Pressespiegel El País 17.11.: Russische Offensive in der Ukraine

DIE VEREINIGTEN STAATEN HALTEN EINEN MILITÄRISCHEN SIEG DER UKRAINE IN DEM KRIEG KURZFRISTIG FÜR UNWAHRSCHEINLICH

Russland verliert an allen Fronten und in allen Aspekten des Krieges – operativ, taktisch und strategisch –, aber das bedeutet nicht, dass die Ukraine in absehbarer Zeit große Chancen auf einen militärischen Sieg hat, sagte an diesem Mittwoch der Chef des US-Generalstabs, General Markus Milley.

Das höchste US-Militärkommando und Verteidigungsminister Lloyd Austin veranstalteten eine Pressekonferenz nach einem virtuellen Notfalltreffen der Kontaktgruppe für die Verteidigung der Ukraine – die aus mehr als fünfzig Ländern besteht –, 24 Stunden nach der Explosion eines Projektils in einem an die Ukraine grenzenden Gebiet in Polen, bei der zwei Menschen getötet wurden. Bis zum Abschluß einer Untersuchung sind die polnische Regierung und die NATO, mit den Vereinigten Staaten an vorderster Front, der Ansicht, dass es sich um eine ukrainische Flugabwehrrakete handelte, die abgefeuert wurde, um eine russische Rakete zu neutralisieren, und dass die Rakete zufällig auf der anderen Seite der Grenze landete. Allein an diesem Tag feuerte Moskau in der bisher intensivsten Bombardierung des Konflikts Dutzende von Raketen auf Ziele in dem Land, dessen Teile es seit Februar besetzt hat.
Die Ukraine hingegen besteht darauf, dass es sich um ein russisches Projektil gehandelt hat.

Washington ist der Ansicht, daß „unabhängig von den endgültigen Schlussfolgerungen klar ist, dass die letztendliche Verantwortung für diesen Vorfall bei Russland liegt, das eine Raketenlawine auf die Ukraine abgefeuert hat, die speziell darauf abzielt, ihre zivile Infrastruktur zu treffen. Die Ukraine hat jedes Recht, sich zu verteidigen.“ Diese Botschaft wurde im Sicherheitsrat des Weißen Hauses, im Außenministerium und im Pentagon immer wieder wiederholt.

„Was wir wissen, ist der Kontext, in dem all dies passiert ist. Russland häuft Rückschläge auf dem Schlachtfeld an und hat ukrainische Zivilisten und zivile Infrastruktur ins Visier genommen“, erklärte Austin bei der Eröffnung eines virtuellen Dringlichkeitstreffens der Kontaktgruppe für die Verteidigung der Ukraine, die für mehr als fünfzig Länder gebildet wurde.

Dieses Sperrfeuer von Angriffen auf das Stromnetz und andere grundlegende Infrastrukturen stellt eine Kampagne des „Terrors“ dar, die von Moskau gestartet wurde, nachdem es beim Erreichen seiner Ziele eine Reihe von Rückschlägen einstecken mußte. Nach dem russischen Rückzug aus Cherson, seiner beschämendsten Niederlage in den neun Monaten des Krieges, nutzt die Armee „die Zeit, um zu versuchen, ihre Streitkräfte neu zu formieren, und hat der ukrainischen Zivilbevölkerung eine Kampagne des Terrors mit maximalem Leid aufgezwungen, um sie zu demoralisieren“, fügte der oberste US-Militärchef hinzu. Seiner Meinung nach stellen diese Handlungen „Kriegsverbrechen“ dar.

Die Häufung russischer Niederlagen ging Hand in Hand mit den Erfolgen der ukrainischen Armee. Während seine defensive Reaktion in den ersten Monaten die Kommandeure anderer verbündeter Länder aufgrund seiner Stärke überraschte, wie Milley selbst zugab, hat die seit September unternommene Gegenoffensive es ihm ermöglicht, Tausende von Quadratkilometern zurückzuerobern, die von Russland besetzt waren. Kiew hat versprochen, den Druck auf die russischen Streitkräfte fortzusetzen, bis es gelingt, das gesamte von Moskau eingenommene Territorium zurückzuerobern. Einschließlich der Halbinsel Krim, die die Regierung von Wladimir Putin 2014 illegal annektierte.

Doch das US-Kommando hat davor gewarnt, einen militärischen Sieg in dem Konflikt zu erwarten. Trotz der Tatsache, dass Moskau in den Kriegsmonaten große Mengen an Ausrüstung, Fahrzeugen und Waffen verloren hat – „ich kann nicht sagen, wie viele, es handelt sich um geheime Informationen, aber es sind beträchtliche Zahlen“, erklärte der Militäroffizier –, ist seine Armee immer noch da mächtig.

„Die Wahrscheinlichkeit eines militärischen Sieges der Ukraine, definiert als der Rauswurf der Russen aus ihrem gesamten Territorium, einschließlich des Teils, den sie mit der Krim beanspruchen – die Wahrscheinlichkeit, dass dies in naher Zukunft geschieht, ist aus militärischer Sicht nicht sehr hoch“, erklärte der General. Milley hat sich öffentlich dafür ausgesprochen, die kommenden Wintermonate, in denen voraussichtlich weniger Aktivitäten auf dem Schlachtfeld stattfinden, zu nutzen, um zu versuchen, einen Weg für Verhandlungen zu ebnen, die eine diplomatische Lösung des Konflikts ermöglichen.

„Und zwar aus politischen Gründen: Es könnte eine politische Lösung geben, wo sich die Russen aus politischen Gründen zurückziehen. Das ist möglich“, betonte Milley auf der Pressekonferenz im Pentagon. Russland „steht jetzt an der Wand“ und die Ukraine in einer Position der Stärke, die ideal für Verhandlungen ist.

Aber sowohl Militärführer als auch die US-Regierung haben wiederholt betont, dass die Entscheidung, „wann, wie und ob verhandelt wird“, von der Ukraine, dem angegriffenen Land, getroffen werden muß. Und Kiew ist im Moment nicht interessiert. Unterdessen beharrt Washington darauf, dass es der Ukraine jede notwendige Hilfe leisten werde, um sich zu verteidigen, „so lange es nötig ist“. Bisher haben die Vereinigten Staaten der Regierung von Präsident Wolodymyr Selenskyj mehr als 18 Milliarden US-Dollar an Militärhilfe zur Verfügung gestellt. „Die Ukraine wird weiterhin Widerstand leisten. Die Ukraine wird nicht klein beigeben“, meinte der US-General.

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Sowohl die ukrainische Provokation als auch die Äußerungen der US-Militärs sind offensichtlich ein Ergebnis des Treffens der Geheimdienstchefs Rußlands und der USA in Istanbul. Da wurden die Claims anscheinend abgesteckt und jeder legte seine Karten auf den Tisch.  

Die USA geben damit erstens der Ukraine zu verstehen, daß sie auf False Flag-Operationen nicht hereinfallen. Mit den USA kann die ukrainische Führung nicht wedeln wie der Schwanz mit dem Hund.
Zweitens schätzen sie die Erfolge der Ukraine als temporär ein und signalisieren auch, daß sich die USA für die ukrainischen – sehr maximalen – Kriegsziele nicht sehr weit aus dem Fenster hängen wird.
Mit dem Hinweis, Rußland stünde „mit dem Rücken zur Wand“ – der gleichzeitig in der ganzen Pressekonferenz dementiert wird – signalisieren sie der Ukraine, daß in ein paar Monaten die Bedingungen möglicherweise weitaus ungünstiger für die Ukraine wären.

Rußland gegenüber signalisieren sie Verhandlungsbereitschaft und stellen etwaige Gebietsabtretungen in Aussicht.

Gleichzeitig ist aber auch mit dem Hinweis auf Kriegsverbrechen ausgesprochen, daß an eine Rückkehr zum Status Quo Ante nicht zu denken ist. Rußland bleibt der Feind, auch wenn in der Ukraine die Waffen schweigen.
Wahrscheinlich ist auch kein dauerhafter Frieden angedacht, sondern lediglich ein Waffenstillstand.
Die Finanzministerin Janet Jellen hat vor einigen Tagen angekündigt, daß die Sanktionen bestehen bleiben werden, auch wenn der Krieg endet.

Allerdings wird auch anerkannt, daß Rußland in Zukunft – wenn das Training der derzeit Mobilisierten abgeschlossen ist – durchaus über militärische Schlagkraft verfügt. Diese Botschaft ist sowohl für die Verbündeten – Polen, Ukraine, UK – bestimmt als auch für Rußland selbst.

Was waren eigentlich die Kriegsziele der USA?

Das offizielle Ziel, Rußland zu schwächen, ist nur ein Teil der Strategie, derjenige, mit dem die NATO hinter den USA versammelt wurde.
Der Konflikt hat auch dazu gedient, die europäischen Verbündeten auf Linie zu bringen, die Geschäftsbeziehungen zu Rußland zu zerstören und die EU-Staaten in verstärkte Abhängigkeit von den USA zu bringen. Auf diesem Gebiet war die Politik der USA sehr erfolgreich, und das ist auch einer der Gründe, warum die letzten US-Wahlen sehr zugunsten der Regierung Biden ausgefallen sind.
Im Rest der Welt wurden auch Verbündete auf Linie gebracht.

Die USA bereiten sich langsam für das nächste Szenario vor, nämlich die Beziehungen Chinas zur EU zu unterbinden. Der Ukraine-Konflikt ist da im Weg. Deshalb wird der ukrainischen Regierung signalisiert: Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.

Der Wiederaufbau des zerstörten Landes wird mit Sicherheit der EU überlassen werden.

3 Gedanken zu “Pressespiegel El País 17.11.: Russische Offensive in der Ukraine

  1. Ukraine-Krieg
    3. Geberkonferenz: Republik Moldau könnte ein Modell-Staat werden

    In Paris hat die internationale Gemeinschaft weitere Unterstützungsmaßnahmen für die Republik Moldau beschlossen. Das Land ist wichtig für die EU – nicht nur, weil es sich im Ukraine-Krieg solidarisch zeigt.

    Geschäftiges Treiben im Gebäude des Außenministeriums in Paris: Minister oder Gesandte der 27 Mitgliedsstaaten der EU, außerdem Vertreter von Ländern wie den USA, Japan und Großbritannien und Abgesandte von 15 internationalen Organisationen wie der Weltbank kamen zusammen. An sich nichts Außergewöhnliches für die EU – erst vergangenen Montag hatten sich die 27 Außenminister in Brüssel getroffen, um neue Sanktionen gegen den Iran zu beschließen. Doch diesmal ging es um ein kleines Land, das erst seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine oben auf der Tagesordnung steht – die Republik Moldau. "Wir sind stark betroffen von den Auswirkungen des Krieges", sagte der moldauische Außenminister Nicu Popescu.

    "Raketen haben auf unserem Territorium eingeschlagen, und es herrscht eine Energiekrise – Frieden und Stabilität in der Moldau sind nicht nur in unserem, sondern auch im Interesse des restlichen Europa." Die internationale Gemeinschaft will der Ex-Sowjetrepublik mit etwa zweieinhalb Millionen Einwohnern finanziell weiter unter die Arme greifen. Einerseits, weil die Republik Moldau in dem Konflikt besonders viel Menschlichkeit gezeigt hat, doch auch, weil dies im Interesse der Europäischen Union ist. 

    Es war die dritte solche Geberkonferenz: Bei den ersten beiden in Berlin und Bukarest hatten Geldgeber bereits insgesamt über eine Milliarde Euro Hilfsmaßnahmen und Darlehen versprochen. "Sich für die Moldau einzusetzen, heißt, an den Kriegsanstrengungen teilzunehmen", sagte der französische Präsident Emmanuel Macron in der Abschluss-Pressekonferenz. "Dem Land zu helfen ist moralische Pflicht und einfach nur gerecht." Bei der heutigen Konferenz sagte Außenministerin Annalena Baerbock zusätzliche deutsche Hilfen von gut 32,3 Millionen Euro zu. Macron stellte weitere Hilfen in Höhe von 100 Millionen Euro in Aussicht. 

    "Russland erpresst ganz offen die Moldau in Sachen Energie" 

    Aus französischen diplomatischen Kreisen hieß es zuvor, dass diese dritte Konferenz besonders wichtig sei. "Russland hat eine neue Strategie entwickelt und bombardiert nun systematisch ukrainische Energieinfrastruktur, was das Land und den gesamten Kontinent destabilisiert", sagte ein Diplomat. "Zudem erpresst Russland ganz offen die Moldau in Sachen Energie und hat 50 Prozent der Gas-Zufuhr einfach gekappt." Millionen Ukrainer sind zurzeit ohne Strom, und auch in der Republik Moldau haben die Angriffe zu Stromausfällen geführt, hatte Außenminister Popescu auf Twitter geschrieben. Die Strom- und Gaspreise haben sich vervielfacht.

    Außerdem ist das kleine Land wichtig für die Stabilität der östlichen EU. Vor allem zu Beginn des Krieges in der Ukraine herrschte die Sorge, dass Russland bis zur Republik Moldau durch die Südukraine vorstoßen und von dort gar Unterstützung bekommen könnte. Denn auch die Republik Moldau hat eine abtrünnige Region: Transnistrien. Die pro-russischen Separatisten aus dieser Region haben sich 1992 nach einem kurzen Krieg von der Republik Moldau abgetrennt – mit russischer Unterstützung. Noch heute sind dort rund 2000 russische Soldaten stationiert.

    Doch nicht nur in Sachen Energie und Sicherheit ist die ehemalige Sowjetrepublik von dem Krieg im Nachbarland Ukraine betroffen. Die Republik Moldau hat seit Beginn der russischen Invasion rund eine halbe Million Flüchtlinge aufgenommen, von denen noch 80.000 im Land verweilen. "Zudem erwarten wir eine neue Flüchtlingswelle in den nächsten Wochen – wegen des Krieges, aber auch, weil die Menschen vor einem Atomreaktorunfall Angst haben, und bei fehlendem Strom und einem kalten Winter bei uns Zuflucht suchen könnten", sagte ein hochrangiger Vertreter der moldauischen Regierung in Paris. 

    "Die Republik Moldau verdient unsere Hilfe" 

    Felix Hett, Vertreter der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Ukraine und Republik Moldau, findet, dass die internationale Staatengemeinschaft vor diesem Hintergrund die strukturschwache Moldau nicht alleine lassen dürfe. "Das Land hat sich sehr solidarisch gezeigt und verdient unsere Hilfe schlichtweg", sagte er im DW-Gespräch. "Außerdem bemüht sich die Regierung unter der pro-europäischen Präsidentin Maia Sandu nach Kräften, das Land zu reformieren." Sandu hat unter anderem Reformen des Justizwesens und des öffentlichen Dienstes eingeleitet. Dazu gehört auch der Kampf gegen die Korruption.

    (…)

    https://www.dw.com/de/3-geberkonferenz-republik-moldau-k%C3%B6nnte-ein-modell-staat-werden/a-63833327

    Der EU-Beitritt war in Moldawien nie besonders populär, obwohl eine pro-westlicher Politiker-Fraktion ihn seit geraumer Zeit propagiert.

    Der Ukraine-Krieg wird jetzt dazu instrumentalisiert, die EU-Option als alternativlos darzustellen. Ob das für die Bewohner Moldawiens erfreulich ist, kann man bezweifeln.

  2. In Ukraine, Bakhmut Becomes a Bloody Vortex for 2 Militaries

    Even as they have celebrated successes elsewhere, Ukrainian forces in one small eastern city have endured relentless Russian attacks. And the struggle to hold it is only intensifying.

    BAKHMUT, Ukraine — For almost an hour, the stream of Ukrainian casualties in the eastern city of Bakhmut seemed unending: Ambulances, an armored personnel carrier and private vehicles all screamed to a halt, one after another, and disgorged the wounded in front of the city’s only military hospital.

    A soldier propped up by his comrades, his face a mass of mangled flesh, walked in the main gate. The dark green stretcher that awaited him was one of several still covered in blood.

    By around noon on Friday, doctors had counted 50 wounded, many of them soldiers. The day before was even worse: 240 people had come through the hospital’s doors with everything from gunshot wounds to shrapnel injuries and concussions.

    “They came in batches — 10, 10, five, 10,” said Parus, one of the Ukrainian medics at the hospital, as artillery screeched overhead and the chatter of machine-gun fire echoed off the surrounding buildings. “In the last couple of days the Russians have tried to advance more intensely.”

    In the nine months since Russia invaded, Ukraine has celebrated major victories, breaking the siege of its capital, Kyiv, and pushing Russian forces out of the Kharkiv region and the port city of Kherson. But Bakhmut, in Ukraine’s Donbas region, has become a destructive vortex for both countries’ militaries. For months, they have thrown masses of troops and matériel into battle here as the Russians mount desperate attempts to capture the city and the Ukrainians to hold it.

    The results have been near catastrophic. The city, once with a population of around 70,000, has slowly been chewed apart. And now, according to residents and Ukrainian soldiers, the bombardment in and around Bakhmut is at an intensity never before seen. Buildings that had been shelled before have been shelled again. The front line, on the city’s outskirts, looks like a muddy moonscape, or a scene from World War I. At night, residents can hear the grumble of Russian jets prowling the skies.

    In recent days, Ukraine has sent floods of reinforcements into Bakhmut, including Special Forces and lesser trained territorial defense fighters, according to soldiers, local residents and a U.S. defense official.

    The Russians have continued to throw formations from Wagner Group, an infamous paramilitary organization with direct ties to the Kremlin, at Ukrainian trenches. But they are now supported by a new tranche of Russian rank-and-file forces redeployed from the Kherson front, according to the U.S. defense official and Ukrainian soldiers.

    The intensity of Russia’s attempts to seize the city has baffled military analysts. Elsewhere along their 600-mile front line, the Russians are mostly digging in for winter to entrench and conserve resources.

    In summer, after Russian forces captured the neighboring province of Luhansk, seizing Bakhmut might have looked like a natural progression in Russia’s campaign to conquer the east — a step toward two more important cities, Sloviansk and Kramatorsk. But now, analysts said, given the degradation of Russian forces and their ammunition shortages after a series of setbacks, that goal seems improbable, especially after the loss of their foothold in the northeast.

    “The Russian military is still dealing with unrealistic political demands to show progress,” said Michael Kofman, the director of Russian studies at C.N.A., a research institute in Arlington, Va. “But given poor quality of available forces and decreasing stocks of artillery ammunition, they are unlikely to be successful, because once again the Russian military appears to be feeding units piecemeal without adequate support.”

    In recent weeks, Moscow’s need for any type of military victory has made itself felt in pockets elsewhere along the front line. Small villages near the Russian-controlled city of Donetsk have turned into flash points. But as the temperature plummets, Bakhmut has quickly evolved into Moscow’s main effort, where masses of their forces — including recently mobilized troops, according to Ukrainian soldiers — are trying to strangle the city from the east and south.

    Russia’s strategy in Bakhmut is reminiscent of its seizure of the eastern cities of Sievierodonetsk and Lysychansk in June. There, Russian troops relied on superior artillery fire to overpower Ukrainian forces and gain ground. But the Ukrainian forces they faced then were short of both shells and Western-supplied artillery — something that is no longer as pressing, especially in Bakhmut.

    “In the six months that I’ve been in Bakhmut, I have never seen our artillery working like this,” said a Ukrainian soldier in the city, referring to the volume of Ukrainian shells fired. He spoke on the condition of anonymity because he was not authorized to speak to the media.

    But at this point in the war both armies may find the pace of bombardment hard to sustain. The Russians are reportedly trying to buy munitions from North Korea and Iran. And Ukraine continues to ask for more artillery shells from NATO and other donor countries, even though those nations’ stockpiles are dwindling.

    One of the Pentagon’s frequent concerns is that the Ukrainians are firing ammunition at an unsustainable rate — especially in places like Bakhmut — under the false assumption that the West’s supply of ordnance is unlimited, said the U.S. defense official, who spoke on the condition of anonymity to discuss sensitive information.

    As Bakhmut — shelled continually by the Russians since July — devolves into a battle of attrition, its strategic significance has changed, too. Even if Russia’s hopes of expanding its territory here have dwindled, it can still make the city a resource-intensive black hole for Kyiv, taking troops from other Ukrainian priorities, potentially including future offensives.

     “Battles like Bakhmut consume forces that could be used elsewhere,” Mr. Kofman said, adding that Russian forces are using people they deem “expendable,” but even so, they cannot afford to waste that much artillery.

    The Ukrainian forces holding Bakhmut are from a hodgepodge of units, including the 93rd Mechanized Brigade and the 58th Motorized Infantry Brigade, crack units that have been worn down by nonstop Russian assaults. (…)

    https://www.nytimes.com/2022/11/27/world/europe/ukraine-war-bakhmut.html

  3. Ein Bericht aus der Hölle von Bachmut, könnte aber auch Verdun sein:

    "Inside Bakhmut frontline 'littered with corpses' and 'colossal' losses

    Ukrainian soldiers on the front line in the city of Bakhmut are fighting Russian attacks in dreadful conditions.

    The Ukrainian commander of the Svoboda battalion, Petro Kuzyk, whose unit is one of those holding Bakhmut said his soldiers are fighting in fields "littered with corpses", fighting in extremely cold conditions and in knee-deep water against Russia's attacks.

    Asked by NV news how big the human losses are so far, he replied: "They are colossal. They don't even count bodies.

    "The fields, the woods in front of the positions are all littered with corpses. I watched them: they dragged their people back to bury them, take off their warm sweaters, and start to put it on themselves. But, nevertheless, each assault group has a grenade launcher, a machine gunner, and their machine guns more or less perform their tasks. They have herds.

    "I apologise for speaking slowly now, because I'm very cold – it's making me dizzy. I've now left the first line (since I was called). I'm warming up in the car, I'm almost falling asleep, because I haven't slept all this time. They charged yesterday, quite seriously. They felt a weakness in our defence, because (I will not name the numbers of the units, so as not to spoil their honour) there are units that are less motivated than ours. And yesterday they weakened our defence a little in the area just around the Bakhmut. Some units could not withstand this artillery onslaught and retreated.

    "This is our principle: we, the Svoboda Battalion, do not retreat. And because of that, we found ourselves in a semi-surrounded situation, and we had a lot of work to do. In addition, it is a swamp full of mud. It is very difficult to evacuate the wounded or to deliver ammunition. The trenches are constantly deteriorating, and in this swamp they must be constantly rebuilt."

    He added: "Today is the first day without rain, but then and yesterday when it fell, all the water flowed into the trenches. And the shelling was such that it was impossible to get out of the trench, so the guys were constantly wet for a day or two. Plus the temperature is like this. Many are contused, many with pneumonia. But we hold our ground, and we defend. I see young guys standing with their teeth clenched. I would really like someone to write about their achievements, because few people in the country know about it.""

    https://www.express.co.uk/news/world/1703853/blog-latest-news-Bakhmut-front-line-russia-war?int_source=amp_continue_reading&int_medium=amp&int_campaign=continue_reading_button#amp-readmore-target

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