentalisten des ärztlichen Standes. Über sie – die „Nazi Doctors“ – hat Robert Jay Lifton geforscht und eine umfassende Studie vorgelegt. Deren Quintessenz wird im folgenden Beitrag vorgestellt.
    “Biologische Soldaten an der Front
    “Was die Rolle der Ärzte betrifft und vor allem die Funktion des hochgradig spezialisierten medizinwissenschaftlichen Personals, etwa in Gestalt des höchst zweifelhaften Virologie-Popstars Christian Drosten, erinnert vieles an folgende Beschreibung der Nazi-Ärzte bei Robert Jay Lifton: „Als biologische Soldaten hatten sie allesamt an der Frontlinie des Kampfes zu stehen, der den Tod töten soll.“
    Sie beteiligten sich „im Namen der Heilung des Volkes“ an dessen Unterdrückung.”
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=27159&css=print

  109. Da inzwischen Presserecht und sonstiges bürgerliches Procedere als Bollwerk gegen Faschismus gelabelt werden, einige Erinnerungen an das Programm der Faschisten:
    “Zur Vorbereitung der Volksgemeinschaft auf den fälligen „Völkerkampf“ wurden zuerst die zersetzenden Machenschaften des inneren Feindes, also Klassenkampf und Intellektualismus bekämpft, Kommunisten und andere Abweichler verfolgt und deren vorgestellter völkischer „Sumpf“: „das Judentum“ als geborener Hort antideutscher Umtriebe, identifiziert, abgesondert, ausgegrenzt und mit Berufs- und Vermischungsverboten belegt. Eröffnet wurde die neue Völkerschlacht, noch vor dem Überfall auf Polen, mit der Terrorisierung und Deportation der ewigen „5. Kolonne“ im Land – sehr folgerichtig für einen Staat, der sich anschickt, hinderliche Nachbarstaaten zu erledigen und im Osten „Raum“ nicht bloß zu erobern, sondern für deutsches Leben freizuräumen; der also unter seinen Massen eine hartgesottene Moral braucht, damit sie für Deutschlands Größe Millionen Opfer schaffen und in Kauf nehmen. Immanent ebenso folgerichtig der Beschluß, am Höhe- und Wendepunkt des Weltkriegs die durch Eroberungen ausgedehnte „Heimatfront“ gegen den ein für allemal dingfest gemachten inneren Feind radikal zu bereinigen: Der bürokratisch durchorganisierte Völkermord war die innere Abteilung eines „Befreiungskriegs“ gegen alle, die das gute deutsche Volk an der Weltherrschaft hinderten, zu der es doch berufen war. Dieses bei allem nationalen Größenwahn durchaus durchschaubare – für Patrioten freilich nur allzu einleuchtende! – Programm hat, neben vielen andren Leichenbergen, Auschwitz geschaffen.
    Dermaßen konsequent praktiziert, wurde der staatlich gepflegte Rassismus des natürlichen Rechts der Deutschen und der Bosheit ihrer Feinde auch theoretisch radikal, nämlich zur national verbindlichen Weltanschauung ausgearbeitet. Ein ganzer Kultur- und Wissenschaftsbetrieb, und zwar in allen seinen Abteilungen, ist sich innerhalb von Monaten, allenfalls wenigen Jahren darüber einig geworden, daß die Volksgemeinschaft weit ursprünglicher sei und ihren Mitgliedern viel innerlicher innewohne als alle gesellschaftliche Prägung der Menschen – obwohl doch auch die schon ziemlich genetisch verankert ist! –; der absolut vor-gesellschaftliche und vor-staatliche Gemeinschaftscharakter des Volks müsse also unter den Naturbestimmungen der Menschengattung, und zwar auf der Ebene der „Rasse“ angesiedelt werden.
    (…) Von einem durchgeknallten Biologismus kann bei der nationalsozialistischen „Rassenlehre“ nicht die Rede sein; und noch weniger davon, daß der in Auschwitz und anderswo zur – „unbegreiflichen“ – Tat geschritten wäre. Der patriotisch pflichtbewußte Geist der Nation hat bloß einmal die Botschaft zuendegedacht, die im Evangelium von der „nationalen Identität“ drinsteckt – parallel und passend dazu, daß das verehrte Gemeinwesen den politischen Willen, den Deutschen ihr angestammtes Recht auf Erfolg zu verschaffen, zu Ende betätigt hat. (…)
    Da wären Linke doch besser bei Max Horkheimers Maxime geblieben: Wer vom Kapitalismus nicht reden will, der soll vom Faschismus schweigen!
    https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/rassismus
    Die staatsbürgerliche Moral, ihre Betreuung oder gar die Ausgestaltung des Grundrechtes-Kataloges passen also zu den sonstigen Prinzipien des Staates. Sie sind aber nicht sein Grund.

  110. “… der Lockdown eine merkwürdige Weise von Schutz der vulnerablen Bevölkerung ist, die eben die Vulnerablen auf Kosten der Gesunden schützt. Genauer: Die gesundheitlich Vulnerablen auf Kosten der ökonomisch Vulnerablen schützt.”
    Dass eine solche Einteilung der Bevölkerung angesichts des Gesundheitszustandes der Bevölkerung (sowie der Funktionsweise der Viren) so nicht hinhaut, lässt sich sowohl in den USA als auch hierzulande erweisen. Dass sie sich für den Lockdown die sowieso eher stille Zeit zwischen den Jahren ausgesucht haben, passt gut dazu, dass sie bestrebt sind, den Laden möglichst trotzdem Profit erwirtschaften lassen zu wollen.
    Unterdrückung des Volkes ist übrigens nicht Zweck kapitalistischer Gesundheitspolitik. (Auch nicht der der Nazis.)

  111. “Dass eine solche Einteilung der Bevölkerung angesichts des Gesundheitszustandes der Bevölkerung (sowie der Funktionsweise der Viren) so nicht hinhaut, lässt sich sowohl in den USA als auch hierzulande erweisen.” Das musst du aber denen sagen, nicht mir. Der Lockdown ist diese Abwägung. Alle werden geschädigt, damit einige weniger geschädigt werden.
    Bei den Betrieben gibt es keinen Lockdown.
    “Dass sie sich für den Lockdown die sowieso eher stille Zeit zwischen den Jahren ausgesucht haben…” Der Hauptunterschied zum alten Lockdown sind ja einerseits die Schulen. Gegen ein Paar Tage mehr Ferien hab ich nichts. Andreseits der Einzelhandel. Dem haben sie das Weihnachtsgeschäft teilweise kaputt gemacht und entsprechend damit Amazon gefördert. Da ist ja eh die Frage, wenn es sowieso alles in die Weihnachtszeit fällt, wieso dann der Lockdown?
    Ich weiß jetzt gar nicht, ob die Anzahl der Kontakte nochmal reduziert wurde, das waren ja auch schon vorher 5 oder täusch ich mich. Sagen wir die Kontakte wurden reduziert. Dann wird den Leuten Weihnachten versaut, damit man dann irgendwann in der Zukunft früher lockern kann. Außerdem hat sich die Politik dann wieder eine Ausrede geschaffen: Hohe Fallzahlen wegen exzessiven Weihnachtsfesten
    “dass sie bestrebt sind, den Laden möglichst trotzdem Profit erwirtschaften lassen zu wollen.”
    Kapitalisten sind ja auch nicht die ökonomisch vulnerablen Gruppen die ich meine.

  112. “Ich weiß jetzt gar nicht, ob die Anzahl der Kontakte nochmal reduziert wurde, das waren ja auch schon vorher 5 oder täusch ich mich. Sagen wir die Kontakte wurden reduziert.”

    Gibt es denn überhaupt irgendwelche aussagefähigen Untersuchungen, wie sich die tatsächliche Zahlen der Kontakte der Menschen verändert haben, nachdem die Vorgaben restriktiver gemacht wurden?

  113. @Kehrer

    Denn die Kosten kommen eh

    Natürlich.
    Nur: bei wem fallen sie an?
    Und wer profitiert davon in Form von Kreditvergabe + Garantien?
    Die Sache mit der Risikoabwägung ist sowieso verlogen, weil das Risiko bei der Impfung überhaupt nicht bekannt ist, weder die Kurz- noch die Langzeitfolgen.
    Soweit ich das mitkriege, handelt es sich um ein genetisch verändertes Virenmaterial, und das ist absolutes Neuland.
    @NN
    Zu der Sache mit der Impfung gibt es bald einen eigenen Beitrag, der gehört genauer besprochen.

  114. “Die Sache mit der Risikoabwägung ist sowieso verlogen, weil das Risiko bei der Impfung überhaupt nicht bekannt ist, weder die Kurz- noch die Langzeitfolgen.”

    Über die wirklich kurzfristigen Nebenwirkungen gibt es immerhin schon die Phase III Studie zum BioNTech/Pfizer-Impfstoff. Danach sind die merklich höher als bei anderen Impfungen aber bis auf die Idioten, die 2 Allergieschockkandidaten, die sogar immer ihre Adrenalin-Spritzen mit hatten, trotzdem diesen aggressiven Wirkstoff gespritzt hatten, gab es wohl eher wenige “schwere” Nebenwirkungen (bei immerhin über 20 Tausend Probanden, die kein Placebo bekommen haben).
    Aber Langzeitfolgen kann man buchstäblich überhaupt nicht vernünftig abschätzen, weil es ja keine Langzeitstudien gibt, weil das Zeugs ja frisch aus dem Labor den Menschen schon verabreicht werden soll.
    Ganz so “absolutes Neuland” sind die ersten jetzt “fertig” gewordenen Impfstoffe zwar nicht, aber immerhin die ersten, die lizensiert werden werden.

  115. Ja, überall kann man jetzt lesen, daß haufenweis Impfstoffe auf der “Zielgerade” seien. Nur war eben früher das Ziel erst erreicht, wenn Studien zur Wirksamkeit und Nebenwirkungen über einen mehrjährigen Zeitraum vorgelegt werden konnten. Das ist jetzt keine Silbe mehr wert. Das Ziel ist jetzt schon erreicht, wenn das Zeugs überhaupt hergestellt werden kann und in den ersten Wochen bis Monaten nicht allzuviel passiert.

  116. “Gibt es denn überhaupt irgendwelche aussagefähigen Untersuchungen, wie sich die tatsächliche Zahlen der Kontakte der Menschen verändert haben, nachdem die Vorgaben restriktiver gemacht wurden?” Das würde mich überraschen, wenn es so etwas gäbe. Das wäre auch nicht leicht zu ermitteln. Was sollte man da fragen? “Haben Sie gegen Coronaauflagen verstoßen?” Wer führt schon Buch wann er sich mit wie vielen Leuten trifft.
    Der ganze Lockdown ist ja sowieso ein Life-experiment, das nur darauf abzielt Fallzahlen zu reduzieren. Es wird einfach die Verbindung hergestellt: Lockdown reduziert Kontakte und das reduziert Covidansteckung. Ob der Lockdown das tatsächlich tut, oder ob ein ganz anderer Mechanismus, der mit dem Lockdown in Zusammenhang steht die Fallzahlen reduziert interessiert schlicht nicht. Oder wieso die Fallzahlen trotz Lockdown im Unterschied zum Frühjahr jetzt so hoch sind, weiß auch keiner. Ja die dunkle Jahreszeit soll schuld sein – Im Sommer hieß es noch das warme Wetter würde sich nicht positiv auswirken. Brasilien steht ja auch nicht gut da.
    Bei den Ansteckungswegen hat das RKI ja rausgefunden, dass sehr wenig Ansteckungen in der Gastronomie stattfinden. Trotzdem wird da aber dicht gemacht. Dann feiern die Leute im Privaten, wo eh schon viele Ansteckungen stattfinden.
    Das mit den Allergien muss man schon ernst nehmen. In Kanada soll es auch zu solchen Fällen gekommen sein. Allerdings treten solche Reaktionen nicht nur bei covid Impfungen auf.
    Das Impfrisiko hängt vom Einzelfall ab. Junge Allergiker sollten sich genau überlegen was sie tun. Es wird nächstes Jahr noch weitere Impfstoffe auf dem Markt geben, die nicht gekühlt werden müssen und die nicht mit mRNA funktionieren. Ob die allerdings verträglicher sind, weiß man noch nicht.

  117. Toxikologe Hockertz: Zulassung des Corona-Impfstoffs ist „vorsätzliche grobe Körperverletzung“
    Einer der renommiertesten Kritiker der schnellen Corona-Impfstoffentwicklung ist der Toxikologe Prof. Stefan Hockertz. Er war Direktor und Professor des Institutes für Experimentelle und Klinische Toxikologie am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf. Im Interview nennt er die schnelle Impfstoffzulassung „vorsätzliche grobe Körperverletzung“.
    – Herr Prof. Hockertz, werden Sie sich impfen lassen?

    https://snanews.de/20201216/toxikologe-corona-impfstoff-187459.html

  118. Das ist ein guter Artikel.

    – Was ist eigentlich, wenn ich Covid-19 schon durch habe? Sollte ich mich dann trotzdem impfen lassen? Ich habe doch dann theoretisch schon Antikörper aufgebaut?
    Das ist eine gute Frage. Laut einer Studie in Bayern entwickeln überhaupt nur etwa 60 Prozent derjenigen, die eine Infektion durchgemacht haben, Antikörper. Die anderen nicht. Die anderen verfügen wahrscheinlich über zytotoxische T-Zellen.
    Es ist bisher in keinster Weise bekannt, wie die Impfung auf uns wirkt, wenn wir die Infektion schon hatten. Und ich vermute, ganz viele von uns haben diese Infektion schon gehabt. Auch wissen wir nicht, wie unser Immunsystem reagiert, da die Infektion in die falschen Zellen eingebracht wird – der Impfstoff wird ja in die Muskelzellen und nicht in Atemwegszellen gespritzt. Führt das zu Nebenwirkungen, zu Autoimmun- Phänomenen? Das wissen wir nicht.
    Und selbst Biontech gibt in ihrem Beipackzettel des Impfstoffes in Großbritannien zu, dass man nicht weiß, wie Menschen darauf reagieren, die diese Infektion schon durchgemacht haben. Und das ist ein inakzeptables Risiko, weil wir selbst über einen Antikörpertest nicht sicher feststellen können, dass die Coronaviren auch bindende Antikörper bilden.
    – Also wird vor einer Impfung mit einen neuen Corona-Impfstoff auch gar kein Antikörpertest gemacht?
    Nein. Es wird ja nicht einmal eine Aufklärung über solche Dinge gemacht. Es gibt nicht einmal die Anweisung, wenn jemand sagt, er habe diese Infektion schon gehabt, dass er nicht geimpft wird.
    Und es gibt keine Daten, wie ein Mensch, der schon eine Covid-Infektion hatte, auf eine Impfung dagegen reagiert.

    Das auch nochmal zur Ermittlung der Dunkelziffer, die ja angeblich für nichts gut ist.

  119. Der Westen zuerst (16.12.2020)
    Menschenrechtsorganisationen kritisieren westliche Blockade der Versorgung ärmerer Länder mit Covid-19-Impfstoffen.
    BERLIN (Eigener Bericht) – Deutschland und die EU sollen Maßnahmen zur Versorgung ärmerer Länder mit Covid-19-Medikamenten und -Impfstoffen nicht mehr weiter verhindern. Dies fordern Menschenrechtsorganisationen vor der heute beginnenden Tagung des Allgemeinen Rats der Welthandelsorganisation WTO. Ursache für die Forderung ist, dass die reichen westlichen Staaten den Vorschlag Indiens und Südafrikas blockieren, die geistigen Eigentumsrechte auf Covid-19-Impfstoffe während der Dauer der Pandemie auszusetzen. Beschlösse die WTO das, dann könnten ärmere Länder eigenständig die Vakzine produzieren, die sie dringend benötigen, die aber knapp sind: Der transatlantische Westen, darunter die Bundesrepublik, hat sich bereits vorab 85 Prozent der Produktion reserviert – viel mehr, als er für seine eigene Bevölkerung braucht. Beinahe leer gehen dagegen bisher die Entwicklungsländer aus. Freilich erhalten sie, anders als früher, diesmal Impfstoffe aus Russland und China. In Berlin heißt es mit Blick auf die politischen Folgen, man solle wenigstens etwas von den eigenen überzähligen Impfdosen abgeben und dies dann “gut kommunizieren”.
    85 Prozent für die Reichen
    Die Notwendigkeit, ärmeren Ländern mit speziellen Maßnahmen den dringend benötigten Zugriff auf Medikamente und vor allem auf Impfstoffe gegen das Covid-19-Virus zu verschaffen, ergibt sich daraus, dass sich die reichen Länder den Großteil der Produktion selbst gesichert haben. Laut einer Analyse von Citi Research sind inzwischen 85 Prozent der bereits bestellten Impfstoffe für wohlhabende Staaten reserviert.[1] Diese werden größere Mengen bekommen, als sie für ihre eigene Bevölkerung benötigen: So hatten die Vereinigten Staaten schon im November bis zu 2,6 Milliarden Dosen geordert – genug für mindestens 1,3 Milliarden Menschen, obwohl sie lediglich 330 Millionen Einwohner haben.[2] Das Phänomen ist nicht neu. Erst vor kurzem rief die US-Zeitschrift Foreign Affairs in Erinnerung, dass es im Jahr 2009 innerhalb von nur sieben Monaten gelungen war, einen Impfstoff gegen die “Schweinegrippe” zu entwickeln; anschließend kauften aber die reichen Länder fast die gesamten Bestände auf, und es bedurfte einer Intervention der Weltgesundheitsorganisation WHO, um einige von ihnen zu motivieren, wenigstens zehn Prozent ihrer Vakzine mit ärmeren Ländern zu teilen.[3] Während im transatlantischen Westen alle, die es wünschten, wohl im Laufe des Jahres 2021 geimpft werden könnten, müssten die Einwohner ärmerer Länder mindestens bis Ende 2022 warten, sagt Citi Research voraus.[4]
    Ärmere Länder gegen den Westen
    Den aktuell in der Welthandelsorganisation WTO zur Debatte stehenden Vorschlag hatten am 2. Oktober Indien und Südafrika gemeinsam eingebracht; inzwischen haben sich dem Antrag Kenia, Eswatini (ehemals: Swasiland), Pakistan, Mosambik und Bolivien in aller Form angeschlossen. Er sieht vor, dass für die Dauer der Pandemie bestimmte geistige Eigentumsrechte, die im TRIPS-Abkommen festgeschrieben sind, ausgesetzt werden; dies soll es denjenigen ärmeren Ländern, die keine eigenen Forschungs-, aber Produktionskapazitäten für Medikamente und Impfstoffe haben, ermöglichen, die für den Kampf gegen die Pandemie benötigten Mittel, für die sich die mächtigen Pharmakonzerne die Patente gesichert haben, herzustellen und außerhalb der reichen westlichen Welt zu verteilen. Der Vorschlag wird von den meisten ärmeren Ländern unterstützt, von den westlichen Staaten jedoch entschieden zurückgewiesen – insbesondere von den USA, der EU, der Schweiz und Großbritannien; dort haben die einschlägigen westlichen Pharmakonzerne ihren Sitz. Der zuständige WTO-Ausschuss (“TRIPS Council”) hat nach mehrmaliger Befassung mit dem Antrag die Entscheidung am vergangenen Donnerstag auf sein nächstes reguläres Treffen (10./11. März 2021) vertagt.[5] Weil die Zeit drängt, ist inzwischen von einem Sondertreffen im Januar, vielleicht auch erst im Februar die Rede.
    Unterstützung aus Russland und China
    Während die westlichen Staaten blockieren, haben Russland und vor allem China begonnen, in puncto Impfstoffe mit Ländern jenseits der transatlantischen Welt zu kooperieren. So hat etwa der russische Staatsfonds RDIF Ende November bekanntgegeben, der indische Generikahersteller Hetero Drugs werde in Zukunft mindestens 100 Millionen Dosen des russischen Vakzins Sputnik V pro Jahr in Lizenz herstellen.[6] Sputnik V soll zudem in Brasilien, Südkorea und China produziert und an weitere Länder geliefert werden, darunter Ägypten (25 Millionen Dosen) und Venezuela (10 Millionen Dosen). Chinesische Impfstoffe werden ebenfalls in mehreren Ländern hergestellt, wobei in der Volksrepublik inzwischen fünf Vakzine vorhanden sind und in größerer Zahl produziert werden können als Sputnik V. Sinovac etwa hat dem indonesischen Pharmakonzern Bio Farma, mit dem das Unternehmen beim Test seines Vakzins CoronaVac kooperiert hat, die Lizenz erteilt, den Impfstoff zur Belieferung Indonesiens und weiterer Länder Südostasiens herzustellen; darüber hinaus hat Jakarta inzwischen bereits 1,2 Millionen Dosen erhalten, die Anfang 2021 verabreicht werden sollen. Sinovac kooperiert zudem mit dem renommierten Instituto Butantan in São Paulo, das ebenfalls CoronaVac produzieren und in Südamerika weiterverteilen wird. Einen der zwei Sinopharm-Impfstoffe wird die Group 42 (G 42) aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in Lizenz produzieren – 75 bis 100 Millionen Dosen auch zur Verteilung an die anderen arabischen Golfstaaten im kommenden Jahr. China wird zudem diverse Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas beliefern, unter ihnen Mexiko, Marokko und die Philippinen, sowie zudem die Türkei. Erste Lieferungen sind bereits eingetroffen.
    Nichts tun, “gut kommunizieren”
    Die Lieferung und die Lizenzproduktion russischer und chinesischer Vakzine fällt umso mehr ins Gewicht, als die internationale Plattform Covax, die Impfstoffe erwerben und sie an ärmere Länder verteilen sollte, faktisch vor dem Scheitern steht. Covax sollte im kommenden Jahr mindestens 2 Milliarden Dosen kaufen – ein Tropfen auf den heißen Stein, berücksichtigt man, dass die Initiative mehr als 90 ärmere Länder mit einer Gesamtbevölkerung von 3,9 Milliarden Menschen beliefern soll.[7] Benötigt würden dafür annähernd 8 Milliarden Dosen. Feste Zusagen hat Covax bisher freilich für gerade einmal 200 Millionen Dosen erhalten. Diese sollen vom Serum Institute of India produziert werden, dem größten Impfstoffhersteller der Welt, der das von der Universität Oxford sowie dem britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca entwickelte Vakzin fertigen wird; dieses soll – als einziges aus der westlichen Welt – zum Selbstkostenpreis produziert werden dürfen, allerdings nur bis zum “Ende der Pandemie”, das AstraZeneca vertraglich vorab auf den 31. Juli 2021 datiert hat.[8] Dass die ärmeren Länder vom reichen Westen in akuter Not im Stich gelassen werden, ist nicht neu; neu ist allerdings, dass sie von anderen Staaten Unterstützung bekommen können. Mit Blick auf die absehbaren politischen Folgen dringt nun etwa die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) auf Schadensbegrenzung: Die Bundesrepublik solle wenigstens einen Teil ihrer überzähligen Impfdosen an Covax weiterreichen; danach gelte es, “das gut zu kommunizieren”.[9]
    Rhetorik und Praxis
    Während Berlin nach Optionen sucht, die sich abzeichnende Verschiebung politischer Loyalitäten weg vom Westen hin zu Russland und China zu stoppen, üben Menschenrechtsorganisationen scharfe Kritik – wegen der Blockade der Aussetzung der geistigen Eigentumsrechte bei Covid-19-Impfstoffen durch die WTO. Die Pandemie sei “eine weltweite Notsituation”, heißt es in einer gestern publizierten Stellungnahme von Amnesty International: Deutschland und die EU müssten sich auf der heute beginnenden Tagung des Allgemeinen Rats der WTO dafür stark machen, dass, wie es Indien und Südafrika forderten, “der Patentschutz für Covid-19-Impfstoffe, -Tests und -Behandlungen … so lange ausgesetzt” werde, “bis der Pandemienotstand beendet ist und alle geschützt sind”.[10] Zwar werde “öffentlich” stets “von internationaler Solidarität gesprochen”; in der Praxis aber werde “zu wenig” für die ärmeren Staaten getan. Amnesty International gehört zu den Organisationen, deren Berichte und deren Urteil die westlichen Mächte gern zitieren, wenn es ihnen hilft, politische Aggressionen gegen gegnerische Staaten zu legitimieren. Richten Amnesty oder andere Menschenrechtsorganisationen hingegen ihre Kritik gegen Praktiken des Westens, bleiben Reaktionen gewöhnlich aus – so auch im Konflikt um die Verhinderung der erforderlichen Impfstoffversorgung des ärmeren, nichtwestlichen Teils der Welt.

  120. Es gibt viele Spezialisten, die in der Vergangenheit Pandemien durchlebt und bewältigt haben, indem sie wesentliche soziale und wirtschaftliche Funktionen aufrechterhalten haben. Ein wichtiges Beispiel dafür ist Donald A. Henderson, der als Führungsmitglied der Weltgesundheitsorganisation das Hauptverdienst an der Ausrottung der Pocken hat. Er schrieb 2006 Folgendes:
    “Die Erfahrung hat gezeigt, dass Gemeinschaften, die mit Epidemien oder anderen widrigen Ereignissen konfrontiert werden, am besten und mit der geringsten Angst reagieren, wenn die normalen sozialen Funktionen der Gemeinschaft am wenigsten gestört werden. Eine starke politische und gesundheitspolitische Führung, die für Beruhigung sorgt und sicherstellt, dass benötigte medizinische Versorgungsleistungen erbracht werden, sind entscheidende Elemente. Wenn beides nicht optimal ist, kann sich eine an sich überschaubare Epidemie zu einer Katastrophe entwickeln.”
    https://www.aier.org/article/how-a-free-society-deals-with-pandemics-according-to-legendary-epidemiologist-and-smallpox-eradicator-donald-henderson/
    Alle genannten Punkte werden seit 10 Monaten in Deutsch-Europa nicht nur nicht berücksichtigt, sondern aktiv sabotiert! Und was die Panikmache anbelangt, wird keine Schippe ausgelassen.

  121. Führergedanken auf Querdütsch:
    “… die normalen sozialen Funktionen der Gemeinschaft am wenigsten gestört werden. Eine starke politische und gesundheitspolitische Führung”…
    Wie gut, dass bei den Querdütschen aufrechte Führer dabei sind, die wissen, wie ein Volksganzes zu funktionieren hat und die ihre wahnhaften Ordnungsvorstellungen als sachgerecht verkünden. Eine wahre Bereicherung der eh schon überreichlichen diversen sonstigen “Sachnotwendigkeits-Apostel”….

  122. Heilige Durga, wenn das stimmt lieber Leser, WHO-Führungs-Mann Henderson war ein Nazi-Querdenker! Kann ja nur eine globale Verschwörung sein. Gibt es noch mehr von denen in einflussreichen Positionen, also Leute die noch am Leben sind und nicht schon lange tot, wie der berüchtigte WHO-Nazi Henderson?

  123. @Kehrer

    Gibt es denn überhaupt irgendwelche aussagefähigen Untersuchungen, wie sich die tatsächliche Zahlen der Kontakte der Menschen verändert haben, nachdem die Vorgaben restriktiver gemacht wurden?

    Ich erinnere mich, daß in Italien, als sich die Toten in Bergamo stapelten und die Ausgangssperren verhängt wurden, anhand der Daten der Handy-Firmen festgestellt wurde, daß immer noch viel zu viel Mobilität herrscht.
    Also theoretisch kann man schon über die Handys feststellen, wer sich wann, wohin und wieviel bewegt.
    Das läßt sich natürlich aus logistischen Gründen nicht flächendeckend verfolgen, aber man kann z.B. jemandem, den man im Visier hat, nachweisen, wo er überall in den vergangenen Wochen und Monaten war.
    Die Handy-Firmen müssen die Daten aufheben, ich weiß nicht, wie lange zurück.
    Soviel ich weiß, ist das eine EU-Richtlinie, oder sogar ein Gesetz, also nichts national Spezifisches.
    @Leser & Phineas, Beruhigung bitte!
    Natürlich ist das mit der starken Führung ein Idealismus, der aber bitte doch jedem guten Demokraten geläufig ist, wenn er sich über die falschen Maßnahmen und die Unfähigkeit der Politiker beklagt – diese Beschwerde lebt vom Ideal der guten Führung.
    Man muß also nicht gleich mit der Nazi-Keule kommen.
    Der Henderson denkt vermutlich an einen Medizinmann im Busch, der seine Stammesmitglieder beruhigt und ihnen irgendeinen Kräutertee mit Placebo-Effekt gibt. Oder an eine kubanische Mediziner-Brigade bzw. MSF, die irgendwo im Busch ihr Lager aufschlagen und anfangen, das Wasser zu desinfizieren.
    Aber für ganze Staatswesen bleibt diese Vorstellung ein Idealismus.

  124. Zu dem Beitrag von
    @NN
    Erstens ist das von den Menschenrechtsorganisationen, die sich über die ungleiche Verteilung des Impfstoffs beschweren, ein Teil der Impf-Propaganda.
    Es wird damit unterstellt, daß der Impfstoff gut und lebensrettend ist und jeder gut bedient ist damit – wenn er ihn doch kriegen würde!
    Händering, händering.
    Zweitens haben Rußland und China schon gemeldet, daß sie ärmere Länder damit versorgen würden, sobald sie bei sich zu Hause alle geimpft haben, die darauf neugierig sind.
    Genau das ist die Angst der Staaten des Freien Westens, die bei einer immer stärkeren Zweiteilung der Welt das Anwachsen des Einflusses dieser beiden Staaten befürchten.
    Zu dem, was
    @Kehrer
    zu den Allergikern schreibt: Allergien sind, soviel ich weiß, Fehl- oder Überreaktionen des Immunsystems.
    Irgendein harmloser Stoff wird als Eindringling dingfest gemacht und dann vom Immunsystem bekämpft.
    Es ist also begreiflich, wenn ein sowieso verwirrtes Immunsystem mit einer Impfung, wo ja wirkliche Schädlinge in geschwächter Form verabreicht werden, erst recht fehlreagiert.
    Das Immunsystem ist ein Ergebnis der Lebensbedingungen. Wenn die schlecht sind, ist auch das Immunsystem am Boden.
    Das ist in meinen Augen der Witz der Impf-Hysterie: Man will weiter alle ungesunden Stoffe und Verfahren zulassen, aber die Menschen trotzdem funktional halten.
    Was natürlich auch mit Impfungen nicht geht.

  125. “Es ist also begreiflich, wenn ein sowieso verwirrtes Immunsystem mit einer Impfung, wo ja wirkliche Schädlinge in geschwächter Form verabreicht werden, erst recht fehlreagiert.”
    Jaein. Es sind ja zumindest abgeschwächte Lebenviren im schlimmsten Fall, manchmal aber auch nur tote oder Teile von Viren. Das Problem besteht prinzipiell darin, dass bei einer aktiven Immunisierung das Immunsystem mit dem Impfstoff zu einer Reaktion herausgefordert wird. Und wenn das Immunsystem, wie beim Allergiker regelmäßig überreagiert, kann es zu ganz unvorhergesehen Wirkung kommen, wie zum anaphylaktischen Schock.
    Trotzdem nochmal das Wirkprinzip einer Impfung. Durch die Impfung soll das Immunsystem ja gerade zu einer Immunreaktion gebracht werden, aber einer die man sozusagen unter Kontrolle hat. Wie das geschieht, danach unterscheiden sich die Impfstoffe. Vielleicht ist es in diesem Zusammenhang nicht uninteressant, dass sich der Begriff “Vakzination” für Schutzimpfung von vacca – Kuh ableitet, also von der Kuhpockenimpfung ableitet. “John Fewster (* 1738; † 1824) hatte beobachtet, dass ein Patient, der vorher an (ungefährlichen) Kuhpocken erkrankt war, nicht mit Pocken varioliert werden konnte.[5] Jenner stellte daher die Hypothese auf, dass eine Inokulation mit Kuhpocken dieselbe Immunität ermögliche wie eine durchstandene Erkrankung an Kuhpocken und daher Schutz vor den Pocken böte. …Am 14. Mai 1796 impfte er den 8-jährigen Jungen James Phipps mit Kuhpocken- oder Vacciniaviren, die er einer Kuhpockenpustel aus der Hand der an Kuhpocken erkrankten Milchmagd Sarah Nelmes entnommen hatte.[6] Etwa sechs Wochen später am 1. Juli 1796 variolierte Jenner den Jungen mit Pockeneiter; er erwies sich als immun.
    Vor 220 Jahren ging das Impfen also so, dass man jemanden mit einer ähnlichen Krankheit angesteckt hat, die aber nicht ansteckend und viel milder verlief, um eine Immunität gegen die Pocken zu erreichen.

    Aus seinen Ergebnissen schloss Jenner, dass durch seine Methode eine lebenslange Immunität ermöglicht werde, sie (durch Arm-zu-Arm-Inokulationen von Person zu Person) verbreitet werden kann und dass inokulierte Kuhpocken niemals tödlich sind, höchstens lokale Pusteln nach sich führen, und nicht ansteckend.[20]

    siehe Edward Jenner Wikipedia
    Hier die verschiedenen
    Impfmethoden im Überblick

  126. Berlin bestellt mehr Impfstoff
    Deutschland sichert sich im Alleingang 30 Millionen Extradosen. Länder prüfen Umgang mit Virusmutation
    Vor dem geplanten Start von Impfungen gegen das Coronavirus in Deutschland direkt nach Weihnachten hat sich die Bundesregierung mittlerweile eine ausreichende Zahl an Impfdosen gesichert, um die sogenannte Herdenimmunität der Bevölkerung zu erreichen. Insgesamt erhalte Deutschland vom Mainzer Hersteller Biontech 85,8 Millionen und vom US-Konzern Moderna 50,5 Millionen Dosen, bestätigte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Sonntag. Die Bundesregierung habe über die durch die Europäische Union zur Verfügung gestellten 55,8 Millionen Impfdosen hinaus im Alleingang zusätzliche 30 Millionen Dosen bei Biontech bestellt. Für das Präparat wird an diesem Montag die Zulassung durch die EU-Arzneimittelbehörde EMA erwartet.
    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärte am Sonnabend auf Twitter, es solle jedem, der 2021 geimpft werden wolle, auch so bald wie möglich ein Impfangebot gemacht werden. »Dazu haben wir schon mit den beiden in Zulassung befindlichen Impfstoffen ausreichend Dosen.« Von den beiden Präparaten von Biontech sowie des US-Herstellers Moderna sind dem Ministerium zufolge nun insgesamt 136,3 Millionen Dosen gesichert, die nahezu alle 2021 geliefert werden könnten. Mit je zwei nötigen Dosen ließen sich damit rechnerisch fast 68,2 Millionen Bürger impfen.
    Unterdessen sorgten am Wochenende Nachrichten über eine neue Variante des Coronavirus für Aufregung. Die Mutation breitet sich derzeit vor allem in Südostengland rasant aus und ist nach Behördenangaben bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form. »Sie ist außer Kontrolle, und wir müssen sie wieder unter Kontrolle bekommen«, sagte der britische Gesundheitsminister Matthew Hancock am Sonntag der BBC. Premierminister Boris Johnson erklärte, es gebe keine Hinweise darauf, dass die Mutation schwerere Krankheitsverläufe auslöse oder dass Impfstoffe weniger effektiv seien.
    Die Weltgesundheitsorganisation betonte, sie stehe in Kontakt mit den britischen Behörden. Mehrere Länder reagierten am Sonntag: Die Niederlande sagten Flüge von und nach Großbritannien ab, auch Belgien schließt für mindestens 24 Stunden seine Grenzen zu Großbritannien. Aus Berlin hieß es am Sonntag, solche Einschränkungen seien »eine ernsthafte Option«. Ähnliche Signale kamen aus Wien. (AFP/dpa/jW)
    Germany first
    Gerangel um Coronaimpfstoffe
    Von Jörg Kronauer
    Oops! They do it again: Bereits zum zweiten Mal im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie straft die Bundesregierung die Phrasen von der angeblichen Solidarität zwischen den EU-Mitgliedern in aller Öffentlichkeit Lügen. Man erinnert sich: Im Frühjahr hatte Berlin erst mit seinem Verbot, dringend benötigte Schutzausrüstung in das krisenerschütterte Italien zu liefern, dann mit der eigenmächtigen Schließung der deutschen Grenzen nach Frankreich und nach Luxemburg in den betroffenen Ländern einen Schock ausgelöst. Berlin, das immer »Europa« predige, folge in Wirklichkeit »einer nationalen Logik«, konstatierte damals erschrocken die traditionell sehr EU-freundliche italienische Tageszeitung La Repubblica. Die Pandemie habe »in wenigen Wochen die Illusion hinweggefegt«, die Union stehe in der Stunde der Not all ihren Mitgliedstaaten verlässlich zur Seite: »Das Virus hat die Heucheleien zertrümmert; es bleibt nur Rhetorik.«
    In den folgenden Wochen und Monaten kostete es Bundesaußenminister Heiko Maas und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen viel Rhetorik, viele gedroschene Sonntagsphrasen wie »wir Europäer« oder »europäische Solidarität«, um die begründet anschwellende EU-Skepsis wieder ein wenig einzudämmen. Und dann konnte man für einen kurzen Moment den Eindruck bekommen, Berlin habe womöglich etwas aus dem verbreiteten Unmut über seine Alleingänge im Frühjahr gelernt. Die EU habe die Covid-19-Impfstoffe für all ihre Mitgliedstaaten gemeinsam bestellt, sie werde sie fair je nach Bevölkerungsgröße verteilen, und sie werde auch die Zulassung für alle einheitlich regeln: Das war immer wieder aus Berlin und Brüssel zu hören. Kein Land werde alleingelassen, hieß es; diesmal gehe die Union gemeinsam und solidarisch vor.
    Nun, lange haben die Treueschwüre nicht gehalten. Zu bröckeln begann die Geschlossenheit, als Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, wegen des schleppenden EU-Zulassungsverfahrens für den Biontech-Impfstoff unter Druck, einen Kurswechsel vornahm. Hatte er Anfang Dezember noch großzügig behauptet, auf ein paar Tage mehr oder weniger komme es nicht an, so verlangte er zwei Wochen später, die Zulassung »schnellstmöglich« abzuschließen: »Jeder Tag« früher, urteilte er nun, »mindert Leid«. Die EU-Zulassungsbehörde, pikiert wegen des abrupt wechselnden Kommandos aus der Bundeshauptstadt, fügte sich dem deutschen Druck. Jetzt stellt sich aber auch noch heraus: Deutschland erhält nicht nur seinen Anteil an den EU-Impfdosen, es hat darüber hinaus in einem nationalen Alleingang 30 Millionen weitere Bion­tech-Dosen bestellt. Geht der Plan auf, dann wird die Bundesrepublik die Massenimpfung deutlich früher abschließen können als der Rest der EU, wird die quälenden Lockdowns früher beenden und die wirtschaftlichen Schäden stärker begrenzen können. »Germany first«: So lautet eben weiterhin die unverzichtbare erläuternde Fußnote an der vorgeblichen »europäischen Solidarität«.
    Der große Ungleichmacher (21.12.2020)
    Deutsche Regierungsberater warnen vor Zuspitzung von Großmachtkonflikten und vor Zerfall ärmerer Staaten durch die Covid-19-Pandemie.
    BERLIN/BRÜSSEL (Eigener Bericht) – Berliner Regierungsberater rechnen mit einer deutlichen Verschärfung diverser globaler Konflikte durch die Covid-19-Pandemie. So sei etwa zu befürchten, dass Konflikte in Entwicklungsländern durch eine weitere Verarmung befeuert würden, heißt es in einer aktuellen Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Schon jetzt hätten etwa in Mexiko im Kampf gegen die Pandemie Drogenkartelle hoheitliche Aufgaben übernommen. Hinzu komme, dass auch Großmachtkonflikte sich zuspitzten, vor allem derjenige der USA gegen China – denn “die Erwartung, dass China sich erheblich schneller von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie erholen” werde, begünstige in Washington “einen konfrontativen Kurs” gegen Beijing. Nicht zuletzt drohen sich auch bestehende Spannungen und Konflikte in der EU zu verschärfen; die wirtschaftlichen Einbußen fallen schon jetzt in Südeuropa deutlich höher als im ohnehin reicheren Norden aus. In dieser Situation geht Berlin dazu über, Impfstoffe nicht mehr – wie abgesprochen – nur gemeinsam über die EU zu beschaffen, sondern zusätzlich im nationalen Alleingang.
    Das Gravitationszentrum der Weltwirtschaft
    Wie die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in einer aktuellen Studie bestätigt, werden sich infolge der Covid-19-Pandemie die globalen Kräfteverhältnisse mutmaßlich deutlich verschieben. Dies liegt der SWP zufolge daran, dass eine ganze Reihe von Ländern Ost- und Südostasiens die Pandemie vergleichsweise erfolgreich bekämpft haben. Hingegen müssten “praktisch alle übrigen Weltregionen … erheblich größere wirtschaftliche Verluste” hinnehmen, heißt es in der Analyse; dies gelte für die EU, in hohem Maß auch für die USA und “geradezu dramatisch” für einige Schwellenländer, insbesondere für Mexiko, Brasilien und Indien.[1] “Zu erwarten” sei daher, dass “China und Ostasien an relativem ökonomischem Gewicht gewinnen und noch rascher als prognostiziert zum Gravitationszentrum der Weltwirtschaft werden”. So schätzt die SWP, dass der Anteil Ostasiens [2] an der globalen Wirtschaftsleistung von 29,4 Prozent im Vorkrisenjahr 2019 auf 32,6 Prozent im Jahr 2025 ansteigen wird – bei parallelem Rückgang des US-Anteils von 24,5 Prozent auf 22,7 Prozent und einer relativen Stagnation der EU (2019: 17,8 Prozent; 2025: 17,9 Prozent). Die SWP bilanziert: “Politisch könnte daraus eine Kräfteverschiebung erwachsen.”
    Drogenkartelle im Kampf gegen die Pandemie
    Drastische Verluste sagt die SWP zudem den Entwicklungsländern voraus. “Einbrüche bei der weltweiten Nachfrage nach Rohstoffen, aber auch im Tourismussektor treffen einige dieser Staaten schwer”, heißt es in der Analyse.[3] Hinzu komme, “dass externe Quellen wie Rücküberweisungen versiegen und internationale Hilfsmaßnahmen sich auf sehr viele betroffene Staaten verteilen”. Da in vielen Ländern Arbeitslosigkeit und Armut zunähmen, während zugleich die “Preise für Güter des täglichen Bedarfs” stiegen, sei mit härteren Verteilungskonflikten zu rechnen – dies in einer Lage, in der die Coronakrise “den ohnehin begrenzten Handlungsspielraum vieler Regierungen” in wachsendem Maß begrenze. “Teilweise haben nichtstaatliche Gewaltakteure in der Pandemie Hilfe und quasistaatliche Leistungen erbracht”, berichtet die SWP: So hätten beispielsweise “die Taliban in Afghanistan, Kartelle in Mexiko und Gangs in Südafrika” unter anderem “Lebensmittel und Gesundheitsinformationen verteilt und mitunter Ausgangssperren durchgesetzt”. “Im Wettstreit um Autorität und Legitimität drohen ohnehin schon schwache Staaten weiter an Boden zu verlieren”, warnt der Think-Tank. Der “Gefahr einer von Covid-19 verstärkten Abwärtsspirale” bis zum Staatszerfall seien auch noch funktionierende Staaten ausgesetzt, etwa Mosambik.
    Ängste vor dem Machtverlust
    Dabei hat die Covid-19-Pandemie der SWP zufolge das Potenzial, nicht nur Konflikte innerhalb schwächerer Staaten gefährlich anzuheizen, sondern darüber hinaus “auch als zusätzlicher Treiber bestehender Konflikte zwischen Groß- und Regionalmächten” zu wirken. Dies sei vor allem dann der Fall, wenn die “wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen” der Pandemie die jeweiligen Staaten “unterschiedlich hart treffen”: “Eine solche Entwicklung schürt die bereits vorhandenen Ängste vor einem relativen Machtverlust”.[4] So werde etwa “die weit zurückreichende Rivalität zwischen Indien und China” durch die Pandemie “eher befeuert”; New Delhi habe “nach dem Ausbruch der Seuche die Chance” gesehen, “ausländische Investitionen, die in China getätigt werden sollen, ins eigene Land zu lenken” – und es werde von den Vereinigten Staaten “ausdrücklich dazu ermutigt”. Vor allem aber werde “die Erwartung, dass China sich erheblich schneller von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie erholen könnte als die USA und andere westliche Länder”, in Washington wahrscheinlich “einen konfrontativen Kurs gegenüber Peking begünstigen”. In der Tat hat die US-Administration ihre Aggressionen gegen China bereits in den vergangenen Wochen und Monaten ganz erheblich verstärkt.[5]
    Verteilungskonflikte in der EU
    Auch innerhalb der EU drohe die Covid-19-Pandemie Konflikte zu schüren, warnt die SWP. So zeigten “alle Analysen und viele Prognosen, dass die Mitgliedstaaten … unterschiedlich stark von der Pandemie und deren sozioökonomischen Folgen getroffen wurden und werden”.[6] Das könne trotz der Bemühungen um Hilfsmaßnahmen – darunter vor allem das 750 Milliarden Euro schwere Finanzpaket – “neue Unwuchten und Ungleichzeitigkeiten im Integrationsprozess erzeugen”. Der Think-Tank weist auf die erheblichen Differenzen beim dieses Jahr zu erwartenden ökonomischen Einbruch hin; so müsse Deutschland bei der Wirtschaftsleistung 2020 mit einem Minus von 5,98 Prozent gegenüber 2019 rechnen, Polen sogar nur von 3,56 Prozent, während die südlichen EU-Staaten weitaus höhere Einbußen zu befürchten hätten – ein Minus von 9,76 Prozent (Frankreich), 10,65 Prozent (Italien) bzw. 12,83 Prozent (Spanien). Damit werde “die wirtschaftliche Divergenz in der Eurozone und der gesamten EU weiter zunehmen”. In einem Negativszenario schließt die SWP sogar “Verteilungskonflikte[…] zwischen den EU-Staaten” nicht aus; diese könnten zum Beispiel dann entstehen, wenn etwa Deutschland trotz verbalen Eintretens für eine Einstufung des Covid-19-Impfstoffs als “globales öffentliches Gut” dazu übergehe, diesen nicht wenigstens EU-weit, sondern “vorrangig an die eigene Bevölkerung” zu verteilen.
    Deutschland zuerst
    Tatsächlich beginnt die Bundesregierung, sich von der EU abzusetzen und Impfstoffe in nationaler Hoheit an Brüssel vorbei zu beschaffen. Bislang hieß es auch in Berlin stets, zu den Covid-19-Impfstoffen müssten alle Mitgliedstaaten der Union gleichen Zugang haben. Daher sei man darauf bedacht, die Vakzine gemeinsam über die EU zu beschaffen und sie dann – ihre Menge berechnet nach der jeweiligen Bevölkerungszahl – an die einzelnen EU-Länder zu verteilen. In der Tat hat Brüssel inzwischen Impfstoffe bei BioNTech-Pfizer (300 Millionen Dosen), Moderna (160 Millionen Dosen), AstraZeneca (400 Millionen Dosen), CureVac (405 Millionen Dosen), Johnson & Johnson (Impfdosen für 400 Millionen Personen) sowie Sanofi-GSK (300 Millionen Dosen) bestellt und bereitet ihre Verteilung an die Mitgliedstaaten vor.[7] Wie am Wochenende bekannt wurde, ist Berlin aber mittlerweile dazu übergegangen, zusätzlich Impfstoffe auf nationaler Ebene zu bestellen – 30 Millionen Dosen bei BioNTech-Pfizer, 20 Millionen Dosen bei CureVac.[8] Dies dürfte dazu führen, dass die Bundesrepublik eher die sogenannte Herdenimmunität erreicht und eher zum normalen Alltag bzw. zum normalen Wirtschaftsleben übergehen kann als die anderen Staaten der EU. Berlin gelänge es damit, seine Vormachtstellung in der EU noch stärker zu konsolidieren.
    Angst vor Corona-Mutation B.1.1.7
    Deutschland stoppt Flüge aus Großbritannien ab Mitternacht
    TomGard: For the record: Die neue britische CoV-2-Mutante ist ein Einhorn mit zwei Köpfen

  127. Nächste Stufe
    Mutation von Coronavirus in Großbritannien: Regierung verkündet harte Maßnahmen für London und Südengland. Auswirkungen auf Impfplan unklar
    Von Christian Bunke, Manchester
    Hieß es noch vor einigen Monaten, Schülerinnen und Schüler trügen nicht zur Verbreitung des Coronavirus bei, kann diese Aussage nun endgültig als falsifiziert gelten. Am Sonnabend wurden die britische Hauptstadt London sowie zahlreiche umliegende Grafschaften unter einen »Lockdown der Stufe 4« gestellt. Grund ist eine sich rapide in Südengland verbreitende Mutation des Coronavirus. Laut in der Sonntagszeitung Observer zitierter Mediziner der Universität East Anglia hat sich die neue Variante insbesondere über die Schulen verbreitet.
    Wie die Regierung bekanntgab, gehen 60 Prozent aller Neuinfektionen in London und Teilen Südenglands auf das Konto der Mutation. Zwar war sie den Behörden bereits seit September bekannt, erst in den vergangenen Wochen soll es aber zu ihrer rapiden Verbreitung gekommen sein. Am Sonnabend erklärte Premierminister Boris Johnson, die neue Variante sei um 70 Prozent ansteckender als das »herkömmliche« Coronavirus. Ob sie auch tödlicher ist oder zu schwereren Krankheitsverläufen führt, ist noch nicht bekannt. Sicher ist hingegen, dass die Belastungsgrenzen einer wachsenden Zahl von Krankenhäusern mehr und mehr überschritten werden. Am Wochenende erklärten Regierungskreise, das in den vergangenen beiden Wochen angelaufene Impfprogramm mit dem Pfizer/Biontech-Impfstoff sei durch die Mutation »mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit« nicht gefährdet.
    Brennglas Corona
    Drastische Folgen hat die Mutation hingegen für 16 Millionen Menschen in London und Südengland, deren Reisefreiheit nun über die Weihnachtstage aufgehoben wurde. Das betrifft ein Drittel der englischen Bevölkerung. Noch am Freitag hatte Premier Johnson versprochen, Weihnachten »nicht ausfallen lassen« zu wollen, und die Möglichkeit von Familienfeiern »im kleinen Kreise« garantiert.
    Wie so oft in den vergangenen Monaten wirkt die Coronapandemie wie ein Brennglas, unter dem die wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungslinien in Großbritannien sichtbar werden. Millionen Menschen hätten sich am Wochenende auf die jährliche Heimreise von London in ihre meist im Norden Englands gelegenen Herkunftsregionen machen wollen. Während diese Gegenden in den zurückliegenden Jahrzehnten jegliche wirtschaftliche Eigenständigkeit verloren haben, zog der Großraum London die kollektive Arbeitskraft junger Menschen an und zentralisierte sie dort.
    Dementsprechend ist die neue Virusmutation im Norden Englands noch recht wenig verbreitet. Damit das auch so bleibt, wird Londons binnenmigrantische Arbeiterklasse nun über Weihnachten in der Hauptstadt eingesperrt. Schottland hat vorsorglich gleich ein Reiseverbot von und nach England erlassen, das polizeilich durchgesetzt werden soll – die Pandemie schafft Elemente einer Binnengrenze auf der britischen Hauptinsel. Auch eine zunehmende Zahl von Staaten führt nun Reiseverbote nach Großbritannien ein, der Frachtverkehr ist stark eingeschränkt.
    Arbeiter außen vor
    In ihrer Position bestärkt fühlen sich nun jene Kräfte aus sozialen Bewegungen und gewerkschaftsnahen Basisinitiativen, die sich in den vergangenen Monaten für die Einführung einer »Zero-Covid-Strategie« eingesetzt haben. Ein Kernaspekt einer solchen wäre die Einbeziehung arbeitender Menschen in den Gesundheitsschutz an ihren Arbeitsplätzen. So wollte die Bezirksverwaltung des Londoner Stadtteils Greenwich im Dezember die örtlichen Schulen nach Rücksprache mit Vertretern der Lehrergewerkschaften schließen lassen. Doch die britische Regierung blockierte den Vorstoß und setzte das Offenbleiben der Schulen in Greenwich durch.
    Pikanterweise geschah dies unter Anwendung der Anfang des Jahres eingeführten Coronanotstandsgesetze, die dem britischen Zentralstaat jederzeit Eingriffe in kommunale Verwaltungen erlauben. Britische Bürgerrechtsorganisationen wie »Liberty« haben das ganze Jahr hindurch vor den negativen Auswirkungen der Notstandsgesetze auf die Gewaltenteilung in Großbritannien gewarnt und können sich nun bestätigt fühlen. Trotz der erweiterten Befugnisse der Zentralregierung in London sind weitere lokale Arbeitskämpfe im Bildungswesen erwartbar. So ist die Betriebsgruppe der Gewerkschaft für das wissenschaftliche Personal an der Universität Edinburgh am vergangenen Mittwoch offiziell in einen Arbeitskampf gegen die Universitätsleitung getreten, um eine zwangsweise Rückkehr der Belegschaft aus dem Homeoffice an den Arbeitsplatz zu verhindern.
    Mangelhafter Impfplan
    Derweil kommt es zu ersten Verteilungskämpfen bei der Impfstoffvergabe. Am Freitag beschwerten sich in der Tageszeitung The Guardian die Chefs verschiedener Regionen des staatlichen Gesundheitssystems NHS darüber, dass eine Impfung des Krankenhauspersonals zunächst nicht priorisiert werde. Dies sorge für »Unruhe« unter den Beschäftigten, die dringend »zusätzlichen« Schutz bräuchten, welcher dann auch den Patienten zugute kommen würde. Vor allem in London und im Südosten Englands befänden sich die Einrichtungen aufgrund dramatisch wachsender Hospitalisierungsraten an der »Belastungsgrenze«.
    Ursprünglich hatte der britische Impfplan vorgesehen, das Personal in Krankenhäusern als erstes zu impfen. Wegen Lieferengpässen haben bislang jedoch nur Menschen, die älter als 80 Jahre sind, den Impfstoff erhalten. Und auch sonst hakt es bei der Infrastruktur. Ende vergangener Woche brach das von der britischen Firma Pinnacle Studio entwickelte Onlineverwaltungssystem für die Impfstoffvergabe zusammen. Hausärzte und Krankenhäuser mussten sich deshalb handschriftlich notieren, wem sie eine Impfdosis verpasst hatten.
    Hintergrund: Großbritannien impft
    Rund 360.000 Menschen in Großbritannien haben die erste Dose des Pfizer/Biontech-Impfstoffs gegen Covid-19 bereits erhalten. Die allermeisten von ihnen sind über 80jährige Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Insgesamt sollen 20 Millionen Menschen das Vakzin verabreicht bekommen. Weitere 100 Millionen Menschen sollen mit dem Astra/Zeneca-Impfstoff versorgt werden, sobald dieser zugelassen ist. Die britische Regierung hat mit fünf Pharmakonzernen Lieferverträge für die Versorgung mit Vakzinen abgeschlossen.
    Viele Menschen verbinden mit den nun begonnenen Impfungen Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Coronapandemie. Doch ganz so einfach wird es leider nicht. Zwar kann der Impfstoff durchaus als medizinischer Durchbruch gelten, es gibt jedoch viele Fragezeichen. So rechnet die Gesundheitsbehörde NHS England laut Angaben von Sky News vom vergangenen Mittwoch damit, dass bis Ende 2021 nicht einmal die Hälfte der britischen Bevölkerung geimpft sein wird. Der erste Durchgang des Impfprozesses werde sich demnach bis weit in das Jahr 2022 hinziehen. Die ersten Wochen des Programms waren außerdem durch Lieferengpässe gekennzeichnet.
    Das bedeutet, dass auch im kommenden Jahr nicht mit einer Rückkehr zur sogenannten Normalität zu rechnen ist. Hinzu kommt eine Reihe unbekannter Größen, etwa was die Dauer der Wirksamkeit der Impfstoffe angeht, ab wann eine Impfung wiederholt werden muss, ob geimpfte Personen das Virus weiter übertragen und welche langfristigen Nebenwirkungen zu erwarten sind.
    Der medizinisch-kapitalistische Komplex reibt sich dennoch die Hände. Die Impfkampagne geht mit einer zwar alles andere als reibungslosen, dafür aber höchst profitablen privatisierten Digitalisierung der britischen Gesundheitsversorgung einher. Dagegen machen Antiprivatisierungsaktivisten mobil und stellen als Alternative Forderungen nach einer »Zero-Covid-Strategie« auf. (cb)

  128. Eben in Spiegel TV gesehen: Angeblich sollen alle Ansteckungen bei Tönnies auf einen einzigen Mitarbeiter zurückzuführen sein.

    Als Ursache wurde in der Öffentlichkeit die Wohnsituation der Beschäftigten genannt. Die Wanderarbeiter sind zu mehreren in engen Apartments untergebracht, wo es kaum möglich ist, die notwendige soziale Dis­tanz zu wahren.
    Ein Team um Melanie Brinkmann vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig kommt jetzt jedoch zu einer anderen Erklärung. Die Forscher haben Gense­quenzen der bei den Arbeitern nachgewiesenen Viren ausgewertet. Dadurch konnten sie den Beginn der Epidemie rekonstruieren. Der Index-Patient B1 (dessen Identität nicht be­kanntgegeben wurde), hat sich zusammen mit seinem Kollegen B2 vermutlich bei Ange­stellten des Fleischunterneh­mens Westcrown in Dissen angesteckt, bei dem es zuvor zu einem Ausbruch gekommen war.
    Die beiden Mitarbeiter B1 und B2 hatten sich bei den Managern in Rheda-Wiedenbrück gemeldet und von ihrem Kontakt berichtet. Beide Mitarbeiter wurden sogleich getestet (konnten allerdings bis zum Ergebnis am nächsten Tag noch weiter arbeiten, weil ihr Risi­ko als niedrig eingestuft wurde). Beide Mitarbeiter waren jedoch positiv und gingen in Qua­rantäne (wie auch ihre sechs Mitbewohner).

    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/114962/Toennies-SARS-CoV-2-wurde-in-klimatisierten-Arbeitsbereichen-uebertragen

  129. “Laut in der Sonntagszeitung Observer zitierter Mediziner der Universität East Anglia hat sich die neue Variante insbesondere über die Schulen verbreitet.” Auch Keküle sagte die Schulen seien ein Treiber der Pandemie. Aber die mussten ja lange offen bleiben.
    Kitas galten die ganze Zeit als unproblematisch. Corona-Hotspot Kita: Trotz aller Vorsicht

    “In den vergangenen Monaten haben Politiker*innen und Journalist*innen die trotz ansteigender Infektionszahlen geöffneten Schulen und Kitas mit Studien begründet, die ein geringeres Erkrankungs- und Ansteckungsrisiko von Kindern festgestellt haben. So einfach ist es allerdings nicht. „Eine Literaturrecherche, in die 291 internationale Studien eingeschlossen wurden, zeigt: Zur Infektiosität von Kindern und Jugendlichen liegt nur eine geringe Zahl aussagekräftiger Studien vor, die Ergebnisse sind insgesamt heterogen.“ So heißt es auf der Homepage der Corona-Kita-Studie von Robert-Koch-Institut und Deutschem Jugendinstitut. Und: „Insgesamt scheinen Kinder ein weniger hohes Übertragungsrisiko zu vermitteln als Erwachsene.“”

    So ist es eben in der Welt. Der Schein trügt oft, besonders wenn man von der geringen Erkrankung bei Kindern auf die Übertragung schließt. Und deshalb treibt man Wissenschaft. Das RKI kennt die Wahrheit aber schon und hat das nicht nötig, sondern empfiehlt als Behörde was politisch opportun ist.

    Der deutsche Virologe Christian Drosten schrieb zu den PHS-Daten: “Das sieht leider nicht gut aus.” Positiv sei aber, dass B.1.1.7-Fälle bislang nur in Gebieten zugenommen haben, wo die Gesamtinzidenz hoch oder ansteigend war. “Kontaktreduktion wirkt also auch gegen die Verbreitung der Mutante”, schreibt Drosten.

    Dafür muss man aber nicht Herr Drosten sein, um zu wissen dass Kontaktbeschränkung Ansteckung reduziert. Deshalb wird mit diesem Holzhammer ja überall draufgehauen. Da muss man nämlich gar nichts wissen. Einfach draufhaun.

  130. So, wieder einmal – in geringerer Frequenz, aber doch – die Todesraten weltweit:
    0,001635581834815 Belgien
    0,001153056516029 Italien
    0,001152481711196 Slowenien
    0,001120163967994 Nordmazedonien
    0,001049513771541 Bosnien

    0,001045851079469 Spanien
    0,001019303671001 UK
    0,000980468446035 Montenegro
    0,000978680354216 Tschechien
    0,000910826504262 Frankreich
    0,000847738160480 Ungarn
    0,000773946368315 Schweden
    0,000787935626089 Schweiz
    0,000782065825329 Moldawien
    0,000777202876199 Kroatien
    0,000719672913357 Rumänien
    0,000718725842826 Luxemburg
    0,000664181050216 Polen

    0,000661567043686 Kosovo
    0,000613393752753 Holland
    0,000610601159592 Österreich
    0,000601306790882 Portugal
    0,000453183784085 Irland
    0,000413405309637 Ukraine
    0,000387238500660 Serbien
    0,000345343175649 Rußland
    0,000325971770123 Deutschland
    0,001187775481206 Peru
    0,000973670731707 USA
    0,000939652166932 Argentinien
    0,000921868643707 Mexiko

    0,000921645455506 Chile
    0,000884140411832 Brasilien
    0,000864871363308 Panama
    0,000842960412316 Kolumbien

    0,000816107431974 Bolivien
    0,000807794764883 Ecuador
    0,000378574379033 Kanada
    0,000330401536966 Honduras
    0,000657895147020 Iran
    0,000417746029803 Südafrika
    0,000323329182458 Irak
    0,000220684272287 Türkei
    0,000105877229341 Indien
    Zuwachsraten:
    Slowenien + 0,000307619120055
    Ungarn + 0,000263677070925
    Kroatien + 0,000258431291042
    Bosnien + 0,000213527626482
    Nordmazedonien + 0,000188791679999
    Österreich + 0,000188516788555
    Schweiz + 0,000169146472333
    Italien + 0,000152199328611
    Montenegro + 0,000150961014707
    Tschechien + 0,000150031106073
    Polen + 0,000146347186734
    Portugal + 0,000127720631564
    Belgien + 0,000126231191508
    Serbien + 0,00011930289702
    USA + 0,000116396341463
    Rumänien + 0,000114056303857
    Panama + 0,000101947583553
    Moldawien + 0,000100820873413
    Deutschland + 0,000099450848789
    UK + 0,000099449767481
    Frankreich + 0,000088755541624
    Kosovo + 0,000081778493514
    Ukraine + 0,000081662669156
    Mexiko + 0,000071061258544
    Spanien + 0,000063863581954
    Iran + 0,000046454614960
    Deutschland ist trotz allen Geschreis um Infektionsraten usw. immer noch das Schlußlicht in Europa.
    An Zuwachsraten führen 3 Nachfolgestaaten Jugoslawiens und Ungarn die Liste an.
    3 davon sind EU-Mitglieder, einer ist eine Art EU-Protektorat.
    Wie wird das mit dem Impfstoff? Wann erhalten die welchen? Wollen sie überhaupt einen, also haben sie schon Interesse angemeldet? Man hört nur von den Aktivitäten Brüssels und einiger gewichtiger Mitgliedsstaaten.
    Das Gerangel um die Impfung kann noch was werden …
    In Österreich habe sich heute einige Landeshauptleute gegen den von der Regierung angekündigten Impf-Ersttermin bei bestimmten Zielgruppen ausgesprochen.
    Nur die Ruhe, meinte z.B. der burgenländische Oberhäuptling. Erst muß es einmal Aufklärungskampagnen geben, und dann werden wir im Bundesland das entscheiden.
    Es scheint also internen Widerstand gegen überstürzte Impfaktionen zu geben, sowohl in den Parteien als auch im Gesundheitswesen, und hier zeichnet sich auch wieder eine Uneinigkeit zwischen Bund und Ländern ab.
    Ich warte noch auf ein Signal von der Ärztekammer oder einer anderen Vertretung des Gesundheitspersonals.
    Man staunt immer wieder, was im Land der unbegrenzten Möglichkeiten alles möglich ist.
    In einem Artikel des „New Yorker“ über die Pandemie-Situation in Idaho findet sich folgende Information:
    “As the virus spread unimpeded this fall, rumors emerged that students at Brigham Young University-Idaho, in Rexburg, had been intentionally infecting themselves with the coronavirus in order to sell their antibody-rich plasma for nearly double the going rate of blood unaffected by the virus. According to the Deseret News, the students could have been earning as much as two hundred dollars per week for their antibodies. The school, which is wholly owned and operated by the Church of Jesus Christ of Latter-Day Saints, cracked down, warning that any further attempts at virus profiteering would bring suspension or permanent expulsion. Two weeks after the scandal broke, the Times COVID-19 database identified Rexburg as having the highest daily per-capita infection rate in the country.”

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