Österreich im Notstand

LOCKDOWN UND IMPFPFLICHT

In Folge eine Rekapitulation dessen, wie Österreich in einen Zustand gekommen ist, wo von einem nationalen medizinischen Notstand gesprochen werden kann und wo auf der politischen Ebene Äußerungen gefallen und Maßnahmen verkündet worden sind, die nicht ganz ohne Grund an unselige vergangene Zeiten erinnern.
Es ist wichtig, an diese ganzen Details zu erinnern, weil die Staatsbürger des 21. Jahrhunderts ein kurzes und selektives Gedächtnis haben und dazu neigen, nicht in das augenblickliche Weltbild passende Fakten gerne zu vergessen.  

Als im Dezember 2020, nach 9-10 Monaten Pandemie und Lockdowns mehrere Impfstoffe zugelassen wurden, so wurde vor allem für denjenigen von BionTech-Pfizer eine Wirksamkeit, also Schutzfunktion von über 90% verkündet. Soll heißen: von 100 Leuten, die dem Virus ausgesetzt werden, kriegen es höchstens 9. Zumindest wurde das damals so kommuniziert.
Im Frühjahr stellte sich dann heraus, daß es für die meisten Impfstoffe zweier Impfungen bedürfe, dann sei man jedoch „vollimmunisiert“.

Damals wurde auch in hochoffiziellen Medien wie dem ORF oder großen Tageszeitungen erwähnt, eine 60 %-ige Impfquote sei genug, damit sei Herdenimmunität erreicht. Sie wurde jedenfalls als erstrebenswertes Ziel, sozusagen als Hochwassermarke angegeben.

Die Delta-Variante des Coronavirus machte jedoch diese Hoffnungen zunichte. Die durchschnittliche Wirkung von Covid-Impfstoffen liegt inzwischen um die 67 %, wobei das aber auch bis heute nirgends sicher angegeben oder nachgewiesen wurde.

Ob Delta oder nicht, auch die Hoffnung, eine Impfung schütze vor Ansteckung anderer, mußte aufgegeben werden. Infolgedessen verlangen Fluglinien und andere Institutionen auch von Geimpften einen Schnell- oder PCR-Test, um auf Nummer Sicher zu gehen. (Wobei das aufgrund der Unverläßlichkeit der Tests auch nur eine Nummer Fast Sicher ist.)

Als erstes häuften sich Meldungen über schädliche Nebenwirkungen. Erst dann wurde einmal eine gewisse Aufmerksamkeit auf den gesundheitlichen Zustand des Impflings gerichtet – vorher erschien die Impfung als eine Art Aspirin, völlig harmlos. Gleichzeitig wurde keine Untersuchung gemacht, wer die wirklichen Risikogruppen für eine schwere Covid-Erkrankung sind, auch das kam erst durch Trial und Error zutage. Es liegt nämlich keineswegs nur am Alter, wie vorher verkündet.
Die herkömmliche Propaganda war: Es kann jeden erwischen! Es kamen Horrorgeschichten von überlasteten Intensivstationen, und es wurde, sehr kindisch, vorgeführt, wer sich alles impfen läßt.
Das p.t. Publikum wurde wie kleine Kinder behandelt, denen man mit gutem Beispiel vorangehen müßte, und mit Geschichten vom schwarzen Mann Covid, um alle zu schrecken.

Daß angesichts all dessen Mißtrauen gegenüber der Impfung entstanden ist, kann doch niemanden verwundern.

Noch dazu, da sich die Nachrichten über Impfprobleme über soziale Medien, YouTube oder persönliche Kontakte verbreiteten, aber aus den gleichgeschalteten Medien Schönwetter-Nachrichten kamen, über tolle Impfungen, brave Impflinge und Expertenmeinungen, die das alles bekräftigten.

Dazu kamen andere Unzulänglichkeiten.

Die Tests, die nach einiger Zeit eingeführt wurden, erwiesen sich als relativ unzuverlässig. Wären sie ganz genau gewesen, so wären sie zu teuer gewesen und ihre Auswertung hätte zu lange gedauert.
Es gab auch Schwierigkeiten mit der Ausstattung und Zertifizierung von Laboren.

Am stärksten betroffen waren die westlichen Mächte, die sich gerne als Leuchttürme des Fortschritts und der Freiheit hinstellen.
Es stellte sich auch heraus, daß die EU mit ihren offenen Grenzen und ihrer Anbetung von Privatisierung und freier Marktwirtschaft ähnlich wie die USA sehr lang brauchte, um überhaupt mit der Pandemie umgehen zu können.
Das gab Anlaß zu jeder Menge Verschwörungstheorien gegenüber China, die angeblich das Virus ausgebrütet und zu seinen Konkurrenten geschickt hätte. Diese Theorien wurden auch von höchst offiziellen Stellen immer wieder gestützt und gefüttert, um von der eigenen, eher bescheidenen Performance in Sachen Pandemiebekämpfung abzulenken.

Das alles nur zur Erinnerung daran, daß die Verschwörungstheorien keinesfalls vom Himmel gefallen sind, sondern handfeste Interessensgegensätze zur Grundlage haben und teilweise von den Leitmedien unterstützt wurden.

Eine weitere interessante Datensammlung sind die Impfquoten. Hier wurde und wird mit viel Vernebelung gearbeitet. Jedes Land meldet irgendeine Impfquote an das Johns Hopkins-Institut. Aber worauf bezieht sich diese Quote? Auf die gesamte Bevölkerung? Oder nur auf die impfbare, also Kinder ab 12 oder ab 14 oder ab 16 – je nach Bestimmungen des jeweiligen Landes? Wer geht in die Impfquote ein? Die, die sich 1x impfen ließen, oder erst ab der 2. Impfung, oder die ab der dritten Impfung – und zusätzlich oder abzüglich?
Gerade Staaten im Süden, die besonders vom Tourismus abhängig sind, haben ein Interesse am Verkünden einer hohen Impfquote – und werden daher eine hohe Impfquote erzeugen.

Als Dänemark im September alle Beschränkungen aufhob und meinte, die Sache sei durchgestanden, wurde es als vorbildlich eingestuft – wegen der hohen Impfquote.
Die lag damals zwischen 10 und 12 % höher als die österreichische (64% – 76 %). Aber Dänemark meinte, bei 96 % Impfquote der Über-60-Jährigen sei alles im grünen Bereich.
(Inzwischen führt Dänemark alle Maßnahmen wieder ein und die Regierung ringt die Hände angesichts steigender Infektionen.)

Man erinnere sich, daß nicht nur Österreichs Ex-Kanzler Kurz 2020 einmal die Pandemie für beendet erklärte, sondern auch der WHO-Chef Tedros gegen Jahresende 2020.

Israel wird immer gerne als Vorbild hingestellt, wie man durch Impfen die Pandemie beenden könnte.
ISRAELS IMPFQUOTE IST KAUM HÖHER ALS DIEJENIGE ÖSTERREICHS!
Aufgrund verschiedener Faktoren hat es aber eine geringere Letalität.

Als trotz steigender Ansteckungen und sich füllender Krankenhausbetten weiter Massenveranstaltungen abgehalten wurden (z.B. Buchmesse Wien 10.-14.11.) und der nicht gewählte Kanzler einen Lockdown kategorisch ausschloß, begann eine Hetzjagd in den Regierungsverlautbarungen und Medien gegen die Ungeimpften. Die schlimmen Kinder würden bestraft, hieß es. Es würde „ungemütlich“ für sie. Sie wurden als Vollidioten, die nichts von Wissenschaft verstünden, hingestellt. Sie wurden vom Besuch von Lokalen und Geschäften ausgeschlossen. Sie dürften fast nicht mehr auf die Straße gehen, nur in wohlbegründeten Fällen.
In diversen Foren brach der Haß gegen diese Untermenschen durch, die zu Geisteskranken erklärt wurden, die man ruhig auch einsperren sollte.
Einer der Höhepunkte dieser Hetze war eine mit erstickter Stimme vom Wissenschafts(!)-Redakteur des ORF, Günther Mayr, vorgetragene Bitte, wer bei den nicht Geimpften „noch einen Rest von Menschlichkeit in sich habe“, möge sich impfen gehen.

CA. 3 MILLIONEN MENSCHEN WURDEN ALSO SO ZU UNMENSCHEN ERKLÄRT.

Die Stimmung, die dadurch erzeugt wurde, läßt sich schwer beschreiben. Jeder fürchtet sich vor jedem. Die Geimpften vor den Ungeimpften, die Ungeimpften vor den Geimpften, und alle vor der Polizei, die mit ihrer neuen Rolle als Impfkontrollor ebenso unerfreut wie überfordert ist.
Um dann noch ein Schäuferl zuzulegen, wurde von der Regierung eine Impfpflicht verkündet, wobei die Oppositionspartei SPÖ eifrig sekundierte. Ob die überhaupt vor den Gerichten hält, wird sich weisen. Aber die Regierung hat damit kundgetan, daß ab jetzt Zwang das angemessene Mittel ist, mit der Bevölkerung umzuspringen.

Das wiederum rief eine Demonstration von für Österreich gewaltigen Dimensionen auf den Plan – die natürlich wieder das Ansteckungspotential erhöht hat.
Verbieten konnte man diese Demo schlecht, weil dann hätte sie illegal stattgefunden, wie in Holland, und wäre viel schwerer zu kontrollieren gewesen.

Die tatsächlichen Erfolge dieser von oben betriebenen und geschürten Impf-Hetze sind für die derzeitige Infektions-Situation nicht relevant. Also auch wenn jetzt massenhaft Leute impfen gehen, so werden die Ergebnisse erst in einem Monat in Form höheren Immunisierungsgrades greifbar sein.

Für die derzeitige Situation an den Krankenhäusern bringt sie nichts.

Last but not least stellt die Covid-Pandemie auch sonst alles politisch Althergebrachte auf den Kopf.
Die Leute, die sich für links halten oder es zumindest einmal waren, schreien nach einem starken Staat, Verboten und Strafen.
Die Leute, die sich offen zu Hitler oder zumindest zu Nation und Gott bekennen, verteidigen die Freiheit.

22 Gedanken zu “Österreich im Notstand

  1. Intensivstation in Antwerpen: Dass die Mehrheit der Patienten geimpft ist, ist ein statistischer Effekt

    Anfang November waren in einem Krankenhaus in Antwerpen in Belgien alle Covid-19-Intensivpatienten geimpft. Ein Video mit dieser Aussage eines Chefarztes wird in Sozialen Netzwerken verbreitet und suggeriert, die Impfungen würden nicht wirken. Ohne Kontext ist das Video aber irreführend – die Patienten gehörten Risikogruppen an, die Impfquote in Belgien ist sehr hoch. (…)

    Schoenmaeckers verweist außerdem auf die hohe Impfquote in Belgien, diese liege bei 75 Prozent der gesamten Bevölkerung und 87 Prozent bei den Über-18-Jährigen. „Wie Sie wissen variiert die Impfeffektivität nach Altersgruppen und dem Grad der Immunisierung, es ist also keine Überraschung, vollständig geimpfte Menschen aus Risikogruppen in unseren Krankenhäusern zu sehen.“ Umso wichtiger seien eine hohe Impfquote und Booster-Impfungen.

    https://correctiv.org/faktencheck/2021/11/19/intensivstation-in-antwerpen-dass-die-mehrheit-der-patienten-geimpft-ist-ist-ein-statistischer-effekt-und-bedeutet-nicht-dass-die-impfung-nicht-schuetzt/?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

    Belgien hat also eine um 9 % höhere Impfquote als Österreich. Das ist eine „hohe“ Impfquote.

    „Wie Sie wissen variiert die Impfeffektivität nach Altersgruppen“
    Woher soll man das wissen?
    Gibt es dazu irgendwo Informationen, die man sich nicht stundenlang zusammensuchen müßte, sondern wo das klar angeführt wird?

  2. Das RKI schreibt dazu:
    "Durch den Vergleich des Anteils vollständig Geimpfter unter COVID-19-Fällen (Impfdurchbrüche) mit dem Anteil vollständig Geimpfter in der Bevölkerung (Impfquote) ist es möglich, die Wirksamkeit der Impfung grob abzuschätzen (sog. Screening-Methode nach Farrington). Details zu den Impfdurchbrüchen sind im Abschnitt zuvor beschrieben; für die Berechnung der Impfquoten wurden -wie bei den Impfdurchbrüchen- nur die vollständig Geimpften und Ungeimpften berücksichtigt und der Mittelwert der KW 40 bis 43 verwendet. Für die nachfolgende Analyse wurden dementsprechend folgende Impfquoten verwendet: 12-17 Jahre 41,6 %, 18-59 Jahre 74,6 % und ab 60 Jahre 87,6 %. Die nach der Farrington-Methode geschätzte Impfeffektivität gegenüber einer symptomatischen COVID-19-Erkrankung lag für die vergangenen 4 Wochen (Mittelwert der KW 42 bis 45) in der Altersgruppe 12-17 Jahre bei ca. 91 %, in der Altersgruppe 18-59 Jahre bei ca. 70 % und in der Altersgruppe ≥60 Jahre bei ca. 67 % (zur Interpretation der Impfeffektivität siehe FAQ „Wie wirksam sind die COVID-19-Impfstoffe?“)."

  3. Ärgerlich bei den RKI-Zahlen zur Impfeffektivität ist, daß sie zwar die Altersabhängigkeit berichten, aber nicht die Zahlen für die bisher eingesetzten Vakzine. Ich bin z.B. mit Astra geimpft worden, da ist bei über 60jährigen die Effektivität nach 6 Monaten praktisch wieder gleich Null. Trotzdem empfahl die STIKO eine Boosterimpfung erst nach 6 Monaten.

  4. Die Informationen sind spärlich bis widersprüchlich, das ist eines der Probleme.

    Es hat doch kein Mensch die Zeit, die ich habe, sich stundenlang durch Artikel und Statistiken durchzuforsten.
    Und kurz und faßlich gebracht, welcher Impfstoff welche Wirksamkeit hat, ist nirgends abzurufen. Unter anderem deshalb, weil sich die diesbezüglichen Erkenntnisse immer ändern.
    Es schafft auch keiner von den Medienfuzis, zu sagen: Es hat sich herausgestellt, daß die Wirksamkeit von Impfstoff X bei den sounso Alten nur Y % beträgt.

    Es hat schon Vogt voriges Jahr in seinen vielbeachteten Artikeln gesagt, daß man von einer Grippeimpfungs-Wirksamkeit nicht viel mehr als 60% erwarten kann, wie bei den bisherigen, eben wegen der Mutationen.
    Demgegenüber wurde uns versichert, die Wirksamkeit sei bei diesem neuartigen Zeug viel höher, und niemand will eingestehen, daß dem nicht so ist.

    Dazu noch die geschwärzten oder immer noch zurückgehaltenen Verträge mit den Pharmafirmen – man möchte gar nicht wissen, was da alles drinsteht.

  5. Ein schönes Beispiel für die Informationsstrategie der Medien:

    „Das Versagen der Regierung besteht darin, dass sie sich auf die Mitarbeit der Bevölkerung verlassen hat“

    Mit seiner hohen Impfquote und seinen niedrigen Fallzahlen sticht Japan in der Coronabekämpfung heraus. Welche Lehren Deutschland daraus ziehen kann, erläutert der Epidemiologie-Professor Kenji Shibuya. In Japan hat er eine ähnliche Bedeutung und Funktion wie Christian Drosten in Deutschland. (…)

    WirtschaftsWoche: Mit über 75 Prozent hat Japan jetzt die höchste Quote für vollständige Impfungen unter den G7-Nationen. Dabei galt das Land wegen mehrerer Skandale in den neunziger Jahren als impfskeptisch. Wundern Sie sich auch darüber?

    Kenji Shibuya: Ich denke, der langsame Start der Impfkampagne und der zunächst knappe Impfstoff haben dazu geführt, dass vor allem ältere Leute sich schnell impfen lassen wollten. Andere Familienmitglieder fühlten sich danach sicher und sind auch zum Impfen gegangen. (…)

    WW: Wie beurteilen Sie rückblickend den Umgang der Regierung mit der Pandemie?

    Kenji Shibuya: Klassisch bekämpft man eine Pandemie auf drei Arten. Erstens die Übertragungswege durch Maskentragen, Händewaschen und Abstandhalten unterbrechen, im Extremfall durch einen Lockdown. Zweitens die Personen identifizieren, die sich angesteckt haben, und sie isolieren. Das erfordert massives Testen. Drittens die Immunität durch Impfungen erhöhen. Alle drei Aspekte sollten ausgewogen verfolgt werden. Aber Japans Gesundheitsministerium hat sich darauf konzentriert, die Übertragungswege durch die Identifizierung und Isolierung von Infizierten und ihrer Kontakte zu unterbrechen. Die Zahl der Tests wurde nicht erhöht und der Start der Impfkampagne verzögert. (…)

    WW: Einige Beobachter sagen sogar, dass die Regierung das Ausmaß verheimliche, besonders als die Austragung der Olympischen Spiele noch nicht sicher war. Es war und ist immer noch sehr schwierig, einen Coronatest zu bekommen, in Deutschland ist er kostenlos.

    K.Sh: Ich glaube nicht, dass die Regierung etwas versteckt. Aber sie hat sich darauf beschränkt, Cluster zu verfolgen. Diese Strategie funktioniert nicht, da sie asymptomatische Übertragungen ignoriert. Kishida hat vor ein paar Tagen mehr und dazu kostenfreie Tests versprochen, aber es ist nicht klar, wie viele und welche Art von Tests gemacht werden. Ich bin nicht überzeugt davon, dass dies schnell passieren wird. Dabei ist es extrem wichtig, das Testen massiv auszuweiten, sonst bleibt die gesellschaftliche Öffnung riskant.

    WW: Deutschland, Österreich und die Schweiz haben die niedrigsten Impfquoten in Europa und suchen nun nach Gegenstrategien. Was würden Sie den Regierungen empfehlen?

    K.SH: Ich weiß nicht, warum die deutschsprachigen Länder gegenüber südlichen Ländern wie Spanien und Portugal so zurückliegen. Aber ein Lockdown für Ungeimpfte wie in Österreich ist ein logischer Schritt, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, weil wir das Gleiche ja für die ganze Bevölkerung gemacht haben, bevor es Impfstoffe gab.

    https://www.wiwo.de/politik/ausland/der-christian-drosten-von-japan-das-versagen-der-regierung-besteht-darin-dass-sie-sich-auf-die-mitarbeit-der-bevoelkerung-verlassen-hat/27806910.html

    Zu der Behauptung mit den „niedrigsten Impfquoten in Europa“: Sie ist eine dreiste Lüge.
    Hinter Österreich, Deutschland und der Schweiz liegen:

    Griechenland (60,3 %)
    Tschechien
    Irland
    Estland
    Ungarn
    Andorra
    Slowenien (55,2 %)
    Litauen
    Polen
    Lettland
    Zypern
    Kroatien
    Serbien
    Slowakei
    Nordmazedonien (38,8 %)
    Montenegro
    Rumänien
    Rußland
    Albanien
    Moldawien
    Bulgarien
    Ukraine (23,6 %)

    (Quelle: Jandex. Die Zahlen können in anderen Statistiken, ja nach Aktualität, um 1 bis 2 % abweichen.)

    Mit solchen Manipulationen wird gearbeitet, um die Impfung als Lösung und Rettungsanker erscheinen zu lassen. Aber da ist dem Herrn aus Japan recht zu geben: Es war und ist ein Irrtum, sich von der Impfung zu viel zu versprechen.

  6. "Gleichzeitig wurde keine Untersuchung gemacht, wer die wirklichen Risikogruppen für eine schwere Covid-Erkrankung sind, auch das kam erst durch Trial und Error zutage. Es liegt nämlich keineswegs nur am Alter, wie vorher verkündet."

    Das stimmt nicht. Wer die Risikogruppen sind, war schnell klar. Vorerkrankung ist z.B. ist als Risikofaktor wichtiger als Alter. "Versuch und Irrtum" stimmt auch nicht, weil das unterstellen würde, dass Leute bewusst infiziert wurden. Es wurden aber nur Leute untersucht, die sich sowieso infiziert hatten.

    Zu den Wirkungen der Impfstoffe habe ich gestern in der Zeitung gelesen, dass Biontech/Pfizer bei der Deltavariante laut einer Studie nur zu 42% vor Ansteckung schützt. Moderna ist etwas besser bei 72%. Moderna wird aber für Jüngere unter 30 von der Stiko nicht mehr empfohlen.

    Bei nur einem 42%igen Schutz vor Ansteckung, ist aber ganz klar, dass die Geimpften eben auch Pandemietreiber sind und das Virus verbreiten. Sie landen bloß nicht so oft im Krankenhaus, weil der Schutz vor Hospitalisierung noch höher ist bei Geimpften. Es wird immer groß herausgestellt, dass die meisten die auf Intensiv landen Ungeimpfte sind. Das kann auch sein, weil sie eben gar keinen Schutz haben. Daraus wird aber gefolgert, dass sie auch die Hauptverantwortlichen für die Verbreitung sind und das ist gelogen bei einem nur 42%igen Schutz vor Ansteckung. Wenn 80% geimpft sind und davon 70% mit Biontech, dann verbreiten 40% dieser 70% Prozent die Pandemie eben weiter. Deshalb die hohen Inzidenzwerte trotz Impfung.

  7. @Kehrer

    Vorerkrankung ist z.B. ist als Risikofaktor wichtiger als Alter.

    Man muß dich wirklich schätzen als Stichwortgeber.

    Der ganze Begriff der „Vorerkrankung“ ist eine reine Schöpfung der Pandemie-Begriffswelt, genauso wie die „asymtomatisch“ Infizierten.
    Damit wird ja so getan, als erhielte jede Krankheit erst durch das Coronavirus sozusagen eine höhere Weihe. Der Vorhof zur Hölle, oder so ähnlich.
    Natürlich, wenn man vorher eine angeschlagene Gesundheit hatte, steht man auch eine gewöhnliche Grippe schlechter durch oder nibbelt dran ab.

    Und viele Menschen haben eine angeschlagene Gesundheit. Armut macht krank, das kommt schon seit geraumer Zeit aus allen Rohren.
    Es wäre eben vernünftiger gewesen, die zu-Impfenden nach Krankheitsbildern einzuteilen und gezielt zur Impfung zu animieren. Es kamen aber immer die Aufrufe, daß die Alten so gefährdet seien. Das wiederum entstand aus den vielen Todesfällen in den Altersheimen, aber wer dort gelandet ist, hatte sowieso ein gröberes Problem, sonst wäre er/sie nicht in dieser trostlosen Endstation der bürgerlichen Gesellschaft gelandet.

    Aber es ist ja klar, warum das nicht geschehen ist. Ich habe mich jetzt gerade erinnert, wie die Impfung seinerzeit – im Jänner – gehandelt wurde: Als Wunderwaffe in der imperialistischen Konkurrenz. Das ganze Zeug mit dem „Leben retten!“ war nur zum Drüberstreuen.

    Und jetzt sieht es so aus, daß sie der letzte Notnagel ist, um den totalen Crash der EU zu verhindern.

  8. Nachdem die Impfung weit hinter den in sie gesetzten Erwartungen zurückgeblieben ist, wird wieder mehr nach Medikamenten zur Behandlung geforscht:

    „… einige Einschränkungen haben sich gezeigt: Die armen Länder haben kaum Impfdosen erhalten“ (stimmt nicht ganz), „in den reichen Staaten gibt es mehr oder weniger bedeutende Teile der Bevölkerung, die die Impfung ablehnen und, wie bei den Patienten mit Immunschwäche, haben die Impfungen nicht immer die erwünschte Wirkung.
    Im Augenblick, wo die Welt das zweite Pandemiejahr abschließt, sind es inzwischen wieder die Medikamente, auf die sich alle Blicke richten – nach den im Sommer 2020 erlebten Enttäuschungen mit Hydroxychloroquin und Remdesivir. Der Unterschied … ist, daß sie diesmal wirklich effektiv sind … “ (El País, 23.11.)

    Die Botschaft hör ich wohl …
    Es geht um Produkte wieder von Pfizer, sowie von Merck Sharp & Dhome, also alles US-Firmen.

  9. 1. Vorerkrankung ist keine Schöpfung der Corona Begriffswelt. Das kommt dir nur so vor, weil du dich vor Corona nicht mit Krankheiten und Risiken beschäftigt hast. 2. Außerdem wäre es noch nicht automatisch falsch, weil es eine Neuschöpfung ist. 3. weiß ich nicht wie du drauf kommst, dass jede Krankheit durch Corona eine höhere Weihe erhalten würde. Durch eine Analogie wird das nicht plausibler. 4. Ja, dass eine Vorerkrankung sich auch bei anderen Krankheiten negativ bemerkbar macht, entkräftet ja nicht, dass das auch bei Corona so ist, sondern ist eine Bestätigung. 5. Die Alten sind auch gefährdet. Dass Alter ein Risikofaktor ist, ist k e i n e Ideologie. Das Immunsystem lässt im Alter nach und die gesamte körperliche Verfassung ist schlechter. 6. Deshalb gab es auch eine Priorisierung nach Vorerkrankung und nicht nur nach Alter beim Impfen. 7. Dass Alte gefährdet sind wurde nicht nur aus den Todesfällen in Altenheimen abgeleitet, sondern auch durch die Todesfällen in Krankenhäusern bzw. in den Intensivstationen.

    Gestern hat bei Lanz übrigens eine Österreicherin indirekt gegen Ivermectin gehetzt, indem sie von Todesfällen durch ein Parasitenmittel für Pferde gesprochen hat, das von einigen eingenommen wurde.

    Es gibt zwei Medikamente, die zugelassen sind auf Basis von monoklonalen Antikörpern und die anscheinend wirken. Die sind aber so teuer, dass sie vom Staat angeschafft werden müssen und in den Krankenhäusern verabreicht werden. Der Normalmensch könnte sich die nicht leisten.

  10. Worauf ich mit meinen Vorbehalten gegen „Vorerkrankung“ hinauswollte, ist, daß bei der ganzen Besprechung des Coronavirus der vorige Zustand der Gesellschaft etwas unter den Tisch fällt. Also ungefähr das, worauf ich seinerzeit am Anfang der Pandemie hingewiesen habe, unter Punkt 1.

    Das wird in der Besprechung etwas unter den Tisch gekehrt, ebenso wie an eine Aufpäppelung des Gesundheitswesens nicht gedacht wird, weil das ist ja viel zu teuer!

    Die Alten sind auch gefährdet. Dass Alter ein Risikofaktor ist, ist k e i n e Ideologie. Das Immunsystem lässt im Alter nach und die gesamte körperliche Verfassung ist schlechter.

    Ja natürlich ist das Alter ein Risikofaktor! 😀
    Alte sterben statistisch viel öfter als Junge, das hat die menschliche Natur so an sich.
    Aber es macht eben einen Unterschied, wie man alt wird, und da kann ein(e) biologisch 80-Jährige(r) weitaus besser ausschauen als ein(e) biologisch 40-Jährige(r). Also dieses sich Einschiessen aufs Alter als Risikofaktor Nr. 1 ist ein bißl eine Leugnung der Klassengesellschaft, darauf wollte ich hinaus.

    Das Ivermectin wird, wie man natürlich nachlesen kann, durchaus in der Humanmedizin eingesetzt, aber es ist eher in den Tropen gebräuchlich.
    Das Problem ist bei uns aufgetreten, nachdem der inzwischen selbst am Coronavirus erkrankte FPÖ-Chef Kickl es als Mittel zur Bekämpfung des Coronavirus empfohlen hat und es dann Leute in willkürlichen Dosen ohne Beiziehung eines Arztes zu sich genommen haben, was natürlich bei jedem Medikament schlecht ist. Analog wie bei Trump mit dem Hydroxychloroquin.
    Also ob das Ivermectin überhaupt etwas bewirkt, ist fraglich, aber daß eine Überdosis schadet, ist sicher.

  11. So, wieder einmal eine Zusammenstellung der Letalitätszahlen bezogen auf die Bevölkerung, nur für Europa (nicht vollständig):

    0,003978719933390 Bulgarien
    0,003738787878788 Bosnien
    0,003635048231511 Montenegro
    0,003554285714286 Nordmazedonien
    0,003432674906627 Moldawien
    0,003426569991415 Ungarn
    0,003019065420561 Tschechien

    0,002854948453608 Rumänien
    0,002572098473078 Kroatien
    0,002562353502912 Slowakei
    0,002451112246819 Slowenien
    0,002323660853933 Belgien
    0,002221183940852 Italien
    0,002171589221681 Litauen
    0,002164356287425 UK
    0,002148965353397 Polen
    0,002108947368421 Lettland
    0,002088685324021 Ukraine

    0,001865520169851 Spanien
    0,001780577240202 Rußland
    0,001773975853579 Frankreich
    0,001772189325401 Portugal
    0,001642753623188 Serbien
    0,001634267273651 Griechenland

    0,001563227356793 Kosovo
    0,001464620638951 Schweden
    0,001356146385893 Österreich
    0,001349230769231 Estland
    0,001200214822009 Deutschland
    0,001052758620690 Albanien

    0,000484927770248 Dänemark

    ——-

    zum Vergleich:
    0,002599670505190 Argentinien (65,68 %)
    0,002518428290766 Kolumbien (48,63 %)
    0,002334504988713 USA (60 %)
    0,000741325076138 Kuba (Impfquote: 80,83 %)

    TOP 10 weltweit
    0,006182492307692 Peru
    0,003978719933390 Bulgarien
    0,003738787878788 Bosnien
    0,003635048231511 Montenegro
    0,003554285714286 Nordmazedonien
    0,003432674906627 Moldawien
    0,003426569991415 Ungarn
    0,003019065420561 Tschechien
    0,002894086879349 Brasilien
    0,002854948453608 Rumänien

    Impfquote der Top 10 (Jandex)
    Peru 54,84 %
    Bulgarien 23,8 %
    Bosnien 20,41 %
    Montenegro 37,25 %
    Nordmazedonien 38,18 %
    Moldawien 25,81 %
    Ungarn 58,94 %
    Tschechien 59,61 %
    Rumänien 37,16 %

    In ex-sozialistischen Staaten ist sowohl eine hohe Letalität als auch eine gewisse Impfskepsis zu beobachten. Auch diejenigen Staaten, deren Regierungen sich richtig bemüht haben, die Bevölkerung zum Impfen zu bringen, und auch stark betroffen waren (Ungarn, Tschechien) liegen in Sachen Impfquote unter dem westeuropäischen Durchschnitt.

    Kuba, das eine höhere Impfquote hat als Dänemark und auch einen eigenen Impfstoff – angeblich erhalten Säuglinge jetzt mit dem Impfpaket auch die Corona-Impfung – liegt bei der Letalität pro Kopf schlechter im Rennen als Dänemark.

    Um das Verhältnis von Letalität und Impfquote besser zu bestimmen, ist es nötig, sich die zukünftigen Entwicklungen anzuschauen, weil viele Staaten schleppen statistisch gesehen viele Corona-Tote aus 2020 mit.

  12. "Also dieses sich Einschiessen aufs Alter als Risikofaktor Nr. 1 ist ein bißl eine Leugnung der Klassengesellschaft, darauf wollte ich hinaus."

    Sagen wir es mal so. Alter im Kapitalismus ist nicht einfach verstrichene Lebenszeit, sondern Lebenszeit als Lohnarbeiter oder was auch immer man für eine Funktion eingenommen hat. Beim Lohnarbeiter hat das viel mit körperlichem und geistigem Verschleiß zu tun. Deshalb auch die Unterschiede in der Verfassung, die nicht identisch mit der biologischen Alterung sind.

    "Also ob das Ivermectin überhaupt etwas bewirkt, ist fraglich, aber daß eine Überdosis schadet, ist sicher." Genau.

  13. Hier gibt es endlich einmal halbwegs kompetente Auskünfte ( – kursive Hervorhebungen von mir.):

    „Virologin von Laer zu Lockdown: "Osten wird öffnen können, Westen nicht"

    Wien – Die Innsbrucker Virologin Dorothee von Laer geht von einer Verlängerung des Lockdowns in einigen Bundesländern aus. "Man wird den Lockdown in einigen Bundesländern verlängern müssen. Ich gehe davon aus, dass der Osten öffnen kann, der Westen nicht", sagte sie am Donnerstag dem Nachrichtenmagazin "Profil". Aus dem Gesundheitsministerium hieß es zur APA, aktuell seien die Auswirkungen der Ausgangsbeschränkungen noch nicht ausreichend beurteilbar, es finden daher laufend Beratungen statt.

    Zu den Schulen sagte von Laer im "Profil", sie könne "als Bürgerin, nicht als Virologin, durchaus verstehen, dass man den Kindern keine weitere Schulschließung zumuten will". Man müssen nun abwarten. "Die Maskenpflicht an den Schulen wurde gerade eingeführt, und einige Kinder bleiben doch zu Hause. Aber wenn die Zahlen nicht fallen, werden auch die Schulen schließen müssen."

    Die in dieser Welle Erstgeimpften werden ihrer Erwartung nach keine Auswirkungen auf das aktuelle Infektionsgeschehen haben. "Aber sie können verhindern, dass wir im Februar in die nächste Welle stolpern." Denn sollten die Erstimpfungen weiter so schleppend verlaufen wie bisher, dann rechne sie "auf jeden Fall" mit einer fünften Welle.
    "Wenn der Lockdown ausläuft, steigen die Zahlen wieder an. Noch sind wir nicht bei einer Immunitätsquote von 85 Prozent, die ausreicht, um das Virus in Schach zu halten." Von Laer rät, jenen 15 Prozent der über 60-Jährigen, die noch ungeimpft sind, umgehend eine direkte Einladung zu einem Impftermin zu schicken. "Diese Lücke muss schleunigst geschlossen werden."

    An eine Ausrottung des Virus wie bei den Pocken glaubt von Laer nicht: "Nicht mit den aktuellen Impfstoffen. Sie schützen nicht so gut vor der Weitergabe, um ein Virus zu eliminieren." Zuversichtlich für das Frühjahr stimmen sie aber die ab Februar geplante Impfpflicht und neue Covid-Medikamente, die wahrscheinlich Ende des Jahres zugelassen werden.“

    https://www.derstandard.at/story/2000131429605/virologin-von-laer-zu-lockdown-osten-wird-oeffnen-koennen-der

    Langsam wird auch die natürliche Immunität untersucht:

    „Studie liefert Hinweise:
    Darum erkranken manche Menschen nicht an Corona

    Wer sich mit SARS-CoV-2 infiziert, muss nicht zwingend auch einen schweren Verlauf oder Langzeitfolgen fürchten. Einige Covid-Infektionen verlaufen sehr mild oder ganz ohne Symptome – und andere Menschen infizieren sich gar nicht, obwohl sie intensiven Kontakt zu Covid-Patienten haben. Doch woran liegt das? Eine Studie aus Großbritannien gibt erste Hinweise auf die Antwort und macht Hoffnung auf die Entwicklung neuer wirksamer Impfstoffe. 

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Die Wissenschaftler aus Großbritannien haben ihre Forschungsergebnisse kürzlich im Fachmagazin "Nature" veröffentlicht, bisher ist die Studie noch ungeprüft. Für ihre Studienergebnisse untersuchten sie Proben und Daten des britischen Klinikpersonals und konnten eine Gruppe von 58 Menschen herausfiltern, bei denen innerhalb von vier Monaten weder ein Corona-Test positiv war, noch Antikörper gegen das Virus gefunden werden konnten. Im Vergleich dazu steckten sich zahlreiche Kollegen dieser Gruppe mit SARS-CoV-2 an.

    Die Wissenschaftler untersuchten die Proben daraufhin genauer und stellten fest, dass in 20 der Blutproben der Wert bestimmter T-Zellen erhöht war. "Ich habe so etwas noch nie gesehen. Es ist wirklich überraschend, dass die T-Zellen eine Infektion so schnell kontrollieren können", wird Shane Crotty, Immunologe am La Jolla Institute for Immunology in Kalifornien, der nicht an der Forschung beteiligt war, bei "Nature" zitiert. Es scheint, so berichtet auch NTV, als könnte das Immunsystem dieser Menschen das Virus bekämpfen, noch bevor es sich festsetzen und im Körper vermehren kann.

    Als Grund für diese schnelle Abwehr vermuten die Wissenschaftler die T-Zellen, auch bekannt als Gedächtniszellen. Möglicherweise sei das Immunsystem der Betroffenen bereits auf eine neue Krankheit vorbereitet gewesen, erklärt Leo Swadling vom University College London, der an der Studie beteiligt war, laut BBC. Den Wissenschaftlern zufolge seien die T-Zellen in der Lage, den Komplex aus mehreren Virus-Proteinen zu erkennen und zu bekämpfen, sodass das Virus sich nicht mehr vermehren kann. (…)“

    https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_91174392/corona-ausbruch-darum-erkranken-manche-menschen-nicht-an-covid-19.html

  14. Oh, oh.
    Was wird mit Impfpflicht und Booster-Impfung anläßlich dieser Entwicklung:

    Neue Corona-Variante B 1.1.529 in Israel entdeckt – trotz strenger Notmaßnahmen

    Am Tel Aviver Flughafen schlugen PCR-Tests bei mindestens vier aus dem südlichen Afrika Zurückgekehrten an. Experten fordern rasch strengere Maßnahmen

    (…)

    https://www.derstandard.at/story/2000131458469/neue-corona-variante-in-israel-entdeckt-trotz-strenger-notmassnahmen

    Österreich stoppt wegen neuer Virusvariante Einreise aus dem Süden Afrikas

    In Belgien wurde der erste Fall der neuen Mutante bestätigt.

    https://www.derstandard.at/jetzt/livebericht/2000131443985/grossbritannien-beschraenkt-einreisen-aus-suedafrika-aus-sorge-vor-neuer-variante
    ————–

    Auch diese Neuigkeiten sind beunruhigend:

    Impf-Europameister Portugal verordnet sich erneuten Lockdown

    Nach den Weihnachtsfeiertagen soll das Land noch einmal dichtmachen, damit sich die Katastrophe vom Jänner und Februar nicht wiederholt

    https://www.derstandard.at/story/2000131454262/impfeuropameister-portugal-verordnet-sich-erneuten-lockdown

  15. Hierzu noch das:

    Impfpflicht in Österreich: Hohe Strafen auch bei fehlendem Drittstich

    Bis zu 3600 Euro könnte die Geldstrafe für diejenigen betragen, die sich entgegen der Einführung einer allgemeinen Impflicht 2022 in Österreich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. In der „Pressestunde“ des ORF wurde EU-Ministerin Karoline Edtstadler auf eine allgemeine Impfpflicht angesprochen. Die Strafhöhe mit bis zu 3600 Euro sei eine „Größenordnung“, mit der man bei einer allgemeinen Impfpflicht rechnen müsse.

    https://www.trtdeutsch.com/news-europa/impfpflicht-in-osterreich-hohe-strafen-auch-bei-fehlendem-drittstich-7203941

    EU moves to place Covid booster jabs at heart of travel rules

    Commission says unrestricted travel between states should apply to those who get booster nine months after jabs

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/25/eu-moves-to-place-covid-booster-jabs-at-heart-of-travel-rules

    Man fragt sich, wie das gegenüber denjenigen exekutiert wird, die erst gerade 2 Impfungen haben?

    Und das angesichts einer neuen Variante, die möglicherweise die Wirkung der bisherigen Impfungen noch schwächt.

    Wer soll das kontrollieren?

    Wirbel um Brief mit angedrohtem Eidbruch mutmaßlicher Vorarlberger Polizisten

    Angeblich mehr als 50 Beamte sprechen sich in dem anonymen Schreiben gegen die Impfpflicht und die Corona-Maßnahmen aus. Die Landespolizeidirektion reagiert scharf

    https://www.derstandard.at/story/2000131455888/wirbel-um-brief-mit-angedrohtem-eidbruch-mutmasslicher-vorarlberger-polizisten

  16. Impfpflicht: Tiroler Industrie warnt vor Fachkräftemangel

    "Die Gefahr, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn die Impfpflicht nur in Österreich verhängt wird, Tirol den Rücken kehren, ist groß", argumentierte die Tiroler Industrie. In Zeiten des Fachkräftemangels sei dies "ausgesprochen schädlich für alle Bereiche der Wirtschaft". Ausländische Mitarbeiter seien "nicht sehr an den Standort gebunden" und es würden auch in "den Nachbarländern Deutschland, Schweiz, Italien, aber auch in Slowenien, Ungarn, Tschechien und Slowakei Fachkräfte dringend gesucht".

    https://industriemagazin.at/a/impfpflicht-tiroler-industrie-warnt-vor-fachkraeftemangel

  17. Solche Artikel häufen sich jetzt. Wieder wird auf andere Länder gezeigt und gesagt: Schauts, dort sind die Leute brav und gehen impfen.

    Laut Jandex hat Brasilien eine Impfquote von 62,5 %, Deutschland eine von 69,11 %. Laut der italienischen Seite 24 ore hat Brasilien eine Impfquote von 75,91 %, Deutschland eine von 70,34 %.

    Im obigen Artikel von n-tv steht, daß die 80%-ige Quote sich auf die Erstimpfung bezieht. So kann man auch Zahlen schönen, wenn man auf eine hohe Impfquote deuten will. Dabei hat sich doch die Erkenntnis durchgesetzt, daß erst die Zweitimpfung zumindest den 60-%igen Schutz bietet, der sich inzwischen als Durchschnitt herauskristallisiert. Und schließlich ist in ganz Lateinamerika jetzt Sommer, also eine ungünstigere Zeit für das Virus als der Winter.

    Außerdem hieß es lange, bei der Impfstoffverteilung sei die südliche Hemisphäre benachteiligt. Das stimmt nicht, wie man sieht: Die Malediven, die Seychellen, die Mongolei, Chile, Kambodscha, Kuba, Malaysia, die arabische Halbinsel, überhaupt ganz Indochina, weisen höhere oder gleiche Impfquoten auf wie die EU oder die USA. Es ist also gar nicht, wie immer bejammert wird, nur eine Frage der finanziellen Mittel, sondern scheint mehr damit zu tun zu haben, wie die dortigen Regierungen ihrer Bevölkerung vermitteln können, daß die Impfung doch etwas bringt.

  18. Erfolgreich sei auch der kubanische Impfstoff, – das berichtet 'Spektrum der Wissenschaft'

    "(…) Wie der CIGB-Forscher Merardo Pujol Ferrer berichtet, wurden inzwischen 24 Millionen Dosen an acht Millionen Menschen in Kuba verabreicht. Damit liegt den Entwicklern eine Fülle von Daten vor, aus denen sie die Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs ablesen können. Laut Pujol Ferrer plane sein Team, die Daten noch im November 2021 zu veröffentlichen. (…)

    https://www.spektrum.de/news/kubas-corona-impfstoffe-haben-offenbar-hohe-wirksamkeit/1952686

    Kuba schickt erneut Impfstoffe nach Venezuela und modernisiert Produktion.
    Insgesamt 8,56 Millionen Dosen seines Covid-Vakzins Abadala hat Kuba an Venezuela geliefert und hat am Samstag die Lieferung von 1,5 Millionen weiteren Impfdosen des von ihm entwickelten und produzierten Covid-19-Vakzins Abdala an Venezuela bekannt gegeben.

    https://amerika21.de/2021/11/255629/kuba-schickt-impfstoffe-nach-venezuela

    Solche hiesigen häufigeren Impfgegner wie die Anthroposophen, Rudolf-Steiner-Gläubigen, Hermann-Hesse-Nachfolger, Waldorf-Schulen etc. scheinen in dortigen Breiten weniger bekannt [bzw. beliebt] zu sein …
    https://www.nd-aktuell.de/artikel/1158880.anthroposophie-in-der-coronakrise-es-schadet-doch-nichts.html

  19. „In unserem Land passiert gerade Unheil“

    „Ich fürchte um den sozialen Frieden“ – das sagt der Epidemiologe und ehemalige Leiter des bayrischen Gesundheitsamtes Aichach-Friedberg, Friedrich Pürner, mit Blick auf die Ausgrenzung Nichtgeimpfter. Er zeigt sich zutiefst besorgt über die gesellschaftliche Spaltung und das Vorgehen der Politik. „Kontrollen, Strafen, Zwang, Druck, Hetze und Gehässigkeit passen nicht zu medizinischen Maßnahmen“, so Pürner. Im Multipolar-Interview erläutert er, weshalb die Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen unethisch ist und es keine „Pandemie der Ungeimpften“ gibt.

    Sahra Wagenknecht: wie Lauterbach & Co. Kliniken auf Profit getrimmt und daran verdient haben

  20. @Leser

    Der kubanische Impfstoff scheint in Venezuela bessere Ergebnisse zu zeitigen als in Kuba, weil es dort keinen Tourismus gibt … Kuba weist inzwischen eben auch schon über 8.000 Corona-Tote aus.

    Die Steiner-Schulen sind vor allem in Brasilien verbreitet, dann noch in Argentinien und Chile – deren Polularität scheint mit der deutschen Einwanderung zusammenzuhängen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.